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Welche?

Plato
Plato01.09.2010:35
Die Autoren haben in den letzten Jahren ja leider immer mehr "gewelcht", aber jetzt hat das einen neuen Höhepunkt erreicht. Gleich drei Mal in einem Absatz ...
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Kommentare

marm03.09.2000:30
Es gibt da ein Wort, bei dem ich innerlich mit den Augen rolle. Aber leider ist es sehr beliebt: Stichpunkt.
Das Wort ist eine Amalgamierung aus Stichwort und Gesichtspunkt. Ich kann Stichworte auflisten oder unterschiedliche Gesichtspunkte eines Themas darstellen. Aber Stichpunkte? Stichpunkte haben Florettfechter - oder hoffentlich nicht.
Problem nur: Ich kann absolut keinen Beleg für meine Behauptung aufstellen 🤷‍♂️ Sogar der Duden findet "Stichpunkt" ok 🤦‍♂️
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Weia
Weia03.09.2001:56
marm
Es gibt da ein Wort, bei dem ich innerlich mit den Augen rolle. Aber leider ist es sehr beliebt: Stichpunkt.
Das Wort ist eine Amalgamierung aus Stichwort und Gesichtspunkt. Ich kann Stichworte auflisten oder unterschiedliche Gesichtspunkte eines Themas darstellen. Aber Stichpunkte?
Sind in der Tat auch sachlich ein Amalgam aus beidem:

Stichworte sind – wieder Name schon sagt – einzelne Worte, bündig aufgelistet.
Gesichtspunkte können in ein, zwei Sätzen formuliert werden, liegen aber eher verstreut herum.

Und Stichpunkte? Sind gegliedert wie Stichworte, aber eben ganze Sätze, wie Gesichtspunkte.

Oder anders formuliert:
Stichpunkte sind stichwortartig angeordnete Gesichtspunkte. 🤓
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
becreart
becreart03.09.2007:00
Mr. Weisenheimer
Das Essen war lecker, der Wein ist lecker, hm, das schmeckt aber lecker…

okey, sagt hier niemand, nur gut oder fein
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JoMac
JoMac03.09.2009:12
Ein sehr interessanter Thread! Vielen Dank allen Beteiligten, welche sich hier beteiligen
+2
UWS03.09.2009:34
Weia
Ist das an mir vorübergegangen, dass welche/r/s plötzlich nicht mehr als gehobene Sprache gilt, sondern offenbar eher als sprachlich ungeschickt?
So wie ich das verstanden habe, ging es doch nicht grundsätzlich um die Verwendung von “welche“, sondern um die mehrmalige Verwendung in fünf Zeilen.
+3
Weia
Weia03.09.2016:01
UWS
So wie ich das verstanden habe, ging es doch nicht grundsätzlich um die Verwendung von “welche“, sondern um die mehrmalige Verwendung in fünf Zeilen.
Na, so klang
Plato
Die Autoren haben in den letzten Jahren ja leider immer mehr "gewelcht"
aber nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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awk03.09.2016:20
Welch ein Drama!

Es gibt eine klare Tendenz zur Trivialisierung der Schriftsprache. Wenn ich z.B. "ich gucke" lese, sträuben sich meine Nackenhaare.
Viel schlimmer finde ich jedoch wenn Wörter aus dem Englischen in idiotischer Weise entlehnt werden. Man denke an Bodybag (Leichensack) oder Public Viewing (Öffentliche Aufbahrung). Ist es einmal da, ist auch nicht mehr auszumerzen. Man fragt sich was für Agenten sich das ausgedacht haben. Ein "Native Speaker" ist reichlich konsterniert, gerade in Deutschland.
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