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OpenAIs Codex mit großem Update: KI übernimmt die Steuerung des Macs

OpenAI verspricht mit Codex Großes: Das Tool schreibt komplexen Code für Apps in verschiedenen Sprachen, erkennt Bugs in bestehendem Code und macht Vorschläge für Verbesserungen. Damit steht die Software allerdings nicht allein da: Anthropic bietet etwa mit Claude Code einen leistungsstarken, KI-gestützten Coding-Assistent an, welcher Codex in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Nun setzt OpenAI zur Aufholjagd an: Ein neues Update für die macOS-Version der App geht mit zahlreichen Neuerungen einher – und gewährt dem Agenten deutlich mehr Autonomie als bislang.


Codex steuert Apps auf dem Mac
Die aktualisierte Version von Codex lässt einige Grenzen fallen: Das KI-Tool ist nun dazu in der Lage, im Hintergrund auf die auf dem Mac installierten Apps zuzugreifen. Codex verfügt über einen eigenen Cursor, um eigenständig zu agieren. Die Software merkt sich, welche Routinen zum Einsatz kommen und setzt diese dann automatisiert um. Dabei lassen sich mehrere Agenten parallel ausführen, um etwa Apps zu testen und Frontend-Anpassungen vorzunehmen. Nach Pausen setzt die KI die Arbeit fort und plant zukünftige Aufgaben in Eigenregie – auf Wunsch über Tage oder Wochen hinweg. Um präzisere Anweisungen für den Agenten zu erhalten, ist ein eigener Internetbrowser an Bord. Dank gpt-image-1.5 kann Codex zudem Bilder generieren, um beispielsweise Designs, Mockups oder Konzepte zu erstellen.

Codex analysiert Nutzerverhalten und leistet Unterstützung bei künftigen Projekten
OpenAI kündigt zudem 90 neue Plugins an. Der Assistent soll so in die Lage versetzt werden, noch mehr Kontext zu erfassen und bestimmte Aktionen unter Einbeziehung mehrerer Apps auszuführen. Dank einer neuen Memory-Funktion merkt sich Codex frühere Arbeiten und die an ihnen durchgeführten Korrekturen, um zu einem späteren Zeitpunkt unterstützend einzugreifen. Ferner wartet die Software proaktiv mit passenden Aufgaben auf. Codex lässt sich auf der offiziellen Website herunterladen. Ein Intel-Mac ist ausreichend, OpenAI empfiehlt aber einen Rechner mit Apple Silicon und mindestens 16 Gigabyte RAM.

Kommentare

Zerojojo17.04.26 20:54
1984?
+7
trueclou17.04.26 21:16
Der reinste Alptraum…
Nie im Leben käme ich auf die Idee, einer App auf meinem System so was zu erlauben.
+13
xcomma17.04.26 22:18
Auch wenn es nicht meins ist, kann ich mir eine hohe Adoptionsrate vorstellen. Siehe auch den ganzen OpenClaw Hype, der - was die Komplettübernahme des Rechners und quasi digitalen Lebens (da Vollzugriff zu jensten Konten gegeben wird) einer Person bedeutet - in Teilen eine vergleichbare Richtung ist.
+6
TMS
TMS17.04.26 22:47
Wenn man Software entwickelt, dürfte ein extra Rechner mit Agenten drauf vielleicht schon effektiv und ökonomisch sinnvoll sein.
Wer sowas auf einen Rechner mit Zugriff auf Mails und Passwörter lässt, den muss man nicht mehr bestrafen, der hat an sich selbst genug...
+13
OliverCGN17.04.26 23:12
Zerojojo
1984?

... wir warten bis 2034... 😜
+3
Klaus9917.04.26 23:18
Einfach ein extra System nur für so etwas, bei mir ein MacBook Air M5, und schon ist das kein Problem mehr. German Angst besiegt!
-1
maikdrop18.04.26 05:25
Klaus99
Einfach ein extra System nur für so etwas, bei mir ein MacBook Air M5, und schon ist das kein Problem mehr. German Angst besiegt!

Na klar, unrealistisch im Alltag lässt Grüßen. 😂
+3
eventcatcher
eventcatcher18.04.26 08:20
Da möchte man auch nicht wissen, was bei 'Anfragen' so auf die Server der Anbieters zur weiteren 'Analyse' gelangt. Vor allem hat man da letztlich keinerlei Kontrolle mehr - auch Dank optischer Bildanalyse des Screens, Zugriff auf Kamera, Email usw.

Das ist doch Wahnsinn. Aber Greta und Pleti werden das ganz toll finden, und es sofort und ohne Sicherheitsnetz installieren. Gleiches gilt nat. auch für Openclaw und wie sie alle heissen...
0
MacTaipan18.04.26 11:33
Ich wünschte, das würde alles etwas langsamer gehen. Ich bin jetzt 52 und wäre gerne weg, bevor KI uns komplett kontrolliert.
+6
RaphaS
RaphaS18.04.26 15:57
Dann doch lieber die Arbeit machen und ein dreifach gechecktes OpenClaw mit lokalem LLM aufsetzen (Hoffnung auf M5 Ultra Studio mit 1TB RAM lebt).

Wenn man sieht dass Claude Code mal spontan den GESAMTEN Platteninhalt des Rechners in die Anthropic Cloud hochlädt UND dazu noch die Erfahrung was Codex für Blödsinn baut wenn man es einfach mal laufen lässt („das habe ich jetzt so konfiguriert damit es bulletproof ist 😌“ – reales Ergebnis: nichts funktioniert und andere Funktion die lief wurde zerstört), dann spricht derzeit absolut gar nichts dafür diese Fremdsteuerung zuzulassen.
Völlig egal was Du über Dich und andere denkst – Du wirst immer Recht behalten.
+2
LoCal
LoCal18.04.26 19:01
MacTaipan
Ich wünschte, das würde alles etwas langsamer gehen. Ich bin jetzt 52 und wäre gerne weg, bevor KI uns komplett kontrolliert.

Das sehe ich ähnlich, ich befürchte aber das wird alles schneller kommen als wir es wahrhaben wollen.
Ich sehe gerade an verschiedenen Stellen was mit KI Systemen in der Softwareentwicklung alles möglich ist und ich fürchte, dass uns das alles überrollen wird.

Die Frage ist, wie die Gesellschaft damit umgehen wird. Ich male jetzt mal ein dystopisches Bild: In 10 - 15 Iahren wird alles und ich meine wirklich alles von KI und humanoiden Robotern gemacht werden können.
Für mich gibt es da eigentlich nur noch zwei Szenarien:
- der Kapitalismus ist besiegt und wird alle haben sehr viel Freitzeit
- ein paar Elitäre Musk, Thiel, Trump,… haben ein sehr sehr geiles Leben, der Rest der Menschheit lebt in Slums
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+3
Danger19.04.26 10:31
Gibt es hier eigentlich keine optimistischen Menschen? Ich wundere mich, dass alle Kommentare negativ sind.
0
LoCal
LoCal19.04.26 11:40
Danger
Gibt es hier eigentlich keine optimistischen Menschen? Ich wundere mich, dass alle Kommentare negativ sind.

Ich finde Ende des Kapitalismus eine durchaus positive Entwicklung
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+4
RaphaS
RaphaS19.04.26 12:49
LoCal
Ich finde Ende des Kapitalismus eine durchaus positive Entwicklung

Weil? 🤔 Was wäre denn Deiner Meinung nach die bessere Lösung und warum?
Völlig egal was Du über Dich und andere denkst – Du wirst immer Recht behalten.
+2
MacBelwinds
MacBelwinds19.04.26 13:16
Codex mit App-Steuerung sollte man vielleicht nur auf separaten Workstations ohne private Daten einsetzen, quasi als virtuelle Bürokraft mit eigenem Rechner.
+2
LoCal
LoCal19.04.26 14:42
RaphaS
LoCal
Ich finde Ende des Kapitalismus eine durchaus positive Entwicklung

Weil? 🤔 Was wäre denn Deiner Meinung nach die bessere Lösung und warum?

Ich sehe das Ende des Kapitalismus doch als bessere Lösung.

Es wird halt einen Punkt geben, an dem sich entscheiden wird, ob es in die gute - Ende des Kapitalismus - oder in die schlechte - Macht und Reichtum für sehr wenige - Richtung gehen wird. Und ich fürchte, vor diesem Scheideweg werden wir schon sehr bald stehen.

Mir fällt ehrlich gesagt nicht eineinziger Beruf ein, der von dem ganzen KI-Kram nicht ersetzt werden kann… und irgendwann kommen wir an dem Punkt an dem wir uns eben überlegen müssen, wie wir weiter machen.

Und letztendlich wird der Kapitalismus so oder so die schlechtere Wahl sein, aber ob wir - die normalen Menschen - darauf einen Einfluss haben werden, bezweifle ich leider sehr.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+4
WLanHexe
WLanHexe20.04.26 08:34
LoCal
Die Frage ist, wie die Gesellschaft damit umgehen wird. Ich male jetzt mal ein dystopisches Bild: In 10 - 15 Iahren wird alles und ich meine wirklich alles von KI und humanoiden Robotern gemacht werden können.
Für mich gibt es da eigentlich nur noch zwei Szenarien:
- der Kapitalismus ist besiegt und wird alle haben sehr viel Freitzeit
- ein paar Elitäre Musk, Thiel, Trump,… haben ein sehr sehr geiles Leben, der Rest der Menschheit lebt in Slums


Ich fürchte, letzteres wird warscheinlicher sein und eigentlich will ich das auch nicht erleben. Ich war immer offen für neue Technologien aber so wie das zur Zeit mit der ganzen KI läuft, da sag ich jeden Tag nur noch nein, nein und noch mal nein....
0
OliverCGN20.04.26 08:54
Danger
Gibt es hier eigentlich keine optimistischen Menschen? Ich wundere mich, dass alle Kommentare negativ sind.
Doch mich, aber ich habe gelernt, dass es keinen Sinn ergibt mit Fremden in Internet über Dinge zu Diskutieren, zu denen sie bereits eine festgefahrene Meinung haben. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.
+4
Danger20.04.26 09:08
OliverCGN
Doch mich, aber ich habe gelernt, dass es keinen Sinn ergibt mit Fremden in Internet über Dinge zu Diskutieren, zu denen sie bereits eine festgefahrene Meinung haben. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.

Danke dir, du hast bestimmt recht.
Vielleicht sollte man nicht diskutieren, aber einmal seine/ihre Meinung zu einem Thema kundtun, denn ich beispielsweise fand mich sehr einsam, als ich die ganzen negativen Kommentare las und freue mich daher umso mehr, deinen Beitrag zu sehen und zu wissen, dass es auch Menschen gibt, die positiv denken.
0
Raziel120.04.26 09:12
RaphaS
Dann doch lieber die Arbeit machen und ein dreifach gechecktes OpenClaw mit lokalem LLM aufsetzen (Hoffnung auf M5 Ultra Studio mit 1TB RAM lebt).

Wenn man sieht dass Claude Code mal spontan den GESAMTEN Platteninhalt des Rechners in die Anthropic Cloud hochlädt UND dazu noch die Erfahrung was Codex für Blödsinn baut wenn man es einfach mal laufen lässt („das habe ich jetzt so konfiguriert damit es bulletproof ist 😌“ – reales Ergebnis: nichts funktioniert und andere Funktion die lief wurde zerstört), dann spricht derzeit absolut gar nichts dafür diese Fremdsteuerung zuzulassen.

Da frage ich mich was du da genau getan oder konfiguriert hat denn wir haben hier nur positive Erfahrungen gemacht. Codex läuft selbst ja automatisch immer in einer sandbox Umgebung und hat auch per default keine Berechtigung außerhalb des Projekts zuzugreifen. Selbst bei großen Industrie Projekten hat er noch nie mal einfach so irgendwas zerstört. Das das was rauskommt nicht funktioniert und was anderes zerstört wird wie du sagst, hätte ich noch nie gesehen
+3
OliverCGN20.04.26 10:20
Danger
Danke dir, du hast bestimmt recht.
Vielleicht sollte man nicht diskutieren, aber einmal seine/ihre Meinung zu einem Thema kundtun, denn ich beispielsweise fand mich sehr einsam, als ich die ganzen negativen Kommentare las und freue mich daher umso mehr, deinen Beitrag zu sehen und zu wissen, dass es auch Menschen gibt, die positiv denken.

Was andere denken, ist mir inzwischen egal.
In den letzten 30 Jahren habe ich festgestellt, dass es immer wieder das Gleiche ist:

Eine neue Technik wird vorgestellt (Computer, Internet, Mobilfunk, Smartphones, KI).
Die Leute sind erst mal dagegen, finden es blöd, können sich nicht vorstellen, wofür man das braucht.
... und einige Jahre später können sie sich nicht mehr vorstellen, jemals ohne diese Technik ausgekommen zu sein.

Gerade Mobilfunk war da extrem:
Wenn du 1995 mit einem Handy telefoniert hast, konntest du davon ausgehen, dass Leute Dir blöde Sprüche an den Kopf geknallt haben. Keine 3 Jahre später hatten die selben Leute selbst ein Handy.

Nun ist es das gleiche mit KI:
Leute finden KI scheiße oder haben sogar Angst davor. Einige probieren unbedarft etwas aus, wobei meist nur Müll bei raus kommt (Shit in = Shit out) und fühlen sich dann darin bestätigt, dass sie Recht haben (Dunning-Kruger-Effekt), obwohl die Technik bereits viel weiter ist, wenn man sie korrekt anwendet.

Alleine schon die ganzen Kommentare hier: "Woher soll ich denn einen zweiten Rechner nehmen"... "unpraktikabel"..."totale Kontrolle"..."ich bin schon so alt..."
Man könnte auch einfach einen zweiten User ohne Daten anlegen und fertig. Aber das scheint bereits ausserhalb deren Fokus zu liegen.

Tatsächlich ist es so, dass KI und Robotik unser Leben grundlegend verändern werden und die Technik derzeit in den Kinderschuhen steckt.

In den 50ern hatte man noch Großrechner und Terminals mit denen man sich verbinden musste, um einen Computer zu nutzen. Das gleiche machen wir heute mit KI-Clients. In einigen Jahren, läuft vieles Lokal, weil die Hardware das dann hergibt.
+1
LoCal
LoCal20.04.26 10:25
OliverCGN
Danger
Gibt es hier eigentlich keine optimistischen Menschen? Ich wundere mich, dass alle Kommentare negativ sind.
Doch mich, aber ich habe gelernt, dass es keinen Sinn ergibt mit Fremden in Internet über Dinge zu Diskutieren, zu denen sie bereits eine festgefahrene Meinung haben. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.

Was natürlich überhaupt nicht impliziert, dass Du eine festgefahrene Meinung hast.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+2
LoCal
LoCal20.04.26 10:34
OliverCGN
Tatsächlich ist es so, dass KI und Robotik unser Leben grundlegend
verändern werden

Da gebe ich Dir völlig recht… die Frage ist eben nur:
Wie wird sie es verändern?
Und hier sehe ich die Gefahren und die kann ich dir auch gerne benennen:
1. Sämtliche grossen KI-Systeme befinden sich aktuell in privater Hand und da leider häufig bei Menschen mit zweifelhaften Ansichten.
2. Das kapitalistische System wird über kurz oder lang dazu führen, dass KI die meisten Berufe komplett ersetzt, denn das massgebliche Ziel ist ja die Maximierung des Gewinns und wenn man statt 20 Leuten einen grossen Rechner betreiben muss, dann haben wir eben relativ schnell sehr viele Arbeitslose.
3. Das gleiche gilt aber für Handwerk und industrielle Produktion.
Die Entwicklung bei Humanoiden läuft in einer irren Geschwindigkeit.

Die Frage ist dann: Wie willst Du die Menschen die durch KI und Humanoiden ersetzt werden ernähren?
OliverCGN
die Technik derzeit in den Kinderschuhen steckt.

Ne… die steckt nicht mehr in den Kinderschuhen, die ist schon sehr weit fortgeschritten und die Leistungsfähigkeit aktueller Modelle beeindruckt mich schon sehr.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+2
andreas_g
andreas_g20.04.26 11:17
OliverCGN
Was andere denken, ist mir inzwischen egal.
In den letzten 30 Jahren habe ich festgestellt, dass es immer wieder das Gleiche ist:

Eine neue Technik wird vorgestellt (Computer, Internet, Mobilfunk, Smartphones, KI).
Die Leute sind erst mal dagegen, finden es blöd, können sich nicht vorstellen, wofür man das braucht.
... und einige Jahre später können sie sich nicht mehr vorstellen, jemals ohne diese Technik ausgekommen zu sein.

Und du hast das Gefühl, dass sich die Welt in den vergangenen 30 Jahren positiv entwickelt hat?
+1
JeDI20.04.26 12:10
Ich bin auch Optimist. Das die KI viele neue Herausforderungen für uns mitbringt ist klar und manche davon sind sicher auch nicht einfach zu lösen. Aber darüber zu meckern oder sie einfach nicht zu nutzen wird daran nichts ändern. Abgesehen davon bringt die KI eben auch sehr viele Chancen und Möglichkeiten, die von den Pessimisten überhaupt nicht gesehen werden.

Was mir irgendwie viel mehr Angst macht als die KI, ist, dass hier in DE anscheinend immer mehr Menschen gern so etwas wie eine DDR 2.0 hätten. Klar, wir können natürlich den Kapitalismus abschaffen und die KI einfach nicht nutzen, aber das wird dann wohl auf das gleiche Ende wie bei der DDR hinauslaufen.
+2
xcomma20.04.26 12:33
Das ganze befindet nach wie vor im absoluten Hype.
Es gibt sinnvolle Anwendungen, weniger sinnvolle, einige skurile Geschehnisse, usw. Viele Resultate sind hocherstaunlich, andere sehr belustigend. Und mittendrin auch immer wieder beunruhigende Fälle.

Einen netten Bericht gab es bei Reschke Fernsehen in der Folge "Hey ChatGPT, lass die Wirtschaft crashen": zumindest der Abschnitt über Prof. Joseph Weizenbaum , quasi der Urvater aller Chatbot-Erfinder und (unfreiwilliger) Definitionsgeber des ELIZA-Effekts . Er mahnte schon damals.

Ansonsten denke ich, dass es weiterhin sicherlich spannende Diskussionen, jeglicher Couleur, geben wird, ob denn KI wirklich intelligent ist. Ich bin in dem grossen Thema auch noch nicht sattelfest genug, aber würde derzeit auch nicht von Intelligenz sprechen, wenn auch die Trefferquote erstaunlich hoch ist - dank Wahrscheinlichkeiten halt. KI ist einfach ein hervorragender Marketing-Begriff.

Die Diskussion um Intelligenz, insbesondere AGI , ist auch noch eine offene. Da es keinen Konsens davon gibt was denn damit gemeint ist.

Der Beitrag hier von The Morpheus "AGI ist da: Warum spricht niemand drüber?" beleuchtet die teils von verschiedenen Parteien verstandene Definition einer AGI - ganz skuril fand ich dabei wie IBM sie definiert (einfach festgemacht an einer Finanzkennzahl, wenn ich den YT Clip noch richtig in Erinnerung habe; glaube wir sind uns einig, dass das völliger Blödsinn ist).

Je nachdem wie man AGI (bzw. vorgängig Intelligenz) definiert, ist sie da, nicht da oder kann niemals da sein.
+1
OliverCGN20.04.26 14:58
LoCal
Was natürlich überhaupt nicht impliziert, dass Du eine festgefahrene Meinung hast.

Ich bin offen für sachliche und inhaltliche Diskussionen - dies schätze ich sehr - nicht für emotionale, weil sie schlicht nichts bringen.
LoCal
Da gebe ich Dir völlig recht… die Frage ist eben nur:
Wie wird sie es verändern?
Und hier sehe ich die Gefahren und die kann ich dir auch gerne benennen:
1. Sämtliche grossen KI-Systeme befinden sich aktuell in privater Hand und da leider häufig bei Menschen mit zweifelhaften Ansichten.
2. Das kapitalistische System wird über kurz oder lang dazu führen, dass KI die meisten Berufe komplett ersetzt, denn das massgebliche Ziel ist ja die Maximierung des Gewinns und wenn man statt 20 Leuten einen grossen Rechner betreiben muss, dann haben wir eben relativ schnell sehr viele Arbeitslose.
3. Das gleiche gilt aber für Handwerk und industrielle Produktion.
Die Entwicklung bei Humanoiden läuft in einer irren Geschwindigkeit.

Die Frage ist dann: Wie willst Du die Menschen die durch KI und Humanoiden ersetzt werden ernähren?

zu 1: Ja, völlig richtig, ist ein Problem. Um so wichtiger ist, dass wir auch in Deutschland forschen und nicht den Anschluß verpassen. Außerdem gibt es die Möglichkeit LLMs lokal laufen zu lassen, was durch leistungsfähigere Hardware mehr Menschen zur Verfügung stehen wird.

zu 2: Früher hätte ich gesagt: Jede Technik braucht Leute, die sie warten - aber das kann die KI quasi selbst Man könnte jetzt sagen: Wir brauchen immer noch Menschen die die KI bedienen und die Ausgaben prüfen. Aber: Ja, die KI wird viele Jobs überflüssig machen.

zu 3: siehe 2

Das ist eine philosophische Frage die ich hier unmöglich beantworten kann.
Ideen gibt es viele - von: "Wir leben dann alle im Paradis und die Maschinen arbeiten für uns." Bis hin zu dystopischen End-Zeit-Szenarien.

Ich denke Langfristig wird sich - ähnlich wie bei der bisherigen Technik - eine Mensch-Maschine-Interaktion im Alltag etablieren, bei denen Menschen vielleicht eher kreative und emotional betonte Berufe wählen. Offen gesagt: Ich weiß es nicht.

Fest steht nur: Wir werden den technischen Fortschritt nicht aufhalten können.
LoCal
OliverCGN
Tatsächlich ist es so, dass KI und Robotik unser Leben grundlegend
verändern werden

Da gebe ich Dir völlig recht… die Frage ist eben nur:
Wie wird sie es verändern?
Und hier sehe ich die Gefahren und die kann ich dir auch gerne benennen:
1. Sämtliche grossen KI-Systeme befinden sich aktuell in privater Hand und da leider häufig bei Menschen mit zweifelhaften Ansichten.
2. Das kapitalistische System wird über kurz oder lang dazu führen, dass KI die meisten Berufe komplett ersetzt, denn das massgebliche Ziel ist ja die Maximierung des Gewinns und wenn man statt 20 Leuten einen grossen Rechner betreiben muss, dann haben wir eben relativ schnell sehr viele Arbeitslose.
3. Das gleiche gilt aber für Handwerk und industrielle Produktion.
Die Entwicklung bei Humanoiden läuft in einer irren Geschwindigkeit.

Die Frage ist dann: Wie willst Du die Menschen die durch KI und Humanoiden ersetzt werden ernähren?
LoCal
Ne… die steckt nicht mehr in den Kinderschuhen, die ist schon sehr weit fortgeschritten und die Leistungsfähigkeit aktueller Modelle beeindruckt mich schon sehr.
Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Wenn ich bedenke, wie alleine ChatGPT sich in den letzen 2-3 Jahren verändert hat, bin ich jedes Mal aufs neue Überrascht und begeistert. Und dann gibt es die Tage, wo ich mir denke "boar bist Du (=die KI) blöd!" Kommt halt immer auf den Anwendungsfall an.
0
OliverCGN20.04.26 15:08
andreas_g
Und du hast das Gefühl, dass sich die Welt in den vergangenen 30 Jahren positiv entwickelt hat?

Technisch ja, definitiv!
Menschlich, keines Falls. Aber ich bezweifle, dass die Technik der Auslöser ist - ggf. ist Technik so etwas wie der Enabler/Ermöglicher, der Menschen dazu versetzt ihre negative Seite auszuleben.
Vielleicht ist es ein wenig vergleichbar mit Geld:
Geld verdirbt nicht den Charakter - es offenbart ihn nur.
+1
OliverCGN20.04.26 16:30
... hab ich gerade entdeckt:
0
Fontelster
Fontelster20.04.26 23:07
LoCal
2. Das kapitalistische System wird über kurz oder lang dazu führen, dass KI die meisten Berufe komplett ersetzt, denn das massgebliche Ziel ist ja die Maximierung des Gewinns und wenn man statt 20 Leuten einen grossen Rechner betreiben muss, dann haben wir eben relativ schnell sehr viele Arbeitslose.

Womit der Kapitalismus den Ast absägen würde auf dem er sitzt. Die Hauptantriebskraft des Kapitalismus ist Konsum. Je mehr Menschen konsumieren und je mehr sie es tun, um so besser geht es dem Kapitalismus. Bzw. den Kapitalisten.

Menschen ohne Arbeit haben folglich kein Einkommen welches sie verkonsumieren können. Bzw. eines, dass für kaum mehr als Grundbedürfnisse reicht.
Es bleiben zunächst also nur zwei Wege:

Ein »sozialistischer«: ein bedingungsloses Grundeinkommen (oder etwas entsprechendes), was naturbedingt (sehr viel) niedriger ausfallen würde als ein bisheriges Gehalt. Folge: weniger Geld für Konsum – schlecht für die Wirtschaft.

Ein »kapitalistischer«: die Menschen müssen nicht nur sich gegenseitig in den Arbeitskosten unterbieten, sondern auch noch die Maschinen, was kaum möglich sein wird. Wer das nicht kann, wird entweder von einer minimalen Stütze leben müssen oder gleich durch das soziale Netz fallen. Folge: (noch) weniger Geld für Konsum – schlecht für die Wirtschaft.

In beiden Fällen (BGE oder Kapitalismus) könnten die Menschen mit ihrem Geld grade mal die Grundbedürfnisse befriedigen: Miete, Essen, Kleidung. Für sonstige Bedürfnisse wäre kein Geld vorhanden. Von »Luxus« gar nicht zu reden.

Ohne Konsum und Arbeit würde dem Staat ein Großteil der Steuereinnahmen fehlen. Die Sozialleistungen müssten also von den wenigen Gewinnern des Kapitalismus in Form von relativ hohen Steuern bezahlt werden. Was diese mit allen Mitteln versuchen werden zu verhindern. Möglicherweise erfolgreich, weil Geld und Politik schon immer gut zusammenarbeiten.

Der Kapitalismus funktioniert nur mit Konsum, Konsum funktioniert nur mit (gut) bezahlter Arbeit. Wo da noch Potential für »Wachstum« wäre, weiß ich nicht.
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