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Fake-App im Mac App Store sorgte für Millionenbetrug, bis Apple endlich eingriff

Ist es für Nutzer mit großen Risiken verbunden, Anwendungen abseits des App Store zu beziehen? Apple bejaht diese Frage: Das Unternehmen erklärte in den vergangenen Jahren immer wieder, für die Sicherheit der Nutzer Sorge zu tragen, indem es im Store eingereichte Software einer peniblen Überprüfung unterzieht. Cupertino schaffe es auf diese Weise, Malware und Entwickler, die betrügerische Absichten verfolgen, auszusperren. Tatsächlich gelingt es Apple nur sehr beschränkt, dieses Versprechen einzuhalten, wie ein neues Beispiel eindrucksvoll unter Beweis stellt.


Betrugs-App sorgt für 9,5 Millionen Dollar Verlust
Wer Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sicher verwalten möchte, ist mit einem Wallet gut beraten. Ein solches bietet etwa Ledger an: Die App lässt sich direkt auf der Internetseite des Unternehmens beziehen, eine Version für den Mac App Store liegt nicht vor. Diese Tatsache schien aber einigen Anwendern laut CoinDesk nicht klar zu sein: Sie bezogen eine App aus dem Store, welche sich als offizielle Ledger-App ausgab. Apple winkte diese also durch, obwohl ein rascher Abgleich mit der Internetseite von Ledger offenbart hätte, dass der Bezug der Software ausschließlich über die Website erfolgt. Über 50 Nutzer fielen der Scam-App zum Opfer: Insgesamt kam es zwischen dem 7. und 13. April dieses Jahres zu Verlusten in Höhe von 9,5 Millionen US-Dollar.

Zweifel an Apples Sicherheitsversprechen
Einer der Betroffenen schildert seine Erfahrungen: Er habe 9,5 Bitcoin verloren, was knapp 600.000 Euro entspricht – und damit alle Ersparnisse, welche er in über zehn Jahren angesammelt hatte. Die Betrugs-App ging mit einem recht einfachen Phishing-Versuch vor: Sie bat um Eingabe der sogenannten „Seed-Phrase“. Dabei handelt es sich um eine geheime Abfolge von Wörtern, die als Zugangsschlüssel für Krypto-Wallets dient. Das Geld wurde über die Kryptowährungsbörse KuCoin transferiert und mithilfe des Online-Geldwäschedienstes „AudiA6“ verschleiert. Apple zog mittlerweile die Reißleine und entfernte die Software aus dem Mac App Store. Es erstaunt allerdings, wie dem Konzern ein solcher Fehler passieren konnte – und wie lange es dauerte, bis er einschritt.

Kommentare

System 6.0.1
System 6.0.115.04.26 16:33
Ich weiß, ich darf das nicht, ich bin ein böser, alter Mann. Aber Scam mit Bitcoins? Wer muss da (außer den Betroffenen natürlich) nicht schmunzeln?

Ich finde diese ganze Bitcoin-Blase als Verbrechen an der Menschheit und dem Planeten.
Umweltschäden durch das Schürfen eines Bitcoin

🌡️ CO₂-Emissionen

Der größte und am besten dokumentierte Schaden. Laut einer Studie in Scientific Reports stieg der CO₂e-Ausstoß pro geschürftem Bitcoin von 0,9 Tonnen im Jahr 2016 auf rund 113 Tonnen im Jahr 2021 — ein 126-facher Anstieg in nur fünf Jahren, der die zunehmende Schwierigkeit des Mining-Prozesses widerspiegelt.

Zum Vergleich: Das gesamte Bitcoin-Netzwerk verursacht schätzungsweise knapp 98 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr — ungefähr so viel wie Griechenland jährlich ausstößt. Carbon Credits

💰 Klimaschäden in Relation zum Preis

Eine im Nature Scientific Reports veröffentlichte Studie errechnete, dass jeder durch Bitcoin-Mining geschaffene Dollar im Schnitt 0,35 Dollar an globalen Klimaschäden verursacht — eine Quote, die zwischen der Rindfleischproduktion und dem Verbrennen von Rohöl liegt, und eine Größenordnung über Wind- und Solarenergie.

⚡ Energieverbrauch

Das Bitcoin-Mining verbraucht geschätzte 150 TWh pro Jahr — vergleichbar mit dem Stromverbrauch eines kleinen Landes.

Aktuellere Daten zeigen noch höhere Werte: Im September 2025 wurde ein Jahresverbrauchspeak von ca. 195 TWh erreicht.

Der Energiemix besteht 2025 noch zu rund 38 % aus Erdgas und knapp 9 % aus Kohle, obwohl der Anteil erneuerbarer Energien zuletzt gestiegen ist.

🖥️ Elektroschrott (E-Waste)

Da ASIC-Miner keine anderen Verwendungszwecke haben und durch den stetig steigenden Schwierigkeitsgrad des Netzwerks schnell unprofitabel werden, schätzte eine Studie die durchschnittliche Lebensdauer auf nur 1,3 Jahre. Die jährliche E-Waste-Menge erreichte im Januar 2024 einen Peak von 80.000 Tonnen, sank aber bis September 2025 auf rund 22.000 Tonnen — was auf verbesserte Mining-Effizienz hindeutet.

Allerdings gibt es hier Streit unter Forschern: Eine systematische Überprüfung aus 2024 argumentierte, dass die Hardware-Lebensdauer eher 4–5 Jahre beträgt und 87 % der Hardware recycelt, verkauft oder weiterverwendet wird, womit der tatsächliche E-Waste laut CCAF bei nur rund 2.300 Tonnen im Jahr 2024 liegt.

💧 Wasserverbrauch

Der Wasser-Fußabdruck des Bitcoin-Netzwerks stieg 2021 um 166 % im Vergleich zum Vorjahr — auf 1.573 Gigaliter, was dem Volumen von über 660.000 olympischen Schwimmbecken entspricht.

🌫️ Luftverschmutzung (Feinstaub)

Eine 2025 in Nature Communications veröffentlichte Studie zu den 34 größten US-amerikanischen Bitcoin-Minen zeigte, dass diese von Mitte 2022 bis Mitte 2023 rund 32 TWh verbrauchten — 33 % mehr als Los Angeles — wobei 85 % des Stroms aus fossilen Quellen stammte. Schätzungsweise 1,9 Millionen Amerikaner wurden dadurch erhöhten PM2.5-Feinstaubwerten ausgesetzt, oft weit entfernt von den Minen selbst.

Einordnung

Die Zahlen variieren stark je nach Energiemix (wo und wie die Energie erzeugt wird), Zeitpunkt und Methodik. Fortschritte bei Hardware-Effizienz und der wachsende Anteil erneuerbarer Energien (inzwischen über 50 % laut einigen Schätzungen) mildern den Schaden — ändern aber nichts am grundlegenden strukturellen Problem: Der Proof-of-Work-Mechanismus belohnt maximalen Rechenaufwand, was den Energieverbrauch systeminherent treibt.

Bitcoins, als wenn die Welt nicht bereits genug Probleme hat.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+8
Dunnikin
Dunnikin15.04.26 16:56
Na ja, neue Sau (KI), gleiches Dorf (Energieverbrauch). Die entstehenden Rechnerfarmen, die für KI benötigt werden, verschlingen nicht nur gewaltig Speicherchips aller Art (was die Preise für RAM/SSD explodieren läßt), sondern fressen gewaltige Mengen an Energie.

Ich nutze weder KI, noch Kryptowährungen.

Irgendwo habe ich gelesen, daß die Freigabe einer eingereichten App länger dauert, weil die Prüfungen intensiver seien. Dann bin ich gespannt, ob es noch Betrugs-Apps oder sonstiger derartiger Mist in den Store schafft.
+2
Tom56415.04.26 17:00
Na klar wird es weiter Betrugs-Apps geben. Gibt es doch zur genüge. Erst ist die App völlig in Ordnung und unauffällig und irgendwann gibt es ein update, welches dann den Schadcode enthält. Apple prüft doch sicher solche Updates nicht so genau, als wenn es um eine neue App ginge?
+1
Dunnikin
Dunnikin15.04.26 17:06
Angeblich werden auch Updates intensiv geprüft, weshalb sich die Veröffentlichung verzögert.
0
frankh15.04.26 17:18
System 6.0.1
Ich weiß, ich darf das nicht, ich bin ein böser, alter Mann. Aber Scam mit Bitcoins? Wer muss da (außer den Betroffenen natürlich) nicht schmunzeln?

Ich finde diese ganze Bitcoin-Blase als Verbrechen an der Menschheit und dem Planeten.

Hast völlig recht. Ist aber seltsam, das mit KI-generiertem Text zu untermauern
+1
frankh15.04.26 17:23
"Er habe 9,5 Bitcoin verloren, was knapp 600.000 Euro entspricht – und damit alle Ersparnisse, welche er in über zehn Jahren angesammelt hatte."

Ja, sorry, aber da sind m.E. gleich mehre dumme Fehler gemacht worden, die mit der App nichts zu tun haben. Wer wirft denn bitte ALL seine Kohle in EIN Loch. Noch dazu in Krypto.
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itomaci
itomaci15.04.26 17:31
frankh
"Er habe 9,5 Bitcoin verloren, was knapp 600.000 Euro entspricht – und damit alle Ersparnisse, welche er in über zehn Jahren angesammelt hatte."

Ja, sorry, aber da sind m.E. gleich mehre dumme Fehler gemacht worden, die mit der App nichts zu tun haben. Wer wirft denn bitte ALL seine Kohle in EIN Loch. Noch dazu in Krypto.
frankh
"Er habe 9,5 Bitcoin verloren, was knapp 600.000 Euro entspricht – und damit alle Ersparnisse, welche er in über zehn Jahren angesammelt hatte."

Ja, sorry, aber da sind m.E. gleich mehre dumme Fehler gemacht worden, die mit der App nichts zu tun haben. Wer wirft denn bitte ALL seine Kohle in EIN Loch. Noch dazu in Krypto.

Halb so wild. Mit etwas Geduld könnte der Verlust auf 600 schrumpfen
“An iPod. A phone. An internet communicator. And a camera”
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