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Datev auf dem Mac?

Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex21.01.2615:01
Hallo zusammen,

da die Anbindung von Lexware partout nicht bei meinem Steuerberater funktionieren will (und ich langsam keine Lust mehr habe auf das Hin und her), kam jetzt die Idee auf, Buchhaltung und Übergabe an ihn einfach über Datev eigene Lösungen zu realisieren.

Wenn ich da jetzt mittlerweile richtig informiert bin, benötige ich dann für die Buchhaltung (Angebote, Rechnungen, Umsatzsteuervoranmeldung) Datei Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen Compact sowie Datev Unternehmen online für den Zugriff durch den Steuerberater (falls hier jemand Verbesserungsvorschläge hat, sehr gerne).

Soweit so gut, das eigentliche Problem ist jetzt allerdings ein ganz anderes: Datev Software gibt es nicht nativ für den Mac. Daher die Frage → Nutzt hier jemand diese Produkte auf dem Mac und kann berichten, auf welchem Weg das zuverlässig läuft?

Ich danke Euch
+3

Kommentare

Finnigan21.01.2616:01
Diese Produkte nicht, aber ....

Vor langer Zeit bin ich von Lexware auf Monkey Office zur vollen Zufriedenheit gewechselt. Monkey Office bietet einen DATEV-Import und -Export an, habe ich aber nicht genutzt.
+3
xcomma21.01.2616:29
Gammarus_Pulex
[..] nicht nativ für den Mac.
[..] auf dem Mac [..] zuverlässig läuft?[/i]

Hallo,
wie du schon richtigerweise schriebst wird Mac nicht unterstützt. Gemäss Datev Infos wird deren Software auch nicht unter Windows ARM getestet bzw. unterstützt und rein offiziell sagen sie auch keine Unterstützung auf virtualisierten Umgebungen zu , obwohl sie sogar zumindest es doch irgendwie auf deren Webseite zumindest erwähnen

Es ist und bleibt eine X86-basierte Software , von daher würde ich davon ausgehen, dass grundsätzlich sämtliche Möglichkeiten wie auch Limitationen hier Anwendung finden wie bei anderen X86 Anwendungen, die auf Silicon Macs versucht werden zum Laufen zu bekommen. Mit Ausnahme von sehr Grafik-lastigen Anwendungen, sprich vor allem Spiele.

Wie gesagt, selbst eine Intel-Mac basierte Windows VM wird von Datev offiziell nicht unterstützt, aber es dürfte vielleicht dennoch klappen.

Eine X86 Emulation innerhalb eines Windows ARMs innerhalb einer Virtualisierung auf einem Silicon Mac ist einen Test natürlich wert bevor man zum nachfolgenden Vorschlag gelangt:

gänzlich schmerzbefreiter aber ist es wohl, wenn du einfach einen ausgemusterten Mini PC, die z.B. auf dem Gebraucht- oder Refurbished-Markt zu finden sind (Lenovo ThinkCentre, Dell Optiplex), der die Minimum-CPU Anforderung für Windows 11 noch erfüllt (mindestens Intel 8th Gen CPU) plus der Befolgung der Systemanforderungen gemäss Datev für die Datev Software auf- und einsetzt.
+2
M00121.01.2616:39
Datev Unternehmen online läuft im Browser. Wenn du zusätzlich Rechnungen und Angebote erstellen möchtest gibt es dazu das Modul "Auftragswesen next". Das kann Dein Steuerberater für dich dann hinzu buchen.

Am besten wendest Du dich direkt an deinen StB.

Datev Unternehmen online

Auftragswesen next
+8
haschuk21.01.2617:33
M001
Datev Unternehmen online läuft im Browser. Wenn du zusätzlich Rechnungen und Angebote erstellen möchtest gibt es dazu das Modul "Auftragswesen next". Das kann Dein Steuerberater für dich dann hinzu buchen.

Am besten wendest Du dich direkt an deinen StB.

Datev Unternehmen online

Auftragswesen next

Nur unterstützt diese Lösung zB keine Abschlagsrechnungen und einiges was im Bereich Ingenieurdienstleistungen bzw. Handwerk notwendig ist.

Quellen. Offizielle Datev-Vorstellungsveranstaltungen 07/25 und privater Kontakt in die Entwicklergruppe.
+1
Another MacUser21.01.2617:37
Hallo,

wir haben beim Kunden tatsächlich einen PC für die Buchhalterin, obgleich die bald auf »DATEV smartIT« ( UN Online ) umsteigt ( restliche UN nutzt Macs ). Die nutzt Windows dann aber nur für die Authentifikation via DATEV SiPa.

Ja, in VM ginge es als Vollinstallation auch, würde ich aber nicht machen. Zuviel Arbeit bei Installation, Pflege, Verwaltung usw. zumal es wirklich nur »indirekt« supported wird. Ergo: nur so sosolala in einer VM. Online ist besser!!

Achtung: Es gibt Einschränkungen ( bspw. Installation weiterer Software nicht mal eben erlaubt etc. ). Es ist halt eine von der DATEV-verwaltete VM… Hier Infos zur smartIT

Generell nutzt die entweder ebenfalls das SiPa mit mIdentify oder via Smart-Login, was die einzige Lösung ist, da das SiPa ja ebenfalls nicht auf einem Mac läuft. ABER: SiPa könntest Du in eine Windows-VM schieben und dann die smartIT ebenfalls in der VM via Edge/Chrome starten. Das sollte deutlich problemloser sein. Habe ich allerdings so noch nicht probiert. Ist ja noch ein PC vorhanden…

Noch was zum Lesen: und hier und generell DATEV auf Mac

Hoffe, das hilft Dir mal etwas weiter ?? Sonst melden.

Greetings, C.
+1
Bettlejuice
Bettlejuice21.01.2620:21
Ich würde mir das gut überlegen und mir Datev ganz genau ansehen und prüfen, ob Du damit glücklich wirst.
Dem Steuerberater spart es auf jeden Fall Arbeit. Positiv formuliert, machst Du auf jeden Fall Datev und Deinen Steuerberater glücklich
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex21.01.2620:35
Erstmal vielen Dank euch allen 🙏
Das sind ja schon reichlich Infos und vor allem Links.
Die werde ich morgen mal alle durchgehen – hab ja 7 Stunden Zeit im Zug

Zur Situation: Ich möchte natürlich vermeiden, dass ich meine Buchhaltung und den Steuerberater separat mit alleine Belegen und Buchungen füttern muss. Da die Verknüpfung zwischen Lexware und der Software des Steuerberaters nicht funktioniert hat, musste ich ihm alles immer händisch übergeben (sogar noch in Papierform 🤯😵).
Diesen Aufwand bzw. diese Umwege und doppelten Wege würde ich gernezulpnfrig vermeiden.

Ich brauche also:

  • Rechnungen
  • Abschlagsrechnungen
  • Angebote
  • Buchhaltung für die Umsatzsteuervoranmeldung
  • das Ganze am Mac
  • Verbindung zu Datev des StB
  • Gerne Belege per iPhone App scannen

Natürlich wäre auch der Kauf eines Win11 fähigen Minicomputers möglich. Der müsste ja wirklich nicht viel können.
0
Saxophonista21.01.2621:15
Monkey Office wäre als Fibu/Rewe dafür geeignet.
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex21.01.2621:32
Ist Monkey Office nicht noch exotischer als Lexware? Und damit hat’s ja schon nicht geklappt beim Steuerberater.
0
milk
milk21.01.2622:54
Umsatz.app hat Datev-Export. Aber das kann dir vielleicht zu wenig.
+1
mactelge
mactelge21.01.2623:18
Gammarus_Pulex
Erstmal vielen Dank euch allen 🙏
Das sind ja schon reichlich Infos und vor allem Links.
Die werde ich morgen mal alle durchgehen – hab ja 7 Stunden Zeit im Zug

Zur Situation: Ich möchte natürlich vermeiden, dass ich meine Buchhaltung und den Steuerberater separat mit alleine Belegen und Buchungen füttern muss. Da die Verknüpfung zwischen Lexware und der Software des Steuerberaters nicht funktioniert hat, musste ich ihm alles immer händisch übergeben (sogar noch in Papierform 🤯😵).
Diesen Aufwand bzw. diese Umwege und doppelten Wege würde ich gernezulpnfrig vermeiden.

Ich brauche also:

  • Rechnungen
  • Abschlagsrechnungen
  • Angebote
  • Buchhaltung für die Umsatzsteuervoranmeldung
  • das Ganze am Mac
  • Verbindung zu Datev des StB
  • Gerne Belege per iPhone App scannen

Natürlich wäre auch der Kauf eines Win11 fähigen Minicomputers möglich. Der müsste ja wirklich nicht viel können.
Monkey-Offfice ist bei mir seit 10 Jahren im Einsatz. Das Programm ist übersichtlich und logisch. Vielleicht solltest du die kostenlose Version einmal testen - voll funktionsfähig.

Der sog. DATEV-Export ist nichts anderes als CSV-Datensätze, die wiederum beim Steuerberater eingelesen werden. Wenn man sich an die Standard-Kontenrahmen von DATEV hält, gibt es i.d. Regel keine Probleme. Umsatzsteuer-Voranmeldung auf Knopfdruck! Den Buchungssätzen/Buchungen können die entsprechenden Belege per PDF oder Scan hinzugefügt werden. Sehr komfortabel!
„Dreh´dich um – bleib´wie du bist – dann hast du Rückenwind im Gesicht!“
+3
rausche
rausche21.01.2623:19
Einer meiner Kunden aus dem Baubereich nutzt Office-On von Bosch
Eventuell passt das für dich.
0
Gerhard100
Gerhard10022.01.2606:51
also, der Lexware Import in DATEV (und generell jeder Import von einem Fremdprogramm) ist wirklich keine Raketenwissenschaft. Wenn dein StB wirklich noch alles per Papier braucht, dann ist er vermutlich nicht ganz auf der Höhe der Zeit, oder deine Sachbearbeiter(in) ist halt nicht so fit.

Bin selbst StB mit großer Kanzlei gewesen, jetzt allerdings schon einige Jahre im Ruhestand und habe deshalb keine ganz aktuellen Kenntnisse. Soweit ich weiß, ändert sich bei Datev aktuell einiges in Richtung Unternehmen online, also Vernüpfung der Belege mit den Buchungen.
Generell forciert DATEV seit Jahren eine Politik der offenen Schnittstellen. Der Import ist deshalb eine Grundfunktion.

Es gibt ja nicht nur Kleinstunternehmen, sondern auch Großunternehmen mit eigener Software, WaWi etc., die mit einem DATEV Steuerberater zusammen arbeiten.

Allerdings gebe ich zu, dass manche unserer Selbstbucher nicht so gut buchen konnten (um es höflich auszudrücken) und dass meine Damen es deshalb lieber selbst gebucht hätten.
+2
ohne2222.01.2609:29
Meiner Erfahrung nach sind manche Steuerberater (bzw. deren Mitarbeiter) technisch nicht so fit, was den Import aus anderen Systemen anbelangt. So weit ich das "Problem" verstanden habe, gibt es wohl einen "Datev-Import", der ein festes Format erwartet. Zusätzlich kann man offensichtlich noch weitere Import-Definitionen anlegen. Genau diesen Schritt bekommt aber nicht jeder hin – zumindest nicht ohne kräftigen Anschub.

Wegen einer Lösung bringe ich auch mal Odoo ins Spiel. Damit kann man Rechnungen erstellen usw. und in der "Enterprise"-Version bringt es auch eine vollumfängliche Buchhaltung mit. Export-Möglichkeiten zu Datev sind vorhanden. Odoo lässt sich auf einem Webserver oder auch lokal installieren; egal ob Windows, Linux oder Mac.

Für die Open Source Version (Community Edition) gibt es meines Wissens auch eine Buchhaltung, die von der Community entwickelt wird. Allerdings kann ich mangels Erfahrung damit nichts dazu sagen.

Wie schon weiter oben geschrieben wurde, kommt es unabhängig von der konkreten Lösung darauf an, dass eng mit dem Steuerberater der Kontenplan abgestimmt wird. Dann kann die laufende Buchhaltung in der Regel direkt in Datev eingespielt werden.
+2
feel_x22.01.2610:39
Gammarus_Pulex
da die Anbindung von Lexware partout nicht bei meinem Steuerberater funktionieren will (und ich langsam keine Lust mehr habe auf das Hin und her), kam jetzt die Idee auf, Buchhaltung und Übergabe an ihn einfach über Datev eigene Lösungen zu realisieren.

Also.. erfahrungsgemäß sollte man Steuerberater, die nicht mal den Import im DATEV-Format hinbekommen, mittelfristig meiden (außer, sie sind extrem billig)
Sämtliche Software von DATEV habe ich als teuer, hässlich und schlecht in Erinnerung. Ergo: Will man als Mac-User nicht haben.

Ich würde nochmal einen Schritt zurückgehen: Wie willst DU denn arbeiten?
Nur Rechnungen schreiben oder auch gleich die Belege zuordnen/buchen?
Der Steuerberater ist ja schließlich Dein Dienstleister und nicht andersrum.

Ich habe vor ein paar Jahren meine Steuerberaterin auf den Pott gesetzt und ihr das digitale Arbeiten quasi aufgezwungen; zunächst mit dem Zusenden von digitalen (= gescannten) Belegen, mittlerweile mit dem selbst Buchen von Belegen und Import meines DATEV-Exports bei ihr.
Sie ist mittlerweile ganz froh darüber, weil natürlich auch andere Kunden so arbeiten wollen.
Die Einbindung meines S/MIME-Mail-Zertifikats in's DATEVnet 2018 war qualvoll schwierig, weil keiner Bescheid wissen wollte, aber hat dann zum Glück hingehauen, so dass ich verschlüsselt mit meiner Steuerberaterin maile.

Ich habe gerade mal wieder ein paar Softwares getestet, mit denen man Projekte/Arbeitszeiten verwalten und Rechnungen schreiben kann und bin bei Goodlance hängen geblieben, das auch e-Rechnungen und sowas beherrscht.. und natürlich auch den Export zu DATEV.
Deutscher Entwickler, kostet einen Zehner im Monat.
Dort kann man übrigens auch direkt Steuerberater anfragen/buchen, die Lust auf diese modernere Form der Arbeit haben (= Papierlos). Die müssen ja dann auch nicht um die Ecke sitzen; Hauptsache, sie sind erreichbar.

Der Wechsel auf die Software, das selbst buchen von Belegen und dann nur noch die Übergabe an die Steuerberaterin, die die Kommunikation mit dem Finanzamt und die Jahresabschlüsse macht, spart ziemlich viel Geld und Nerven.
+2
yogimo22.01.2611:01
Ich bin auch bei Datev, habe aber auch einen Steuerberater. Was ich mache ist, alle Belege, Rechnungen etc per email an Datev schicken. Der Steuerberater hat dann vollen Zugriff drauf. Laut Datev ist wohl auch ein Beleg bei Datev genausogut wie ein Original, d.h. man muss nicht alles noch einmal drucken und ablegen.
0
haschuk22.01.2612:44
yogimo
Ich bin auch bei Datev, habe aber auch einen Steuerberater. Was ich mache ist, alle Belege, Rechnungen etc per email an Datev schicken. Der Steuerberater hat dann vollen Zugriff drauf. Laut Datev ist wohl auch ein Beleg bei Datev genausogut wie ein Original, d.h. man muss nicht alles noch einmal drucken und ablegen.

Da wäre ich etwas vorsichtig.

Grundsätzlich gilt. Digitale Rechnungen müssen revisionssicher aufbewahrt werden. Wurde diese digital als pdf/a2 übermittelt, dann reicht ein "sicheres" digitales Backup über den Aufbewahrungszeitraum. DATEV erfüllt hier natürlich das Kriterium.

Ist die erhaltene pdf-Datei jedoch veränderbar, muss das Empfangspostfach (!!) revisionssicher archivert werden. Das ist dann eher spannend und im Zweifel macht das Finanzamt mit einem Ausdruck oder einer DATEV-Archivierung weniger Stress. 100% Rechtssicherheit ist das aber nicht, solange kein revisionssicheres Archiv des Postfachs vorhanden ist.
+2
yogimo22.01.2615:05
@haschuk - Gerade die Diskussion mit meinem Steuerberater gehabt. Man muss sicherstellen, dass alle Belege zu Datev geladen werden. Dazu gibt es wohl ein Formblatt, welches man als Geschäftsführer unterschreibt. (ist wohl etwas komplizierter, ich habe es vereinfacht beschrieben)
Dann sind alle Belege dort, die bei Datev lagern, als original anzusehen bzw werden so vom Finanzamt angesehen.

Ich lade schon seit 4 oder 5 Jahren alles hoch zu Datev und habe gute Erfahrung damit gemacht. Wie gesagt, alles per Email an eine Datev Email Adresse.

Danke für die Info wg pdf/a2 - glaube das haben die wenigsten Firmen oder Unternehmen. Die meisten meiner Belege kommen aus dem Ausser-EU-Ausland.
0
haschuk22.01.2615:55
yogimo
@haschuk - Gerade die Diskussion mit meinem Steuerberater gehabt. Man muss sicherstellen, dass alle Belege zu Datev geladen werden. Dazu gibt es wohl ein Formblatt, welches man als Geschäftsführer unterschreibt. (ist wohl etwas komplizierter, ich habe es vereinfacht beschrieben)

Dann gibst Du als GF/Fimeninhaber wahrscheinlich eine Art eidesstattliche Erklärung ab, in der Du versicherst, dass die hochgeladenen pdfs dem empfangenen Original entsprechen.
yogimo
Danke für die Info wg pdf/a2 - glaube das haben die wenigsten Firmen oder Unternehmen. Die meisten meiner Belege kommen aus dem Ausser-EU-Ausland.
Deswegen gibt es ja im B2B inzwischen Zugpferd. Lesbares pdf im pdf/a plus integriertem (und normierten) xml zur automatisierten Verarbeitung. Im Moment aber nur so wirklich relevant im innerdeutschen B2B.
+1
ohne2222.01.2616:15
ZUGFeRD (ohne p); im Französischen auch als Factur-X bekannt. Das ist ein PDF/A-3 (nicht A-2) mit eingebettetem XML – nicht zu verwechseln mit XRechnung.

Und leider ist das Thema E-Rechnung eher ätzend. Verschiedenste Formate und Wrapper (und Versionen), die untereinander nur bedingt oder gar nicht kompatibel sind, aber alle formal die entsprechende EU-Norm erfüllen. Ob eine E-Rechnung überhaupt von der Gegenstelle gelesen werden kann, ist in der Regel nicht klar. Behörden akzeptieren dann meistens auch nur ein spezifisches Format in einer Version.

Bei den Kombiformaten (PDF + XML) gibt es keine (definierte) Prüfung, ob die Inhalte überhaupt gleich sind. Im PDF-Teil können also gänzlich andere Dinge stehen als im XML-Teil. Und das XML kann im schlimmsten Fall auch noch eine Sicherheitslücke darstellen, weil die häufig genutzten Bibliotheken das XML zwar standardkonform auswerten, aber nur bedingt (oder gar nicht) gegen schädlichen Code gerüstet sind.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde, dass E-Rechnung die richtige Richtung ist und bestimmte Dinge überhaupt erst möglich machen wird. Die aktuelle Situation ist leider eher unschön.
+2
yogimo22.01.2616:23
@haschuk echt nicht ganz einfach da voll durchzusteigen, was man dann noch muss oder darf. Steuerberater sind da oft auch keine richtige Hilfe, weil nur wenige echte Ahnung haben. Ich suche noch nach den Formblättern die man ausfüllen muss, aber mir fehlt die Zeit. Vielleicht etwas weniger MacTechNews lesen und mehr nach Formblättern suchen
0
Bettlejuice
Bettlejuice22.01.2621:16
@Gammarus_Pulex
Wenn man DUO nutzen möchte, ist es bestimmt sinnvoll einen Windows PC zu nutzen. Und zwar unabhängig davon, ob die Software im Browser auf dem Mac funktioniert. Musst Du den Support irgendwann mal anrufen, könnte das sonst lustig werden.
Gerhard100
Generell forciert DATEV seit Jahren eine Politik der offenen Schnittstellen. Der Import ist deshalb eine Grundfunktion.
Ich glaube die Zeiten sind mit DUO vorbei. Ich kenne den aktuellen Stand nicht, aber zum Start war DUO eine Abo-Insel von der man nie wieder runterkommt. Für Datev wurde die alte Schnittstelle auch zu einem Problem. Man konnte das teuere Datev jederzeit durch eine günstigere und leistungsfähigere Software ersetzen. Es gibt zwar nun jede Menge neue, offene Schnittstellen, aber ich würde mich wundern, wenn sie sich genau dieses Problem noch mal ins Haus holen.

Andersherum kann DUO auch eine tolle Lösung sein. Es kommt darauf an, welche Ansprüche man selbst an die FIBU hat. Man kann sich prima von Buchhaltungsfragen und -sorgen freikaufen.
Für den Steuerberater ist ein DUO Mandant immer ein Gewinn, da er wenig Aufwand verursacht. Ich hoffe das bemerkt man dann auch auf der Abrechnung des Steuerberaters

These: Wenn ein Steuerberater einen Export im Datev Format von Lexware nicht lesen kann, dann ist der Subtext sehr wahrscheinlich: "Kaufe die Software, die ich bevorzuge."

Bzgl. der Revisionssicherheit der Belege und dem Belegarchiv hoffe ich ganz stark, das PDF/A der Standard in jeder Software ist. Eigentlich ja bereits XRechnung oder ZUGFeRD (PDF/A-3). So ganz reicht das aber auch nicht und da hoffe ich, das der Steuerberater wirklich berät (z.B. Verfahrensdokumentation und welche Belege im Original vorliegen müssen).

Da die Haftung uneingeschränkt beim Unternehmer selbst liegt, sollte man wirklich nicht die Belege einfach per Mail verschicken und anschliessend löschen. Der Steuerberater ist kein externes Archiv. Also zusätzlich selbst sichern und Backups erstellen.

Nicht jedes Dokument darf vernichtet werden, nachdem es digitalisiert wurde und es gibt unterschiedliche Aufbewahrungsfristen.

Von all den genannten Dingen habe ich keine Ahnung und bin nicht juristisch oder steuerrechtlich qualifiziert. Ich wollte es nur mal in den Thread werfen. Für verbindliche Auskünfte sollte man sich an einem qualifizierten Rechtsanwalt oder Steuerberater wenden.
+1
Bettlejuice
Bettlejuice22.01.2621:37
Übrigens:
1. Es spricht nicht für uns, wenn Digital und Modern in einem Satz fällt
2. Ich habe nochmal geschaut wie dieses Dongle Ding bei Datev heißt: SmartCard. Die Software gibt es nur für Windows. Alternativ kann man den später veröffentlichten SmartLogin nutzen. Dann braucht man den Stick nicht.
3. Trotzdem steckt in Datev noch Legacy-Zeugs wie Active-X drin (hoffentlich nicht in den PDFs) - da sind wir wieder bei modern
Aber das Totschlag-Argument bleibt imo die intensive Erfahrung eines Datev-Support-Anrufs als Mac User.
Also lieber nichts emulieren und eine Windows Kiste ins Netz stellen (Backup nicht vergessen).
0
Octogenario23.01.2610:13
Wir können problemlos aus LexWare Office über die DATEV-Schnittstelle Belege importieren, die Software macht dann automatisch Buchungssätze daraus. Die Frage ist, werden nur Ausgangsrechnungen exportiert, sollte alles ganz einfach sein. Schwieriger wird es, wenn die komplette Buchhaltung vom Mandanten geführt wird. Davon würde ich ganz dringend abraten, der Korrekturaufwand ist ein vielfaches vom vermeintlich erspartem. "Schuster bleib bei deinen Leisten" stimmt auch heute noch. Oder anders, wenn mein Wohnzimmer gestrichen werden soll, lasse ich das vom Maler erledigen, der kanns besser und ich verdiene in der Zeit mehr mit meinem Beruf.
Im Übrigen viel Spaß bei der Suche einem Steuerberater.
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex23.01.2611:05
Danke nochmal für alle Impulse.

Die Idee mit dem Wechsel zur Datev eigenen Lösung kam von mir, nicht vom Steuerberater. Die Idee war, dadurch den Aufwand für beide Seiten zu reduzieren.

Da mein Steuerberater Buchungen und Zuordnungen ohnehin nochmal überarbeitet, weil er einfach vom Fach ist im Gegensatz zu mir (was mir schon einiges an Steuern gespart hat), muss meine eigene Buchhaltung nur für die Umsatzsteuervoranmeldung herhalten (und natürlich für Rechnungen und Angebote).
Ich möchte aber den Schritt der Belegweitergabe an den StB möglichst im Aufwand reduzieren. So wie ich die ganzen Lösungen hier jetzt allerdings verstehe, bringt mir im Endeffekt keine weniger Aufwand (oder nur zu deutlich höheren Ausgaben).

Daher bin ich tatsächlich jetzt unschlüssig, ob ich überhaupt auf eine andere Software wechseln soll.
0
feel_x23.01.2612:07
Bettlejuice
Da die Haftung uneingeschränkt beim Unternehmer selbst liegt, sollte man wirklich nicht die Belege einfach per Mail verschicken und anschliessend löschen. Der Steuerberater ist kein externes Archiv. Also zusätzlich selbst sichern und Backups erstellen.

Absolut richtig.
Ich hatte mit einem Steuerberater (der leider auch Anwalt war) vor Jahren mal den Spaß, dass der wegen einer strittigen Rechnung meine Unterlagen 12 Monate lang nicht an die neue Steuerberaterin herausgerückt hat.
Das darf er zwar natürlich nicht tun, das wusste er auch; aber da er die Fristen kannte, bis ihm jemand auf die Finger klopfen kann - und die dann noch ein paar Mal verzögert hat - also, bis ich meine (Papier-Original) Unterlagen dann wieder hatte, war das sehr nervig.
Wenn sowas während einer Betriebsprüfung passiert, ist das wirklich unangenehm.
Seitdem wird alles gescannt und die Steuerberater bekommen nur Kopien.

Octogenario
Schwieriger wird es, wenn die komplette Buchhaltung vom Mandanten geführt wird. Davon würde ich ganz dringend abraten, der Korrekturaufwand ist ein vielfaches vom vermeintlich erspartem. "Schuster bleib bei deinen Leisten" stimmt auch heute noch.

Das ist so pauschal einfach falsch. Insbesondere im Hinblick darauf, dass gute Software heutzutage eine Menge Hinweise und Korrekturen für Fehleingaben liefert.

Steuerberater beschäftigen einfache Steuerfachgehilfen (oder setzen Bürokaufleute und Aushilfen für das Buchen der Belege ein) und denen sind die betreuten Unternehmen erfahrungsgemäß ziemlich egal. Sie haften ja nicht für Fehler.
Steuerberater, die mich und befreundete Unternehmen aus der Umgebung betreut haben, haben eklatante Fehler gemacht. Und das Risiko für Fehler trägt immer der Unternehmer persönlich, der Steuerberater ist dann fein raus.

Bei einer Betriebsprüfung vor ein paar Jahren hatte ich mal Glück, eine wirklich nette Prüferin zu haben, die sogar bei als Kosten gebuchten Privatentnahmen und verschiedenen Rechnungskreisen, die auf das gleiche interne Konto gebucht waren, noch ein Auge zugedrückt hat (mit meinem zarten Hinweis darauf, dass das die verpfuschte Arbeit der Steuerberatung war und nicht ich selbst). Sie seufzte damals nur und meinte "Tja, und für sowas bezahlen sie auch noch Geld".

Das Problem ist, dass man als Unternehmer eine Steuererklärung unterschreibt, deren Herleitung sehr unübersichtlich ist. Insbesondere, wenn zwischendurch noch Mitarbeiter wechseln. Insofern wäre ich mit der o.g. Aussage sehr vorsichtig.
Der durchschnittliche Unternehmer kennt sein eigenes Gewerk besser als ein Steuerberater. Die meisten steuerrechtlichen Spitzfindigkeiten habe ich als Mandant zum Steuerberater mitgebracht.. und leider sind die meisten Steuerberater erfahrungsgemäß keine Berater, sondern nur bessere Buchhalter.
+2

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