iPhone 18 Pro und die angeblich miese Schreibgeschwindigkeit


Hohe Speicherkapazitäten gehören bei Apples Pro-Modellen längst zum Standard, beim iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max stehen bis zu 2 TB zur Verfügung. Offenbar setzt Apple bei zumindest einem Teil der größeren Varianten allerdings auf QLC-NAND statt des bislang üblichen TLC-Speichers. Das ermöglicht höhere Speicherdichte, bringt unter extremer Dauerlast aber auch klare Nachteile mit sich. Ein
Test des chinesischen Kanals Homolab zeigt beim iPhone 18 Pro Max mit 1 TB teils erhebliche Einbrüche der Schreibgeschwindigkeit – wenngleich sicher nicht im Alltagsgebrauch.
Dauerlast: Deutlicher Abfall möglichIm normalen Betrieb fällt das zunächst kaum auf. Wie bei modernen SSDs üblich, verwendet das iPhone einen schnellen Zwischenspeicher, in dem die NAND-Zellen vorübergehend wie SLC-Speicher betrieben werden. Homolab ermittelte dort Übertragungsraten von bis zu rund 3.000 MB/s. Ist dieser Bereich erschöpft, folgt noch eine weitere Pufferstufe mit durchschnittlich rund 578 MB/s. Kommt aber auch diese an ihre Grenzen, waren im schlechtesten Fall nur noch 25,6 MB/s verfügbar. Mit zunehmender Speicherbelegung verschärfte sich der Effekt. Beim direkten Schreiben auf QLC blieben im Mittel noch 45 MB/s. Kurzzeitig fiel die Übertragungsrate sogar auf lediglich 1,1 MB/s.
Im Alltag: Kaum von RelevanzFür gewöhnliche Anwendungen spielt die Schwäche aber kaum eine Rolle. Fotos, Nachrichten, Apps oder Spiele erzeugen normalerweise keine Schreibvorgänge, die Dutzende Gigabyte am Stück umfassen und dabei sämtliche Zwischenspeicher ausschöpfen. Anders könnte dies bei langen hochauflösenden Videoaufnahmen, großen Dateiübertragungen oder der Wiederherstellung umfangreicher Sicherungen aussehen. Gerade Käufer eines 1-TB-Modells gehören allerdings eher zu jener Nutzergruppe, bei der solche Szenarien zumindest denkbar sind. Kommentare wie "das iPhone 18 Pro Max schreibt langsamer als alte Festplatten!" sind überzogen, wenngleich der Geschwindigkeitsverlust unter den geschilderten Umständen natürlich ebenfalls nicht zu leugnen ist.