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Welche?

Plato
Plato01.09.2010:35
Die Autoren haben in den letzten Jahren ja leider immer mehr "gewelcht", aber jetzt hat das einen neuen Höhepunkt erreicht. Gleich drei Mal in einem Absatz ...
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Kommentare

UWS01.09.2010:41
Hm, die Verwendung von "die", "den", "die" würde ja schon reichen...
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Caliguvara
Caliguvara01.09.2010:47
Allgemeine Nutzungsbedingungen, unten verlinkt. Punkt 5:
"Wählen Sie eine passende Überschrift bei den Beiträgen. Versuchen Sie schon im Titel, die Art des Problems zu beschreiben."
Welches Problem Dich in welcher Weise stört lässt sich sonst nur in einer Schwere nachvollziehen welche schwer begreiflich sein mag, und ich möchte mir nicht vorstellen müssen, in welch schwer zu verstehende Stratosphären eine Verallgemeinerung dieses Zustandes in diesem Forum, in welchem wir uns rumtreiben, das Verständnis der Threads, welcher wir hier alle Lektoren sind, schrauben würde.
„Don't Panic.“
+36
Siganomas
Siganomas01.09.2010:48
Die Welchisierung der deutschen Sprache...

Mir fällt schon lange auf, nicht nur bei MTN, dass „welche“ immer öfter verwendet wird. Woran liegt das? Zu meiner Schulzeit wurde das kaum bis gar nicht verwendet, deshalb finde ich das jedesmal seltsam wenn ich es lese... 🤔
„Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen.“
0
Ely
Ely01.09.2011:02
Sprache ist lebendig und damit einer stetigen Entwicklung und auch Mode unterworfen. Manche Begriffe tauchen auf, andere verschwinden, kommen wieder, Modewörter ploppen auf und sind dann wieder weg, etc.

Vor einiger Zeit war der Begriff "Ankommen" omnipräsent, alles kam irgendwie an. Manchmal treibt es seltsame Blüten, wenn direkte Übersetzungen aus dem Englischen eingedeutscht werden und der Mist dann auch noch bleibt. Ausrollen ist so ein Beispiel. Da wird ein Update ausgerollt. Was für ein Schmarrn.

Egal wie sich die Sprache wandelt, eines bleibt gleich. Daß man Wörter in einem guten Text nicht ständig wiederholen sollte.
+5
Johnny6501.09.2011:15
In den hier angeführten Beispielen gibt es dafür in der Tat keinen großen Grund. Wo ich „welche" statt der/die/das aber gerne einsetze, sind Fälle, in denen sonst "die die" o.ä. hintereinander stünden:

Also um Fälle zu umschiffen, die welche die angesprochene Wiederholung andernfalls nötig machen würden.

Mein Vater (auch Journalist) hat mir als abschreckendes Beispiel diesen Satz eingebläut (wobei es dabei in erster Linie um komplizierte Satzkonstruktionen geht):
„Der, der den, der die das Betreten der Wiese verbietende Tafel umgestoßen hat, anzeigt, erhält eine Belohnung."
+7
Hot Mac
Hot Mac01.09.2011:56
Ich bewundere, mit welch großem Geschick Du die Überschrift formuliert hast.
+15
SimonVahlen01.09.2012:08
Caliguvara
[...] schwer zu verstehende Stratosphären [...]

Schwer kann ein Gegenstand sein.
Bei dem Wort handelt es sich um eine "Gewichtsangabe". Ebenso wie bei dem Wörtchen "leicht".

Schwierig und einfach sind da doch einfach treffender...
0
Mr. Weisenheimer01.09.2012:51
Vielleicht werden die korrekten Relativpronomina auch deshalb vermieden, um nicht entscheiden zu müssen, ob ein "das" oder "dass" fällig ist. Den Unterschied kennt kaum noch jemand. Es gibt fast keine Diskussion im Forum, in der dieser Fehler nicht mindestens einmal auftritt. Meistens fehlt auch noch das Komma davor.
+3
becreart
becreart01.09.2012:58
SimonVahlen
Bei dem Wort [schwer] handelt es sich um eine "Gewichtsangabe".

Nicht nur…

Bedeutungen (schwer):

– von großem Gewicht; nicht leicht
– große körperliche Anstrengung, großen Einsatz erfordernd; hart (2), mühselig
– einen hohen Schwierigkeitsgrad aufweisend; schwierig, nicht leicht zu bewältigen
– von hohem geistigem Anspruch; nicht leicht zugänglich und nicht zur bloßen Unterhaltung geeignet
– groß, stark, heftig
– (von Speisen u. Ä.) sehr gehaltvoll [und dadurch nicht leicht bekömmlich]; nicht gut verträglich
– (von Düften) sehr intensiv und süßlich
– sehr feucht und lastend
– stürmisch

+2
bernddasbrot
bernddasbrot01.09.2013:05
Ist der Preis für die brillanteste Überschrift schon vergeben?

Ansonsten müssen sich die weiteren Bewerber wirklich strecken, die Latte hängt hoch!
+9
coffee
coffee01.09.2014:13
Ely
[...] Daß man Wörter in einem guten Text nicht ständig wiederholen sollte.
In einem wirklich guten Text hat allerdings auch „daß“ nichts zu suchen. 🙄
„Simplicity is the ultimate Sophistication (Steve Jobs)“
+2
milk
milk01.09.2014:18
coffee
Ely
[...] Daß man Wörter in einem guten Text nicht ständig wiederholen sollte.
In einem wirklich guten Text hat allerdings auch „daß“ nichts zu suchen. 🙄
Daß kann ich so nicht stehen lassen.
0
beanchen01.09.2014:22
Ich bin ja für "diewodaso".
+5
Mr BeOS
Mr BeOS01.09.2014:27
Hot Mac
Ich bewundere, mit welch großem Geschick Du die Überschrift formuliert hast.
Welche?


Ich finde es erfrischend, dass wir wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren und die grundlegenden Probleme der Menschheit angehen.

On topic:
Diese!
„http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY ..... “Bier trinkt das Volk!“ - Macht Claus Nitzer alkoholfrei
+2
te-c01.09.2014:32
Diese oder jene?
0
beanchen01.09.2014:41
Ely
Sprache ist lebendig und damit einer stetigen Entwicklung und auch Mode unterworfen. Manche Begriffe tauchen auf, andere verschwinden, kommen wieder, Modewörter ploppen auf und sind dann wieder weg, etc.
Ja und nein.
Einerseits ist es schön zu wissen, dass Sprache und vor allem Schrift nichts elitäres mehr ist. Gleichzeitig bedaure ich aber, wenn jeder Gossenslang Einzug in Grammatik und Rechtschreibung hält. In der Vor-Internet-Zeit war das undenkbar. Da gab es natürlich auch Modeerscheinungen in der Sprache, die schafften es aber selten in das geschriebene Wort und hatten somit nicht lange Bestand. Heute wird jeder Vehler zum Standart, wen mann in nur oft genug widerholt.
+1
Caliguvara
Caliguvara01.09.2014:44
beanchen
[...]Heute wird jeder Vehler zum Standart, wen mann in nur oft genug widerholt.
*Häute
„Don't Panic.“
+3
Ely
Ely01.09.2015:25
beanchen
Ely
Sprache ist lebendig und damit einer stetigen Entwicklung und auch Mode unterworfen. Manche Begriffe tauchen auf, andere verschwinden, kommen wieder, Modewörter ploppen auf und sind dann wieder weg, etc.
Ja und nein.
Einerseits ist es schön zu wissen, dass Sprache und vor allem Schrift nichts elitäres mehr ist. Gleichzeitig bedaure ich aber, wenn jeder Gossenslang Einzug in Grammatik und Rechtschreibung hält. In der Vor-Internet-Zeit war das undenkbar. Da gab es natürlich auch Modeerscheinungen in der Sprache, die schafften es aber selten in das geschriebene Wort und hatten somit nicht lange Bestand. Heute wird jeder Vehler zum Standart, wen mann in nur oft genug widerholt.

Die Fehler von heute sind die Regeln von morgen. So etwa die Sache mit dem Deppenleerzeichen, genauer Deppen Leerzeichen. Oder mit dem Apostroph. Ich habe schon auf einem Schild gelesen „nach 50 Meter link‘s“. Bei solchen Sachen fliegt mir die Sicherung raus.

Und ja, ich schreibe nach den alten Regeln (sind, soviel ich weiß, von 1901). Weil die aktuellen Regeln alle naselang reformiert wurden und teilweise die Aussage verwischen.

Und was ein falsch gesetztes Komma auslösen kann, zeigt dieser Satz: »Wartet, nicht erhängen!« oder »Wartet nicht, erhängen!«

Fast niemand schreibt perfekt, das erwarte ich auch nicht, besonders wenn mit einem Mobiltelefon geschrieben wird, Schwamm drüber. Aber Deppenleerzeichen oder Apostrophenkatastrophen nerven kolossal. Und bei journalistischen Texten sollte die Orthographie sitzen.
+10
Mr BeOS
Mr BeOS01.09.2015:29
Ely
Da hast Du nen starke Meinung. Full ak.
„http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY ..... “Bier trinkt das Volk!“ - Macht Claus Nitzer alkoholfrei
+2
coffee
coffee01.09.2015:40
Ely
Und was ein falsch gesetztes Komma auslösen kann, zeigt dieser Satz: »Wartet, nicht erhängen!« oder »Wartet nicht, erhängen!«
Da gibt es viele Beispiele. Eines hat mir kürzlich besonders gefallen:
»Männer sind einfach anders als Frauen«
»Männer sind einfach, anders als Frauen«
🤔
„Simplicity is the ultimate Sophistication (Steve Jobs)“
+5
Hans Hoos
Hans Hoos01.09.2015:48
Welch Narr!
0
milk
milk01.09.2016:05
"Komm, wir essen Opa!"
+3
becreart
becreart01.09.2019:09
Wo sind euch Doppelleerzeichen untergekommen? Die werden ja sowieso zu einem Punkt
+1
matt.ludwig01.09.2019:41


Caliguvara
Allgemeine Nutzungsbedingungen, unten verlinkt. Punkt 5:
"Wählen Sie eine passende Überschrift bei den Beiträgen. Versuchen Sie schon im Titel, die Art des Problems zu beschreiben."
+3
Caliguvara
Caliguvara01.09.2019:54
1:0 Du. Ball in die Mitte.
„Don't Panic.“
+3
matt.ludwig01.09.2019:59
Hehe. Hatte es zufällig noch als bookmark
Caliguvara
1:0 Du. Ball in die Mitte.
0
Kapeike
Kapeike01.09.2020:08
Meine Tochter (25) schreibt auch immer „welche“ statt normaler Relativpronomina. Einen Grund dafür hat sie auch nicht nennen können. Und immerhin ist sie Deutschlehrerin und hat gerade heute morgen ihre Prüfungen gemacht
+2
milk
milk01.09.2021:22
Kapeike
Meine Tochter (25) schreibt auch immer „welche“ [...] immerhin ist sie Deutschlehrerin und hat gerade heute morgen ihre Prüfungen gemacht
Welche?
+6
piik
piik01.09.2022:20
Die größten Kritiker des Welche
waren früher selber Elche!

+4
macscout
macscout02.09.2008:51
Hmm, die Sache mit dem "welche" ist mir tatsächlich noch nicht aufgefallen. In Zukunft werde ich nicht mehr darüber hinweglesen können. Danke dafür!

Zum Thema Modewörter:
Schlimm war die Phase vor ein paar Jahren, als sich jeder Hans und Franz (genauer gesagt: Politiker) "ehrlich machen" musste. Das war aber andererseits auch entlarvend. "Ehrlich sein" wäre ja eine ganz klare und einfache Formulierung, aber wenn man nicht ehrlich ist oder war, muss man sich eben erst mal ehrlich machen.

Die Überschrift finde ich übrigens perfekt. Sie beschreibt das Narrativ doch sehr exakt.

Hat vor ein paar Jahren eigentlich irgendjemand (für Ely: irgend jemand) außerhalb der Wissenschaften den Begriff Narrativ verwendet? Wann ist das eigentlich losgegangen? Ich glaube, das war Precht, der damit anfing. Und ich glaube es war zur Zeit der Flüchtlingskrise. Oder?
+1
Hot Mac
Hot Mac02.09.2009:03
Soeben sagte mir jemand am Telefon, dass er ein »Stück weit« überrascht sei, mich so früh schon fernmündlich erreichen zu können.

Leute, die in jeden dritten Satz ein »Stück weit« einfügen, gehen mir ein »Stück weit« am Arsch vorbei.
+3
coffee
coffee02.09.2009:51
Hot Mac
Bin ganz deiner Meinung. 👍
Ach, sollen diese Leute doch ein Stückweit aus dem Zeitfenster fallen, aber das bitte zeitnah!
„Simplicity is the ultimate Sophistication (Steve Jobs)“
0
caMpi
caMpi02.09.2010:58
Um nur einige zu nennen:
- Heute „welche“, gestern „diese“.
Zitat meines Deutschlehrers bei übermäßigem Gebrauch:
„Da dieselt es wieder.“
- Weiteres, aktuelles Unwort: tatsächlich.
Es gibt Leute, die benutzen das in jedem zweiten Satz wenn sie nicht Dialekt sprechen, weil es anscheinend gerade „in“ ist.
- Oder die vielen wirren Sätze, bei denen der Satzbau perfekt aus dem Englischen kommen könnte.
- das/dass
- dasselbe/das gleiche
- hin/her

Ja, Sprache lebt, und das ist auch gut so. Aber ein bisschen Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau darf man wohl noch erwarten.

Im Dialekt darf/muss man aber alle Augen zu drücken.
Da ist alles erlaubt 🙂
+1
becreart
becreart02.09.2013:06
caMpi
Im Dialekt darf/muss man aber alle Augen zu drücken.
Da ist alles erlaubt 🙂

und das ist auch gut so

Reda wia dr Schabl gwachsa isch!
0
Hans Hoos
Hans Hoos02.09.2015:49
Ein ehemaliger Chef sagte immer: „Das (die Arbeit) machen wir (also ich) ganz suk­zes­siv.“
Ich dachte mir jedes Mal nur: „Alter, du kannst mir auch mal ganz suk­zes­siv den Buckel runterrutschen!“
0
Mr. Weisenheimer02.09.2018:34
Was auch noch nervt:
- wörtliche Übersetzung aus dem Englischen bei Sportkommentatoren: "noch fünf Minuten zu gehen"
- Redewendung "etwas auf dem Schirm haben"
- Einheitsadjektiv bei Lebensmitteln: "lecker" - weitere Differenzierungen sind kaum noch üblich.
- weiteres Unwort: "sozusagen"
- Verwendung des Begriffs "DNA" ausserhalb biologisch-chemischer Zusammenhänge
(Euro-League-Kommentar: "Der Trainer XY muss nur noch seine DNA auf das Feld bringen" - dazu reicht es auf den Rasen zu spucken… )
0
becreart
becreart02.09.2018:56
Mr. Weisenheimer
- Einheitsadjektiv bei Lebensmitteln: "lecker" - weitere Differenzierungen sind kaum noch üblich.

Es sagt doch niemand lecker
0
Mr. Weisenheimer02.09.2019:00
becreart
Es sagt doch niemand lecker

Das Essen war lecker, der Wein ist lecker, hm, das schmeckt aber lecker…
0
Hot Mac
Hot Mac02.09.2019:02
Mach uns mal zwei lecker Pils!
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Weia
Weia02.09.2019:16
Siganomas
Die Welchisierung der deutschen Sprache...

Mir fällt schon lange auf, nicht nur bei MTN, dass „welche“ immer öfter verwendet wird. Woran liegt das? Zu meiner Schulzeit wurde das kaum bis gar nicht verwendet, deshalb finde ich das jedesmal seltsam wenn ich es lese... 🤔
Darf ich fragen, wann Deine Schulzeit war?

Meine war 1964 bis 1977, Gymnasialzeit auf einem recht elitären Gymnasium (zeitlich umfangreichstes Fach war Altgriechisch … ). Und uns wurde beigebracht, dass der/die/das Vulgärsprache des Pöbels ist und das einzige unserer würdige Relativpronomen welche/r/s.

Ist das an mir vorübergegangen, dass welche/r/s plötzlich nicht mehr als gehobene Sprache gilt, sondern offenbar eher als sprachlich ungeschickt?
Mr. Weisenheimer
Was auch noch nervt:
- wörtliche Übersetzung aus dem Englischen bei Sportkommentatoren: "noch fünf Minuten zu gehen"
Nicht nur bei Sportkommentaren.

Mein „Lieblingsbeispiel“: Das Gerät kommt mit Anschlusskabel. Ich hasse das, weil ich geistiges Phlegma nicht ausstehen kann und sich solche unreflektierten 1:1-Übertragungen nur solchem verdanken. Aber diese spezielle Schlacht habe ich wohl längst verloren, man liest das immer öfter.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
udrabo
udrabo02.09.2019:36
Die Sprache mal ohne Standesdünkel betrachten: Weder ausschließlich der/die/das noch welcher/welche/welches machen eine gute Ausdrucksweise aus. Wie bei der gesunden Ernährung und vielen anderen Dingen im Leben, ist Abwechslung das Zauberwort.
0
Weia
Weia02.09.2019:41
udrabo
Die Sprache mal ohne Standesdünkel betrachten
Sollte das anders rübergekommen sein: Ich hatte mir die Wertungen meiner Erziehungsanstalt nicht zu eigen gemacht.

Ich war nur einfach erstaunt zu lesen, dass jemand den Gebrauch von welche kritisiert (und ja offenkundig nicht als zu hochsprachlich).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Mr. Weisenheimer02.09.2020:25
Ich höre von dir auch zum ersten Mal, dass welche/r ein Kriterium der "Hochsprache" sein soll, bzw. als solches gilt/galt. Nach meinem Sprachempfinden kommt die derzeitig auffällig häufige Verwendung genau andersherum an. Aber ich war auch nicht auf einem humanistischen Gymnasium…
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Oceanbeat
Oceanbeat02.09.2020:37
Irgendwelche Marketingfuzzis haben hier in der Gegend etliche Kundenstopper, welche den Touristen als Leitsystem dienen, wie folgt beschriftet: „Lecker Bier - Nur 100 Meter!“ oder kürzer „BIER - 100 m“...
„Wenn das Universum expandiert, werden wir dann alle dicker...?“
-1
saintloop
saintloop02.09.2020:50
Mr. Weisenheimer
Was auch noch nervt:
- wörtliche Übersetzung aus dem Englischen bei Sportkommentatoren: "noch fünf Minuten zu gehen"
Weia
Nicht nur bei Sportkommentaren.

Mein „Lieblingsbeispiel“: Das Gerät kommt mit Anschlusskabel. Ich hasse das, weil ich geistiges Phlegma nicht ausstehen kann und sich solche unreflektierten 1:1-Übertragungen nur solchem verdanken. Aber diese spezielle Schlacht habe ich wohl längst verloren, man liest das immer öfter.

Ich kann gar nicht verstehen, welches [!] Problem ihr mit derartigen Lehnübertragungen habt. Ich bin fein damit.
+1
Weia
Weia02.09.2020:54
saintloop
Ich kann gar nicht verstehen, welches [!] Problem ihr mit derartigen Lehnübertragungen habt. Ich bin fein damit.
Aaaaarrgglll …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
udrabo
udrabo02.09.2021:42
Weia
udrabo
Die Sprache mal ohne Standesdünkel betrachten
Sollte das anders rübergekommen sein: Ich hatte mir die Wertungen meiner Erziehungsanstalt nicht zu eigen gemacht.

Das hatte ich auch nicht angenommen. So viel zum Thema gute Ausdrucksweise: Ich habe mich mit dem Satz ungeschickt angestellt! Sorry!
+2
Ely
Ely02.09.2021:47
Mr. Weisenheimer
Was auch noch nervt:
- wörtliche Übersetzung aus dem Englischen bei Sportkommentatoren: "noch fünf Minuten zu gehen"
- Redewendung "etwas auf dem Schirm haben"
- Einheitsadjektiv bei Lebensmitteln: "lecker" - weitere Differenzierungen sind kaum noch üblich.
- weiteres Unwort: "sozusagen"
- Verwendung des Begriffs "DNA" ausserhalb biologisch-chemischer Zusammenhänge
(Euro-League-Kommentar: "Der Trainer XY muss nur noch seine DNA auf das Feld bringen" - dazu reicht es auf den Rasen zu spucken… )

„Auf dem Schirm haben“ bezieht sich nicht auf einen Regen- oder Sonnenschirm, sondern auf Radar, Radarschirm. Was auf dem Schirm hat man also, wenn etwas beobachtet oder nicht vergessen werden darf. Es bleibt also im übertragenen Sinne auf dem Radar(schirm) und somit im Gedächtnis oder im Bereich der Aufmerksamkeit.

Daher ist diese Redewendung nicht mal falsch.
+2
Weia
Weia02.09.2021:54
Ely
Mr. Weisenheimer
Was auch noch nervt:
[…]
- Redewendung "etwas auf dem Schirm haben"
[…]
[…]
Daher ist diese Redewendung nicht mal falsch.
Nö, natürlich nicht, das ist ein geläufiges deutsches Idiom.

Ich glaube, Mr. Weisenheimers Problem war hier eher, dass es zu geläufig ist.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
piik
piik02.09.2023:43
Oceanbeat
Irgendwelche Marketingfuzzis haben hier in der Gegend etliche Kundenstopper, welche den Touristen als Leitsystem dienen, wie folgt beschriftet: „Lecker Bier - Nur 100 Meter!“ oder kürzer „BIER - 100 m“...
Das ist doch ein lecker Beispiel für die Niederlandisierung des Deutschen, nichtwahr?
Ich finde das putzig, erinnert mich immer an die massive Verwendung von Dimunitiven an der Nordseeküste
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