Apple akzeptiert noch höhere Speicherpreise für das erste Quartal 2027 – nach Angebot von Samsung


Speicher sind momentan der Flaschenhals der Tech-Industrie. Seit dem Beginn des KI-Booms gibt es bei der Nachfrage nur eine Richtung: nach oben. Diese Entwicklung schlägt sich direkt in den Preisen nieder, die auch Apple vor einigen Wochen dazu zwangen, seine
Produkte teurer zu machen. Im nächsten Jahr scheint ebenfalls kein Ende der Kostenspirale in Sicht zu sein. Im Gegenteil, Apple akzeptierte
einem Bericht der Jiemian News zufolge ein Angebot von Samsung für das erste Quartal des kommenden Jahres mit erneut deutlich gestiegenen Preisen.
Anstieg zwischen 30 und 40 ProzentDas chinesische Portal will aus Kreisen der Zulieferer erfahren haben, dass Apple Samsungs Angebot über DRAM- und NAND-Speicher angenommen habe. Demzufolge koste Apple ein Gigabit DRAM in den ersten drei Monaten 2027 rund 2 US-Dollar. Die gleiche Kapazität NAND-Flash falle mit 0,33 Dollar zu Buche. Diese Preise entsprächen einer Erhöhung um 30 bis 40 Prozent, verglichen mit dem aktuellen Quartal.
Paradox ist, dass Jiemian News gleichzeitig von einer sinkenden Nachfrage nach Speicher für Verbraucherprodukte im dritten und vierten Quartal 2026 berichtet. Der Grund sei die durch die hohen Preise ausgelöste Zurückhaltung der Smartphone-Hersteller. Die Speicheranbieter schichten gleichzeitig immer mehr Produktionskapazitäten in die Herstellung der stärker nachgefragten Server-Produkte um. Das Angebot für Verbrauchergeräte sinke dadurch weiter.
Bedeutung für Preise bei Apple unklarOb Apple in seinen jüngsten Preiserhöhungen diese Entwicklung bereits einkalkuliert hat, ist indes nicht bekannt. Es dürfte daher vorerst offenbleiben, ob in absehbarer Zeit erneut Preisanpassungen zu erwarten sind. Konkrete Berichte über einen
erheblich gestiegenen Anteil der Speicherkosten an den gesamten iPhone-Herstellungskosten gab es bereits im August.
Für die Anbieter von Android-Smartphones sieht die Jiemian News im Akzeptieren von Samsungs Angebot ein schlechtes Zeichen. Als einer der größten Abnehmer verfüge Apple über eine der besten Verhandlungspositionen. Wenn es selbst dem Unternehmen aus Cupertino nicht gelinge, bessere Konditionen zu bekommen, dürfte der Spielraum für andere Hersteller noch geringer sein.