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LastPass erneut erfolgreich gehackt: Angreifer erbeuten Kundendaten

Hersteller von Passwortmanagern, welche Kennworttresore (auch) in der Cloud speichern, sind ein äußerst attraktives Ziel für Angreifer. Das Unternehmen LastPass, welches die gleichnamige App anbietet, musste dies in der Vergangenheit bereits mehrfach erleben und Attacken vermelden. Jetzt kam es erneut zu einem Angriff, bei dem Kundendaten erbeutet wurden. Die Attacke erfolgte dabei nicht direkt auf die Systeme des Unternehmens, sondern zielte zunächst auf eine externe Marktforschungsfirma, mit der LastPass zusammenarbeitet. Betroffene Kunden informierte die Firma bereits per E-Mail über den erfolgreichen Hackerangriff.


Hacker gelangten nicht an Passwortsafes der Kunden
Die gute Nachricht: Die Kriminellen erbeuteten keine Passwortsafes. Was nicht heißt, dass die Kunden sich in Sicherheit wiegen können. Die Hacker gelangten einem Blogpost von LastPass zufolge unter anderem an Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Darüber hinaus konnten sie auf Daten im Zusammenhang mit Supportfällen und Verkäufen zugreifen. Es steht daher zu befürchten, dass es in nächster Zeit verstärkt zu Phishing-Versuchen kommen dürfte, bei denen die gestohlenen Kundendaten gezielt eingesetzt werden.

Angreifer erbeuteten OAuth-Tokens von Dienstleister
Der Angriff erfolgte bereits am 12. Juni auf Systeme eines Unternehmens namens Klue, mit dem LastPass unter anderem beim Produktmarketing zusammenarbeitet. Da es sich um Daten aus Salesforce- und Gong-Systemen handelt, sind auch zahlreiche weitere Unternehmen von dem Hack betroffen. Laut The Register gehört dazu etwa Jamf, Entwickler der bekannten Geräteverwaltung für Apple-Devices. Die Angreifer erbeuteten zunächst OAuth-Tokens, mit deren Hilfe sie sich Zugang zu den Salesforce-Systemen von LastPass und anderen verschafften. Diese Tokens wurden mittlerweile invalidiert, sodass die unmittelbare Gefahr für weitere Zugriffe gebannt ist. LastPass hat zudem die Integration von Klue deaktiviert.

Betroffene müssen mit Phishing-Attacken rechnen
Betroffenen Kunden rät LastPass, in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt auf Phishing-Versuche und sogenanntes Social Engineering zu achten. Das Unternehmen weist insbesondere darauf hin, dass seine Mitarbeiter niemals nach dem Master-Passwort fragen. Sollte eine solche Anfrage per E-Mail oder Messenger eintreffen, handelt es sich also mit Sicherheit um einen Angriff. Im Blogpost nennt LastPass einige E-Mail-Adressen, von denen bereits entsprechende Versuche gestartet wurden. LastPass wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach von Hackern ins Visier genommen. Im November 2022 kam es zu einem Angriff, bei dem Kriminelle ebenfalls Kundendaten sowie Kennworttresore erbeuteten.

Kommentare

Cabriolicious24.06.26 11:13
M.E. ist damit ist die Software 💀 💀 tot.
1 Mal ist schon fatal, aber 2 mal ist lethal.
+18
darkov
darkov24.06.26 12:04
Nicht schon wieder….
0
john_cage24.06.26 12:20
Zum Glück bin ich da seit Jahren weg. Kann es nur empfehlen, sich nach Alternativen umzusehen.
+3
Raziel124.06.26 12:54
john_cage
Zum Glück bin ich da seit Jahren weg. Kann es nur empfehlen, sich nach Alternativen umzusehen.
Hat Apple ha sowieso schon deutlich besser als native implementation inklusive 2Faktor Generierung und Auto Ausfüllung und natürlich Passkey. Da sind ja die anderen automatisch raus
+3
Peanuts
Peanuts24.06.26 12:55
Puh! Das ist echt übel. Bin selber zum Glück nur mal bei 1Password gewesen, aber habe jetzt die Passwörter nur in Apples Passwort App/iCloud.
-2
d2o24.06.26 13:53
Bietet Apples Password App ungefähr die gleichen Funktionen, wie es z.B. 1Password hat? Nutze seit ein paar Jahren 1Password, weil es seitens Apple noch nichts vergleichbares gab.
Lassen sich die 1Password Inhalte entsprechend exportieren und in Apples Password App importieren?

Gut das ich nie LastPass verwendet habe. Puh...

VG
0
System 6.0.124.06.26 14:08
d2o
Bietet Apples Password App ungefähr die gleichen Funktionen, wie es z.B. 1Password hat?

1Password liefert mehr Funktionen als Passwörter. Die Frage ist also, decken die Funktionen von Apples Passwörter Deine Anforderungen ab, oder nicht?

Bei mir ist das so. Ich nutze zusätzlich noch Apples Notizen-App um größere Datensammlungen, die in Passwörter nicht wirklich hereinpassen, zu sichern.

Die Sicherheit von Passwörter empfinde ich als sehr hoch. Aber es gibt sicherlich weitreichendere Sicherheits-Anforderungen als ich sie als Privatperson habe, die nicht wie ein Pawlowscher-Hund sofort, ohne nachzudenken, auf jeden Link in einer fremden E-Mail klickt.
+2
L-E24.06.26 14:37
Apples Passwörter kommt nicht entfernt an den Funktionsumfang von 1Password ran. Und wie schon erwähnt, stellt sich halt die Frager, ob Apples Passwörter die Anforderungen des Nutzers erfüllt, die ja recht unterschiedlich sind. Meine werden nicht abgedeckt. Aber 1Password scheidet für mich aus seit auch da Cloud-Zwang herrscht. Jedenfalls war das mein letzter Kenntnisstand.
+2
globalls
globalls24.06.26 14:55
ich sitze zwischen den Stühlen! soll heißen, ich verwende 1PW UND Passwörter. Ehrlich gesagt, hätte ich gerne den Funktionsumfang von 1PW bei Passwörter, damit ich von !PW wegkomme, geht aber nicht. Somit muß ich leider beide verwenden, denn persönlich finde ich Passwörter schon sehr gut, da sehr gut integriert.
Vielleicht bohrt Apple irgendwann mal Passwörter auf. Dann hab ich immer noch das Problem, die Daten von 1PW nach Passwörter zu schaufeln...
Und nein, ich verwende für die fehlenden Einträge (zb Pässe) nicht die Notizen-App
Muss ich denn alles selber machen?
+3
K. Lauer
K. Lauer24.06.26 15:13
MTN
Betroffenen Kunden rät LastPass, in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt auf Phishing-Versuche und sogenanntes Social Engineering zu achten. Das Unternehmen weist insbesondere darauf hin, dass seine Mitarbeiter niemals nach dem Master-Passwort fragen. Sollte eine solche Anfrage per E-Mail oder Messenger eintreffen, handelt es sich also mit Sicherheit um einen Angriff. […]

Angriffe werden vermutlich viel weniger plump erfolgen, als hier beschrieben – denke ich mal.
Die Frage: „Haben Sie Hirn?“ kann einwandfrei nur der Metzger beantworten. (Herbert Achternbusch)
+1
strateg
strateg24.06.26 17:45
früher hatte ich all meine passwörter im kopf und im tresor. danach kam zusätzlich der schlüsselbund von apple dazu. 1password hat lange gute dienste geleistet. seit viele jahren bestehen die allermeisten meiner passwörter aus mindestens 23 zeichen und werden mit 2fa otp authentifiziert. noch habe ich die wichtigsten im kopf und wechsle sie im jahresrhythmus. aktuell nutze ich hauptsächlich proton pass und bin sehr zufrieden damit — gibt es von kostenlos mit einschränkungen bis geringen abokosten mit vpn und mail. eine verschlüsselte apple notiz ist auch immer praktisch.
cuntentientscha, attentivitad, curaschi —
+2
MrAnderson24.06.26 19:01
Apples Passwörter Lösung hat einen großen Nachteil. Die Windows Integration ist einfach schlecht.

Ich kann Bitwarden als Selbstgehostete Software Vaultwarden empfehlen. Am sichersten per VPN nur lokal erreichbar. Läuft super auf allen Geräten und kann alles ohne Gebühren.
+3
strateg
strateg24.06.26 19:36
MrAnderson
Apples Passwörter Lösung hat einen großen Nachteil. Die Windows Integration ist einfach schlecht.

Ich kann Bitwarden als Selbstgehostete Software Vaultwarden empfehlen. Am sichersten per VPN nur lokal erreichbar. Läuft super auf allen Geräten und kann alles ohne Gebühren.

bitwarden habe ich ausprobiert und kann es auch empfehlen — proton pass benutze ich, weil ich die proton gründer kenne und von anfang an dabei bin.
cuntentientscha, attentivitad, curaschi —
+1
Tom Macintosh
Tom Macintosh24.06.26 19:59
d2o
Bietet Apples Password App ungefähr die gleichen Funktionen, wie es z.B. 1Password hat? Nutze seit ein paar Jahren 1Password, weil es seitens Apple noch nichts vergleichbares gab.
Lassen sich die 1Password Inhalte entsprechend exportieren und in Apples Password App importieren?

Gut das ich nie LastPass verwendet habe. Puh...

VG

habe ich mit der Familie und ca. 1000 Passwörtern so gemacht. Hat geklappt. war alles Ok.
0
Eventus
Eventus24.06.26 21:57
Was bietet denn 1Password mehr als Apple Passwörter?
Live long and prosper! 🖖
0
FlyingSloth
FlyingSloth25.06.26 05:01
Bin ebenfalls seit Jahren von der Bitwarden Fraktion und kann es nur empfehlen. Komme von 1Password.
Fly it like you stole it...
0
d2o25.06.26 08:03
Manche Webseiten beschränken sich nicht auf Username und Passwort. Da kommen noch zusätzliche Abfragen oder zusätzliche Felder ins Spiel, manchmal auch erst nachdem man die klassischen Login Credentials eingegeben hat.
Wie sieht es mit Passphrases aus?

Lokal hosten und per VPN von außerhalb zugreifen, ist erst mal mit deutlichem Aufwand verbunden und muss abgesichert sein.
Da stelle ich dann Aufwand den Kosten für 1Password gegenüber. Wäre natürlich toll, wenn man keine Kosten hätte 😁
0
xcomma25.06.26 14:54
Cabriolicious
1 Mal ist schon fatal, aber 2 mal ist lethal.
Zur Info: das war bereits nun das 3. Mal.
0
giorgino25.06.26 22:39
Alles andere als vertrauenerweckend. Ich hatte vor 2 Jahren meine Passwörter auf meiner Synology NAS via Vaultwarden abgelegt. Irgend etwas hat mich jedoch dazu gebracht, auf die cloudbasierende Lösung von Bitwarden zu wechseln. Doch wenn man so etwas liest, wird einem Angst und Bange. Die Vorstellung das mein Tresor in fremde Hände gelangt, gar nicht auszudenken. Der Switch dürfte vermutlich dem schnelleren bzw. komfortableren Zugriff von unterwegs auf meine Passwörter gewesen sein.
+1

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