

Für alle Apple-Plattformen stehen am heutigen Abend große Updates an, denn die Zeit für Systemversion 27 ist nach dreimonatiger Betaphase nun gekommen (Build 26A428, wie RC). Der Mac macht natürlich keine Ausnahme, als klangvollen Namen wählte man für macOS 27 "Golden Gate". Die wichtigsten Neuerungen sind bereits seit der WWDC im Juni bekannt. Im Mittelpunkt stehen diesmal unter anderem Apple Intelligence samt Siri AI sowie unzählige Verbesserungen rund um Liquid Glass.
Für Intel-Macs läuft die Zeit hingegen deutlich sichtbar ab, denn Golden Gate ist das erste System, das nur noch auf M-Macs läuft. Rosetta zum Ausführen von Intel-Apps bleibt allerdings noch ein weiteres Jahr mit an Bord, erst ab macOS 28 gibt es deutliche Einschnitte.
Ebenfalls erschienen ist macOS 26.7 – für Nutzer, die nicht auf Golden Gate umsteigen können oder dies zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht tun wollen. In diesem Fall erhält man zumindest wichtige Sicherheitsverbesserungen. Auch verfügbar: Für macOS 15 Sequoia steht eine Aktualisierung auf 15.8 zum Herunterladen bereit.
Apple Intelligence und Siri AIApple beschreibt die neue Generation von Siri als "persönlicher, leistungsfähiger und natürlicher im Gespräch". Das System ist in Spotlight integriert, verfügt über Kontextwissen – und vor allem über jene Sprachfähigkeiten, die man seit Jahren von Angeboten wie ChatGPT und Co. gewohnt ist. Außerdem gibt es eine eigenständige Siri-App, um längere Unterhaltungen zu führen oder zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Anders als auf iPhones, iPads und der Apple Watch steht Siri AI auch in der EU zur Verfügung – allerdings nur, wenn der Mac in englischer Sprache arbeitet.
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Visual Intelligence"Mit visueller Intelligenz kannst du ein Fenster auf deinem Bildschirm auswählen und Siri Fragen zu den angezeigten Inhalten stellen oder damit Aktionen ausführen lassen, beispielsweise einen Termin zu deinem Kalender hinzufügen", heißt es von Apple. Die Funktion selbst ist nicht neu, denn für Inhalte aus der Umgebung des Nutzers gibt es die Möglichkeit schon länger, nun integriert Apple Visual Intelligence aber tiefer ins System und eben auch für Systeminhalte.
Foto-BearbeitungMit den neuen Werkzeugen zur Fotobearbeitung lässt sich der Bildausschnitt eines Fotos nachträglich mit verändern oder ein Bild mit dem Werkzeug „Erweitern“ vergrößern. Verbesserungen an "Bereinigen" ermöglichen es zudem, störende Elemente mit höherer Qualität und realistischer ergänzten Bildinhalten zu entfernen – Apple bohrt damit ein Feature auf, das zuvor eher durchwachsene Ergebnisse brachte.
SafariApples Browser Safari kann Tabs automatisch nach Themen gruppieren, damit zusammengehörige Seiten leichter zu finden sind. Außerdem ist Safari in der Lage, Webseiten auf Änderungen wie Preissenkungen oder wieder verfügbare Produkte prüfen und Nutzer dann zu informieren.
Liquid Glass verfeinertEin Jahr nach der Vorstellung von Liquid Glass hieß es auf der WWDC, dass man auf das Feedback von Entwicklern und Nutzern hörte, um weitere Verbesserungen an der Oberfläche vorzunehmen. Dazu zählt die Option, mehr Einfluss auf die Optik zu nehmen – von komplett milchig bis hin zu komplettem Glas-Look. Außerdem setzt Apple auf stärkere Kontraste von Labels/Buttons und vereinheitlichte an vielen Stellen das Verhalten sowie die Optik der glasartigen Elemente.
KinderschutzMit "Zum Surfen fragen" müssen Kinder um Erlaubnis bitten, bevor sie in Safari eine neue Website besuchen. Die Kommunikationssicherheit wurde um weitere Schutzmaßnahmen erweitert, damit Unterhaltungen sicherer bleiben. Mit Zeitlimits können Eltern flexibler festlegen, wie viel Zeit Kinder mit Apps verschiedener Kategorien verbringen dürfen.
Performance und StabilitätEin "Snow Leopard 2.0" ist Golden Gate nicht, dennoch legte Apple diesmal einen stärkeren Schwerpunkt auf Fehlerbehebungen und Performanceverbesserungen. Das bisherige Feedback ist hingegen zwiespältig, denn obwohl Apple aufräumte, hatten viele Entwickler das Gefühl, mit Fortschreiten der Betaphase eher mehr denn weniger Fehler als zum Zeitpunkt der ersten Entwicklerversion zu finden.
Download – und SystemvoraussetzungenWie eingangs erwähnt, muss es für macOS 27 Golden Gate ein M-Mac (bzw. das MacBook Neo) sein – ganz gleich ob M1, M2, M3, M4, M5 oder bald M6. Intel-Macs bleiben damit außen vor, womit diesmal die Systemvoraussetzungen besonders einfach zu erklären sind. Die Installation lässt sich wie üblich via Systemeinstellungen/Softwareupdate vornehmen.