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MacFamilyTree und MobileFamilyTree 11.3 erschienen – viele neue Funktionen

Synium Software, unter anderem Betreiber von MacTechNews.de, hat mit MacFamilyTree 11.3 (Mac) und MobileFamilyTree 11.3 (iPhone/iPad) neue Versionen der beliebten Apps zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte veröffentlicht. Dabei handelt es sich bereits um das dritte größere und kostenlose Update seit Erscheinen von Version 11 Anfang des vergangenen Jahres. Enthalten sind einmal mehr zahlreiche wichtige Neuerungen und Verbesserungen.


Mehr Übersicht: Von baum- zu personenzentriert
Die Personenliste an der rechten Seite von MacFamilyTree zeigte Ihnen seit jeher alle Personen Ihres Stammbaums – oder solche, die Sie per Smart Filter auswählen lassen. MacFamilyTree 11.3 geht hier einen wichtigen Schritt und stellt den Verwandtschaftskontext in den Vordergrund: In einem neuen Modus sieht man nämlich direkt jene Personen, die mit der ausgewählten Person enger verwandt sind. Dadurch rückt das unmittelbare familiäre Umfeld einer Person in den Mittelpunkt. Weiterhin gibt es natürlich die bisherige Ansicht mit sämtlichen Einträgen im Stammbaum.


Verwandtschaftsgrade
Für MacFamilyTree und MobileFamilyTree 11.3 haben wir außerdem die Ermittlung von Verwandtschaftsbeziehungen vollständig neu entwickelt – und zwar für alle 15 Sprachen, in denen die App zur Verfügung steht. Selbst in deutlich komplexeren Konstellationen sehen Sie so, wie Personen miteinander verwandt sind: beim Bearbeiten, in Berichten und insbesondere im Verwandtschaftsdiagramm. Das ist ein aufwendigeres Unterfangen, als es klingen mag, denn das System zur Bestimmung eines Verwandtschaftsgrades funktioniert in einigen Sprachen ziemlich unterschiedlich.

Viele weitere Verbesserungen
Damit nicht genug, bietet Ihnen das Update unzählige weitere Verbesserungen. Die Oberfläche wurde an einigen Stellen behutsam angepasst, um sich harmonisch in Apples aktuelle Designsprache einzufügen. Ein neuer Bericht zeigt Ihnen zudem alle Etiketten und zugehörige Einträge an. Wenn Sie Ihren Stammbaum als Webseite exportiert haben, können Sie fortan nach Prä- und Suffixen sowie zusätzlichen Namen suchen – und im Bearbeiten-Bereich von MacFamilyTree und MobileFamilyTree ist die Auswahl von Berichten und Diagrammen nun schneller möglich. Dazu kommt die überarbeitete "Mini-Zeitleiste", um wichtige Lebensereignisse auf einen Blick zu erfassen.


Kaufpreis, Sonderangebot, Upgrades
Die Vollversion von MacFamilyTree kostet normalerweise 69 Euro, momentan sind es als Sonderangebot jedoch nur 34,99 Euro. Als Kaufoptionen stehen direkte Bezahlung in der App wie auch der Mac App Store zur Verfügung. Der vergünstigte Upgrade-Preis von 24,99 Euro enthält ebenfalls einen deutlichen Rabatt (sonst 49 Euro) – hierfür ist der Weg über unser eigenes Shop-System erforderlich, im Mac App Store sind individuelle Angebote nicht möglich.

Für MobileFamilyTree (iPhone/iPad) gibt es leider weiterhin keine vergünstigten Upgrades, denn alternative Zahlungsweisen oder Vertrieb außerhalb des App Stores für international angebotene Apps verhindert Apple weitgehend durch landesabhängige Vorgaben. Daher bieten wir für wenige Tage noch generell 50 Prozent Rabatt, die App kostet damit nur 14,99 statt 29,99 Euro.

Als Mindestvoraussetzungen gelten macOS 12 Monterey bzw. iOS 16. Lokalisiert ist die Software in 15 Sprachen, darunter selbstverständlich auch Deutsch.

Kommentare

Fenvarien
Fenvarien28.08.26 16:14
...und das nächste größere kostenlose Update ist auch schon in Arbeit – ohne jetzt schon zu verraten, worum es in der Version dann geht
Up the Villa!
+19
Hans G28.08.26 16:36
"MacFamilyTree 11.3 geht hier einen wichtigen Schritt und stellt den Verwandtschaftskontext in den Vordergrund: In einem neuen Modus sieht man nämlich direkt jene Personen, die mit der ausgewählten Person enger verwandt sind. Dadurch rückt das unmittelbare familiäre Umfeld einer Person in den Mittelpunkt.“
Danke für diese Funktion! Das dürfte Erleichterung bei der Auswahl bringen!
Hans
Werde, der der du bist!
+16
Huba28.08.26 21:29
Da denke ich immer, jetzt sind alle Funktionen integriert, die man sich vorstellen kann — und dann haut ihr immer wieder Updates mit neuen Einfällen raus. Respekt!
+12
Fenvarien
Fenvarien28.08.26 23:30
Huba Und die Roadmap ist längst nicht abgearbeitet! Es gibt ja immer Sachen, die inzwischen etwas gealtert sind oder sich noch nicht auf einem Stand befinden, wo man sie gerne hätte... und ganz neue Ideen. Nach 28 Jahren MacFamilyTree (irre...) sind uns die Ideen auf jeden Fall nicht ausgegangen.
Up the Villa!
+6
Spacely29.08.26 16:38
Ich überlege schon länger die Software zu erwerben. Wie geht ihr mit dieser eigentlich im echten Praxiseinsatz um?

Ich könnte jetzt nach meinen Vorfahren meine Eltern, maximal meine Großeltern fragen. Weiter zurück dürfte bei den meisten niemand mehr da sein. Meine Großeltern werden sich eventuell maximal an ihre eigenen Großeltern eventuell noch an einige Urgroßeltern erinnern. Dann ist aber auch Schluss. Der Baum wäre dann ja recht überschaubar und die Arbeit mit der Software auch schon abgeschlossen. So mein Gedanke.

Wie sieht das bei euch echten Anwendern aus? Arbeitet ihr damit regelmäßig oder habt ihr nichts mehr um es da einzutragen? Wie weit schafft ihr es damit in die Vergangenheit zurückzublicken und wie habt ihr das gemacht? Oder was macht ihr sonst mit der Software?
+3
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck29.08.26 16:44
Spacely
Aus Entwicklersicht kann ich dir sagen, dass unsere "Retention" (also sprich wie lange Anwender die Software nutzen) SEHR hoch ist – also die meisten bleiben langfristig "dabei".
+1
Radiodelta
Radiodelta29.08.26 19:18
Ich konnte die Ahnenforschung von meinem Vater und Bruder in MacFamilyTree übertragen. Mit Lücken geht es zurück bis ca 1500.
+4
Hans G29.08.26 20:39
Ich habe die wesentlichen Daten bis zu den Urgroßeltern. Auch noch die Namen derer Eltern. Ich habe inzwischen drei Enkel. Für die ist mein Urgroßvater inzwischen ja schon UrUrUrgroßvater oder wie man das dann nennt. Und wenn sie größer sind und Interesse haben, können sie dann auf diesen Stammbaum zugreifen. Find ich inzwischen interessant.
Werde, der der du bist!
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Fenvarien
Fenvarien29.08.26 20:41
Bin bis ins Jahr 1280 zurück! (Größtenteils via FamilySearch-Anbindung recherchiert)
Up the Villa!
+1
Epikur
Epikur29.08.26 20:41
Ich finde das Prg super, auch Danke fürs Update…. Völlig könnt ihr euch mal an die Quellen Verarbeitung/Verwaltung dran machen, die finde ich sehr verwirrend.
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Epikur
Epikur29.08.26 20:45
Fenvarien

Das ist sehr ungewöhnlich… wenn dem wirklich so ist hast du Glück. Ich beschäftige mich schon lange mit Ahnenforschung und habe auch gelernt, nicht jeder Quelle (FamilySearch, Ancestry) zu vertrauen.
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Spacely29.08.26 23:07
Finde ich schön das manche es so weit zurück schaffen. Fenvarian, die bist mit dem integrierten Tool in deiner Familie 746 Jahre zurück gekommen? Auf was greift die Suche zu? Oder seid ihr eine durchgehende Promi Familie die überall in den Medien erwähnt wurde? Greift das Teil auf Geburtenregister zu? Die dürften wenn überhaupt vor der Computerzeit in irgendwelchen Archiven in Papierform verstauben.
Ja wenn man das Glück hat das Vorfahren bereits Ahnenforschung gemacht haben hat man eine gute Basis.

Theoretisch könnte ich mir auf Papier die Vorfahren aufschreiben die mir meine Eltern und Großeltern noch nennen können. Viel ist das nicht. Ja und dann kommt der Punkt mit der Ahnenforschung. Und da frag ich mich wie macht es das Tool? Wie hat es Fenvarien geholfen bis 1200 zurückzuschauen? So denke ich wird das echte Dateneingeben in die Software recht schnell vorbei sein. Bei mir!

Aber ich weis nicht ob man das Program als vererbbar für seine Nachkommen sehen kann. Hört sich auch komisch an. Die Software liegt dann Jahrzehnte brach bis einer mit weiterarbeiten kann. Die könnten dann auch nur ihre Namen da ergänzen und dann wäre schon wieder Schluss. Wenn es die Software seit 28 Jahre gibt, dann habt ihr Entwickler ja auch schon ein paar Jahre auf der Uhr. Gibt es da ein Nachfolgeplan? Bin da skeptisch ob meine Nachkommen überhaupt noch in der Lage sein werden mit der Software zu arbeiten.

An die Nutzer die damit wirklich über Jahre arbeiten. Was macht ihr in den Jahren was ihr mit der Software am Anfang noch nicht konntet?

Nicht falsch verstehen. Ich hätte an sowas auch Spaß. Aber ich stell mir halt diese Fragen.
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck29.08.26 23:58
Spacely
Bin da skeptisch ob meine Nachkommen überhaupt noch in der Lage sein werden mit der Software zu arbeiten.

Hier gibt es eine relativ einfache Antwort: Das Datenbankformat von MacFamilyTree ist proprietär – aber nicht extrem schwer verständlich. Doch es gibt einen viel einfacheren Weg: Und der heißt GEDCOM.

Hier handelt es sich um ein von MacFamilyTree unterstütztes Format, welches auch so gut wie alle anderen Ahnenforschungsprogramme importieren und exportieren können. Das Gute: Es ist ein textbasiertes sehr einfaches Format. Sagen wir mal, Synium gibt es in 50 Jahren nicht mehr – und somit vielleicht auch MacStammbaum nicht mehr. Trotzdem wird es mit EXTREM hoher Wahrscheinlichkeit Programme geben, die dieses Format lesen können. Es gibt von jedem Hersteller einige Anpassungen, welche von anderen Apps nicht gelesen werden können – doch die Grunddaten sind so ohne Probleme auswertbar.

Daher: Wenn du Ahnenforschung betreiben willst und die Daten erhalten willst, exportiere einfach jede paar Monate deine neuen Erkenntnisse als GEDCOM-Datei. So gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese jemand in 20, 50 oder 100 Jahren noch verwenden kann.
+3
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck29.08.26 23:59
Epikur
Völlig könnt ihr euch mal an die Quellen Verarbeitung/Verwaltung dran machen, die finde ich sehr verwirrend.

Eigentlich ist die Quellenverwaltung recht einfach: Vorlage auswählen, Vorlage ausfüllen und fertig. Du kannst auch eigene Vorlagen für Quellen erstellen mit eigenen Feldern.

Kannst du erklären, wo die Verständnisprobleme liegen?
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martin30.08.26 03:31
Eine frage - die meisten dieser programme scheitern an folgender konstellation:

Bruder und Schwester von Familie A
heiraten
Schwester und Bruder von Familie B


Kann family tree das sinnvoll abbilden (ist schwerer als schnell mal gedacht)
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JoeyCruber
JoeyCruber30.08.26 09:41
Nach langem hin und her überlagen, habe ich jetzt auch mal den Kauf getätigt.

Ich hätte da ein zwei Fragen bzgl. Bedienung, an wen kann ich mich wenden bzw. wo sollte ich die stellen?
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Epikur
Epikur30.08.26 10:03
Hallo Mendel,
jaein, wenn ich auf Quellen gehe und rechts eine Quelle auswähle, sehe ich zb nicht sofort die Zuordnung zur Person. Ich finde es sehr überladen und undurchsichtig. Auch die Ansicht im Stammbaum, das eine Quelle verknüpft ist, sehe ich nur wenn ich rechts runterscrolle und ganz klein lese, das eine Quelle verknüpft ist.
Ist für mich schwer zu beschreiben, ich habe aber auch keinen Königsweg.
Ich habe halt sehr viele Quellen und das macht es nicht gerade einfach.
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Epikur
Epikur30.08.26 10:05
Spacely

Gebe ich dir recht, wenn damals die Familie nicht schon Adlig war und es schon einen Stammbaum in 15/16 JH gegeben hat, ist alles andere sehr große Spekulation
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck30.08.26 10:28
martin
Eine frage - die meisten dieser programme scheitern an folgender konstellation:

Bruder und Schwester von Familie A
heiraten
Schwester und Bruder von Familie B


Kann family tree das sinnvoll abbilden (ist schwerer als schnell mal gedacht)

Da sehe ich kein Problem und MacStammbaum sollte damit umgehen können!
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Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck30.08.26 10:29
JoeyCruber
Ich hätte da ein zwei Fragen bzgl. Bedienung, an wen kann ich mich wenden bzw. wo sollte ich die stellen?

Einfach hier an uns schreiben: . Bei uns arbeiten noch echte, fähige Menschen im Support. Ist ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
+5
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck30.08.26 10:31
Epikur
Hallo Mendel,
jaein, wenn ich auf Quellen gehe und rechts eine Quelle auswähle, sehe ich zb nicht sofort die Zuordnung zur Person. Ich finde es sehr überladen und undurchsichtig. Auch die Ansicht im Stammbaum, das eine Quelle verknüpft ist, sehe ich nur wenn ich rechts runterscrolle und ganz klein lese, das eine Quelle verknüpft ist.
Ist für mich schwer zu beschreiben, ich habe aber auch keinen Königsweg.
Ich habe halt sehr viele Quellen und das macht es nicht gerade einfach.

Du kannst in den Einstellungen von MacStammbaum die Anordnung in den einzelnen Bereichen genau festlegen – also wie welche Elemente dort sortiert sind. Vielleicht kannst du es so anpassen, dass es zu deinem Bedienschema passt?
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Fenvarien
Fenvarien30.08.26 16:20
Spacely Ich hatte das große Glück, dass meine Tante vor vielen Jahren einen professionellen Forscher angeheuert hatte, der wochenlang in Archiven und Kirchendokumenten recherchierte, sie alle Ergebnisse dann in FamilySearch überführte. Dadurch kam man an viele Daten, die ansonsten weiterhin in Kirchenregistern vor sich dahinvegetiert hätten. Das betraf vor allem meine väterliche und dessen mütterliche Linie – wohingegen bei väterlich-väterlich schon 1860 Schluss ist. Die Familie wurde sowohl nach dem ersten als auch nach dem zweiten Weltkrieg weiter nach Westen vertrieben und stammte jeweils aus Gebieten, die anschließend nicht mehr deutsch waren. Aktenbestand ist dadurch kaum noch gegeben – und zu allem Unglück wurde in einer handgezeichneten Karte der damaligen Familienmühle an der Mitrenga nicht der Familienname, sondern "die Müller" vermerkt... da endet dann jede Möglichkeit der Weiterverfolgung.
Up the Villa!
+3
Dupondt30.08.26 18:03
Spacely
Auf was greift die Suche zu?
...
Greift das Teil auf Geburtenregister zu?

MacStammbaum ist kein Recherchetool (das gilt übrigens auch für alle anderen Genealogie-Apps). Vielmehr handelt es sich bei dem Programm prinzipiell um eine hoch spezialisierte Datenbank mit sehr ausgefeiltem Frontend sowie äußerst leistungsfähigen und vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten. Die Anbindung an Family Search erlaubt zwar eine gewisse Forschungstätigkeit, ist allerdings mit großer Vorsicht zu genießen. Die dort zu findenden Informationen sind umfangreich, aber nicht immer korrekt, müssen also in aller Regel gründlich überprüft und mit Quellen unterfüttert werden. Zudem gibt es jede Menge Dubletten.

Die dürften wenn überhaupt vor der Computerzeit in irgendwelchen Archiven in Papierform verstauben.

In Deutschland existieren grundsätzlich zwei offizielle Arten von Quell-Archiven:

  • Am 1. Januar 1876 wurden auf dem gesamten Gebiet des damaligen Deutschen Reichs Standesämter eingerichtet. Diese führen bis heute ununterbrochen die Geburts-, Heirats- und Sterberegister fort. Man kann dort Kopien der Dokumente anfordern, dafür werden moderate Gebühren fällig. Nach den gesetzlichen Aufbewahrungs- und Sperrfristen (Geburten: 120 Jahre, Heiraten: 80 Jahre, Sterbefälle: 30 Jahre) werden die Register in die kommunalen Archive überführt, auch diese stellen Ablichtungen auf Anfrage zur Verfügung. Sperrfristen heißt in diesem Fall, dass man vor deren Ablauf die direkte Nachkommenschaft nachweisen muss, um die Unterlagen erhalten zu können. In einigen deutschen Regionen existierten Standesämter schon früher, teilweise allerdings auch nur für begrenzte Zeit, etwa während der französischen Besatzung Ende des 18./Anfang der 19. Jahrhunderts. In einigen Bundesländern kann man online auf historische Personenstandsakten zugreifen, beispielsweise in Hessen.
  • Für Informationen aus der Zeit vor 1876 muss man in aller Regel auf Kirchenbücher zurückgreifen. Diese verstauben heutzutage mitnichten in Archiven, sondern werden seit einigen Jahren in großem Stil digitalisiert (im Sinne von: eingescannt). Die Kirchen stellen diese Dokumente auch im Internet zur Verfügung. Katholische Kirchenbücher findet man auf Matricula Online (kostenlos), die evangelischen Bestände gibt es bei Archion (kostenpflichtig). In beiden Fällen gilt: Die Kirchenbücher liegen lediglich als Scans vor, eine textbasierte Suchfunktion existiert nicht. Darüber hinaus sollte man in der Lage sein, alte Handschriften zu entziffern, nicht alle Pfarrer übten sich bei den Eintragungen in Schönschrift. Archion bietet allerdings seit einiger Zeit eine Texterkennung an, mit welcher man sich einzelne Seiten transkribieren lassen kann.

Auf GenWiki gibt es übrigens einen praktischen Leitfaden für Anfänger.

Was macht ihr in den Jahren was ihr mit der Software am Anfang noch nicht konntet?

Ohne Programme wie MacStammbaum führt Ahnenforschung auf die Dauer zu gewaltigen Papierbergen und wird zu einer großen organisatorischen Herausforderung, denn die Zahl der Vorfahren wächst bekanntlich exponentiell. Da ist man schnell bei mehreren hundert oder gar tausend Altvorderen. In den vergangenen Jahren hat sich zudem enorm viel getan, was Leistungsfähigkeit, Funktionsumfang und unterstützende Features angeht. Einige wenige Beispiele sind etwa die Restaurierung und Kolorierung von Fotos, die Ortsverwaltung und der neue und sehr praktische Verwandtschaftskontext. Zur Zukunftssicherheit hat Mendel ja schon alles Erforderliche geschrieben.
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