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und tschüss [Cookies/Datenschutz-Einstellungen]

querro22.09.2011:35
Wenn mich jede Page so wie eure begrüßen würde, würde ich das Surfen ganz lassen.
Ich schaue hier demnächst mal wieder vorbei. Ist dann immer noch ein so nerviger Cookie-Banner zur Begrüßung über den Bildschirm gekleistert, war es dass ganz mit MTN.
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Kommentare

camaso
camaso23.09.2023:14
Wie komme ich zu den Cookie-Einstellungen, wenn ich was verändern will?
0
Hapelein24.09.2000:09
camaso
Wie komme ich zu den Cookie-Einstellungen, wenn ich was verändern will?

Unten rechts schwebt ein kleines Fenster in Safari.
+1
camaso
camaso24.09.2008:22
Ah, danke. Da schwebt bei mir nichts, wird wohl von Better oder Wipr weggeputzt. Ohne Inhaltsblocker kam ein gigantisches Popup, in welchem ich die Einstellungen vornehmen konnte.
0
Urkman24.09.2009:01
Weia
Einstellungen → Berechtigtes Interesse → Anbieter mit berechtigtem Interesse alle deaktivieren
Das sind drei Klicks, um alles auszuschalten. Dafür brauchst Du Minuten?

Und warum kommt die Anfrage dann zweimal die Woche wieder auf?
Wenn ich einmal gesagt habe, was ich möchte, sollte das doch reichen, oder?
+2
matt.ludwig24.09.2009:26
Das hat sich ja leider auch erledigt *scnr*
milk
Hot Mac
Wo steckt eigentlich Weia, wenn man den mal braucht?
Ich finde es ganz gut, wenn mal eine Diskussion nicht von seinen Textwüsten erschlagen wird...
+1
TorstenK24.09.2009:48
Tracking???

Mir ist das Thema Tracking mit Instalation von Safari 14 erstmal so richtig bewusst geworden. Man sieht erstmal wie viele Tracker auf der besuchten Seite an ihrer Arbeit, Profile zu erstellen, gehindert werden. Es gibt Seiten im Netz, da liest man 40Tracker oder gar noch mehr.

Auch im realen Leben, beim Einkaufen bei Rewe, Aral etc. , überall wird man nach dieser dusseligen Payback-Karte gefragt, nur um meine Einkäufe zu tracken und mich gläsern zu machen. Die wissen teilweise schon mehr über mich als ich selber!!!

Es geht hierbei einzig und allein nur darum, mit meinen Daten und auf meine Kosten Geld zu verdienen wovon ich keinen Cent mehr im Portemonnaie erhalten werde. Außerdem werden die personalisierten Daten gesammelt, weiterverkauft, ausgewertet. Sie dienen der KONTROLLE!!! eines jeden einzelnen.
+3
ssb
ssb24.09.2009:52
Ich persönlich - es gab dazu schon eine Diskussion - störe mich nicht daran, wie die GUI aussieht, sondern dass ich die Auswahl gefühlt ständig durchführen muss. Nicht nur hier, auch auf anderen Seiten.
Das nervt.
Scheint daran zu liegen, dass die Cookies nach einer Woche verfallen, wobei mir die Auswahl deutlich öfter angezeigt wird. Das dann noch auf mehreren Geräten (tagsüber MBP, abends iPad, unterwegs iPhone).

Bei allem was recht ist (und es ist wohl recht): das nervt.

Ich muss mal bei Safari 14 (developer beta) schauen, was da im Datenschutzbericht steht. Aber langfristig wird nichts um ein PiHole herumführen - auch um andere im Haushalt, einschließlich Gästen) vor der Sammelwut der Datenkraken zu schützen.
+1
gegy
gegy24.09.2010:07
Ich kann das nachvollziehen, vor allem, wenn man so wie ich nach dem Schließen des Browsers automatisch alle Cookies löschen lässt. Dann kommt der Mist jedes mal wieder. Praktisch wäre es, wenn es gleich automatisch auf "Alle Ablehnen" geht, aber das wollen die Seitenbetreiber nicht... keine Tracker, kein Geld.
+1
matt.ludwig24.09.2010:37
ssb
Ich persönlich - es gab dazu schon eine Diskussion - störe mich nicht daran, wie die GUI aussieht, sondern dass ich die Auswahl gefühlt ständig durchführen muss. Nicht nur hier, auch auf anderen Seiten.
Das nervt.

Pf, die 3 Klicks
-1
ssb
ssb24.09.2011:29
matt.ludwig
ssb
Ich persönlich - es gab dazu schon eine Diskussion - störe mich nicht daran, wie die GUI aussieht, sondern dass ich die Auswahl gefühlt ständig durchführen muss. Nicht nur hier, auch auf anderen Seiten.
Das nervt.
Pf, die 3 Klicks
Nein, es sind nicht die Klicks.
Ich öffne eine Seite, weil ich mich der Inhalt interessiert. Wenn ich mich dann mehrmals die Woche durch solche Dialoge klicken muss, dann vergeht mit die Lust am Inhalt. Einmal, oder auch selten - das wäre OK.

Stell dir vor, du möchtest schnell in dein Auto steigen und zur Lieblingspizzeria fahren - aber bevor du den Motor anlassen kannst musst du auf drei Formularen bestätigen, dass du keine Datensammlung über dein Fahrverhalten zulassen möchtest. Dann musst du in der Pizzaria noch bestätigen, dass du dir über die gesundheitlichen Folgen deiner Bestellung bewusst bist. Das alles auch, damit dein Auto weiß: du hast 3 Gläser Rotwein getrunken und solltest nicht mehr fahren - auch das wäre ein "Berechtigtes Interesse", trotzdem würde es dich nerven. Ganz nebenbei würden dir auf den Werbetafeln entlang deines Heimweges dutzende Fertigpizzen und Rotweinsorten präsentiert werden.

Aber wie so oft in der Gesetzgebung/Politik: gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Besser wäre: immer ein Opt-In, der "alles akzeptieren" Button darf nicht hervorgehoben sein und die Default-Einstellungen ohne Opt-In müssen verlässlich und einfach verfügbar sein.
+7
TorstenK24.09.2011:37
es geht aber um‘s Geldverdienen und nicht um den Schutz der Privatsphäre.
+2
fronk
fronk24.09.2012:23
becreart
Für iOS kann ich Lockdown empfehlen:

Muss nur leider bei einer VPN Verbindung deaktiviert werden…
Super Tipp, danke, gibt es jetzt auch für Mac OS X, leider erst ab 10.15
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matt.ludwig24.09.2012:36
@ssb ich dachte es war ersichtlich, dass ich es nicht so ganz ernst meine. Mir geht es ja genau wie dir.
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camaso
camaso24.09.2012:37
ssb
Aber wie so oft in der Gesetzgebung/Politik: gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Besser wäre: immer ein Opt-In, der "alles akzeptieren" Button darf nicht hervorgehoben sein und die Default-Einstellungen ohne Opt-In müssen verlässlich und einfach verfügbar sein.
Schade, dass ich Dir nicht 25 Daumen hoch geben kann....
0
pünktchen
pünktchen24.09.2012:48
Es zwingt ja niemand die Seitenbetreiber lauter Daten über einen zu sammeln. Wenn sie das lassen müssen sie auch nichts einblenden.
+2
teorema67
teorema6724.09.2012:51
ssb
... Aber wie so oft in der Gesetzgebung/Politik: gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Besser wäre: immer ein Opt-In, der "alles akzeptieren" Button darf nicht hervorgehoben sein und die Default-Einstellungen ohne Opt-In müssen verlässlich und einfach verfügbar sein.

Ich habe schon überlegt, eine Fachkraft für Datenschutz und Informatik einzustellen, die mir auf mehreren Dutzend Bannern, die hier täglich aufpoppen, alle Häkchen korrekt setzt.

Ich sehe das genau so: "Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht." Die Banner nerven und ich klicke irgendwohin, nur damit sie weggehen. Dabei ist mir völlig egal, ob "Alles akzeptieren" oder "Alle ablehnen" oder was auch immer …
„«Oh, Stan!» (Francine Smith)“
+2
Weia
Weia24.09.2015:14
Urkman
Weia
Einstellungen → Berechtigtes Interesse → Anbieter mit berechtigtem Interesse alle deaktivieren
Das sind drei Klicks, um alles auszuschalten. Dafür brauchst Du Minuten?
Und warum kommt die Anfrage dann zweimal die Woche wieder auf?
Wenn ich einmal gesagt habe, was ich möchte, sollte das doch reichen, oder?
Da hast du vollkommen recht, das sollte nicht sein.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
ssb
ssb24.09.2016:11
matt.ludwig
@ssb ich dachte es war ersichtlich, dass ich es nicht so ganz ernst meine. Mir geht es ja genau wie dir.
War es - ich wollte es nur präzisieren
+1
lautsprecher24.09.2020:15
Pi-Hole and Tracking is gone.

Eine ganz einfache Sache. Das mit dem Cookiebanner ist nervig. Wenigstens bekommst du dadurch einen Überblick, was da so alles gesammelt wird. Mactechnews ist da nicht alleine.
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teorema67
teorema6724.09.2021:41
lautsprecher
... Wenigstens bekommst du dadurch einen Überblick, was da so alles gesammelt wird ...

Stimmt, aber wenn ich die entsprechende Seite in meinem Browser öffne und da mehrere Tausend Cookies finde, bekomme ich auch eine Vorstellung von dem, was da läuft. Das meine ich nicht negativ, die meisten Cookies haben einen Sinn und verfolgen keine böswilligen Ziele. Aber eben nicht alle ...
„«Oh, Stan!» (Francine Smith)“
0
Stefan S.
Stefan S.24.09.2022:23
Mit Brave:


Cookies:
Technisch gesehen sind Cookies nur für das Krümelmonster notwendig.
Cookies werden als technisch notwendig bezeichnet, um deren Gebrauch ohne Einwilligung und Widerspruchsoption zu rechtfertigen.
+1
gegy
gegy25.09.2008:21
pünktchen
Es zwingt ja niemand die Seitenbetreiber lauter Daten über einen zu sammeln. Wenn sie das lassen müssen sie auch nichts einblenden.

Dann verdienen Sie aber auch nichts an der Seite.
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Philantrop
Philantrop25.09.2012:55
gegy
pünktchen
Es zwingt ja niemand die Seitenbetreiber lauter Daten über einen zu sammeln. Wenn sie das lassen müssen sie auch nichts einblenden.

Dann verdienen Sie aber auch nichts an der Seite.

Und genau das predige ich immer wieder: Wer auf eine solche, für mich schon betrügerische Art, Umsatz generiert - hat das falsche Geschäftsmodell. Und ich wünsche zum Wohle der User und der Seitenbetreiber, dass dies endlich aufhört. Und wenn die Seiten reihenweise schließen - ist das super! Dann erkenntlich endlich der Nutzer, dass Informationen nicht kostenlos sein können und Deal mit der Werbewirtschaft höchst zweifelhaft ist.

Im Gegensatz zu TV oder Print - wo ich Werbung bewusst und selektiv konsumieren kann und ich mit Kauf der Zeitschrift durch vorherige Ansicht entscheiden kann, ob ich das Produkt und die Werbung "kaufe" - ist es im Internet nahezu ein Hinterhalt der Erzeugt wird.

Man stelle sich ein Verpflichtendes Banner vor auf dem steht:
"Wenn sie diese Webseite besuchen, geben wir Ihre Daten an 178 Dienstleister weiter die ein Werbeprofil von Ihnen erstellen und diese Daten weiterverkaufen. Wenn Sie uns besuchen wissen wir, 178 andere und natürlich diejenigen die Ihre Daten kaufen, ob sie gerade von der Arbeit surfen, auf dem Handy unterwegs sind - wie ihr FB-Account lautet, wie alt Sie sind, welches Sexspielzeug sie gekauft und noch vieles mehr. Von diesen Einnahmen bekommen auch wir etwas und finanzieren damit diesen Internetauftritt. Bitte klicken Sie auf [weiter] wenn sie dem zustimmen."

Genau das geschah und geschieht immer noch im Geheimen.
Adblocker - Javascriptblocker - Cookieblocker ... das sind Dinge die ich installiere und nutze weil Seitenbetreiber ihre monetarisierung verheimlichen und ich dem verwerten meiner Daten nicht explizit zugestimmt habe.
Werbung ist ein schlechtes intransparentes Geschäftsmodell. Ich hoffe sehr, dass es endlich stirbt, zum Wohle aller.
+5
teorema67
teorema6725.09.2015:21
Philantrop
... Werbung ist ein schlechtes intransparentes Geschäftsmodell. Ich hoffe sehr, dass es endlich stirbt, zum Wohle aller.
👍 So ist es. Diese Art Werbung ist die Pest unserer Zeit.
„«Oh, Stan!» (Francine Smith)“
+1
macuser11
macuser1125.09.2020:09
❓Frage: mit der Firefox-Einstellung (about:preferences#privacy)

Alle Cookies von Drittanbietern (einige Websites funktionieren dann eventuell nicht mehr)

ist das Werbe-Partner-Cookie-Datenschutz-Dilemma sowieso gelöst – auf jede anderslautende Drittdomain, weil ja sowieso per se nichts/nie gespeichert (Einstellung/Cookies) werden kann, oder?



👀 Quelle: Firefox > Cookies von Drittanbietern blockieren:
support.mozilla.org/de/kb/Cookies-von-Drittanbietern-blockieren

👍 PS: mit dieser Einstellung & Adblocker "uBlock Origin (Raymond Hill )" sehe ich dieses "Cookies und personalisierte Werbung"-Pop-up gar NIE und bei MTN (& anderen Logindienste) bleibe ich dennoch permanent eingeloggt.

(Müsste konsequenterweise auch mit der Firefox-Cookies-Einstellung "Zur seitenübergreifenden Aktivitätenverfolgung und von sozialen Netzwerken" funktionieren).
0
ela25.09.2020:16
Die Abfrage kommt häufiger, weil Browser wie Safari eine längere „Verfolgung“ verhindern. Die Seite weiß dann auch nicht mehr, ob man als User die Einstellungen schon mal getätigt hat und so wird man wieder gefragt.

Ob MTN diese Einstellungen in der Datenbank speichern könnte um die erneuten Fragen zu verhindern? Ich weiß es nicht - da wüsste MTN jedenfalls welcher Nutzer man ist weil man ja eingeloggt ist (bleibt man ja auch wenn diese Cookie Fragen erneut kommen)
0
Laurin25.09.2021:09
Danke Philantrop. Dem kann ich voll zustimmen.
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Weia
Weia25.09.2022:17
Philantrop
Und genau das predige ich immer wieder:
Ich fürchte, predigen trifft, was Du tust, mehr, als Dir lieb sein kann.
Wer auf eine solche, für mich schon betrügerische Art, Umsatz generiert
Du unterstellst Synium also Betrug? Ernsthaft?

Seit wann ist Finanzierung durch Werbung Betrug? Es ist ja nicht so, dass etwas anderes behauptet würde.

Nicht alles, was Dir persönlich nicht schmeckt, ist deshalb betrügerisch.
hat das falsche Geschäftsmodell.
Ohne dieses Geschäftsmodell würde es das Internet in seiner Vielfalt aber nicht geben. Das willst Du?
Und ich wünsche zum Wohle der User und der Seitenbetreiber, dass dies endlich aufhört.
Ach ja? Warum sollte das Wohl der Seitenbetreiber darin liegen, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Kosten decken sollen? Und wie kannst Du dir anmaßen, für „die“ User zu sprechen? Ich z.B. bin auch ein User und habe eine gänzlich andere Einstellung hierzu als Du.

Du wünscht Dir das zu Deinem Wohle. Alles andere ist nur Heuchelei.
Und wenn die Seiten reihenweise schließen - ist das super!
Soso. Soll an Deinem Wesen die Welt genesen?

Es ist super, wenn Menschen, die solche Sites gerne nutzen, es nicht mehr können, bloß weil Du sie nicht magst? Es wäre super, wenn MacTechNews schließen würde? Entschiedener Widerspruch von mir!

Nichts wäre leichter für Dich, als ein Internet zu emulieren, in dem all diese werbefinanzierten Sites geschlossen wurden: Du besuchst sie schlicht nicht mehr – das kommt für Dich auf exakt dasselbe hinaus.

Aber nein, Du willst Deine Perspektive allen anderen aufzwingen: Denn wenn die Sites tatsächlich schließen müssten, dann könnte sie niemand mehr besuchen, auch die nicht, die das anders als Du gerne würden. Dann hättest Du Deine Sicht der Dinge allen aufgezwungen. Wie nett.
Dann erkenntlich endlich der Nutzer,
Genau, Einsicht durch Zwang erzeugen – ein hochmodernes pädagogisches Konzept. Dein Pseudonym ist blanker Hohn, Du redest wie das exakte Gegenteil.
dass Informationen nicht kostenlos sein können
Ach ja? Was kostet die Wikipedia?
und Deal mit der Werbewirtschaft höchst zweifelhaft ist.
Was ist an dem zweifelhaft? Dass Du ihn nicht magst?
Im Gegensatz zu TV oder Print - wo ich Werbung bewusst und selektiv konsumieren kann und ich mit Kauf der Zeitschrift durch vorherige Ansicht entscheiden kann, ob ich das Produkt und die Werbung "kaufe"
Wie kannst Du im TV bitteschön Werbung bewusst und selektiv konsumieren? Sie zerhackt Dir den gerade betrachteten Inhalt, Du kommst überhaupt nicht umhin, mit ihr – zu einem fremdbestimmten Zeitpunkt – konfrontiert zu werden und sie ist nicht einmal auf Deine Interessen hin personalisiert. Ein Grund (neben anderen), warum ich 1980 das Fernsehen für mich ein für allemal abgeschafft habe. In Internet und Print hingegen betrachtest Du Werbung, wenn Du willst, und wenn nicht, dann nicht. (Im Internet mit Ausnahme von multimedialer Werbung, die ich in der Tat inakzeptabel finde, und YouTube, das du aber für 10€ 100% werbefrei schalten kannst.)
ist es im Internet nahezu ein Hinterhalt der Erzeugt wird.
Googleplotz springt Dich aus einem Gebüsch an und hält Dir das Messer an die Kehle, bis Du all Dein Geld rausrückst, und wenn Du Pech hast, vergewaltigt oder massakriert er Dich noch?
Man stelle sich ein Verpflichtendes Banner vor auf dem steht:
"Wenn sie diese Webseite besuchen, geben wir Ihre Daten an 178 Dienstleister weiter die ein Werbeprofil von Ihnen erstellen und diese Daten weiterverkaufen. Wenn Sie uns besuchen wissen wir, 178 andere und natürlich diejenigen die Ihre Daten kaufen, ob sie gerade von der Arbeit surfen, auf dem Handy unterwegs sind - wie ihr FB-Account lautet, wie alt Sie sind, welches Sexspielzeug sie gekauft und noch vieles mehr. Von diesen Einnahmen bekommen auch wir etwas und finanzieren damit diesen Internetauftritt. Bitte klicken Sie auf [weiter] wenn sie dem zustimmen."
Dann wäre jeder genervt von der Bleiwüste (wie jetzt auch …), ansonsten stünde da nichts Neues und – wo genau wäre jetzt das Problem?
Adblocker - Javascriptblocker - Cookieblocker ... das sind Dinge die ich installiere und nutze weil Seitenbetreiber ihre monetarisierung verheimlichen
Wie kann man verheimlichen, was jeder weiß?
und ich dem verwerten meiner Daten nicht explizit zugestimmt habe.
Doch, hast Du durch das Banner.
Werbung ist ein schlechtes intransparentes Geschäftsmodell. Ich hoffe sehr, dass es endlich stirbt, zum Wohle aller.
Nö, zum Wohle von Dir und Deinesgleichen. Nicht zum Wohle all derer, die die schier endlose Vielfalt des Internets schätzen, jedenfalls definitiv nicht zu meinem Wohl und ich bin auch jemand von alle. Hör mit Deiner Anmaßung auf, Deine höchst idiosynkratischen Präferenzen seien die aller Menschen.

Und welches Geschäftsmodell schwebt Dir denn stattdessen vor? MacTechNews jedenfalls kannst Du gegen eine geringe Gebühr werbefrei schalten. Und, hast Du?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Groeny25.09.2022:25
Kommentar/Bemerkung ohne Kenntnis der dazu nötigen technischen Dramen:

Was ich ja mal so richtig cool fände, wäre eine Funktion/Add-on, dass irgendwie meine Site spezifischen Einstellungen des Browsers und die Site spezifischen Add-on Einstellungen übergreifend speichert. Websites, die diese "global gültigen" Einstellungen nicht interpretieren oder dem entgegenwirken, könnten dann in einer Art temporären total privaten Box laufen oder per Whitelist freigeschaltet werden. Sowas "robot.txt". Das Beispiel jetzt nicht zu präzise nehmen... einfach nur als Beispiel eines Users antizipieren.
0
Weia
Weia25.09.2022:54
Groeny
Was ich ja mal so richtig cool fände, wäre eine Funktion/Add-on, dass irgendwie meine Site spezifischen Einstellungen des Browsers und die Site spezifischen Add-on Einstellungen übergreifend speichert.
Ja, das wäre von der Sache her das einzig Sinnvolle; hatte ich auch schon vorgeschlagen:
Weia am 23.09.2020 um 18:12 Uhr
Sinnvoll wäre es gewesen, solche Einstellungen als Vorgabe im Webbrowser obligatorisch zu machen, für die dann ggf. seitenspezifische Ausnahmen möglich sind.
Groeny
Kommentar/Bemerkung ohne Kenntnis der dazu nötigen technischen Dramen:
Naja, das technische Hauptdrama ist natürlich, dass sich die gesamte Industrie auf einen verbindlichen Standard einigen und den umsetzen müsste.

Es gäbe sicherlich auch viele zu bedenkende Probleme im Detail:
Weia
Und selbst das wäre noch komplex, wenn man mehrere Webbrowser und/oder mehrere Geräte benutzt, folglich müsste diese persönliche Vorgabe eigentlich in einer Cloud mit einer offenen API für alle Browser und Geräte abgelegt sein – die Cloud wäre dann wieder ein neues Datenschutzproblem für sich …

Aber das Hauptproblem ist vermutlich:
Weia
Aber so technisch denken Gesetzgeber nicht – die wissen vielleicht nicht mal wirklich, was eine API ist.
Juristen machen lieber technikneutrale Vorschriften („Der Nutzer muss die Datenschutzeinstellungen konfigurieren können“) als die technische Implementation vorzugeben. Der Impuls zu so einer standardisierten API müsste vermutlich aus der Industrie selbst kommen. Und wie da die Chancen stehen …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
Stefan S.
Stefan S.25.09.2023:42
Weia
Seit wann ist Finanzierung durch Werbung Betrug?
Es geht nicht um Werbung, sondern um Tracking. Allumfassende Überwachung.
"Werbung" ist nur der verschleiernde PR-Begriff.

Ohne dieses Geschäftsmodell würde es das Internet in seiner Vielfalt aber nicht geben. Das willst Du?
Dann würde das Internet krass weniger Energie verbrauchen, Websites lüden schneller, es gäbe weniger Click Bait. Das Internet hätte dann eine andere Vielfalt.
(Das ist ähnlich wie beim Privatfernsehen, much ado nothing, Panem et Circenses kann weg.)

Und: Sei nicht so pathetisch
+2
Weia
Weia26.09.2000:23
Stefan S.
Weia
Seit wann ist Finanzierung durch Werbung Betrug?
Es geht nicht um Werbung, sondern um Tracking. Allumfassende Überwachung.
Synium überwacht uns allumfassend?
Ohne dieses Geschäftsmodell würde es das Internet in seiner Vielfalt aber nicht geben. Das willst Du?
Dann würde das Internet krass weniger Energie verbrauchen, Websites lüden schneller, es gäbe weniger Click Bait.
Das ist alles richtig, und es sind alles legitime Einwände und tatsächliche Probleme, die einer Lösung harren. Aber:
Das Internet hätte dann eine andere Vielfalt.
Genau das wage ich eben zu bezweifeln. Unter den Umgebungsbedingungen, unter denen das Internet nunmal entstanden ist, hätte sich ohne Kommerzialisierung nie und nimmer eine vergleichbare Vielfalt ergeben.

Ich halte die Wikipedia, die ohne jede Kommerzialisierung auskommt, für die größte Menschheitsleistung in diesem jungen Jahrhundert und bin der erste (pathetisch, wie ich nunmal bin ), der dafür ist, sie als erstes digitales Weltkulturerbe anzuerkennen.

Aber das ist bislang die große Ausnahme. Zu fordern, das ganze Internet müsse hier und heute so funktionieren, ist eine Utopie im schlechten Sinne, deren ganzes Resultat wäre, dass es erst gar kein Internet (wie wir es kennen) gäbe. Taube auf dem Dach. Verhältnisse ändern sich schrittweise und nicht mit dem Holzhammer.

Jimbo Wales konnte sich auch nur mit Haut und Haaren der Wikipedia verschreiben, weil er sich zuvor mit kommerziellen Aktivitäten sein finanzielles Polster angelegt hatte. Börsenspekulationen und Erträge aus Porno-Websites, ausgerechnet – aber er hat halt im Gegensatz zu anderen was Sinnvolles mit dem Geld angestellt.

Abgesehen davon gehören zu dem Internet, das ich nicht missen möchte, auch Google und Amazon (mir ist völlig klar, dass das gerade mega-uncool ist ).
(Das ist ähnlich wie beim Privatfernsehen, much ado nothing, Panem et Circenses kann weg.)
Könnte MacTechNews auch weg?
Und: Sei nicht so pathetisch
Wahrheit ist pathetisch.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
Stefan S.
Stefan S.26.09.2000:50
Es geht nicht um Werbung, sondern um Tracking. Allumfassende Überwachung.
Synium überwacht uns allumfassend?
Nein, nicht Synium. Tracking. Tracking ist eine Technik, die (o.k., nicht allumfassend, aber in ihrem Teilbereich, Internetnutzung, schon sehr weitgehend) Überwachung verwirklicht und zusammen mit weiteren Techniken 1984 und die DDR blaß aussehen lässt.

Könnte MacTechNews auch weg?
Müsste es denn weg? O.k. ,es würden weniger Beteiligte davon leben können, von daher gäbe es weniger Artikel, also weniger neueste Gerüchte, welche Farbe das neue iPhone hat und ob es am Montag oder Dienstag vorgestellt wird. Ich finde gerade die Kommentarfunktion und das Forum das, was MTN ausmacht, und das befüllen Du, ich und andere und zwar kostenlos und freiwillig.

Aber ich will zugeben, ich bin schon auch News-Junkie und müsste mich umstellen. Ob das ein Schaden wäre?
Jedenfalls habe ich seit ca. 1997 keinen Fernseher mehr und immer wenn ich mal wo die Glotze laufen sehe denke ich mir, gut, dass ich diesen Scheiß (85%) und Zeitfresser (10%) mir nicht mehr antue. Ich habe es nie bereut. (die restlichen 5% stehen in der Mediathek)
+1
Stefan S.
Stefan S.26.09.2000:54
Wie wäre es, wenn man bei MTN ankreuzen könnte in welchen Bereichen man Werbung sehen möchte. Von Sexy Unterwäsche bis Fernurlaub. Das bekäme man vorgesetzt und müsste nicht getrackt werden. Es gäbe Einnahmen für MTN, wenn auch weniger.

Wie schon gesagt, Werbung ist nur der harmlos klingende PR-Begriff für den Angriff auf deine Internetnutzung nebst Aufenthaltsorten, deine Daten, also auf dein demokratisch begründetes Recht auf Anonymität.
0
Stefan S.
Stefan S.26.09.2001:02
Weia
Abgesehen davon gehören zu dem Internet, das ich nicht missen möchte, auch Google
Das führt zu Filter Bubbles und letzlich Verblödung
Weia
und Amazon
Toll, noch ein Monopol, well done, mate.
-1
Weia
Weia26.09.2001:28
Stefan S.
Synium überwacht uns allumfassend?
Nein, nicht Synium. Tracking. Tracking ist eine Technik
Eben. Und eine Technik als solche tut gar nichts. Tätig sind nur handelnde Subjekte. Also wer? Mendel Kucharzeck? Glaub’ ich nicht. „Die“ ist mir zu wenig. Das ist mir alles zu numinos, um es ernst nehmen zu können.

Überbordende Werbung nervt, aber ein Tracking, das dazu dient, mir gezielter Waren anzudrehen, finde ich reichlich harmlos und verstehe nicht, warum damit derartige Befürchtungen ausgelöst werden. Nebenbei: Ich bekomme im Augenblick aus mir völlig unerfindlichen Gründen unentwegt Damenunterwäsche und Eierschalensollbruchstellenverursacher (die Dinger heißen wirklich so ) angepriesen. Ich finde das eher lustig. Davor soll ich Angst haben?
1984 und die DDR blaß aussehen lässt.
Also bitte! Da ging es um staatliche Oppression. Das willst Du doch nicht allen Ernstes mit den eher tragikomischen Versuchen kommerzieller Akteure vergleichen, gezielte Werbung an Mann und Frau zu bringen. Das meine ich – was hier außer Kontrolle gerät, sind die Ängste, nicht die „Überwachung“.
Könnte MacTechNews auch weg?
Müsste es denn weg?
Ist eine Website, die sich durch (trackende) Werbung finanziert. Das dadurch bedingte Cookie-Panel ist doch der Anstoß der ganzen Diskussion.
Ich finde gerade die Kommentarfunktion und das Forum das, was MTN ausmacht, und das befüllen Du, ich und andere und zwar kostenlos und freiwillig.
Da gebe ich Dir völlig recht. Die “Community” ist das, was mich an MacTechNews bindet, nicht die Apple-Nachrichten. Es ist aber das Verdienst der MacTechNews-Macher, dass sie es irgendwie geschafft haben, die (aus meiner Sicht) interessanteste deutschsprachige Apple-Community bei sich zu versammeln. Und sie tragen die technischen und administrativen Kosten. Es ist, wie vieles im Internet, eben eine kommerziell-nichtkommerzielle Symbiose.
Jedenfalls habe ich seit ca. 1997 keinen Fernseher mehr und immer wenn ich mal wo die Glotze laufen sehe denke ich mir, gut, dass ich diesen Scheiß (85%) und Zeitfresser (10%) mir nicht mehr antue.
Da sind wir uns ja wie gesagt völlig einig.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Weia
Weia26.09.2001:49
Stefan S.
Weia
Abgesehen davon gehören zu dem Internet, das ich nicht missen möchte, auch Google
Das führt zu Filter Bubbles und letzlich Verblödung
Das führt zu allererst mal zu einem um einen Quantensprung erhöhten Zugriff auf das Wissen der Welt. Der Suchalgorithmus von Google ist unübertroffen und einfach genial. Das war ein kultureller Meilenstein, dessen Ausmaß heute viele gar nicht mehr erkennen, weil das Googlen ein so selbstverständlicher Teil des Alltags geworden. Aus meiner wissenschaftlichen Arbeit ist Google überhaupt nicht mehr wegzudenken; vieles von dem, was ich tue, wäre ohne Google schlicht unmöglich.

Filter Bubbles sind gemessen daran ein vernachlässigbares Randphänomen. Meinetwegen führen sie bei Google zu 1% Verblödung, nachdem Google zuvor zu 1.000.000% Horizonterweiterung geführt hat.

Würden wir über FaceBook reden – das wäre eine ganz andere Geschichte mit den Filter Bubbles. Aber FaceBook lehne ich auch rundherum ab.

Wäre es schöner, wenn Google im akademischen Kontext verblieben wäre und die gigantischen Serverfarmen von der UNO finanziert würden? Ja. Hat sich halt leider (und vielleicht bezeichnenderweise) nicht so entwickelt.
Weia
und Amazon
Toll, noch ein Monopol, well done, mate.
Ja, aber noch ein verdientes. Ich will gar nicht wissen, wie Online-Stores heute noch aussehen würden, hätte es Jeff Bezos nicht gegeben. Und wenn ich von irgendeinem Produkt auf der Welt wissen will, welche Erfahrungen Nutzer damit gemacht haben, dann finde ich nirgendwo auch nur annähernd so wertvolle Informationen wie bei Amazon. Auf meinem Nachttisch würden sich noch viel mehr ungelesene Bücher stapeln, hätte ich nicht so viel Zeit durch Amazon gewonnen. Auch ein Beitrag zur Horizonterweiterung.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia26.09.2001:52
Stefan S.
Wie schon gesagt, Werbung ist nur der harmlos klingende PR-Begriff für den Angriff auf deine Internetnutzung
Wer ist der Angreifer?
nebst Aufenthaltsorten
Die Anzeigen preisen immer Geschäfte in Münster an. Da war ich noch nie.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-3
teorema67
teorema6726.09.2009:55
Stefan S.
Wie wäre es, wenn man bei MTN ankreuzen könnte in welchen Bereichen man Werbung sehen möchte ...

Da möchte ich doch gerne wieder darauf hinweisen, dass MTN nicht das Problem ist. Für 1,25 pro Monat ist man hier vom Werbeirrsinn befreit.

Der Tag wird kommen, an dem die Anbieter gezwungen werden, ein Werbefrei-Angebot vorzuhalten. Dass Seiten und Inhalte irgendwie finanziert werden müssen, ist unstrittig.
„«Oh, Stan!» (Francine Smith)“
0
Urkman26.09.2010:35
teorema67
Stefan S.
Wie wäre es, wenn man bei MTN ankreuzen könnte in welchen Bereichen man Werbung sehen möchte ...

Da möchte ich doch gerne wieder darauf hinweisen, dass MTN nicht das Problem ist. Für 1,25 pro Monat ist man hier vom Werbeirrsinn befreit.

Man wird aber trotzdem weiter per Analytics getrackt...
teorema67
Der Tag wird kommen, an dem die Anbieter gezwungen werden, ein Werbefrei-Angebot vorzuhalten. Dass Seiten und Inhalte irgendwie finanziert werden müssen, ist unstrittig.

Jeder kann und soll mit seinen Angeboten Geld verdienen...
Es ist nur die Art und Weise, die nicht geht. Man kann mir auch Werbung anzeigen ohne mich umfassend zu tracken...

Ich habe gestern die Cookie Einstellungen vorgenommen und heute Morgen kommt das Fenster wieder... Man wird hier dazu gedrängt den ˋAlles akzeptierenˋ Button zu klicken, und das z.B. geht garnicht...
+6
Philantrop
Philantrop26.09.2010:59
teorema67
Stefan S.
Wie wäre es, wenn man bei MTN ankreuzen könnte in welchen Bereichen man Werbung sehen möchte ...

Da möchte ich doch gerne wieder darauf hinweisen, dass MTN nicht das Problem ist. Für 1,25 pro Monat ist man hier vom Werbeirrsinn befreit.

Der Tag wird kommen, an dem die Anbieter gezwungen werden, ein Werbefrei-Angebot vorzuhalten. Dass Seiten und Inhalte irgendwie finanziert werden müssen, ist unstrittig.

Hier haben wir ein weiteres Problem: Der Kauf bedeutet ausdrücklich NICHT - dass nicht trotzdem Daten von dir erhoben und dritte weitergegeben werden. Der "Kaufen" Button ist völlig intransparent und spricht nur davon keine Werbung zu sehen - nicht das keine werberelevanten Daten erhoben werden.

Das ist übrigens bei nahezu allen Anbietern gleich - man erkauft sich ein anderes Erscheinungsbild - nicht weniger Datenspionage. Das macht es mit Verlaub, noch hinterhältiger.
+3
TorstenK26.09.2011:03
Naja ich merke schon, ich bin mit der Erwähnung des Thema TRACKING auf einen wichtigen Punkt gestoßen. Mir ist es erst so richtig durch die neue Version Safari 14 bewusst geworden. Da kommt dabei so ein Gefühl bei mir auf, ich werde beobachtet und mein Verhalten im Net wird analysiert > Unbehagen dabei stellt sich ein.

Andererseits benötigt der Seitenbetreiber irgendwie auch einen Anreiz regelmäßig die Seite mit News zu füttern und die dafür notwendigen Personalkosten zu decken. An dieser Stelle treffen treffen dann die gegensätzlichen Interessen voll aufeinander: Privatsphäre und Einnahmen generieren.

Die Lösung dafür ist schwierig.
0
teorema67
teorema6726.09.2011:08
Urkman
Man wird aber trotzdem weiter per Analytics getrackt...

Das ist mir persönlich relativ egal, solange mich das nicht beeinträchtigt.


Philantrop
Der Kauf bedeutet ausdrücklich NICHT - dass nicht trotzdem Daten von dir erhoben und dritte weitergegeben werden. Der "Kaufen" Button ist völlig intransparent und spricht nur davon keine Werbung zu sehen - nicht das keine werberelevanten Daten erhoben werden.

Hab ich auch nicht behauptet. Ich möchte von der Werbung nicht belästigt werden. Die Erhebung werberelevanter Daten läuft ins Leere, wenn sie mir keine Werbung zeigen können.
„«Oh, Stan!» (Francine Smith)“
+1
Philantrop
Philantrop26.09.2011:24
teorema67
Hab ich auch nicht behauptet. Ich möchte von der Werbung nicht belästigt werden. Die Erhebung werberelevanter Daten läuft ins Leere, wenn sie mir keine Werbung zeigen können.

Ui. Ne. So einfach ist das nicht.
Natürlich wird dein Surfverhalten hier, für Werbung bei anderen Seiten genutzt. Bzw. dein Profil und deine Daten weiterverkauft. Nur hier, wo du bezahlst, bekommst du sie nicht zu sehen.

Kurzum - du gibst Geld aus um etwas nicht zu sehen - bezahlst aber weiterhin wie jeder andere, trotzdem mit deinen Daten. Das ist ein denkbar schlechter Deal.
+3
marm26.09.2011:35
MTN ist eigentlich wirklich harmlos. Die Einstellungen bleiben bei mir längere Zeit erhalten. Wenn ich mich recht erinnere, musste ich die Einstellungen noch gar nicht erneuern.
Bei Golem dreht sich bei jedem Start von Safari und dem Erstaufruf der Webseite erstmal eine Art Sanduhr und nur bei Golem pur lässt sich sofort der Button drücken.
Meine digitale Tageszeitung schafft es, noch einen drauf zu legen: Bei jedem Start von Safari und Aufruf der Webseite öffnet die Cookie-Einstellung. JEDESMAL Und jedesmal kann ich alle notwendigen Tracker abschalten. Das nervt! Die Zahl der Tracker steht der von MTN nicht nach. Dabei habe ich diese Zeitung abonniert.
-2
beanchen26.09.2012:38
teorema67
Stefan S.
Wie wäre es, wenn man bei MTN ankreuzen könnte in welchen Bereichen man Werbung sehen möchte ...

Da möchte ich doch gerne wieder darauf hinweisen, dass MTN nicht das Problem ist. Für 1,25 pro Monat ist man hier vom Werbeirrsinn befreit.

Der Tag wird kommen, an dem die Anbieter gezwungen werden, ein Werbefrei-Angebot vorzuhalten. Dass Seiten und Inhalte irgendwie finanziert werden müssen, ist unstrittig.
Gegen Werbung spricht doch überhaupt nichts. Die klassischen Printmedien waren und sind voll davon. Aber selbst eine vollseitige Anzeige hindert mich nicht am umblättern oder am zu Ende lesen eines Artikels. In den Anfangszeiten von MTN war das ähnlich; einzelne von Hand platzierte Anzeigen ausgesuchter Partner. Und dann ging der fremdgesteuerte Werbewahnsinn los. Seiten laden nicht mehr richtig, Texte springen hin und her und man muss sich ständig mit der Machete den Blick zu den Artikeln durch den Werbedschungel freikämpfen. Das ganze dann auch noch dutzendfach getrackt und die Daten schön in die Welt hinaus posaunt.
Das kann so nicht weitergehen und der Gesetzgeber arbeitet daran.
Gerade hier, wo in jedem zweiten Software-Post "Oh Gott, bloß kein Abo" zu lesen ist, bekommt man bei Kritik an übermäßiger Werbung ständig zu hören, man solle doch eines abschließen. Ich kann aber genauso wenig überall bezahlen, wo ich mal kurz reinschauen möchte, wie ich mir selten benutze Software im Dauerabo leisten kann.
+4
Weia
Weia26.09.2013:08
teorema67
Ich möchte von der Werbung nicht belästigt werden. Die Erhebung werberelevanter Daten läuft ins Leere, wenn sie mir keine Werbung zeigen können.
Dieser Satz beleuchtet einen wichtigen Unterschied zwischen zwei Fraktionen hier, die sich auf den ersten Blick scheinbar einig sind, sich in Wirklichkeit aber an höchst unterschiedlichen Dingen stören.

Die einen, so wie du, stören sich primär an der aufdringlichen Werbung; ob personalisiert oder nicht, ist dabei eher zweitrangig.

Die anderen stören sich primär an dem dahinterliegenden Tracking, selbst dann, wenn das (mangels angezeigter Werbung) gar nicht zu sichtbarer personalisierter Werbung führen kann. (Es ist ja auch höchst unplausibel, dass einen die Personalisierung der Werbung als solche stört – warum sollte einen Werbung weniger stören, wenn sie für einen selbst irrelevante Dinge bewirbt? Die einzige Erklärung hierfür wäre, dass man sich bei interessanter Werbung unentwegt zu Impulskäufen verführen lässt, die man danach betreut – das ist dann aber eigentlich ein ganz anderes Problem. )

Wen das Werbe-Tracking also unabhängig von der Werbung stört, der befürchtet ganz offenkundig, dass damit noch andere, finstere Dinge angestellt werden. Welche das sein sollen, konnte mir aber noch niemand plausibel erklären. Es werden irgendwelche numinosen Ängste angefacht, die offenbar je beunruhigender wirken, je verschwommener ist, was genau das Problem sein soll. Deswegen frage ich ja stets, wenn jemand von Überwachung à la 1984 fabuliert, wer denn der Überwacher ist. Und da kommt nie eine Antwort.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
teorema67
teorema6726.09.2013:50
Philantrop
Ui. Ne. So einfach ist das nicht.
Natürlich wird dein Surfverhalten hier, für Werbung bei anderen Seiten genutzt. Bzw. dein Profil und deine Daten weiterverkauft ...

Echt? So was gibt's? - Nee Spaß beiseite, du hast mich nicht verstanden. Mir ist Tracking egal und den Verkauf irgendwelcher Daten (die meistens noch nicht einmal korrekt sind) kann ich eh nicht verhindern. Ich will deren Erfolg verhindern, indem ich die ach so wohlmeinenden Aktionen der Werbebastler ins Leere laufen lasse.



Weia
Die einen, so wie du, stören sich primär an der aufdringlichen Werbung; ob personalisiert oder nicht, ist dabei eher zweitrangig.

Die anderen stören sich primär an dem dahinterliegenden Tracking, selbst dann, wenn das (mangels angezeigter Werbung) gar nicht zu sichtbarer personalisierter Werbung führen kann.

Du hast mich verstanden



beanchen
Gegen Werbung spricht doch überhaupt nichts. Die klassischen Printmedien waren und sind voll davon ...

Die klassischen Printmedien kennen mich nicht und die Quantität ist begrenzt. Die heutige Internet- und Fernsehwerbung ist dagegen quantitativ eine Pest und qualitativ miserabel.

Wenn ich an die Werbung im ital. Privatfernsehen der 1970er zurückdenke, dann war das gar nix im Vergleich zu dem, was uns heute reingewürgt wird. Besonders schlimm finde ich TVnow und Konsorten, wo jedes Vorspulen einen neuen Werbeblock auslöst, das brauch ich nicht.
„«Oh, Stan!» (Francine Smith)“
+1
Maniacintosh
Maniacintosh26.09.2014:50
Weia
Dieser Satz beleuchtet einen wichtigen Unterschied zwischen zwei Fraktionen hier, die sich auf den ersten Blick scheinbar einig sind, sich in Wirklichkeit aber an höchst unterschiedlichen Dingen stören.

Die einen, so wie du, stören sich primär an der aufdringlichen Werbung; ob personalisiert oder nicht, ist dabei eher zweitrangig.

Die anderen stören sich primär an dem dahinterliegenden Tracking, selbst dann, wenn das (mangels angezeigter Werbung) gar nicht zu sichtbarer personalisierter Werbung führen kann. (Es ist ja auch höchst unplausibel, dass einen die Personalisierung der Werbung als solche stört – warum sollte einen Werbung weniger stören, wenn sie für einen selbst irrelevante Dinge bewirbt? Die einzige Erklärung hierfür wäre, dass man sich bei interessanter Werbung unentwegt zu Impulskäufen verführen lässt, die man danach betreut – das ist dann aber eigentlich ein ganz anderes Problem. )

Also ich störe mich an beidem: Aufdringliche Werbung in Form von blinkenden in den Vordergrund springenden Bannern, die bestenfalls auch noch Krach machen, geht gar nicht. Ich hätte ja nicht mal etwas gegen Werbung im Internet, wenn sie sich wie eine Anzeige in einer Zeitung/Zeitschrift verhalten würde: Statisch, nicht animiert und ich kann einfach dran vorbeiscrollen. Bei YouTube oder einem Video woanders, ist auch ein Werbespot vollkommen okay - ich rechne schließlich wegen des Videos eh mit bewegten Bildern und Ton.

Aber auch das Tracking stört mich, zumal es eben - wie man an der Anbieterliste hier bei MTN oder auch anderswo sieht - nicht nur der Betreiber des Werbenetzwerkes ist, Dutzende, wenn nicht sogar Hundert "Partner" wollen mich ausspähen. Das kann doch nun wirklich nicht für Werbung nötig sein. Die erste Regel des Datenschutzes ist Datensparsamkeit.
Wen das Werbe-Tracking also unabhängig von der Werbung stört, der befürchtet ganz offenkundig, dass damit noch andere, finstere Dinge angestellt werden. Welche das sein sollen, konnte mir aber noch niemand plausibel erklären. Es werden irgendwelche numinosen Ängste angefacht, die offenbar je beunruhigender wirken, je verschwommener ist, was genau das Problem sein soll. Deswegen frage ich ja stets, wenn jemand von Überwachung à la 1984 fabuliert, wer denn der Überwacher ist. Und da kommt nie eine Antwort.

Gelegenheit macht Diebe. Die Dinge müssen ja nicht mal finster sein, insbesondere nicht mal bei der eigentlich erhebenden Stelle. Schönes Beispiel sind die Datenaufnahmeblätter in der Gastronomie wegen Corona. Es hat schon einen Grund, warum sich viele da als Darth Vader oder Micky Maus identifizieren. Der ursprüngliche Zweck der Datenerhebung ist die Infektionsnachverfolgung im Falle des Falles, teilweise haben aber andere Behörden als das Gesundheitsamt viel öfter Einsicht in die Daten genommen. Jetzt mag man sich denken: Ich hab ja nichts zu verbergen, ich bin unbescholten. Dennoch lege ich keinen gesteigerten Wert darauf aus irgendwelchen dummen Zufällen in ein krudes Raster zu fallen, wenn diese Daten mal von Ermittlungsbehörden zusammengeführt werden, weil eine kriminelle Vereinigung zufällig auch öfter mal bei meinem Lieblings-Italiener war und sich genauso zufällig auch für Apple-Produkte interessiert. Und schwupps findet ein Richter, dass auch so verdächtig und genehmigt die Telekommunikationsquellenüberwachung bei mir. Find ich ehrlich gesagt nicht so geil.

Wer wirklich nichts zu verbergen hat, kann sich gerne bei nackig machen und auch den Staat vielleicht Überwachungskameras bei sich im Klo und Schlafzimmer installieren lassen. Ich lege jedenfalls keinen gesteigerten Wert darauf übermäßig große Datenspuren zu hinterlassen. Dabei würde ich mich nicht mal als Datenschutz-Aktivist bezeichnen und blocke gar nicht mal alles weg. Viel zu oft klicke ich wirklich blauäugig mal auf einen Link. Aber die Erfahrung zeigt: Daten die - wenn auch aus völlig anderem Grund - einmal da sind, wecken Begehrlichkeiten und irgendwann erfolgt die Zusammenführung.
+1
Weia
Weia26.09.2015:33
Maniacintosh
Also ich störe mich an beidem: Aufdringliche Werbung in Form von blinkenden in den Vordergrund springenden Bannern, die bestenfalls auch noch Krach machen, geht gar nicht.
Da bin ich sofort bei Dir. Werbung hat statisch und ruhig zu sein (meinetwegen außer man startet gezielt ein Video etc.).

Ich frage mich, ob das nicht auch ein Ansatzpunkt für Webbrowser wäre: den Autostart jeglicher animierter Inhalte zu blockieren. Das müsste doch technisch völlig unabhängig von anderen Gesichtspunkten machbar sein.

Wenn dann ein weit verbreiteter Browser sogar noch die Option anböte, alles, was ungefragt starten will, erstmal nur als graue Fläche darzustellen, würde sich die Werbewirtschaft vielleicht besinnen.
Gelegenheit macht Diebe. Die Dinge müssen ja nicht mal finster sein, insbesondere nicht mal bei der eigentlich erhebenden Stelle. Schönes Beispiel sind die Datenaufnahmeblätter in der Gastronomie wegen Corona. Es hat schon einen Grund, warum sich viele da als Darth Vader oder Micky Maus identifizieren. Der ursprüngliche Zweck der Datenerhebung ist die Infektionsnachverfolgung im Falle des Falles, teilweise haben aber andere Behörden als das Gesundheitsamt viel öfter Einsicht in die Daten genommen.
Ist Letzteres eine Mutmaßung oder irgendwie aktenkundig? Du sprichst hier sicher einen ganz wichtigen Punkt an; Datenmissbrauch für gänzlich andere als die vorgesehenen Zwecke muss so gut wie möglich verhindert werden.

Ich frage mich nur, woher diese große Angst bei vielen kommt, dass dieser Missbrauch hier am laufenden Meter tatsächlich passiert. Ich meine, wir leben in einer ziemlich gut funktionierenden Demokratie und nicht in einer Diktatur, wo ich das nachvollziehen könnte. Aber wenn jemand aus einer numinosen Angst heraus, die Info, er habe im Restaurant X gegessen, könne missbraucht werden (wofür?), mit Darth Vader unterzeichnet und damit im schlimmsten Fall durch seine Nicht-Nachverfolgbarkeit einen Corona-Toten verantworten muss, dann sind die Maßstäbe völlig verrutscht.

Wie wahrscheinlich ist es, dass eine durch die falsche Namensangabe im Restaurant ausgelöste Ereigniskette am Ende zu einem Corona-Toten führt? Sehr unwahrscheinlich. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Information, man habe in diesem Restaurant gegessen, missbraucht wird und dann zu Nachteilen für einen selbst führt, ist noch viel unwahrscheinlicher. Wer hier Datenschutz über Lebensgefährdung stellt, muss sich den Verdacht gefallen lassen, leicht paranoid zu sein (oder völlig egozentrisch und verantwortungslos).

Datenmissbrauch ist gesetzlich klar untersagt. Wem das nicht reicht, der hat das grundsätzliche Vertrauen in das Funktionieren dieses Staates verloren (eines der am besten auf der Welt funktionierenden …). Und das ist dann ein ganz anderes und viel größeres Problem.

Das soll nicht heißen, dass bei wirklich wichtigen Daten nicht auch ein Schutz vor dem Saat angezeigt ist. Aber in welchem Restaurant man gegessen hat und auf welche Anzeigen im Internet man geklickt hat, gehört zu diesen wirklich wichtigen Daten nicht dazu.
Jetzt mag man sich denken: Ich hab ja nichts zu verbergen, ich bin unbescholten.
Nein, dass das kein Argument ist, sollte jedem hier hoffentlich klar sein.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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