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auf dem Mac Benutzer nutzen

marm21.11.2021:30
Ich überlege einen Mac komplett neu aufzusetzen und dabei von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Benutzer anzulegen und Benutzerordner auf eine externe SSD auszulagern. Da ich bisher nur mit einem Admin-Benutzer gearbeitet habe, habe ich paar Fragen und von Euch wissen bestimmt ein einige Bescheid.

So könnte das Setup aussehen (Speichergrößen zur Verdeutlichung und am Ende wird es nicht ganz so kompliziert):
Mac-SSD 256 GB
Benutzer admin hat nur die Programme installiert, die alle Benutzer nutzen, keine iCloud-Nutzung
Benutzer test: Hier werden neue Apps getestet. Der Benutzer test wird nach einer Weile wieder gelöscht und neu angelegt. Dadurch sollen die Test-Datei-Leichen nicht dauerhaft im System verbleiben und das Gesamtsystem sauber bleiben.
Benutzer Foto (300 GB) wird ausgelagert auf eine externe SSD mit allen Foto-Apps (Affinity, DxO, Apple Fotos etc.) und den Fotos. Der Benutzer hat eine eigene iCloud mit der Foto-Library.
Benutzer Arbeit (100 GB): E-Mails, Devonthink etc.

Fragen:
- Kann das generell so funktonieren?
- In welchem Format muss eine externe SSD für einen Benutzer formatiert werden? APFS?
- Hat jeder Benutzer einen eigenen Spotlight-Index? Sieht der admin den Inhalt aller Spotlight-Indizes?
- Was passiert bei einem größeren Update wie jetzt zu Big Sur? Bleiben die Benutzer benutzbar oder gibt es Probleme, weil das Dateisystem APFS wiedermal ein Update erhielt?
- Lassen sich Programme nur für einen Benutzer installieren? Wie geht das? Wie sorge ich dafür, dass App Store-Apps im richtigen Programm-Verzeichnis installiert werden?
- Kann der Foto-Benutzer eine eigene iCloud anlegen, aber die admin-Apple-ID nutzen? Auf dem iPhone funktioniert das.
- Gibt es typische Probleme mit Programmen, die sich nicht an die Konventionen halten?
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Kommentare

almdudi
almdudi21.11.2021:53
marm
Fragen:
- Kann das generell so funktonieren?
Natürlich.
marm
- In welchem Format muss eine externe SSD für einen Benutzer formatiert werden? APFS?
Das hat nichts mit der Anzahl der Benutzer zu tun, sondern hängt vom System ab. Ab Mojave oder Catalina empfihelt sich APFS aus SSD.
marm
- Hat jeder Benutzer einen eigenen Spotlight-Index? Sieht der admin den Inhalt aller Spotlight-Indizes?
Es wäre kein Mehrbenutzersystem, wenn hier auf einmal alle überall reinschauen könnten.
marm
- Was passiert bei einem größeren Update wie jetzt zu Big Sur? Bleiben die Benutzer benutzbar oder gibt es Probleme, weil das Dateisystem APFS wiedermal ein Update erhielt?
Was soll das mit Update oder Dateisystem zu tun haben? Dann wäre ja auch dein einzelner Benutzer betroffen bei Updates oder Dateisystemanpassungen.
marm
- Lassen sich Programme nur für einen Benutzer installieren? Wie geht das? Wie sorge ich dafür, dass App Store-Apps im richtigen Programm-Verzeichnis installiert werden?
Generell kann man Programm auch für einzelne Benutzer installieren - ob das über den AppStore geht, weiß ich nicht, bezweilfe es aber. Bisher habe ich nie eine Auswahlmöglichkeit angeboten bekommen, soweit ich mich erinnere, anders als bei Programmen direkt vom Programmierer/Anbieter.
+2
almdudi
almdudi21.11.2022:02
Auf die Details deines Vorhabens müsste man eventuell genauer eingehen, die Cloudanbindung z.B., davon habe ich keine Ahnung.
Den kompletten Testbenutzer zu löschen halte ich auch für überflüssig, es reicht doch, die Programme zu deinstallieren. soweit sie Spuren in der allgemeinen Library hinterlassen haben, musst du dort so oder so nachschauen, da ändert das Verschwinden eines Benutzers nichts.
+1
marm21.11.2022:57
almdudi
Danke, das hilft schon weiter!

Bei mir hat sich im Laufe der Jahre schon etwas Schrott in der Library angesammelt, der weder von mir noch von Hazel gleich entsorgt wurde. Insbesondere eine Adobe-Testinstallation kann ein ziemliches Chaos hinterlassen.

Apple-ID und iCloud zu trennen, sollte funktionieren vermute ich. Gerade habe ich gesehen, dass die Verwaltung des Apple-ID-Accounts von der Musik-App in den App Store gewandert ist - was auch logischer ist. In Systemeinstellungen könnte ich dann für den Nutzer eine andere Cloud-ID eingeben.

Wo liegen denn die Apps für den Benutzer? Gibt es dann im Benutzer-Ordner ein Programm-Verzeichnis? Ließe sich dann eine App Store-App einfach dorthin verschieben? Muss ich mal ausprobieren...
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Weia
Weia22.11.2005:55
marm
Wo liegen denn die Apps für den Benutzer? Gibt es dann im Benutzer-Ordner ein Programm-Verzeichnis? Ließe sich dann eine App Store-App einfach dorthin verschieben? Muss ich mal ausprobieren...
Das ist ein Missverständnis. Apps werden nicht dadurch benutzerspezifisch, dass sie im Benutzerkonto installiert werden, sondern dadurch, dass sie auf die im Benutzerkonto (in der Library) gespeicherten Konfigurationsdaten dieses Nutzers zurückgreifen. Sprich, dieselbe App kann sich vollkommen unterschiedlich verhalten, wenn sie von einem anderen Benutzerkonto aus gestartet wird.

Man kann sich zwar in seinem eigenen Benutzerkonto einen Ordner für Programme erstellen, aber die Pointe dabei wäre, dass nur dieser Nutzer dieses Programm überhaupt verwenden kann, und das ist ja nicht der Punkt, um den es dir geht. Apples mit macOS mitgelieferten Programme sind natürlich für alle Nutzer gedacht und es ist daher mittlerweile auch technisch unmöglich, sie aus dem Programme-Ordner zu entfernen, in dem sie installiert werden. Aber das bedeutet überhaupt nicht, dass nicht Nutzer eins die App Store-App mit einer anderen Apple-ID und vollkommen anderen Einstellungen betreiben kann als Nutzer zwei aus seinem anderen Benutzerkonto.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia22.11.2006:01
almdudi
marm
- Lassen sich Programme nur für einen Benutzer installieren? Wie geht das? Wie sorge ich dafür, dass App Store-Apps im richtigen Programm-Verzeichnis installiert werden?
Generell kann man Programm auch für einzelne Benutzer installieren - ob das über den AppStore geht, weiß ich nicht, bezweilfe es aber. Bisher habe ich nie eine Auswahlmöglichkeit angeboten bekommen, soweit ich mich erinnere, anders als bei Programmen direkt vom Programmierer/Anbieter.
Apps aus dem App Store werden beim Kauf grundsätzlich im systemweiten Programme-Ordner installiert. Man kann sie von dort aus aber an einen beliebigen anderen Ort verschieben und Updates werden dann automatisch auch an diesem anderen Ort vorgenommen.

marm, aber warum willst du denn partout ein Programm nur für einen Nutzer installieren? Das ist doch eine völlig unnötige Einschränkung. Gönnst du den anderen Nutzern die Benutzung dieses Programms nicht?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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marm22.11.2009:47
Danke, Weia für die Klärung, wie ich benutzerspezifische Programme einrichte. Meine Fragen sind tatsächlich alle geklärt. Fürs Erste jedenfalls...
Weia
aber warum willst du denn partout ein Programm nur für einen Nutzer installieren?
Noch ist es ein Gedankenspiel. Ich habe überlegt, ob ich mit einer internen SSD von 256 GB im MacBook auskomme. Nun bin ich ohnehin sparsam im Umgang mit Speicher, der Großteil der Daten liegt auf einer NAS.
Wenn ich nun schaue, wofür mein SSD-Speicher genutzt wird, dann ist das bei den Benutzerdaten zu 2/3 Fotos und bei den Programmen rund die Hälfte. Jedoch benutze ich meine Foto-Programme vielleicht alle 3 Monate und wenn, dann nutze ich diese Zuhause und nicht unterwegs.
Darunter gibt es Programme wie ON1: 0,5 GB groß, aber zusätzlich 5,5 GB in der User-Library und dabei habe ich das Programm noch nie wirklich genutzt. Das wären über 5 GB je Benutzer-Library, wenn ich das Programm nicht in einen Foto-Benutzer-Ordner auslagere.
Daher meine Überlegung Programme und Fotos komplett auf eine externe SSD auszulagern.
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Weia
Weia22.11.2013:16
marm
Ich habe überlegt, ob ich mit einer internen SSD von 256 GB im MacBook auskomme.
Das ist natürlich Deine Entscheidung, aber für mich wäre die bloße Tatsache, dass ich darüber nachgrüble, ein sehr gutes Indiz dafür, dass mir 256 GB nicht reichen werden. Da kannst Du heute noch so gewissenhaft rechnen und dann passiert in einem Jahr etwas, was Du überhaupt nicht auf dem Schirm hattest, und Bingo! Ja, Apple verlangt hohe Aufpreise für mehr Speicherplatz, aber meine Grübelzeit und Nervenschonung, wenn es dann doch eng wird mit dem Speicherplatz, wären mir noch mehr wert.
Daher meine Überlegung Programme und Fotos komplett auf eine externe SSD auszulagern.
Verstehe. Grundsätzlich kannst Du wie gesagt die meisten Programme von Drittherstellern (also zumindest ausnahmslos alle, die nicht mit dem Installationsprogramm installiert werden, sondern einfach aus einem Zip-Archiv entpackt oder im Finder von einem Disk-Image auf Dein Arbeitsvolume gezogen werden) und alle Apps aus dem App Store abspeichern, wo immer Du magst, und sei es im Ordner Tante Trude.

Wenn Du aber möglichst konsistent mit dem Aufbau von macOS bleiben willst, dann machst Du Folgendes:

In Deinem Heimordner (also direkt da, wo auch die Ordner Dokumente, Downloads usw. liegen) legst Du einen Ordner mit dem Namen Applications an. Das ist der technische (also tatsächliche) Name des Programme-Ordners in macOS. Und dann öffnest Du im Terminal ein neues Fenster und machst Folgendes:
cd Applications
touch .localized
Mit der ersten Befehlszeile gehst Du in den soeben angelegten Ordner Applications und mit der zweiten erzeugst Du eine leere und unsichtbare (da mit einem Punkt im Namen beginnende) Datei namens .localized. Die Existenz dieser Datei veranlasst den Finder, den lokalisierten Namen für diesen Ordner anzuzeigen, sprich, ab da heißt der Ordner im Finder für Dich Programme (wenn Du macOS auf Deutsch benutzt).

Damit hättest Du alles sozusagen maximal profimäßig eingerichtet. Funktionieren tut’s wie gesagt auch anders.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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marm22.11.2013:31
Danke, Weia.
Wenn ich nun den Foto-Benutzerordner zuerst auf der internen SSD anlege und später (wenn die 500 GB auch nicht mehr reichen...) verschiebe, gebe ich dann in den Systemeinstellungen nur den neuen Ort an oder lege ich besser einen Symlink an?
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Weia
Weia22.11.2013:42
marm
Wenn ich nun den Foto-Benutzerordner zuerst auf der internen SSD anlege und später (wenn die 500 GB auch nicht mehr reichen...) verschiebe, gebe ich dann in den Systemeinstellungen nur den neuen Ort an oder lege ich besser einen Symlink an?
In den Systemeinstellungen den neuen Ort angeben reicht, jedenfalls hier und heute. Ob das dann später, wenn es bei Dir eng wird und macOS 15 Big Jail aktuell ist, weiß ich natürlich auch nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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marm28.11.2021:08
Wenn ich einen Benutzer auf einer externen SSD anlege, kann ich diesen Benutzer dann auch an einem anderen Rechner nutzen, wenn ich dort die SSD anschließe? (gleiches Big Sur, gleiche Apple-ID). Ich kann es mir zwar nicht so recht vorstellen, dass es funktioniert, andererseits wüsste ich auch keinen Grund, warum es nicht funktionieren sollte. Einen Zweitrechner zum Selbsttesten habe ich (noch) nicht.
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Weia
Weia29.11.2015:42
marm
Wenn ich einen Benutzer auf einer externen SSD anlege, kann ich diesen Benutzer dann auch an einem anderen Rechner nutzen, wenn ich dort die SSD anschließe? (gleiches Big Sur, gleiche Apple-ID).
Das sollte grundsätzlich gehen, wenn Du auch auf dem zweiten Mac den exakt selben Pfad zur externen Platte für Deinen Benutzerordner in den Systemeinstellungen konfiguriert hast.

Probiert habe ich das allerdings noch nicht. macOS legt mittlerweile einiges an Caches außerhalb des Benutzerordners an auf dem Bootvolume unter der Unix-Hierarchie /private/var/. Das fehlt dann auf dem anderen Rechner natürlich. Ob und welche Probleme das eventuell bereitet, müsste man beobachten.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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