Klage gegen Apple wegen vertraulicher Informationen – OpenAI dreht Spieß um


OpenAI und Apple sind schon länger nicht das, was man als beste Freunde bezeichnen würde. Der iPhone-Hersteller wirft dem KI-Unternehmen schon seit Monaten vor, über ehemalige Apple-Mitarbeiter vertrauliche Informationen gestohlen zu haben. Dazu warb OpenAI Apple-Angestellte ab und forderte diese unter anderem in den Bewerbungsprozessen aktiv dazu auf, Details zu geplanten Apple-Produkten preiszugeben – so die Vorwürfe des KI-Anbieters. Nachdem man sich außergerichtlich nicht verständigen konnte, legte Apple im Juli schließlich
Klage gegen den KI-Anbieter ein. Seitdem geht es zwischen den beiden Unternehmen mit Vorwürfen hin und her. Der jüngste Akt der Auseinandersetzung stellt nun die bisherigen Rollen auf den Kopf, denn OpenAI klagt wegen vergleichbarer Vergehen gegen Apple.
Klage am Bundesgericht in San Jose gegen AppleIn einer Klage gegen Apple wirft OpenAI dem iPhone-Hersteller aus Cupertino vor, vertrauliche Daten des KI-Unternehmens auf unlauterem Weg erlangt zu haben. Konkret
vorgeworfen wird einem ehemaligen Mitarbeiter, dass er vor seinem Wechsel zu Apple über einhundert Dateien an ein privates Konto gesendet habe, um sie im Anschluss Management-Kreisen bei Apple zugänglich zu machen. OpenAI zufolge fand dies schon vor Monaten statt. Apple nutze die so erhaltenen Kenntnisse jetzt, um seine eigenen Bestrebungen im KI-Bereich voranzubringen. Der Vorfall ereignete sich den Berichten nach am letzten Arbeitstag des Mitarbeiters
im Juni. Pikant: Vor seiner Tätigkeit bei OpenAI habe der Angestellte schon einmal ein halbes Jahr für Apple gearbeitet.
Apple kann Vorwürfe nicht nachvollziehenApple reagierte auf die Klage und die neuen Vorwürfe mit einer Mitteilung, dass unternehmensinterne Prozesse verhindern würden, dass neu eingetretene Mitarbeiter vertrauliche Informationen von ihren früheren Arbeitgebern nutzten. Außerdem habe man
keine Hinweise, dass die Behauptungen von OpenAI zutreffend seien. Das Verhältnis der beiden Unternehmen dürfte sich durch den zusätzlichen Rechtsstreit nicht verbessern. Es ist zu erwarten, dass sich die Fronten weiter verhärten.