Apple übernimmt Materialexperten "PlasmaSolve"


Dass sich Apple über die Oberflächenbeschaffenheit der Hardware intensive Gedanken macht, dürfte niemanden überraschen. Seit Jahren setzt Apple bei Smartphonesvorwiegend auf Glas und Metall, Tablets und Rechnern. Das „Look & Feel“ der Geräte stellt einen bedeutenden Faktor bei der Bewertung der Nutzer, zudem hängt auch die Langlebigkeit stark davon ab, wie widerstandsfähig die Oberfläche gegenüber Umwelteinflüssen ist. Um sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln, hat Apple ein Software-Unternehmen namens PlasmaSolve übernommen. Dessen Hauptprodukt ist eine Software namens MatSight – sie simuliert Materialbeschaffenheiten in bestimmten Fertigungsprozessen.
Bei diesen Prozessen handelt es sich um Gasphasenabscheidung (PVD) sowie plasmaoptimierte chemische Dampfablagerung (PECVD). PlasmaSolve ist ein sein etwa zehn Jahre bestehendes Unternehmen, welches mittels Software-Modellen die Resultate von PVD und PECVD unter definierten Bedingungen simuliert und Materialeigenschaften prognostiziert. „Dies erreichen wir durch die Kombination von Physiksimulationen, Chemiesimulationen, maschinellem Lernen, Data-Mining und Materialcharakterisierung“, erklärt die
Website des Unternehmens.
Bekanntmachung der EUÖffentlich wurde die Übernahme des Materialspezialisten aus der tschechischen Stadt Brno durch eine laufend aktualisierte
Akquisitionsauflistung von Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung. Gemäß dem Digital Markets Act müssen die Konzerne Alphabet (Google), Amazon, Apple, ByteDance (TikTok), Meta (Instagram) sowie Microsoft gegenüber der EU-Kommission bekannt geben, wenn sie Unternehmen übernehmen. Vier Monate später werden diese Informationen veröffentlicht.
Achte Übernahme in diesem JahrBis zum 1. April erwarb der Konzern aus Kalifornien demnach bereits acht Unternehmen, darunter das deutsche Farbkalibrierungsunternehmen Patchflyer, den Apple-Design-Award-Gewinner
Rabbit 3 Times sowie die
Animationsplattform MotionVFX. Apple selbst hat die Übernahme bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.