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Apple verkauft 11 Prozent weniger Macs – und baut Marktanteil trotzdem aus

Lange Zeit war der Verkauf von Computern das Kerngeschäft von Apple und Macs das am längsten angebotene Produkt des Unternehmens. Seit der Erfolge des iPods und iPhones hat sich das zwar verschoben, dennoch bleibt der Computermarkt für den Hersteller aus Cupertino ein wichtiges Standbein. Laut einem Bericht der Analysten von Counterpoint Research setzte Apple im dritten Quartal elf Prozent weniger Computer ab als im Vergleichsquartal im Jahr 2025. Trotzdem gelang es, den Marktanteil insgesamt von 8,7 auf 9,8 Prozent zu vergrößern – dem MacBook Neo sei dank.


Konkurrenz schneidet noch schlechter ab
Dass trotz deutlich weniger abgesetzter Computer der Anteil am Gesamtmarkt verbessert wurde, lag in erster Linie daran, dass die Wettbewerber noch größere Einbußen hinnehmen mussten. Lenovo verlor 23 Prozent an Verkäufen, HP 31 und Dell 25 Prozent. Der Konkurrent Asus hielt seinen Rückgang mit 7 Prozent am geringsten. Da der globale Markt für PCs insgesamt um 21 Prozentpunkte schrumpfte, konnten Apple und Asus mit weniger starken eigenen Verlusten überperformen und ihren Teil vom Kuchen relativ vergrößern.

Produktportfolio besser ausdifferenziert als die Konkurrenz
Warum Apple weniger schlecht abgeschnitten hat, erklärt der Analystenbericht durch eine bessere Ausdifferenzierung des Angebots und eine größere Wettbewerbsfähigkeit. Gleiches gilt für Asus. Bei Apple wird wörtlich das MacBook Neo als entscheidendes Produkt genannt. Im gegenwärtig durch teure Computerkomponenten und Speicher geprägten Marktumfeld verschieben Privatanwender und Unternehmen die Anschaffung neuer PCs, so gut es geht. Ein Gerät, das Kunden mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis bewerten, hilft den Rückgang zu dämpfen.

Ausblick geht weiter nach unten
Ob sich an der momentanen Situation etwas ändert, hängt stark von der weiteren Entwicklung der Speicherpreise ab. Für das aktuelle und erste Quartal 2027 sieht dieser Ausblick alles andere als positiv aus. Für den laufenden Zeitraum wird daher ein Rückgang von Computerkäufen von 27 Prozent erwartet und eine anhaltende Flaute für das kommende Jahr. Wer hier bestehen möchte, muss laut Associate Director David Naranjo von Counterpoint Research Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben. Außerdem sei Disziplin bei der Lieferkette notwendig. Gerade das gilt als eine von Apples Kerndisziplinen.

Kommentare

Metty
Metty23.10.26 12:15
Bei den Preisen für RAM und SSDs ist diese Entwicklung auch kein Wunder. Und wenn ich schon eine neue Maschine kaufen muss, dann nehme ich doch ein System welches möglichst lange hält. Und da hat Apple nun mal die Nase vorn.
+5
LetterKnecht202323.10.26 12:35
Und bitte nicht diese enormen Lieferzeiten vergessen…
0
MacNu9223.10.26 12:53
Für mich persönlich ist der Mac DAS zentrale Apple Produkt. Das mögen viele anders sehen, aber ohne Mac hätte ich mir nie ein iPhone gekauft.
+8
Fontelster
Fontelster23.10.26 13:32
MacNu92
… aber ohne Mac hätte ich mir nie ein iPhone gekauft.
Ich arbeite seit 30 Jahren am Mac, aber ein iPhone hab ich bis heute nie gehabt. Dafür um so mehr iPods.

Analysebericht
und eine größere Wettbewerbsfähigkeit.
Interessant, wenn einer der teuersten Hersteller wettbewerbefähiger sein soll als günstigere. Das würde bedeuten, dass mehr Menschen zwischen billig und preiswert unterscheiden.
+2
TorstenW23.10.26 15:07
Fontelster
Interessant, wenn einer der teuersten Hersteller wettbewerbefähiger sein soll als günstigere. Das würde bedeuten, dass mehr Menschen zwischen billig und preiswert unterscheiden.
Ich erkläre mir das so: Andere Hersteller verkaufen mehr Masse. Wenn jetzt die Preise für Speicher etc signifikant steigen, müssen sie MEHR Leute überzeugen das mitzutragen, wohingegen Apple eh schon kleinere Verkaufszahlen hatte und deshalb nicht so viele Leute überzeugen muss.
Dazu kommt, dass die Apple-Kundschaft generell mehr Geld zur Verfügung hat, sich also diese Preissteigerungen eher leisten kann, als jemand, der sich das Geld für ein einfaches Laptop erst hart zusammensparen muss.
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