Bericht: Tim Cook brannte für faltbares iPhone wie für kaum ein anderes Produkt


Sämtliche Mitarbeiter in einem Unternehmen hat einen individuellen Hintergrund, der sie oder ihn in die jeweilige Position gebracht hat. Das gilt auch für die Stelle auf dem Chefsessel. Während Steve Jobs als "Product Guy" galt, und das Gleiche auch über den neuen Apple-CEO John Ternus gesagt wird, kam Tim Cook aus dem Bereich Logistik und Lieferkettenoptimierung und hatte eher das öffentliche Image eines Buchhalters. Hin und wieder brannte aber auch er besonders intensiv für einzelne Projekte. Einem
Bericht von Bloomberg zufolge war dies auch bei dem iPhone Ultra – oder "Duo" – der Fall, dessen Vorstellung heute Abend erwartet wird. Für seine Verhältnisse war der ehemalige Apple-Chef demnach enorm eng an das Projekt angebunden und einer seiner größten Fürsprecher.
Knapp 15 Jahre VorlaufBereits 2015 sicherte sich Apple ein
Patent, das für den Bau eines "flexiblen" elektronischen Gerätes gedacht war. Eingereicht wurde es schon 2011 und nennt als einen der Erfinder unter anderem den jetzigen Apple-CEO John Ternus. Man verfolgte in Cupertino also schon längere Zeit das Thema klapp- bzw. faltbare Geräte. Laut Bloomberg beschleunigte sich das Projekt jedoch erst im Jahre 2020. Ausschlaggebend war angeblich ein Besuch von Tim Cook in Asien, wo er eine viele Menschen mit faltbaren Geräten von Samsung, Huawei und anderen Herstellern sah. Seine Schlussfolgerung lautete, dass Apple diesen Markt ebenfalls bespielen müsse. Ab da fungierte Tim Cook als einer der größten Fürsprecher eines faltbaren Geräts innerhalb von Apple – so jedenfalls berichtet es eine nicht namentlich genannte Quelle Bloomberg gegenüber. Dem Vernehmen nach war sein Zuspruch sogar noch größer als der für die Apple Vision Pro.
Mehrere klappbare Geräte wurden erwogenWelchem Gerät die Klapptechnologie zugutekommen sollte, war der Geschichte zufolge nicht sofort klar. Eine Idee bestand aus einem klappbaren iPad mini, das sich mit dem Auffalten zu einem großen iPad hätte machen lassen. Über dieses Projekt wurde schon an
anderen Stellen spekuliert. Ob aus diesem Versuchsprojekt ein marktreifes Produkt hervorgehen wird, gilt als unsicher – bisher kam es nicht dazu. Noch unwahrscheinlicher wirkt im Moment ein
faltbares MacBook, selbst wenn dies bis zu seiner angeblichen Einstellung als eines der Lieblingsprojekte von John Ternus galt.