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Kurz: Apple entfernte Telegram aus dem App Store +++ Weitere OpenAI-Stellungnahme zur Apple-Klage

Für einige Stunden war der Messenger "Telegram" nicht mehr über den App Store für iPhone und iPad erhältlich. Bestehende Installationen funktionierten weiterhin, eine erneute Suche nach dem Messenger führte jedoch ins Leere. Inzwischen hat Apple die Apps wieder freigegeben und nannte auch den Grund für die vorübergehende Entfernung. Über Telegram waren Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zugänglich, so das Unternehmen.

Telegram habe das betreffende Material anschließend umgehend entfernt und den Nutzer gesperrt, von dem die Inhalte stammten. Nach Abschluss dieser Maßnahme stand der erneuten Freischaltung nichts mehr im Wege. Via X verbreitete Telegram daraufhin eine Nachricht mit dem bekannten Twain-Zitat, Berichte über das eigene Ableben seien stark übertrieben.

Apple hatte Telegram bereits im Februar 2018 kurzzeitig aus dem App Store entfernt, damals ging es laut Stellungnahme um "unangemessene Inhalte". Telegram erklärte damals, fortan zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen illegale Inhalte umzusetzen.


Weitere OpenAI-Stellungnahme zur Apple-Klage
Zwischen Apple und OpenAI herrscht aktuell nicht gerade die innigste Freundschaft. Apple wirft dem Unternehmen vor, systematisch Betriebsgeheimnisse durch gezieltes Abwerben von Schlüsselpersonal gestohlen zu haben. Nachdem OpenAI schon mehrfach kurz reagiert und unter anderem auf den Anruf des Apple-Anwalts bei der falschen Person hingewiesen hatte, gibt es jetzt eine weitere Stellungnahme in Form eines Blogbeitrags.

OpenAI zeigt nämlich Nachrichten, wonach Apple-Mitarbeiter ihren früheren Kollegen Chang Liu auch nach seinem letzten Arbeitstag um Hilfe bei der Suche nach Dateien, technischen Informationen und Ansprechpartnern baten – womit man belegen will, dass der von Apple angeprangerte Datenzugriff nach dessen Ausscheiden toleriert und sogar angefragt wurde. Das sind durchaus relevante Punkte, denn gerade Lius Verhalten steht im Mittelpunkt der von Apple erhobenen Vorwürfe.

Kommentare

xcomma04.08.26 14:08
Über Telegram waren Darstellungen [..]

Mit der Begründung könnte Apple dann aber Clients sämtlicher (Social Media/IM) Plattformen, sowie praktisch alle Web-Browser runternehmen und zwar für immer ... 🤦
+17
aMacUser
aMacUser04.08.26 15:55
xcomma
Über Telegram waren Darstellungen [..]

Mit der Begründung könnte Apple dann aber Clients sämtlicher (Social Media/IM) Plattformen, sowie praktisch alle Web-Browser runternehmen und zwar für immer ... 🤦
Es geht eher um "öffentlich zugänglich". Und man kann davon ausgehen, dass Telegram vorher mehr als genug Zeit hatte, das Problem "stillschweigend" zu lösen. Scheinbar war es ja auch sehr schnell lösbar, nachdem sie quasi öffentlich dazu gezwungen waren.
Was Browser angeht, sind die Strafverfolgungsbehörden ja immer dabei, entsprechende Webseiten offline zu nehmen. Die Browserhersteller sind hier aber nicht für die Inhalte verantwortlich, sondern die entsprechenden Webseitenbetreiber. Bei Messengern ist nach aktueller Rechtslage eben der Betreiber des Messengers verantwortlich.
+1
xcomma04.08.26 18:31
aMacUser
Es geht eher um "öffentlich zugänglich".
Und man kann davon ausgehen, dass Telegram vorher mehr als genug Zeit hatte,

Nach kurzer Internetrecherche zu Telegram sehe ich, dass jeder Benutzer öffentliche Gruppen/Kanäle aufmachen kann. Das hat also ein Benutzer der Plattform verbockt - und nicht die Telegram Firma selber. Ist also wie auf Internetforen einen Thread oder z.B. bei Discord einen Server aufzumachen - in jedem Falle sind es die Benutzer der Tools/Plattform, nicht der Plattformbetreiber selber.

Ich verstehe schon, dass nach Meldung rechtswidriger Inhalte an einen Plattformbetreiber, der dann auch reagieren muss (die Verantwortung von der du schriebst).
Aber das sind doch zwei völlig getrennte Paar Schuhe.

Warum sollte wegen einem Benutzer deshalb die gesamte Software/das Update blockiert werden? Der Verursacher, "Creator" der öffentlichen Gruppe ist ein Benutzer, der zur Rechenschaft letztendlich gezogen werden muss und nicht die Plattform-Firma. Nur wenn die Gruppe von der Telegram-Firma selber angelegt worden wäre - was wohl unwahrscheinlich ist.

Also das hinkt viel zu sehr. Das eine hat einfach mit dem anderen nichts zu tun.
Sonst wäre die Essenz ja: solange es hängige Vorfälle gibt, wird eine Software blockiert - und dann glaubt echt jemand es gäbe nicht ständig immer irgendwas sehr problematisches auf verschiedensten Plattformen? Die würden sonst nie ihre Updates ausgespielt bekommen - da es sicherlich immer irgendwas gibt woran Anstoss zu finden ist und etwas noch nicht entsprechend bereinigt wurde.

Und überhaupt ist das eine Sache zwischen den Behörden und dem Plattformbetreiber. Was genau begründet dann hier die Rolle Apples?
-1
dan@mac
dan@mac04.08.26 22:28
xcomma
Warum sollte wegen einem Benutzer deshalb die gesamte Software/das Update blockiert werden?

Weil Telegram dafür bekannt ist gar nicht bis sehr langsam zu reagierende und wenn dann nur mit viel Glück. Schau nur zum Beispiel hier:
0
MikeMuc05.08.26 07:57
xcomma
das liest sich im ersten Augeblick logisch, aber bei genauerem hinsehen hinkt der Vergleich doch gewaltig:
Bei Telegram sind Server und App in einer Hand und als Serverbetreiber kann / sollte / muß Telegramm eben gewisse Inhalte entfernen. Bei den Programmierern eines Browsers fehlt üblicherweise diese Verbindung zum Betreiber der Website mit problematischem Inhalt. Da würde man also nur den Boten treffen wenn man die Browser aussperrt.
+1
xcomma05.08.26 10:57
Artikel auf heise dazu
heise.de
das Review-Team des Konzerns habe entsprechendes Material bei einem Nutzer gefunden
Wegen einem Nutzer. Es lässt sich sicherlich immer etwas finden auf so gut wie allen Plattformen. Wenn nur ein Treffer ausreiche um etwas zu blockieren, wie gesagt wenn Apple konsequent wäre mit ihrer Übergriffigkeit, dann müssten sie ziemlich viel runternehmen.
-1

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