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NFC-Zugang am iPhone: UK-Wettbewerbshüter wollen EU-Recht im eigenen Land

Bargeldlose Transaktionen haben in den vergangenen Jahren beständig zugenommen. Im Jahr 2025 wurden etwa 39 Prozent aller Zahlungsabwicklungen im Vereinigten Königreich über Kredit- oder Debitkarte abgewickelt – zehn Jahre vorher waren es nur drei Prozent. 62 Prozent aller erwachsenen UK-Bewohner nutzen ein digitales Wallet, davon etwa die Hälfte Apple Wallet. Die Hürden für Banken seien allerdings hoch, bemängelt die Competition and Markets Authority (CMA) – sie fordert von Apple Zugeständnisse beim Zugriff auf den NFC-Chip.


Die Presseerklärung der Wettbewerbsbehörde nennt fünf Anwendungsfelder, in denen der NFC-Chip zur Anwendung kommt: digitale Geldbörsen und Zahlungsdienste; digitale Ausweise und Werkzeuge zur Altersüberprüfung; digitale Schlüssel für Autos, Hotels und Arbeitsplätze; Fahrkarten sowie Treue- und Prämienprogramme. Apple habe mit dem iPhone und Apple Wallet eine Torwächterfunktion. „Hohe Gebühren, strenge Regeln sowie technische Einschränkungen bezüglich Apples berührungsloser Technologie machen es zu schwierig für Herausforderer, innovativ zu sein und im Wettbewerb zu bestehen“, so Sarah Cardell, Geschäftsführerin der CMA. Kein einziges UK-Unternehmen habe bisher ein Wallet-ähnliches Angebot in Großbritannien starten können.

EU: Streit seit 2024 beigelegt
Apple stand bereits vor Jahren im Konflikt mit EU-Wettbewerbsbehörden. 2024 änderte Apple die Regeln für Unternehmen in Ländern der Europäischen Union und sagte zu, die neuen Tap-and-Go-Regularien für zehn Jahre unverändert zu lassen. Großbritannien verließ Anfang 2020 die EU und verhandelt nun sämtliche Abkommen zum Wettbewerbsrecht eigenständig. Zum NFC-Verfahren läuft das am 23.01.2025 begonnene Konsultationsverfahren noch bis zum 17.11.2026, nach einer anschließenden Auswertungsphase wird die Behörde ihr endgültiges Urteil fällen. Im Anschluss handelt die Behörde wahrscheinlich einen Modus Operandi aus, der recht ähnlich dem sein wird, welcher in der EU seit Mitte 2024 gilt.

Kommentare

adiga
adiga21.10.26 09:09
Ist nicht alles schlecht, was von der EU kommt. Ich denke, hier hat die EU einen guten Ansatz mit Apple geschlossen. UK muss nun halt auslöffeln, was sie sich mit dem Brexit eingebrockt haben. Ähnliches gilt auch für die Schweiz, welche bei solchen Dingen aussen vor ist und aufgrund der Grösse auch keine Marktmacht ausspielen kann.
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