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Echtheitsbeweis bei Fotos: EU-Bürger bleiben bei Apple Reference Images außen vor

Bei der Vorstellung des iPhone 18 Pro widmete Apple erwartungsgemäß einige Minuten dem Thema der KI-gestützten Bildbearbeitung: iOS 27 wird auf unterstützter Hardware in der Lage sein, Fotos mit von Apple Intelligence erzeugten Materialien zu ergänzen, um etwa den Bildausschnitt zu vergrößern oder einen 3D-Effekt zu simulieren. Danach widmete sich Präsentatorin Maryam Azimi dem umgekehrten Fall: Wie lässt sich die Echtheit fotografischer Aufnahmen nachweisen? Für diesen Zweck gibt es im iPhone 18 Pro eine neue Funktion namens Apple Reference Image. Doch diese Funktion steht in China und EU-Ländern nicht zur Verfügung.


Die Prozedur, welche Apple für diesen Zweck entwickelt hat, ist aufwendig: Die reinen Sensordaten werden bei der Aufnahme sicher signiert. Das eigentliche Referenzbild entsteht allerdings nicht auf dem iPhone 18 selbst. Stattdessen wird dazu Apples anonymisierte KI-Cloud „Private Cloud Compute“ genutzt. Anschließend landet das Resultat wiederum im lokalen Speicher und bleibt parallel zur bearbeiteten Version des Fotos gesichert – „wie ein digitales Negativ“. Während der Vorstellung erschien bereits ein kleiner Hinweis: „Apple Reference Image ist in China und der EU nicht verfügbar.“

Signierte Referenzaufnahmen in der Bildersammlung stellen für Journalisten ein praktisches Werkzeug dar – sofern sie weder in China noch in der EU arbeiten. (Quelle: Apple)

Ohne Angabe von Gründen
In der Fußnote zur Ankündigung erklärt der Konzern, dass die Funktion in China nicht zum Verkaufsstart bereitstehen wird – aufgrund von regulatorischen Voraussetzungen. Für die EU fehlt eine Begründung, dafür gibt es ein Trostpflaster: In den 27er-Systemen können Anwender Apple Reference Images betrachten sowie bearbeiten. Nur das Erzeugen neuer Aufnahmen mit dem iPhone 18 Pro wird EU-Bürgern verwehrt.

Nicht die einzige Einschränkung
In den Fußnoten der Pressemitteilung finden sich weitere Einschränkungen: Siri AI wird in der EU zunächst nicht auf iOS, iPadOS und watchOS verfügbar sein. Funktionen, die auf Siri AI basieren, werden in der EU ebenfalls nicht auf iOS, iPadOS und watchOS verfügbar sein. „Apple arbeitet intensiv daran, einen Weg zu finden, welcher die Privatsphäre und Sicherheit seiner Nutzer gewährleistet“, führt der Konzern in der Fußnote aus. Für deutschsprachige Anwender besteht dazu noch eine weitere Hürde: Deutsch findet sich nicht auf der Liste der Sprachen, welche im Oktober für Siri AI fertiggestellt sein werden.

Siri AI ist nicht verfügbar in der EU – aber auch noch gar nicht fertig in deutscher Sprache. (Quelle: Apple via YouTube)

Kommentare

Garak
Garak10.09.26 19:47
Apple arbeitet intensiv daran, einen Weg zu finden, welcher die Privatsphäre und Sicherheit seiner Nutzer gewährleistet

War das nicht DAS Credo von Apple, dies sowieso schon immer zu machen? 🤔
+6
MLOS10.09.26 19:51
Apples Strategie zeigt leider Wirkung. Von vielen Apple-Usern habe ich schon gehört, dass man der EU inzwischen negativ gegenübersteht, Apple trägt keine Schuld, alles kommt nicht in die EU weil die EU das nicht will, höre ich auch oft.
Apple befeuert also die Meinungsmache gegen die EU, ein absolut widerliches Unterfangen.
Dabei nutzen sie ähnliche Propagandawerkzeuge, die auch von rechts genutzt werden. Alles einfach vorkauen, oberflächlich belassen und irgendwelche Scheinargumente bringen, die zunächst logisch klingen, aber kein, aber auch gar kein Fundament haben - richtig argumentiert wird ja gar nicht richtig.
Wenn dann kritisch nachrecherchiert wird und aufgezeigt wird, wie es wirklich ist, ist das Narrativ aber schon fest in den Köpfen verankert und es ist nur noch sehr schwer, mit echten Fakten zu den Nutzern durchzukommen.
Gerade im Hinblick auf Siri AI geht es Apple scheinbar nicht um Privatsphäre. Denn wenn ich Siri AI bzw. den Agenten oder das LLM austauschen könnte, evtl durch eine Applikation, die rein lokal arbeitet, auch wenn das schlechtere Ergebnisse erzielt, und ich mir das aussuchen kann, ist das für den Nutzer besser, aber halt nicht für Apple.
Aber Apple will ja nur das beste für seine Kunden…
+57
Coldplayer
Coldplayer10.09.26 20:09
Das stimmt. Bei mir z.B. - aber es ist doch auch ok, die EU teilweise kritisch zu sehen. Ich finde sie Bevormundung der sogenannten Gatekeeper absolut unangebracht. Kann ja auch nicht jeder so obrigkeitshörig sein wie du. und dein Vergleich mit rechter Propaganda kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Damit verharmlost du viele politische Probleme, die wir haben.
-41
xcomma10.09.26 20:17
Sensordaten werden signiert - ist die Aussagekraft vom Reference Image (Information steganographisch ins Foto eingesetzt?) also lediglich, dass es mit einem iPhone exakt so geschossen wurde und sozusagen es sich genauso "vor der Linse" zugetragen hat?

Was aber, wenn man z.B. gleich von Anfang an ein bereits manipuliertes Bild abfotografiert? Die Sensordaten wären dann ja auch unangerührt.
+2
Pineapps
Pineapps10.09.26 20:22
xcomma
Sensordaten werden signiert - ist die Aussagekraft vom Reference Image (Information steganographisch ins Foto eingesetzt?) also lediglich, dass es mit einem iPhone exakt so geschossen wurde und sozusagen es sich genauso "vor der Linse" zugetragen hat?

Was aber, wenn man z.B. gleich von Anfang an ein bereits manipuliertes Bild abfotografiert? Die Sensordaten wären dann ja auch unangerührt.

Dann hast du ein Foto vom Foto. Das Foto vom Foto ist echt, das Motiv wird ja nicht verifiziert. Für den Betrachter in der Regel ja auch als solches zu erkennen, wenn du mal ein Bild abfotografiert hast solltest du wissen, dass das von den Farben nie auch nur ansatzweise so aussieht wie das original.

Warum Apple hier meint das Bockige Kind spielen zu müssen in der EU ist für mich nicht nachvollziehbar.
Click. Boom. Amazing! - Steve Jobs
+14
Eventus
Eventus10.09.26 21:05
Mit Rücksicht auf meine Nerven und die Erfolgsaussichten, mit meiner Meinung hier jemanden zum Hinterfragen der «richtigen guten Meinung» zu bewegen, verzichte ich auf den Versuch.

Eine rein technische Frage deshalb: Wie wird man als Nutzer:in aus der EU bestimmt? Wohnadresse gemäss Apple Account? Könnten EU-Bürger:innen nicht einfach eine fiktive Adresse aus einem Nicht-EU-Land erfassen?
Live long and prosper! 🖖
+1
Apple@Wien
Apple@Wien10.09.26 21:20
Die EU wird das China 2.0. Wir bekommen das auch als EU-Unternehmen immer mehr zu spüren, nicht nur Apple.
-48
Mankey
Mankey10.09.26 21:36
xcomma
…
Was aber, wenn man z.B. gleich von Anfang an ein bereits manipuliertes Bild abfotografiert? Die Sensordaten wären dann ja auch unangerührt.
Aber man hätte z.Bsp. keine Tiefeninformationen bei einem eigentlich dreidimensionalen Motiv
-----------------
+2
MLOS10.09.26 21:36
Coldplayer

Es geht nicht darum, etwas nicht kritisieren zu dürfen, das habe ich nicht so gemeint, da war es zu allgemein formuliert. Natürlich darf und soll man die EU kritisch sehen, wie alles andere auch und Vorgehensweisen etc hinterfragen.
Was ich eher meinte, ist, dass Apple den Hass mancher auf die EU (genereller Hass ohne jegliche Begründung) damit stärkt. Die Leute können dann gar nicht sagen, was sie nicht gut finden, da heißt es schlichtweg: „Die Eu will ja nicht, dass wir das Feature bekommen“ - was aber gar nicht stimmt.
Genauso wenig vergleiche ich den Kindergarten zwischen Apple und der EU mit politischen Problemen, sondern habe nur die Propagandamethoden erwähnt.
Kritisch war hier also nicht im Sinne von etwas hinterfragen gemeint, sondern eher genereller, unbegründeter Hass auf etwas, der durch ein Narrativ entsteht und/oder verstärkt wird, ohne irgendwas je hinterfragt zu haben.
+32
Lavalampa10.09.26 21:52
Apple geht mir schon richtig am Sack mit ihrer Anti EU Haltung. Nur weil in der USA noch der wilde Westen herrscht, müssen sie uns ihre Haltung nicht auch aufzwingen.
+28
maikdrop10.09.26 21:57
MLOS

Du hast ein seltsames Verständnis von Propaganda. Nach deinem Maßstab machst du das genauso, wenn du behauptest Apple verstärkt den Hass auf die EU. Apple ist ein Unternehmen, was sich berechtigterweise so wenig Vorschriften wie möglich machen lassen will. Und natürlich macht aus Apples Perspektive die EU es ihnen schwerer und teurer mit mehr Regeln. Ferner ist Apple nicht mal verpflichtet dir irgendetwas anzubieten. Ich finde es einigermaßen kurios, dass du von Apple verlangst, dass du lokale Modelle laufen lassen möchtest, mit allen Sicherheitsrisiken, die das mit sich bringen kann, wenn das nicht perfekt umgesetzt wird und mit Privatsphäre argumentierst. Wenn man so argumentiert, dann sollte man weder Smartphone noch Internet nutzen. Wenn alles lokal läuft, gibt’s kein Internet mehr. Weil es geht dir nicht um Privatsphäre an sich, sondern darum, dass das aus deiner Sicht a priori nur lokal möglich ist. Und wenn ich deiner “Argumentation” folge, betreibst du mit solchen Aussagen Propaganda.
-24
lautsprecher10.09.26 21:59
Apple schneidet sich schlussendlich mit ihrer Haltung selber ins Fleisch.

Zugegeben: Siri 2.0 macht Laune und ich bin davon überzeugt, dass es einen echten Mehrwert bringen kann.

Aber:

Ich kann auch ohne Apple Intelligence und Referenzbilder leben. Dann spare ich halt Geld und kaufe den neuen Kram halt nicht.

Ohne die neuen Features gibt es halt weniger Kaufanreize. It is so simple.
+23
FlyingSloth
FlyingSloth10.09.26 22:14
Das war mal wieder so klar, dass Apple hier wieder ein eigenes proprietäres Sueppchen kocht mit Apple Reference. Wozu auch auf einen etablierten und von den namhaften Kameraherstellern verwendeten Standard setzen, wenn man sein eigenes Ding machen kann um dann auch noch User in geographischen Regionen auszusperren. Apple geht mir manchmal wirklich auf den Sack.
Der Standard für Image Provenance nennt sich C2PA und wird z.B. von Herstellern wie Sony, Canon, Nikon, Fuji und Co längst eingesetzt. Auch Google mit den Pixel Phones setzt hier auf den offenen Standard. Und das besste. C2PA läuft lokal auf den Geräten und muss nicht erst an die Server des Herstellers gesendet werden.

I mean Apple really!!! Das ist doch nur eine weitere Methode, um Apple User immer weiter and Dienste zu binden. Momentan ist Apple Reference vielleicht umsonst. Und irgendwann wird das Feature dann an einen Bezahldienst gekoppelt.


Industrie Standard C2PA
Fly it like you stole it...
+37
Performant8410.09.26 22:41
Eventus
Eine rein technische Frage deshalb: Wie wird man als Nutzer:in aus der EU bestimmt? Wohnadresse gemäss Apple Account? Könnten EU-Bürger:innen nicht einfach eine fiktive Adresse aus einem Nicht-EU-Land erfassen?
Natürlich nicht.

Apple hat extra dafür ja extra Geolocation-Funktionen in iOS eingebaut, die deinen Status Apple mitteilen. Nicht, dass du noch als ausserhalb lebender auf die Idee kommst, in bösen, gefährlichen (konkurrierenden) alternativen Stores deine Apps zu kaufen bzw. zu sideloaden.
+1
boulevard69
boulevard6910.09.26 23:08
Wenn Apple mein Geld nicht haben möchte, dann bekommen sie es auch nicht mehr. Nach fast 19 Jahren mit iPhone teste ich gerade ein Google Pixel. Das hat mittlerweile auch was. Ok, Android Auto sieht aus wie Windows 95 (und verhält sich auch so), aber das ist tatächlich das Einzige, was ich wirklich auszusetzen habe.
+6
Stepa999910.09.26 23:57
Wenn man einige Kommentare gegen die EU liest, kann einem Angst und Bange werden.
Die Frage die sich jeder stellen muss ist, in welchem Land man leben will! Eine Drmokratie mit allen Vorteilen aber auch Nachteilen oder in einer Autokratie!

Wohin sowas führt konnte man nicht nur in Deutschland von 1933-1945 sehen, dass sieht man auch heute. Siehe Ungarn unter Orban, Russland, USA die einfach mal die Landkarten umbenennen und Apple und Google machen mit.

Anscheinend sind die wenigsten bereit für das demokratische System einzutreten und hören auf die Populisten.

Weltweit sind diese Kräfte auf dem Vormarsch. Man sucht Schuldige für die Misere, wälzt auf deren Schultern das Unheil ab und verspricht das Blaue vom Himmel und jeder der daran verdient nickt nur mit dem Kopf und sagt ja und Amen.

Gerade Apple stand mal für anders sein, tolerant, weltoffen, Minderheiten schützen. Und heute?

Viele haben Apple als „Gutmenschen“ Konzern gesehen, was sie aber nie waren und heute erst recht nicht sind. Letztendlich dreht sich alles nur ums Geld und ein schlechtes Gewissen bereinigt der Aktienkurs.

Wir selbst müssen sehen, wie weit wir bereit sind diesen Weg mitzugehen!
Man muss keine Apple Produkte kaufen und dieses System unterstützen. Leider sind die Konkurrenten auch nicht besser. Europa hat es versäumt selbst Produkte, Software etc. zu entwickeln und nun sind wir abhängig. Die Amerikaner wissen das und führen uns Gnadenlos vor.
+23
Eventus
Eventus11.09.26 00:49
Performant84
Eventus
Eine rein technische Frage deshalb: Wie wird man als Nutzer:in aus der EU bestimmt? Wohnadresse gemäss Apple Account? Könnten EU-Bürger:innen nicht einfach eine fiktive Adresse aus einem Nicht-EU-Land erfassen?
Natürlich nicht.

Apple hat extra dafür ja extra Geolocation-Funktionen in iOS eingebaut, die deinen Status Apple mitteilen. Nicht, dass du noch als ausserhalb lebender auf die Idee kommst, in bösen, gefährlichen (konkurrierenden) alternativen Stores deine Apps zu kaufen bzw. zu sideloaden.
Und wie ermitteln diese Funktionen meinen Status? Nach meinem Pass hat Apple nie gefragt, nach meiner Niederlassungsbewilligung (Aufenthaltstitel) auch nie, genauso wenig nach einer Wohnsitzbescheinigung. Zudem kann ich meines Wissens ein iPhone kaufen wo immer ich will, und ggf. auch mit einer Kreditkarte zahlen, die weder dem Land meiner Staatsangehörigkeit, noch meines Wohnsitzes entspricht (oder notfalls bar). Und bei der Ersteinrichtung, wenn nicht direkt vom alten iPhone eingerichtet, gibts die Länderliste zur Auswahl. Wo also setzt die Kontrolle an?

(Ich hatte übrigens meine Watch 4 damals in Moskau gekauft, obwohl ich weder Russe bin, noch dort wohne – in der Tat bekam die Watch die EKG-Funktion erst als diese für Russland freigeschaltet wurde, aber eben, es hätte umgekehrt ein Russe oder ein Deutscher etwas von Apple in Zürich kaufen können.)
Live long and prosper! 🖖
0
Eventus
Eventus11.09.26 00:57
Stepa9999
Siehe Ungarn unter Orban, Russland, USA die einfach mal die Landkarten umbenennen und Apple und Google machen mit.
Deutschland war unter den ersten Ländern, die einem souveränen europäischen Staat 14% seines Gebietes aberkannten und auf die Landkarte einen neuen Staat setzten, genannt Kosovo. Also bitte mal endlich mit der Doppelmoral aufhören!
Live long and prosper! 🖖
-16
fosse0j11.09.26 07:00
Mir scheint, hier werden gerade zwei Dinge vermischt: Was man über die EU-Regulierung grundsätzlich denkt und was im konkreten Fall überhaupt bekannt ist.

Apple nennt für China ausdrücklich regulatorische Gründe. Für die EU nennt Apple bislang keinen Grund. Damit ist derzeit weder belegt, dass „die EU die Funktio verhindert“, noch dass Apple die Funktion aus Trotz oder als politisches Druckmittel zurückhält.

Gerade wenn man zu Recht kritisiert, dass aus jeder Verzögerung bei Apple-Funktionen sofort das Narrativ „die EU ist schuld“ gemacht wird, sollte man umgekehrt nicht die nächste unbelegte Geschichte daraus machen.

Interessanter finde ich ohnehin die technische Frage: Ein signiertes Reference Image kann offenbar belegen, dass genau diese Sensordaten von genau diesem Gerät stammen. Es kann aber nicht beweisen, dass das, was vor der Kamera stand, „wahr“ oder unverfälscht war. Ein authentisches Foto kann schließlich auch eine Inszenierung, einen Bildschirm oder eine andere manipulierte Vorlage zeigen.

Das Verfahren ist damit durchaus wertvoll, aber „Echtheitsbeweis“ ist ein ziemlich großes Wort für das, was tatsächlich bewiesen wird.
+9
AJVienna11.09.26 07:00
MLOS
Gerade im Hinblick auf Siri AI geht es Apple scheinbar nicht um Privatsphäre. Denn wenn ich Siri AI bzw. den Agenten oder das LLM austauschen könnte, evtl durch eine Applikation, die rein lokal arbeitet, auch wenn das schlechtere Ergebnisse erzielt, und ich mir das aussuchen kann, ist das für den Nutzer besser, aber halt nicht für Apple.
Aber Apple will ja nur das beste für seine Kunden…
Es mag Apple nicht nur um die Privatsphäre gehen und es ist praktisch diese vorschieben zu können. Dennoch ist es sehr gefährlich überhaupt eine Schnittstelle bereitzustellen die die eine App potentiell an alles rankommen lässt was auf dem iPhone ist. Das öffnet ein neues riesiges Einfallstor für Hacker. Das so hinzubekommen das das sicher ist ist tatsächlich mit erheblichen Mehraufwand verbunden. Und dieser muss ja auch von Apple bezahlt werden.Dazu kommt das die EU hier nur sehr unpräzise Gesetze hat. Die oft mehr Bürokratie verursachen als sie helfen. Ich denke nur an die pop up blocker. Und was auch noch dazu kommt es gibt keine Garantie das der von Apple verfolgte Ansatz diese zu erfüllen am Ende nicht doch Strafen nachzieht.
+1
AJVienna11.09.26 07:03
fosse0j
Das Verfahren ist damit durchaus wertvoll, aber „Echtheitsbeweis“ ist ein ziemlich großes Wort für das, was tatsächlich bewiesen wird.
Du meinst ich erstelle mit KI ein Bild drucke das ganz groß aus und fotografiere das dann um es echt zu machen? Perfide aber ich hoffe das man das leicht mit software nachweisen kann. Es wäre Flach. Dazu kommt das die GPS Infos vielleicht nicht dazu passen.
-2
KISS11.09.26 07:06
Hier werden so viele Nebelkerzen geworfen, bis der Thread kaputt ist.

Jede Firma will nicht das beste für alle, sondern für sich. Macht die EU alles richtig? Nein bestimmt nicht. Aber die Grundidee hinter der EU ist es, den Bürgern zu nutzen. Die Idee hinter Apple ist, den Aktionären zu nutzen. Man kann manche Regel der EU bzgl. Gatekeeper für überzogen halten. Aber wenn die großen Konzerne mit allem durchkommen, dann wird die Freiheit stärker eingeschränkt, als jemals durch die EU. Wie viele Leute kennt ihr, die auf Whatsapp, Facebook etc. kein Bock haben, aber einen Account haben, weil sie Angst haben in der Kita Eltergrupoe oder im Sportverein sonst Infos vielleicht zum Nachteil des Kindes zu verpassen? Da ist es mir ganz Recht, wenn Meta nicht völlig freie Hand hat...
+23
Macbook_User11.09.26 07:11
Eventus
Performant84
Eventus
Eine rein technische Frage deshalb: Wie wird man als Nutzer:in aus der EU bestimmt?

Seriennummer die nach Land XY ausgeliefert wurde?!
+1
MLOS11.09.26 07:54
AJVienna
MLOS
Gerade im Hinblick auf Siri AI geht es Apple scheinbar nicht um Privatsphäre. Denn wenn ich Siri AI bzw. den Agenten oder das LLM austauschen könnte, evtl durch eine Applikation, die rein lokal arbeitet, auch wenn das schlechtere Ergebnisse erzielt, und ich mir das aussuchen kann, ist das für den Nutzer besser, aber halt nicht für Apple.
Aber Apple will ja nur das beste für seine Kunden…
Es mag Apple nicht nur um die Privatsphäre gehen und es ist praktisch diese vorschieben zu können. Dennoch ist es sehr gefährlich überhaupt eine Schnittstelle bereitzustellen die die eine App potentiell an alles rankommen lässt was auf dem iPhone ist. Das öffnet ein neues riesiges Einfallstor für Hacker. Das so hinzubekommen das das sicher ist ist tatsächlich mit erheblichen Mehraufwand verbunden. Und dieser muss ja auch von Apple bezahlt werden.Dazu kommt das die EU hier nur sehr unpräzise Gesetze hat. Die oft mehr Bürokratie verursachen als sie helfen. Ich denke nur an die pop up blocker. Und was auch noch dazu kommt es gibt keine Garantie das der von Apple verfolgte Ansatz diese zu erfüllen am Ende nicht doch Strafen nachzieht.
Irgendwo gibt es schon eine Schnittstelle, die ein potenzieller Angriffsvektor sein kann, wie sollen sonst die Interaktionen zwischen Siri und den Apps über App Intents o.ä. funktionieren? Da kann auch eine Sicherheitslücke vorhanden sein, die irgendwann entdeckt / ausgenutzt wird.
Apple erlaubt es aber aktuell nicht, dass statt Siri z.B. meine App als Agent mit den bereitgestellten MCP-Servern (oder was Apple im Hintergrund verwendet) interagieren kann. Und ich traue es Apple zu, eine sichere Schnittstelle zu schaffen, über die eine Drittanbieter-App eine Legitimierung anfordern muss, bevor sie überhaupt auf einen dieser Server zugreift, ähnlich wie bei Fotos, Kontakten, etc. Nicht jede App, die man aus dem Store lädt, hat also direkt Zugriff auf das, das entscheidet man selbst und muss das nicht tun, man kann auch einfach Siri AI nutzen.
Das, was Apple also immer verspricht, dass alles so sicher sei, die beste Privatsphäre etc, ist nach meinem Verständnis beim aktuellen Ansatz ein Trugschluss. Wenn man frei entscheiden könnte, welchen Agenten und welches LLM man verwendet, könnte man eine Lösung wählen, die datenschutzfreudnlicher ist, als die von Apple. Beispielsweise eine, die komplett lokal arbeitet. Apple sperrt somit aktuell alle anderen Anbieter aus und behindert damit gleichzeitig einen fairen Wettbewerb.
Wenn wir wirklich mal ein Agentic OS haben und man nur noch zwischen Apple, Google, Microsoft, Meta und Amazon wählen kann, weil kein anderer Anbieter Zugriff auf ein solches OS bekommt, hätte das fatale Folgen.
Bei LLMs ist das besonders bedenklich. Womit werden sie trainiert? Wie sind sie biased? Ein LLM schafft es prima, subtil Meinungen zu verändern, da braucht man gar keine Propaganda mehr. Dann werden nicht mehr willkürlich Orte auf Karten umbenannt, sondern LLM-Ausgaben werden gezielt gesteuert und zensiert (Ist ja nicht so, dass das nicht schon irgendwo passiert auf der Welt).
Und es sei nochmals an dieser Stelle betont, dass das nicht heißt, dass die EU alles richtig macht, ganz im Gegenteil. Ich bin aber froh, dass die EU im Gegensatz zu anderen Orten auf der Welt um die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger bemüht ist.
Wenn nur noch Konzerne das Sagen haben und machen können, was sie wollen, ist das eine Dystopie, die ich mir gar nicht vorstellen will.
+6
Blaubierhund
Blaubierhund11.09.26 08:16
Unfassbar diese Haltung von Apple.
Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)
-3
Liebestöter11.09.26 08:33
Habe jetzt das FairPhone 6plus bestellt und werde damit mein iPhone 12 ablösen.
In jeder Hinsicht nachhaltigeres Produkt und mit Android immer noch offener und besser an meine NAS anbindbar als Apple.
Apple bring in der Software seit Jahren nichts Innovatives mehr. Safari ist deutlich inkompatibler als Chrome, die Karten App hat massiv weniger PoI als Google und auch schlechteres Kartenmaterial usw., da kann ich gleich das Original nehmen statt Google Programme auf Apple zu nutzen und dann noch sehr viel Geld für Hardware auszugeben die andere günstiger verkaufen.
Der nächste Schritt ist dann den M1 gegen einen Rechner mit Kubuntu zu ersetzen, ich habe schon fast sämtliche native Mac Software durch Container auf der NAS ersetzt und die iCloud geräumt, da war viel Arbeit in den Tiefen der Mac Konsole nötig, weil Appel sein System so extrem abschottet.
Ich habe keine Lust mehr auf das gegängel von Apple mit "die EU ist böse aber wir sind toll" und immer mehr in die Apple Cloud gezwungen zu werden.
+5
rkb0rg
rkb0rg11.09.26 08:35
xcomma
Sensordaten werden signiert - ist die Aussagekraft vom Reference Image (Information steganographisch ins Foto eingesetzt?) also lediglich, dass es mit einem iPhone exakt so geschossen wurde und sozusagen es sich genauso "vor der Linse" zugetragen hat?

Was aber, wenn man z.B. gleich von Anfang an ein bereits manipuliertes Bild abfotografiert? Die Sensordaten wären dann ja auch unangerührt.

Sensordaten werden interpretiert damit sie zu einem darstellbaren Bild werden, das von Menschen gelesen/gesehen werden kann. Allein diese Interpretation kann von App zu App unterschiedlich sein. Es gibt keinen Anspruch darauf, dass die „Realität“ abgebildet wird. Es kann immer nur eine Interpratition der Realität sein. Das war bei analogen Film auch schon so. Da wurden Farben rausgefiltert, wodurch zum Beispiel die Hauttöne hellhäutiger Menschen facettenreich abgebildet werden konnten, dunklere Hauttöne dagegen schlechter. Da konnte man auch nicht sagen, das Foto bildet die Realität ab. Apple signiert also nur, dass die Sensordaten nicht durch sie oder andere manipuliert wurden, also im Grunde das die spezifische Lichtsituation so unverändert vor der Linse des Geräts stattgefunden hat, nicht das Fotos die Realität abbilden.
0
Blaubierhund
Blaubierhund11.09.26 08:40
Ich bin deshalb schon dabei meine Dienste so umzustellen, dass ich mit möglichst wenig Apple, Google und anderen US-Anbietern auskomme.

Ich schätze die Hardware von Apple und auch mancherlei Gimmicks. Aber so wichtig sind die nun auch wieder nicht, dass ich mich wie ein Kunde zweiter Klasse behandeln lassen muss.

Wenn Apple versucht auf meine Kosten die Konkurrenz auszuschließen, dann schließe ich Apple zukünftig halt aus meinen Kaufentscheidungen aus.

Lavalampa
Apple geht mir schon richtig am Sack mit ihrer Anti EU Haltung. Nur weil in der USA noch der wilde Westen herrscht, müssen sie uns ihre Haltung nicht auch aufzwingen.
Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)
+7
Blaubierhund
Blaubierhund11.09.26 08:46
Apple durch Google ersetzen? Ist da wirklich was zu gewinnen?

Warum nicht /e/OS?
Liebestöter
Habe jetzt das FairPhone 6plus bestellt und werde damit mein iPhone 12 ablösen.
In jeder Hinsicht nachhaltigeres Produkt und mit Android immer noch offener und besser an meine NAS anbindbar als Apple.
Apple bring in der Software seit Jahren nichts Innovatives mehr. Safari ist deutlich inkompatibler als Chrome, die Karten App hat massiv weniger PoI als Google und auch schlechteres Kartenmaterial usw., da kann ich gleich das Original nehmen statt Google Programme auf Apple zu nutzen und dann noch sehr viel Geld für Hardware auszugeben die andere günstiger verkaufen.
Der nächste Schritt ist dann den M1 gegen einen Rechner mit Kubuntu zu ersetzen, ich habe schon fast sämtliche native Mac Software durch Container auf der NAS ersetzt und die iCloud geräumt, da war viel Arbeit in den Tiefen der Mac Konsole nötig, weil Appel sein System so extrem abschottet.
Ich habe keine Lust mehr auf das gegängel von Apple mit "die EU ist böse aber wir sind toll" und immer mehr in die Apple Cloud gezwungen zu werden.
Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)
+1
MacStudio11.09.26 08:53
Ich frage mich immer warum das bei Google android / Gemini so geräuschlos läuft.

Ansonsten haben staatliche Regulierungen noch nie das Leben besser gemacht, sondern nur verkompliziert. Ich bin für maximale Selbstbestimmung. Früher war diese liberale Geisteshaltung „Mitte“, heute radikal „rechts“. Ich denke daher kommt diese unangebrachte politische Zuspitzung.

Am Ende ist die Frage, darf der Staat meinen Medienkonsum, meine Wahl der digitalen Werkzeuge, meine private Korrespondenz kontrollieren und regulieren?
Ich positioniere mich da ganz klar: nein.
Aber ich gebe zu, das ist die Ansicht eines alten Mannes aus dem letzten Jahrtausend.
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