Codefunde in iOS 27: Zieht Werbung in Apples Visual Intelligence ein?


Eine der vielen praktischen Funktionen von Apple Intelligence ist die als "Visuelle Intelligenz" bezeichnete Möglichkeit, sich zusätzliche Informationen zu Orten, Objekten oder anderen Dingen anzeigen zu lassen, die man mit der Kamera erfassen kann. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine klassische Suchfunktion – das Geschäftsfeld, auf dem Google mithilfe von Werbung riesige Gewinne erzielt. Ein Code-Fund in iOS 27 deutet darauf hin, dass Apple das jetzt auch erkannt hat und zumindest in Erwägung zu ziehen scheint, demnächst in Visual Intelligence gesponserte Suchergebnisse einzublenden.
Gesponserte Anzeigen wie bei Google und AmazonGefunden wurden die Stellen im iOS-Code von Aaron Perris.
Dieser teilte auf X mit, sein Fund lege die Arbeit an einer Funktion nahe, die Werbung von Suchanbietern in den Ergebnissen von Visual Intelligence ermöglichen könnte. Das würde nicht bedeuten, dass Apple die Werbung selbst verkauft. Vielmehr ähnele die Funktion gesponserten Inhalten auf Google oder Amazon. Perris hält es für unklar, ob Apple daran verdiene.
Auf Google und Amazon gibt es ähnliche Funktionen, die auf Basis von Klicks abgerechnet werden. Vereinfacht gesagt, hinterlegen Werbetreibende ihre Zahlungsbereitschaft für einen Klick und Keywords, zu denen man sich Sichtbarkeit bei der eigenen Zielgruppe wünscht. Sucht ein Kunde danach, laufen Echtzeitauktionen im Hintergrund, bei denen alle Werbetreibenden miteinander konkurrieren, denen das gesuchte Keyword attraktiv erscheint. Das endgültige Auswahlkriterium ist am Ende eine Mischung aus der Klickwahrscheinlichkeit und der Zahlungsbereitschaft des Werbetreibenden für diesen Klick.
Zunehmend Werbung bei AppleSollte sich der Verdacht bestätigen und in absehbarer Zeit Werbung in die visuelle Suchfunktion einziehen, wäre das nicht die erste Stelle, in der das Apple-Ökosystem zur Werbefläche ausgebaut wurde. Im App Store ist Werbung schon seit Jahren eingebettet,
seit März sogar in erweiterter Form. Auch in der
Maps-App können Werbende in den USA und Kanada inzwischen Anzeigen buchen. Im Mai kamen außerdem Pläne für ein "
Emerging Team" ans Licht, das den Vertrieb von Werbung in einzelnen Diensten weiter vorantreiben soll.