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iCloud-Backup mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Warum Apple darauf verzichtet

Der Datenschutz von Cloud-Diensten sorgt seit einigen Jahren für hitzige Diskussionen. Während beispielsweise die Polizei bei Ermittlungen möglichst viele Zugriffsrechte zu Nutzerdaten möchte, pochen Datenschützer und eine große Zahl von Anwendern auf den Schutz der Privatsphäre. Auch Apples iCloud-Service ist von der Debatte betroffen.

Da Apple-CEO Tim Cook immer wieder betont, wie wichtig ihm und dem Unternehmen der Schutz der Anwenderdaten ist, kamen in den letzten Jahren vermehrt Gerüchte über iCloud-Backups mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf. Reuters zufolge hat Apple entsprechende Pläne auf Druck des FBI und anderer US-Behörden jedoch ad acta gelegt.


„Juristische Bedenken killten das Feature“
Apple arbeitete laut des Berichts bis vor etwa zwei Jahren an einer möglichen Umsetzung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, so der Bericht. Doch das FBI soll so starke Bedenken geäußert haben, dass Apple sich schließlich dazu entschied, das potenzielle iCloud-Feature nicht mehr weiterzuverfolgen. Ein namentlich nicht genannter Apple-Mitarbeiter kommentierte die Reuters-Anfrage sinngemäß mit: „Juristische Bedenken killten das Feature – aus naheliegenden Gründen.“

Einige iCloud-Bereiche ohnehin Ende-zu-Ende-verschlüsselt
Aktuell leitet Apple Nutzerdaten auf Behördenveranlassung – beispielsweise durch einen richterlichen Beschluss – an Exekutivorgane eines Staates weiter, sofern es der Aufklärung von Verbrechen dient. Wenn Apple eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für iCloud-Backups einführen würde, könnte das Unternehmen nicht mehr auf die dazugehörigen Nutzerdaten zugreifen und entsprechend keine Hilfe für Behörden sein.

Manche iCloud-Bereiche mit sensiblen Informationen sind allerdings schon jetzt vollverschlüsselt, darunter der iCloud-Schlüsselbund und die HealthKit-Daten. Andere Inhalte wie Adressbuch, Kalender, Fotos, Notizen oder Backups (auch von Drittanbieter-Anwendungen wie WhatsApp) sind aber nicht komplett verschlüsselt und können daher eingesehen und an Behörden weitergeleitet werden.

Apples Auseinandersetzung mit dem FBI
Apple geriet 2016 öffentlichkeitswirksam mit dem FBI aneinander. Seinerzeit weigerte sich das Unternehmen, der US-Bundesbehörde bei der Umgehung des Sicherheitsmechanismus eines iPhone 5c zu helfen, das einem der beidem am Terroranschlag in San Bernardino beteiligten Attentäter gehörte. Es ging ausschließlich um lokal gespeicherte Daten, nicht um Cloud-Backups. Im Zuge dessen entschied sich Apple laut des Berichts schlussendlich dazu, es sich nicht noch mehr mit dem FBI und anderen US-Behörden verscherzen zu wollen – und verzichtete auf iCloud-Backups mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Kommentare

Wiesi
Wiesi21.01.20 15:14
"Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat."
Everything should be as simple as possible, but not simpler
-6
deus-ex
deus-ex21.01.20 15:25
Eine Kette ist nur so gut wie sein schächstest Glied.

Was bringt mir eine E2E Verschlüsselung auf dem Gerät wenn die Daten als Backup nicht verschlüssel werden?
+3
Mecki
Mecki21.01.20 15:30
deus-ex
Was bringt mir eine E2E Verschlüsselung auf dem Gerät wenn die Daten als Backup nicht verschlüssel werden?
Wenn du dein Backup lokal machst, dann werden sie das, noch dazu dass das FBI gar nicht erst an dein lokales Backup heran kommt. Es zwingt dich ja niemand ein iCloud Backup zu Apple zu machen, oder? Lokal geht nicht nur schneller, es kostet dich auch keinen iCloud Speicherplatz.
+10
Mecki
Mecki21.01.20 15:34
Was mich hier stört: Google biete ein EtE Backup an seit einiger Zeit. Wieso haben hier die Behörden keinen Druck gemacht? Oder ist es eta so, dass dieses Backup eine geheime Hintertür hat, über die Google nicht sprechen darf und es daher den Behörden egal war? Denn falls ja, dann haben die Behörden Apple bestimmt das gleiche Angebot gemacht und da aber Apple Hintertüren kategorisch ablehnt, haben sie deswegen einen Rückzieher gemacht. Zwar kann man argumentieren, dass es ja auch eine Art Hintertür ist, wenn Apple den Schlüssel hat, nur dass Apple dieses Schlüssel hat, das ist ja offen im Netz dokumentiert, das ist ja nicht geheim. Jeder weiß also worauf er sich einlässt, wenn er iCloud Backup verwendet. Nur weiß auch jeder worauf er sich bei Google einlässt?
+3
deus-ex
deus-ex21.01.20 15:36
Von welchen lokalen Backups redest du? Über iTunes? Nein danke.

Mecki
deus-ex
Was bringt mir eine E2E Verschlüsselung auf dem Gerät wenn die Daten als Backup nicht verschlüssel werden?
Wenn du dein Backup lokal machst, dann werden sie das, noch dazu dass das FBI gar nicht erst an dein lokales Backup heran kommt. Es zwingt dich ja niemand ein iCloud Backup zu Apple zu machen, oder? Lokal geht nicht nur schneller, es kostet dich auch keinen iCloud Speicherplatz.
-11
jeti
jeti21.01.20 15:52
deus-ex
Von welchen lokalen Backups redest du? Über iTunes? Nein danke.

Was stört Dich an den iTunes-BackUps (Finder-BackUp unter Catalina)?
Lokal, sicher und schnell => iPhone/iPad anstöpseln und nudeln lassen.
+6
MikeMuc21.01.20 15:54
deus-ex
Von welchen lokalen Backups redest du? Über iTunes? Nein danke.

Doch, gerne. Ausschließlich. Warumsollte ich es auch woanders machen wo andere drauf Zugriff haben.
Oder gehörst du zu denjenigen, die ihre Kontoauszüge regelmäßig im Internet veröffentlichen?
+4
deus-ex
deus-ex21.01.20 16:18
MikeMuc
deus-ex
Von welchen lokalen Backups redest du? Über iTunes? Nein danke.
Doch, gerne. Ausschließlich. Warumsollte ich es auch woanders machen wo andere drauf Zugriff haben.
Oder gehörst du zu denjenigen, die ihre Kontoauszüge regelmäßig im Internet veröffentlichen?
Was für eine dummer Vergleich. Ich finde es nun mal angenehm wenn Backups immer wenn möglich aber ohne mein zutun laufen. So wie Time Machine. Würde Apple TimeMachine für iOS anbieten wäre ich sofort dabei. Aber nein. Man weigert sich ja und bietet als einzige "drahtloslösung" ein Backup in die Cloud an.
+3
Mecki
Mecki21.01.20 16:48
deus-ex
Von welchen lokalen Backups redest du? Über iTunes?
Unter Windows, ja. Bei macOS nur bis 10.14, ab 10.15 über Finder.
+1
sierkb21.01.20 17:09
Matthew Green via Twitter, 21.01.2020
I was going to write something about iCloud backup and encryption but I realize that I’ve written it all. So here are a bunch of old posts:

Matthew Green, A Few Thoughts on Cryptographic Engineering (12.04.2012): iCloud: Who holds the key?

And here’s one on iCloud Keychain from 2016, which ends with the following question.

Matthew Green, A Few Thoughts on Cryptographic Engineering (13.08.2016): Is Apple’s Cloud Key Vault a crypto backdoor?
[…]
If Apple can secure your passwords this way, then why don’t they do the same for your backed up photos, videos, and documents?

That’s a good question. Maybe you should ask them?

And a slightly more recent one about Apple moving its encryption keys to China.

Matthew Green, A Few Thoughts on Cryptographic Engineering (18.01.2018): Apple in China: who holds the keys?
Q:
+2
MikeMuc21.01.20 17:12
deus-ex
Da juckt es mich jetzt aber zu schreiben: selber doof
Mein lokales Backup meiner IOS Geräte startet jeden Morgen um 8.30 von ganz allein; mit ein wenig Scripting, was beileibe keine Raketenwissenschaft ist. Und das sogar rein übers WLAN. Aber dafür lokal, sicher und garantiert ohne Mitleser. Also genau so, wie es deinen komfortwünschen entspricht
+8
iBär
iBär21.01.20 17:28
Könntest du dazu einen Link mit Erklärung wie das geht abgeben? Würde mich interessieren!!!
MikeMuc
deus-exDa juckt es mich jetzt aber zu schreiben: selber doof
Mein lokales Backup meiner IOS Geräte startet jeden Morgen um 8.30 von ganz allein; mit ein wenig Scripting, was beileibe keine Raketenwissenschaft ist. Und das sogar rein übers WLAN. Aber dafür lokal, sicher und garantiert ohne Mitleser. Also genau so, wie es deinen komfortwünschen entspricht
+3
iBär
iBär21.01.20 17:44
... angeben.... nicht abgeben.
0
Matze198521.01.20 18:05
iBär

Schau dir einfach Imazing an. Tolles Programm.
0
dsTny21.01.20 18:16
Ich muss mal blöd nachfragen. Ich dachte bislang, Apple hätte den Schlüssel nur für die iCloud Backups? Der Text suggeriert mir aber, dass Apple auch auf iCloud Fotos, Dokumente, etc zugreifen kann / den Schlüssel dafür hat. Sind damit die gecachten Daten auf dem iPhone gemeint oder die „realen“ Daten in iCloud?
Damit meine ich zum Beispiel Fotos, Dokumente / iCloud Drive, Nachrichten in der Cloud, ...
Die liegen auf den Servern verschlüsselt vor, aber hat Apple da auch die Schlüssel zum Entschlüsseln für?
0
jeti
jeti21.01.20 18:30
WLan-BackUp geht doch schon seit Ewigkeiten
Apple-Supportseiten

Inhalte über WLAN synchronisieren

Nachdem Sie die Synchronisation mit iTunes über eine USB-Verbindung eingerichtet haben, können Sie festlegen, dass iTunes nicht per USB mit Ihrem Gerät synchronisiert werden soll, sondern über WLAN.

Schließen Sie Ihr Gerät mithilfe eines USB-Kabels an Ihren Computer an,
öffnen Sie iTunes, und wählen Sie Ihr Gerät aus.
Klicken Sie links im iTunes-Fenster auf "Übersicht".
Wählen Sie "Mit diesem [Gerät] über WLAN synchronisieren" aus.
Klicken Sie auf "Anwenden".

Wenn der Computer und das Gerät mit demselben WLAN-Netzwerk verbunden sind, wird das Gerät in iTunes angezeigt. Das Gerät wird immer automatisch synchronisiert, wenn es an die Stromversorgung angeschlossen ist und iTunes auf dem Computer geöffnet ist.
+2
Mecki
Mecki21.01.20 18:32
dsTny
Ich dachte bislang, Apple hätte den Schlüssel nur für die iCloud Backups? Der Text suggeriert mir aber, dass Apple auch auf iCloud Fotos, Dokumente, etc zugreifen kann / den Schlüssel dafür hat.

Alle Daten, die nicht EtE verschlüsselt sind, und das gilt auch für deine Fotos und Dokumente, sind zwar auch verschlüsselt am Server, aber dieser Schlüssel ist Apple bekannt und daher können diese Daten entschlüsselt werden. Das ist alles hier dokumentiert: Nur für die Daten, die unter "Mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesicherte Daten" aufgelistet sind, kennt Apple den Schlüssel nicht.

Bei Nachrichten ist es so, dass diese an sich zwar EtE verschlüsselt sind in der Cloud, aber die Nachrichten, die auf dem Gerät lagen zum Zeitpunkt eines Backups und somit direkt im Backup gespeichert wurden, die sind es natürlich nicht, denn am Gerät sind sie nicht verschlüsselt. Die werden zwar wie alle Daten im Backup verschlüsselt, aber zu diesen Backup hat Apple einen Art, sagen wir mal, Notfallschlüssel.

Deswegen benutzte ich ausschließlich iCloud für unwichtige App Daten (nichts persönliches bzw. nichts was groß was aussagt) und für Nachrichten. Backups mache ich lokal. Meine Bilder/Videos speichere ich lokal, wenn mir der Speicherplatz am Gerät ausgeht. Kalender und Erinnerungen (CalDAV) und Adressbuch (CardDAV) speichere ich bei meinem deutschen E-Mail Provider (da sind sie auch nicht verschlüsselt, aber das kommen FBI und NSA nicht ran, nicht einmal der BND, wohl aber LKA/BKA mit Gerichtsbeschluss). Wichtige Dokumente speichere ich bei meinem deutschen File Hoster (gleiche Situation).
+2
sierkb21.01.20 19:00
Golem (21.01.2020): FBI-Wunsch: Apple verzichtete auf iCloud-Verschlüsselung
Apple war einer Bitte des FBI laut der Nachrichtenagentur Reuters nachgekommen und verzichtete auf die Einführung verschlüsselter iPhone-Backups in der iCloud. Apple habe einem Streit mit Beamten aus dem Weg gehen wollen, erklärte eine Reuters-Quelle - geholfen hat es indes nicht.

heise (21.01.2020): Apple: Volle Verschlüsselung für iCloud-Backups angeblich nach FBI-Gespräch verworfen
Einem Bericht zufolge hat Apple den Plan aufgegeben, iCloud-Backups durchgehend zu verschlüsseln – nach Einwänden der US-Bundespolizei.

heise (20.01.2020): Staatliche Anfragen: Apple gibt mehr iCloud-Daten heraus, entfernt weniger Apps
Dem jüngsten Transparenzbericht des Konzerns zufolge wird das Interesse staatlicher Stellen an iCloud-Inhalten immer größer. Apple hat dazu noch den Schlüssel.

heise (09.01.2020): Apple scannt iCloud-Fotos auf Kindesmissbrauch
Apple hat bestätigt, dass hochgeladene Nutzerinhalte einer "Vorabprüfung" unterzogen werden – zum Auffinden illegaler Inhalte.

heise (25.10.2019): iPhone-Daten: Apple-Chef will Schlüssel zu iCloud loswerden
Auf richterliche Anordnung rückt Apple bislang iCloud-Daten heraus, darunter komplette iPhone-Backups. Dies solle künftig nicht mehr möglich sein.

heise (31.05.2018): Nachrichten in iCloud: Apple speichert Schlüssel im iCloud-Backup
Wer sicher gehen will, dass niemand Zugriff auf die Ende-zu-Ende-verschlüsselten iMessages hat, sollte das iCloud-Backup abdrehen. Darin ist der notwendige Key enthalten, wie Apple nun verriet.

heise (26.02.2018): iCloud in China: Apple speichert auch Schlüssel lokal
Chinesische Behörden dürften es nach dem Umzug von Apple-Userdaten ins Land deutlich leichter haben, an Informationen zu gelangen. Menschenrechtler warnen.

netzpolitik.org (26.02.2018): Apple speichert private iCloud-Schlüssel künftig in China
Künftig speichert Apple die iCloud-Daten sowie die Schlüssel chinesischer Nutzer in China. Das macht es chinesischen Behörden einfach, auf dort abgelegte Daten zuzugreifen. Menschenrechtler warnen vor einem immer engeren Überwachungsnetz.


activeMind AG (11.04.2019): iCloud im Unternehmen
Apple bietet mit iCloud einen umfassenden Dienst an, um Daten von Nutzern extern zu speichern bzw. zu sichern. Dieser Dienst ist für Kunden sicherlich praktisch, aus Compliance- und datenschutzrechtlicher Sicht für Unternehmen allerdings problematisch.

Datenschutz-Guru (21.03.2018): Warum Apple’s iCloud für Unternehmen derzeit ein Problem sein kann…
+4
ocrho21.01.20 19:49
MikeMuc
deus-ex
Oder gehörst du zu denjenigen, die ihre Kontoauszüge regelmäßig im Internet veröffentlichen?
Unsere Kontoauszüge sind bereits in der Cloud – die nennt sich nur Bank. Diese "Cloud-Bank" sind verschwiegen zu Dritten, aber seit einigen Jahren wurde per Gesetz Schritt für Schritt sehr viele Ausnahmen hinzugefügt.
+1
TerenceHill
TerenceHill21.01.20 19:49
jeti
WLan-BackUp geht doch schon seit Ewigkeiten
Apple-Supportseiten

Inhalte über WLAN synchronisieren

Nachdem Sie die Synchronisation mit iTunes über eine USB-Verbindung eingerichtet haben, können Sie festlegen, dass iTunes nicht per USB mit Ihrem Gerät synchronisiert werden soll, sondern über WLAN.

Schließen Sie Ihr Gerät mithilfe eines USB-Kabels an Ihren Computer an,
öffnen Sie iTunes, und wählen Sie Ihr Gerät aus.
Klicken Sie links im iTunes-Fenster auf "Übersicht".
Wählen Sie "Mit diesem [Gerät] über WLAN synchronisieren" aus.
Klicken Sie auf "Anwenden".

Wenn der Computer und das Gerät mit demselben WLAN-Netzwerk verbunden sind, wird das Gerät in iTunes angezeigt. Das Gerät wird immer automatisch synchronisiert, wenn es an die Stromversorgung angeschlossen ist und iTunes auf dem Computer geöffnet ist.

Gibt es nicht einen Unterschied zwischen Synchronisation und Backup? Ein Backup ist eine Kopie meines iPhone Speichers. Beim synchronisieren werden nicht alle Daten gespeichert. Oder liege ich da falsch?
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jeti
jeti21.01.20 19:55
Stimmt Synchronisation und BackUp sind unterschiedliche Dinge.
Hatte falsch gelesen, da ich immer "anstöpsel" für's BackUp
bin ich davon ausgegangen das diese Funktion für beides Gültigkeit hat.

Dem ist nicht so, sorry für die "fake news" => danke für den Hinweis
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Mecki
Mecki21.01.20 20:04
TerenceHill
Gibt es nicht einen Unterschied zwischen Synchronisation und Backup?
Doch, den gibt es, aber immer wenn ich mein iPhone synchronisiere, macht er automatisch zuerst ein Backup und führt dann den Sync aus, egal ob ich das über Kabel oder über WLAN mache. Da Backups rechts schnell gehen (außer vielleicht das aller erste überhaupt), hat sich Apple hier vielleicht gedacht, so ein Sync ist ein gute Gelegenheit gleich mal eines zu machen. Entweder das, oder sie hatten Angst, dass ihr Sync alles zerschießt und so hat man wenigstens ein Backup vom Stand vor dem Sync den man wieder herstellen kann (hey, so abwegig ist dieser Gedankengang nicht). Ob allerdings der Autosync, der automatisch läuft, sobald das System das passende iPhone gesehen hat, auch erst ein Backup macht, das weiß ich nicht, den habe ich noch nie verwendet.
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ocrho21.01.20 20:06
TerenceHill
Gibt es nicht einen Unterschied zwischen Synchronisation und Backup? Ein Backup ist eine Kopie meines iPhone Speichers. Beim synchronisieren werden nicht alle Daten gespeichert. Oder liege ich da falsch?
Früher war ein iTunes-Syncro ein 1:1-Backup. Dies gilt leider nicht mehr: (1) App-In-Käufe werden seit einiger Zeit nicht mehr gesichert und müsse etwa bei einem Umzug auf ein neues Gerät erneut heruntergeladen werden wozu umständlich jede einzelne App aufgerufen werden muss und dann dort der Button gesucht werden muss zum Käufe wiederherstellen. (2) Früher sicherte iTunes auch eine iOS-App lokal, wenn die App auf dem Gerät aktueller war als auf dem Computer (oder übertrug diese wenn diese fehlte). (3) Die Anordnungen der Ordner und Icons wurde früher perfekt gesichert, inzwischen ist es Zufall wenn etwa bei einem neuen Gerät fehlerfrei aus einem Backup übertragen wird.
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ocrho21.01.20 20:11
Das Apple nicht mehr vor hat die iCloud perfekt zu sichern ist Schade. Was mich am meisten dabei ärgert ist, dass Apple von Jahr zu Jahr immer mehr Features baut die nur nutzbar sind mit einen aktivierten iCloud-Schlüsselbund. Ich kann daher schon einige Dienste wie HomeKit oder AirPlay nicht mehr nutzen. Mit HomeKit und AirPlay habe ich kein Problem dies per iCloud-Schlüsselbund zu verwalten, aber unter iOS und macOS gibt es kaum Einstellmöglichkeiten was ein iCloud-Schlüsselbund alles speichert. Hier ein nettes Feature und dann soll man alle Passwörter und Zugänge im iCloud-Schlüsselbund speichern.
+1
jeti
jeti21.01.20 20:13
ocrho
TerenceHill
Gibt es nicht einen Unterschied zwischen Synchronisation und Backup? Ein Backup ist eine Kopie meines iPhone Speichers. Beim synchronisieren werden nicht alle Daten gespeichert. Oder liege ich da falsch?
Früher war ein iTunes-Syncro ein 1:1-Backup. Dies gilt leider nicht mehr: (1) App-In-Käufe werden seit einiger Zeit nicht mehr gesichert und müsse etwa bei einem Umzug auf ein neues Gerät erneut heruntergeladen werden wozu umständlich jede einzelne App aufgerufen werden muss und dann dort der Button gesucht werden muss zum Käufe wiederherstellen. (2) Früher sicherte iTunes auch eine iOS-App lokal, wenn die App auf dem Gerät aktueller war als auf dem Computer (oder übertrug diese wenn diese fehlte). (3) Die Anordnungen der Ordner und Icons wurde früher perfekt gesichert, inzwischen ist es Zufall wenn etwa bei einem neuen Gerät fehlerfrei aus einem Backup übertragen wird.


Und auch das ist ein Grund warum ich dem "alten" iTunes ein wenig nachweine,
ebenso wie dem fehlenden Store => war einfach übersichtlicher.
0
ocrho21.01.20 20:16
Du kannst Dir in einer virtuellen Maschine ein macOS 10.13 als Museum installieren mit einer iTunes Unternehmensversion und damit problemlos Dein iOS 13 Gerät syncronisieren. Leider hat diese Lösung keinen unbegrenzten Bestandsschutz. Unter macOS 10.15 nervt, dass die iTunes-Aktivierung ständig "verloren" geht. Man führt ein Syncro durch und dann wird erstmal alles auf dem iPad gelöscht und dann kommt die Fehlermeldung, dass das nagelneue MacBookPro nicht unter den aktivierten Geräte gehört.
0
ocrho21.01.20 20:21
Kleine Ergänzung: Unter macOS muss der iTunes-Syncro-Nachfolger erst vom Benutzer manuell sichtbar gemacht werden. Hierzu muss in den Finder-Einstellungen die gemeinsame Option "CD und DVD und iOS-Geräte" aktiviert werden. Kurios mutet es an, dass es eine eigene Option für "externe Festplatte" gibt, aber keine eigene Option "iOS-Gerät", sondern nur in der Kombination "CD, DVD und iOS Gerät".

Leider hat iTunes in der Presse keine Lobby. Man merkt es auch in der Berichterstattung in welcher nur oberflächliche Betrachtung zu finden sind zu den iTunes-Nachfolger-Universium.
+2
ocrho21.01.20 20:33
Letztendlich lautet die Botschaft aus diesem Artikel: (1) Wenn es um Datensicherheit geht, dann muss der Kunde es selber organisieren. Das Unternehmen Apple kann dies aus juristischen Gründen und aus politischen Gründen nur sehr eingeschränkt leisten. (2) Die klassische Alternative iTunes-Syncro ist unter macOS 10.15 mit Bugs belegt und unpraktisch. Auch die Apps die als iTunes-Nachfolger herauskamen sind unpraktisch in der Benutzung. (3) Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass man gezwungen ist für sein iOS-Gerät einen eigenen Server aufzusetzen, der sich dann gegen diesen synchronisiert. (4) Von der früher zu groß gelobten Integration zwischen den verschiedenen Geräten ist es inzwischen auch nicht mehr so weit. Man muss inzwischen recht viel Hausmeistern, weil die iTunes-Syncro-Logik (was kommt auf welches Gerät vollautomatisch) von den vielen iTunes-Nachfolger-Apps nicht unterstützt wird und nur über Tricks noch bedienbar ist. Aber wenn ich tricksen muss, dann kann ich auch zu Linux wechseln... Apple verspielt sich hier ein großes Pro-Argument.
+8

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