Im Test: Apple Watch Ultra 4 und Series 12 – die ersten Stimmen


Nachdem es bereits Testberichte zur fünften AirPods-Generation sowie zum iPhone 18 Pro und Pro Max gab, folgen nun zwei weitere Produkte des Apple-Events. Natürlich händigte Apple ausgesuchten Pressevertretern auch Exemplare der Apple Watch Ultra 4 und der Series 12 aus. Optisch bleibt Apple bekanntlich sehr nah an den Vorgängern – sieht man einmal von der überarbeiteten Farb- und Materialwahl ab. Die wichtigeren Änderungen finden unter der Haube statt. Vor allem die neue Sensorik und Gesundheitsauswertung sorgen für Lob, bei der Ultra 4 kommt außerdem die längere Akkulaufzeit hinzu.
Kontinuierliche MessungenThe Verge sieht in der Sensorik einen wesentlich größeren Fortschritt und betont insbesondere den Nutzen einer kontinuierlicheren Beobachtung langfristiger Entwicklungen. Auch
Tom's Guide hebt hervor, dass sich die Series 12 aufgrund der dichteren Datenerfassung im Alltag tatsächlich anders anfühle als ihr Vorgänger.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet Apples neuer "Readiness"-Wert. Die Apple Watch versucht nun stärker zu beurteilen, wie belastbar der Nutzer an einem bestimmten Tag ist. Einbezogen werden unter anderem Schlaf, Vitalwerte, Aktivität und Trainingsbelastung. Damit schließt Apple zu Funktionen auf, die etwa Garmin, Oura oder Whoop bereits seit längerer Zeit anbieten.
Wired bewertet gerade diese stärkere Auswertung vorhandener Gesundheitsdaten als wichtigen Fortschritt.
Akku: Series 12 bleibt bei einem Tag, Ultra 4 schafft zweiBei der Akkulaufzeit gehen die beiden Modelle deutlich auseinander. Die Apple Watch Series 12 bleibt offiziell bei bis zu 24 Stunden. Tester bestätigen zwar Verbesserungen beim Schnellladen, die grundsätzliche Einschränkung bleibt jedoch bestehen. Wer die Uhr auch nachts für Schlaf- und Readiness-Daten trägt, muss weiterhin regelmäßig Ladezeiten einplanen. Anders sieht es bei der Ultra 4 aus. Apple spricht von bis zu 50 Stunden Laufzeit, und die ersten Tests bestätigen, dass zwei Tage im normalen Betrieb realistisch sind. Tom's Guide berichtet beispielsweise von vergleichsweise geringem Verbrauch selbst an einem Tag mit mehreren Stunden Training.
Der Abstand zwischen Normal und Ultra wird kleinerDie Series 12 hat gegenüber der Ultra erheblich aufgeholt, weil beide dieselben neuen Gesundheits-Sensoren, denselben S11 und dieselben neuen Gesundheitsmetriken erhalten. Tom’s Guide erwähnt sogar, es werde erstmals seit Einführung der Ultra 2022 schwierig, sich zwischen beiden zu entscheiden. Für die meisten Nutzer sei die Series 12 die sinnvollere Uhr, denn sie bietet gleiche Gesundheitsfunktionen und sei deutlich leichter und angenehmer zu tragen. Die Ultra rechtfertigt ihren Aufpreis vor allem mit 50 Stunden Akku, robusterem Gehäuse, 100 Meter Wasserdichtigkeit, Taucherfunktionen, Dual-Band-GPS, Action Button und Outdoor-Ausrichtung.
Lohnt der Umstieg?Bei der Series 12 fällt das Urteil vergleichsweise positiv aus. Wer eine Series 8 (kein watchOS 27!) oder ein noch älteres Modell besitzt, erhält rundum einen großen Sprung bei Sensorik, Gesundheitsauswertung und Ladegeschwindigkeit. Vom direkten Vorgänger aus betrachtet bleibt ein Wechsel etwas schwerer zu begründen – wenngleich die verbesserten Sensoren durchaus ein zugkräftiges Argument darstellen.
Noch deutlicher gilt dies für die Ultra 4. Besitzer einer Ultra 1 oder Ultra 2 profitieren vor allem von längerer Akkulaufzeit und den neuen Gesundheitsfunktionen. Wer bereits eine Ultra 3 trägt, bekommt dagegen zwar die beste bisherige Ultra, aber nur wenige Gründe für einen sofortigen Neukauf. Allerdings gibt es noch ein weiteres Argument gegen die Ultra 1: watchOS 27 wird ebenfalls nicht mehr unterstützt.
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