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Bericht: Hightech-Kleber macht das iPhone Fold/Ultra erst möglich

Zahlreiche Patentanträge und Hinweise von Zulieferern belegen, dass Apple schon seit vielen Jahren an faltbaren iPhones forscht. Eine ganz bestimmte Partie des Gerätes hat aber vielen Berichten zufolge stets dafür gesorgt, die Pläne nach hinten zu verschieben. Gemeint ist die Faltstelle in der Mitte des Displays, welche einerseits hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist, andererseits aber weder gut aussieht noch angenehm beim Swipen mit dem Finger ist. Inzwischen gilt unter Marktexperten als sicher, dass Apple diese Aspekte in den Griff bekommt und zusammen mit Samsung ein annähernd, wenn nicht gar komplett "knickfreies" Display ersonnen hat.


Neue Materialien bieten neue Chancen
TrendForce geht in einem neuen Artikel darauf ein, wie das wohl gelingen konnte. Apple habe einen anderen Ansatz gewählt, als es bei Foldables der ersten Jahre der Fall war. "Materialwissenschaft statt nur Scharniermechanik" lautete demnach die Devise, welche inzwischen übrigens auch andere namhafte Hersteller verfolgen. Zum Einsatz soll "UTG" Ultra-Thin Glass (UTG) kommen, das gezielt dünner und chemisch verstärkt ausgelegt ist.

Als eigentlicher Schlüssel diene jedoch ein Hightech-Kleber vom Typ "Optically Clear Adhesive" (OCA), also eine durchsichtige Klebeschicht mit viskoelastischen Eigenschaften. Dabei handelt es sich um Material, das beim langsamen Biegen weich genug bleibt, um Ermüdungsstress zu reduzieren, bei plötzlicher Belastung aber zusätzliche Stabilität gibt. Außerdem könne es mikroskopische Unebenheiten mit der Zeit ausgleichen und so Streulicht und sichtbare Falten weiter reduzieren.

Meldung bestätigt frühere Berichte
Die Aussage, Apple habe konzeptionelle Probleme bisheriger Foldable-Bauweisen gelöst, ist übrigens nicht neu. Vor wenigen Wochen hatte der Leaker Digital Chat Station ebenfalls über eine Konstruktion aus zwei Lagen ultraflexiblem Glas berichtet. Wenn man sich an das einstige Debakel rund um das Samsung Galaxy Fold erinnert, wird deutlich, warum das faltbare iPhone erst Ende 2026 oder Anfang 2027 erscheint. Damals war schlicht die Materialwissenschaft noch nicht weit genug, das Problem der Faltstelle zu lösen.

Kommentare

FlyingSloth
FlyingSloth14.04.26 08:57
Ich denke, das Foldable wird ein klassischer Fall von Apple. Ganz nach dem Motto nicht der erste am Markt, aber dafür ausgereift und durchdacht. Das Foldable bietet meiner Meinung nach für Apple riesige Chancen, wenn sie das Gelenk und das Display gut umsetzen. Bin sehr gespannt.
Fly it like you stole it...
+8
alagut9914.04.26 09:31
Und die erste Version wird nach wenigen Monaten ganz fiese sichtbare "Falten" bekommen, die erst in einer Späteren Version weniger werden und - fast - verschwinden.

Keine Ahnung aber würde mich nicht wundern. Das wird dann allen Anwenden die mit ihrem Vertrag jedes Jahr ein neues iPhone bekommen nicht stören.
-3
Metty
Metty14.04.26 10:05
Ich finde ein iPhone Fold technisch spannend, aber wo ist die Zielgruppe, die so viel Geld dafür ausgeben will? Wo ist der entscheidende Mehrwert eines Fold? Mir drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass es sich hierbei um ein Prestigeprojekt handelt, bei dem Apple einfach vorne mit dabei sein will. Auch die Apple Vision Pro ist technisch super interessant, aber die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache. Ich fürchte, dass es hier ähnlich aussehen wird.
Aber ich hoffe ich liege falsch und Apple findet genügend finanzkräftige Käufer, denen es wichtig ist im Restaurant für alle sichtbar ein iPhone zu öffnen.
+1
tangoloco14.04.26 10:20
Ich hätte gerne beim wandern das 8“ faltphone, welches ich im Hotel bei Bedarf zum arbeiten, auf ein 27“ aufklappen kann. Und leicht soll’s sein , 3-4 k würde ich dafür schon ausgeben. Zukunftsmusik
... sehr veraltete mentale Schaltkreise lassen Menschen überall geheimnisvolle Kräfte vermuten
-2
fleissbildchen14.04.26 10:34
Für mich ist der mutmaßlich kleinere Formfaktor des zusammengeklappten Fold attraktiv. Mein iPhone 12 mini kommt in die Jahre, und ich fürchte, ich brauche irgendwann Ersatz. Und der soll klein sein.
0
Magicbuster
Magicbuster14.04.26 10:42
fleissbildchen
Für mich ist der mutmaßlich kleinere Formfaktor des zusammengeklappten Fold attraktiv. Mein iPhone 12 mini kommt in die Jahre, und ich fürchte, ich brauche irgendwann Ersatz. Und der soll klein sein.
Dann hätte sich Apple für die Flip Version entschieden müssen und nicht für Fold. Flip hätte ich sofort gekauft - wegen des kleinen Formfaktors. Für Fold habe ich keine richtige Verwendung ausser Bücher lesen. Aber dafür ists zu teuer…
+1
Quickmix
Quickmix14.04.26 12:17
fleissbildchen
Für mich ist der mutmaßlich kleinere Formfaktor des zusammengeklappten Fold attraktiv. Mein iPhone 12 mini kommt in die Jahre, und ich fürchte, ich brauche irgendwann Ersatz. Und der soll klein sein.

👍
0
DasFaultier14.04.26 12:41
Bis 1649€ Einstieg wäre ich wohl noch dabei als 1st Gen. Bei 2nd Gen wäre ich nicht so vorsichtig. Viele 1st Gens bei Apple hatten doch noch starke Probleme (MacBook Pro Butterfly...). Ich hoffe natürlich nicht, dass Apple solche Probleme beim Foldable hat.

Aber man sieht ja z.B. auch an den AirPods Max, dass diese immer noch am Kondensproblem leiden und Apple das gekonnt ignoriert. Daher lieber auf Gen2 warten, auch wenn es in den Fingern kribbelt! Lassen wir uns also überraschen.
+1
desko7514.04.26 16:32
Der Formfaktor scheint Schule zu machen:
Huawei Pura X Max: Ähnliche Proportionen wie das iPhone Fold

Sehr schön. Gefällt mir deutlich besser, als der bisher oft verwendete Formfaktor.
0

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