Apple Watch: Nachfrage massiv gestiegen – Gesamtmarkt mit höheren Preisen


Der Markt für Smartwatches kannte lange Zeit nur eine Richtung, nämlich stetiges, teils gar sprunghaftes Wachstum. Nur 2024 kam es einmalig zu einem Rückgang, von dem Apple sogar besonders stark
betroffen gewesen sein soll. Als Grund wurden ausbleibende Neuerungen sowie patentrechtliche Probleme genannt, denn Apple hatte sich damals in den USA mit einem Verkaufsverbot sowie anschließender Entfernung der Blutsauerstoffmessung zu befassen. Neue
Zahlen sprechen jetzt hingegen wieder eine andere Sprache, denn vor allem Apple kann wohl auf ein deutliches Plus blicken.
Markt-Plus, aber vor allem Apple-PlusWährend der gesamte Smartwatch-Markt um vier Prozent zulegte, steigerte Apple die Auslieferungen im ersten Quartal gar um 21 Prozent. Damit vergrößerte man den Abstand zu zahlreichen Wettbewerbern erheblich – ganz besonders trifft das auf Samsung mit einem dicken Minus von 28 Prozent zu. Parallel zur wachsenden Nachfrage legte auch der durchschnittliche Verkaufspreis von Computeruhren zu. Counterpoint beziffert den Anstieg gegenüber dem Vorjahr auf sechs Prozent. Dabei handelt es sich allerdings um den Durchschnitt des gesamten Marktes und nicht speziell um die Preise der Apple Watch.
Speicherpreise weniger entscheidendDie zuletzt stark gestiegenen Preise für Speicherchips dürften auch am Smartwatch-Markt nicht völlig spurlos vorübergehen. Counterpoint erwartet jedoch geringere Auswirkungen als bei Smartphones, Tablets oder herkömmlichen Computern. Smartwatches benötigen weniger Speicher und weisen insbesondere im Premiumsegment vergleichsweise hohe Margen auf. Warum Hersteller im Durchschnitt etwas höhere Verkaufspreise pro Uhr erzielten, lag eher an Tendenzen in aufstrebenden Märkten – wo zunehmend günstige Fitness-Armbänder durch vollwertige Smartwatches ersetzt werden. Verbesserte Sensoren und zusätzliche Gesundheitsfunktionen erhöhten außerdem die Bereitschaft der Kunden, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.