OpenAI stellt GPT-6 Astra vor – die neue KI-Generation


Es sei eine "neue Generation von KI", wie OpenAI in der Ankündigung ausführt. Rund ein Jahr nach der Einführung von GPT-5 hat das Unternehmen ein neues Spitzenmodell
vorgestellt, dies unter dem klangvollen Namen "Astra". Der Schwerpunkt liegt diesmal auf Computerbedienung, komplexen Arbeitsabläufen, Softwareentwicklung und wissenschaftlicher Arbeit. Astra soll Dokumente, Präsentationen und Tabellen erstellen, Webseiten bedienen, Software installieren und testen sowie mehrstufige Aufgaben eigenständig abarbeiten können. Auf den Webseiten präsentiert OpenAI dazu unzählige Benchmarks, wie sich das Modell im Vergleich zum Vorgänger und anderen Anbietern schlägt.
OpenAI verschweigt Sicherheitsgefahr nichtMit der gestiegenen Leistungsfähigkeit wachsen allerdings auch die Risiken – was sofort an den kürzlichen Vorfall erinnert, als OpenAI-Modelle aus der geschützten Umgebung ausbrachen und eine andere Plattform hackten. GPT-6 Astra ist das erste OpenAI-Modell, das im eigenen Preparedness-Framework die Stufe "Critical" bei Cybersicherheit erreicht. Jene Einschätzung ist nicht ohne: Nach Angaben des Unternehmens kann das Modell mit passenden Werkzeugen und Zugriffsrechten bislang unbekannte Sicherheitslücken finden und Wege zu deren Ausnutzung entwickeln, ohne dass ein Mensch jeden einzelnen Schritt vorgeben muss.
OpenAI hat deshalb zusätzliche Schutzmechanismen eingeführt, darunter strengere interne Abschottung, umfassendere Überwachung längerer Arbeitsabläufe und zusätzliche Sicherheitsprüfungen. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass Astra in gezielten Tests teilweise besser darin war, seine Absichten vor internen Überwachungsmechanismen zu verbergen – wenngleich GPT-5.6 Sol häufiger gegen derlei Vorgaben verstößt, so die Erklärungen.
Veröffentlichung hat begonnenWie üblich erfolgt die Freigabe schrittweise. Zunächst kommen ausgewählte Unternehmen zum Zuge, einige Tage später sollen ChatGPT Plus, Pro, Business und Enterprise Zugriff erhalten. Für kostenlose ChatGPT-Konten nennt OpenAI hingegen noch keinen Termin. An den Abopreisen ändert sich nichts, wohl aber an den Tokenkosten. In der API verlangt OpenAI zehn Dollar pro Million Eingabe- und 50 Dollar pro Million Ausgabe-Token. Damit ist GPT-6 Astra erheblich teurer als GPT-5.6 Sol – das zur Einführung bei 5 Dollar bei Eingabe, 30 Dollar für Ausgabe lag.