"Schreib mit Siri": Plant Apple für iOS 27 eine Grammatik-Korrektur?


Automatische Textkorrektur – manche lieben sie, andere hassen sie. Die bisher in Apples Systemen integrierte Schreibhilfe arbeitet auf der Ebene einzelner Wörter und liegt oftmals daneben. Einen anderen Ansatz wählen die Schreibwerkzeuge von Apple Intelligence: Sie überprüfen vollendete Texte und bieten an, Texte in freundlich oder förmlich umzuformulieren oder in einem Rutsch zu korrigieren. Für die diesjährigen Aktualisierungen plant Apple laut
Bloomberg einen neuen Modus namens "Schreib mit Siri", der in etwa zwischen den beiden liegt: Er offeriert alternative Formulierungen während des Schreibens, welche Anwender einzeln inspizieren und optional zustimmen können.
Der neue Modus wird sich am iPhone und iPad an zwei Stellen manifestieren: Über der Bildschirmtastatur erscheint ein mit "Schreib mit Siri" titulierter Button. Befindet sich ein Anwender in einem Textfeld und aktiviert Siri, erscheint zudem der Vorschlag "Hilf mir beim Schreiben". Ist der Apple-Intelligence-Grammatikmodus aktiv, offeriert ein durchsichtiges Overlay Änderungsvorschläge neben den Originalpassagen. Dies unterscheidet sich deutlich vom "Korrekturmodus", welcher in den Schreibwerkzeugen von Apple Intelligence vorhanden ist: Aktiviert man diesen, arbeitet Apples KI einige Sekunden und ändert einzelne Passagen sofort. In einem Dialog kann man sich im Nachgang die einzelnen Korrekturen anzeigen und auf Wunsch rückgängig machen lassen.
Der Korrekturmodus von Apple Intelligence in den 26er-Systemen ändert eigenständig den Text – optional können Anwender die Bearbeitungen überprüfen.
Apples HeimvorteilFür grammatikalische Korrekturen hat sich in den vergangenen Jahren ein florierender Markt gebildet. Am bekanntesten (dank umfangreicher Werbung) dürfte wahrscheinlich
Grammarly sein. Im deutschsprachigen Raum ist
LanguageTool weitverbreitet, und auch
DeepL Write bietet KI-gestützte Korrektur- und Formulierungsvorschläge. Alle drei haben allerdings auf Apples Mobilplattformen einen gewissen Integrationsnachteil: Um als interaktive Formulierungshilfe zum Einsatz zu kommen, müssen sie sich als Bildschirmtastatur ins System anmelden. Apple hingegen kann seine Formulierungshilfe direkt in der Standardtastatur anbieten.
Dienste wie LanguageTool integrieren sich als zusätzliche Bildschirmtastatur in iOS.