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Thunderbolt 3 to Firewire 800

Bego
Bego11.01.2113:35
Liebe Leute 😊
Nach langem ringen habe ich mit jetzt doch ein MacBook Pro M1 (1TB 16GB) gekauft, weil meine älteren Macs aus 2012 stammen (aber immer noch fleißig ihren dienst tun). Für mich ergibt sich aber jetzt dass Problem dass ich mein teures und sehr gutes Audiointerface (RME Fireface 800) nicht mehr am MacBook anschließen kann. Eine suche für eine direkten Umstecker von Thunderbolt 3 (USB-C) nach FireWire 800 war erfolglos. Und für einen teuren Thunderbolt 3 Huub habe ich momentan das Geld nicht mehr. Wer kent eine kostengünstige funktionierende Lösung...?
Funktioniert z.B. ein Adapter van Thunderbolt 3 to Thunderbolt 2 und dann einer von Thunderbolt 2 to Firewire 800...?
Danke für schonmal Antworten...😀 👍
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Kommentare

Weia
Weia11.01.2113:54
Bego
Funktioniert z.B. ein Adapter van Thunderbolt 3 to Thunderbolt 2 und dann einer von Thunderbolt 2 to Firewire 800...?
Ja, das funktioniert tadellos (und ist auch die einzig bekannte und damit die Lösung schlechthin).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+12
beanchen11.01.2114:12
Bego
Funktioniert z.B. ein Adapter van Thunderbolt 3 to Thunderbolt 2 und dann einer von Thunderbolt 2 to Firewire 800...?
Kann ich auch und aus eigenen Erfahrung bestätigen: Hier einfach den letzten Schritt auf FW400 weglassen.
+4
milk
milk11.01.2114:28
beanchen
Hier einfach den letzten Schritt auf FW400 weglassen.
Geht nicht, der iPod hat kein FireWire 800.
+2
Bego
Bego11.01.2114:31
Danke euch allen 😀✌️
+3
silversurfer2211.01.2114:32
ist das denn noch einer der ALLERersten iPods ?
ab 2004 (Click Wheel) geht auch USB
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milk
milk11.01.2115:21
Meine iPods habe alle FireWire 400, aber das hat mir der ursprünglichen Frage natürlich nichts zu tun.
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X-Jo11.01.2116:12
Am Mac mini 2018: Adapter TB3 auf TB2, Adapter TB2 auf FireWire 800, Kabel FireWire 800 auf 400.
- Mein Apogee DAC funktioniert problemlos.
- Mein Elgato EyeTV 320 SAT-Receiver (FireWire 400) geht nicht, EyeTV 4 stürzt ab und reißt sogar das System mit Kernel Panic!
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Bego
Bego12.01.2109:49
Eigentlich ist es erstaunlich dass es keinen direkten Umstecker von Thunderbolt 3 nach Firewire 800 gibt. Wenn man im Internet forscht, gib es noch tausende Firewire Apparate die noch gebraucht werden. Ich selber habe da schon sechs von, 3 Kameras, 2 HD's und ein Audio Interface. Man schmeißt das doch nicht alles zum Elektroschrott, bloß weil es keinen vernünftigen Umstecker mehr gibt. Meistens waren die Firewire Apparate auch das hochwertigere Equipment, z.B. meine Sony Kameras die einige Tausend gekostet haben.

Weiß jemand ob nur Apple Thunderbolt Umstecker funktionieren, oder auch die billigeren USB-C nach Mini DisplayPort...?
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spheric
spheric12.01.2110:29
Bego
Eigentlich ist es erstaunlich dass es keinen direkten Umstecker von Thunderbolt 3 nach Firewire 800 gibt. Wenn man im Internet forscht, gib es noch tausende Firewire Apparate die noch gebraucht werden. Ich selber habe da schon sechs von, 3 Kameras, 2 HD's und ein Audio Interface. Man schmeißt das doch nicht alles zum Elektroschrott, bloß weil es keinen vernünftigen Umstecker mehr gibt. Meistens waren die Firewire Apparate auch das hochwertigere Equipment, z.B. meine Sony Kameras die einige Tausend gekostet haben.

Weiß jemand ob nur Apple Thunderbolt Umstecker funktionieren, oder auch die billigeren USB-C nach Mini DisplayPort...?
Nein. USB auf FireWire gibt es nicht, und hat noch nie funktioniert.

Allerdings sollte spätestens seit 2012, als die ersten „Pro“ Laptops ohne FireWire kamen, klar sein, dass man über kurz oder lang eine Exit-Strategie brauchen würde.

Für die teure Hardware lohnt sich die Dongle-Kette, und die funktioniert auch noch wunderbar — sofern der Hersteller die Geräte noch mit Software unterstützt. UAD z. B. hat die FireWire-Geräte ab Big Sir im Regen stehen lassen.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
+1
Weia
Weia12.01.2111:34
Bego
Man schmeißt das doch nicht alles zum Elektroschrott, bloß weil es keinen vernünftigen Umstecker mehr gibt.
Aber an Thunderbolt 3 → Thunderbolt 2 → FireWire 800 ist nichts unvernünftig. Was ist Dein Problem? Es gibt doch genau das, was Du willst. Ja, es ist nicht 1 Adapter, sondern 2 in Reihe – aber was ist daran schlimm? Das funktioniert absolut zuverlässig und es gibt nicht den geringsten Anlass, etwas auf den Elektroschrott zu schmeißen.
Weiß jemand ob nur Apple Thunderbolt Umstecker funktionieren, oder auch die billigeren USB-C nach Mini DisplayPort...?
Was bitte haben USB-C und Mini DisplayPort mit Thunderbolt und FireWire zu tun?

Ich schrieb oben schon:

Ja, das funktioniert tadellos (und ist auch die einzig bekannte und damit die Lösung schlechthin).

Was genau ist daran unverständlich?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Deichkind12.01.2113:32
X-Jo
Am Mac mini 2018: Adapter TB3 auf TB2, Adapter TB2 auf FireWire 800, Kabel FireWire 800 auf 400.
- Mein Elgato EyeTV 320 SAT-Receiver (FireWire 400) geht nicht, EyeTV 4 stürzt ab und reißt sogar das System mit Kernel Panic!
Mit EyeTV 3 macOS 10.13 liefen diese Geräte noch. Ich habe für den Versuch am MacBook Air zwar nur den EyeTV 310 (DVB-S) eingesetzt, bezweifle aber nicht, dass das auch auf den EyeTV 320 zutrifft. Die Software für diese Geräte geht wohl nur bis macOS 10.14.
+1
UWS12.01.2113:42
speric
UAD z. B. hat die FireWire-Geräte ab Big Sir im Regen stehen lassen.
Yep, ich weiß schon, warum ich bei RME kaufe .... nur mal so als persönliches Statement...
+1
spheric
spheric12.01.2113:57
UWS
speric
UAD z. B. hat die FireWire-Geräte ab Big Sir im Regen stehen lassen.
Yep, ich weiß schon, warum ich bei RME kaufe .... nur mal so als persönliches Statement...
Metric Halo hatte auch schon (wie immer) einige Wochen vor der VÖ von Big Sur kompatible Treiber fertig.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
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UWS12.01.2114:09
spheric
Metric Halo hatte auch schon (wie immer) einige Wochen vor der VÖ von Big Sur kompatible Treiber fertig.
Yep, ich sag ja auch nicht, dass RME die einzig gute Firma auf diesem Planeten ist... Aber davon mal ab, wenn man Audio-Hardware hat, die den Preis eines neuen Rechners übersteigt, ist man mit derartigen Entscheidungen wie bei UAD (wenn es denn dabei bleibt...) gelinde gesagt nicht glücklich.

Aber das ist jetzt auch schon eher OT bezogen auf das Thema des Threads, also Asche auf mein Haupt...
+2
beanchen12.01.2114:19
Bego
Eigentlich ist es erstaunlich dass es keinen direkten Umstecker von Thunderbolt 3 nach Firewire 800 gibt. Wenn man im Internet forscht, gib es noch tausende Firewire Apparate die noch gebraucht werden.
Aber genau daran ist doch nichts erstaunlich!? Wenn die Geräte nicht im Schrank verstauben sondern genutzt werden, sollte der Adapter von FW400 auf FW800 schon seit Erscheinen von FW800 vorhanden sein, der Adapter von FW800 auf TB2 bei Erscheinen von TB2 und der von TB2 auf TB3 bei Erscheinen von TB3. Warum jetzt also einen neuen Adapter, der die anderen ja auch nur zum Teil ersetzt, da ja Geräte mit jeglichen Anschlüssen in der Kette vorhanden sein könnten?
+2
milk
milk12.01.2114:21
UWS
Yep, ich weiß schon, warum ich bei RME kaufe
Unendlich lang werden auch die FireWire nicht mehr supporten. Das ist eben der Lauf der Dinge.
Mein Musik-Mac läuft mit 10.6.8, da gibt es keine Treiberprobleme.
+3
spheric
spheric12.01.2114:56
milk
UWS
Yep, ich weiß schon, warum ich bei RME kaufe
Unendlich lang werden auch die FireWire nicht mehr supporten. Das ist eben der Lauf der Dinge.
Mein Musik-Mac läuft mit 10.6.8, da gibt es keine Treiberprobleme.

Ich bin tatsächlich etwas überrascht, dass FW es auf die M1-Macs geschafft hat. Der Firewire-Stack ist allerdings seit Big Sur soweit ich weiß offiziell abgekündigt; heißt, in ein oder zwei Jahren wird die Schnittstelle in den neuesten OS wohl auch via Thunderbolt endgültig nicht mehr unterstützt werden.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
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ww
ww12.01.2114:57
sollte der Adapter von FW400 auf FW800

Da reicht doch ein Kabel. Ein Stecker FW400 der andere FW800. Fertig
+3
UWS12.01.2114:58
milk
Das ist eben der Lauf der Dinge.
Ja korrekt, aber manchmal kann man den Lauf der Dinge doch ein ganz klein wenig bremsen...
Mein Musik-Mac läuft mit 10.6.8
Schöne Story dazu... The Mac, The Myth, The Legend: How Snow Leopard became synonymous with reliability
+2
beanchen12.01.2115:10
ww
sollte der Adapter von FW400 auf FW800

Da reicht doch ein Kabel. Ein Stecker FW400 der andere FW800. Fertig
Es soll durchaus Geräte mit festem Kabel geben.
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Weia
Weia12.01.2115:16
beanchen
Es soll durchaus Geräte mit festem Kabel geben.
Bei FireWire? Habe ich noch nie gesehen, und ich hatte/habe sehr viele FireWIre-Geräte. Kannst Du ein Beispiel nennen?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
ww
ww12.01.2115:23
Es soll durchaus Geräte mit festem Kabel geben.
Stimmt - Asche auf mein Haupt!
Bei FireWire? Habe ich noch nie gesehen, und ich hatte/habe sehr viele FireWIre-Geräte. Kannst Du ein Beispiel nennen?
Ich hatte mal einen Cardreader da war das Kabel fest verbaut. Betonung auf HATTE
+1
pb_user
pb_user12.01.2115:38
gilt das hier geschriebene über die adapterketten eigentlich auch für TB1 ?
danke im voraus.
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milk
milk12.01.2115:41
pb_user
gilt das hier geschriebene über die adapterketten eigentlich auch für TB1 ?
Ja, du kannst auch an einem Thunderbolt-Anschluss der ersten Generation FireWire-Geräte mit Adaptern betreiben.
+2
spheric
spheric12.01.2116:11
Weia
beanchen
Es soll durchaus Geräte mit festem Kabel geben.
Bei FireWire? Habe ich noch nie gesehen, und ich hatte/habe sehr viele FireWIre-Geräte. Kannst Du ein Beispiel nennen?
Mehrere Serien von mobilen Festplatten von LaCie hatten fest verbaute Kabel.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
+1
beanchen12.01.2116:20
@Weia

Genau, wie schon erwähnt, CardReader und kleine Festplatten.
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Weia
Weia12.01.2116:21
spheric
Weia
beanchen
Es soll durchaus Geräte mit festem Kabel geben.
Bei FireWire? Habe ich noch nie gesehen, und ich hatte/habe sehr viele FireWIre-Geräte. Kannst Du ein Beispiel nennen?
Mehrere Serien von mobilen Festplatten von LaCie hatten fest verbaute Kabel.
Ich dachte auch nur an seriöse Hersteller.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia12.01.2116:22
beanchen
Genau, wie schon erwähnt, CardReader und kleine Festplatten.
Ah, OK, danke!
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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milk
milk12.01.2117:01
Weia
[LaCie] Ich dachte auch nur an seriöse Hersteller.
Lustig, dass ich das heute von dir lese. Gerade gestern habe ich eine alte LaCie-PorscheDesign-FireWire-Platte wieder in Betrieb genommen und mich mal wieder ertappt beim Beten, dass die nie kaputt geht. Denn ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich das Gehäuse aufkriegen kann. Ganz anders das Gehäuse von Onnto, das ich noch habe. Drei kleine Schrauben lösen, und schon kann man die Platte samt Controller herausziehen. (Was ich mittlerweile so oft gemacht habe, dass nur noch eine Schraube übrig ist. Die anderen hat der Teppich verschlungen und nie wieder rausgerückt.)
+2
spheric
spheric12.01.2118:06
Irgendwie traurig… Ende 80er ging das los, und LaCie waren irgendwie immer ein Standard… Die d2 waren als 19"-fähige Platten richtig cool. Aber nachdem von den alten Netzteilen immer wieder welche abgeraucht sind (der Support war immerhin gut und hat mir ohne Diskussion drei oder vier davon getauscht) hatte, hat LaCie bei den späteren Gehäusen immerhin Standard-Netzteile genommen; von denen ist mir nie eins gestorben.

Dafür haben sie dann irgendwann ausgerechnet Seagate als exklusiven Laufwerkslieferanten gekauft… Danach waren sie mir dann egal...
„Früher war auch schon früher alles besser!“
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Weia
Weia12.01.2119:01
spheric
LaCie waren irgendwie immer ein Standard… Die d2 waren als 19"-fähige Platten richtig cool. Aber nachdem von den alten Netzteilen immer wieder welche abgeraucht sind (der Support war immerhin gut und hat mir ohne Diskussion drei oder vier davon getauscht) hatte, hat LaCie bei den späteren Gehäusen immerhin Standard-Netzteile genommen; von denen ist mir nie eins gestorben.
Lustig, wie unterschiedlich Erfahrungen sein können. LaCie ein Standard? Höchstens ein Standard als um jeden Preis zu vermeidender Hersteller … Ich habe 2002/3 6 d2-1TB-Platten für immerhin um die 8000€ gekauft und die sind (obwohl aus unterschiedlichen Chargen) gestorben wie die Fliegen (die Platten, nicht die Netzteile!); eine einzige hat das zweite Jahr überlebt. Der Support war bei Dir gut? Bei mir war er nonexistent. Jegliche Versuche, die Support-Abteilung auch nur zu erreichen – Email, Fax, Telefon, Brief – schlugen fehl.

Jahre später stellte ich auf einer Messe, auf der zufällig auch LaCie ausstellte, einen Mitarbeiter zur Rede und der erklärte mir kleinlaut, die Supportabteilung existiere nur auf dem Papier; de facto kümmere sich die allermeiste Zeit niemand darum.

Seitdem ist LaCie für mich synonym mit betrügerischem Unternehmen, das es unbedingt zu vermeiden gilt. Zwei über Europa verteilte Freunde konnte ich nicht rechtzeitig warnen; die haben Jahre später denselben Fehler gemacht, etwas von LaCie gekauft und dann leider genau dieselben Erfahrungen wie ich machen müssen.

LaCie ist reines Blendwerk; die verkaufen nur ihr Gehäusedesign, das technisch oft so schlecht designt ist, dass die Festplatten darin offenbar den Hitzetod sterben.
Dafür haben sie dann irgendwann ausgerechnet Seagate als exklusiven Laufwerkslieferanten gekauft
Öhm, umgekehrt. Seagate hat LaCie gekauft. LaCie ist eine kleine Klitsche, die hätten nicht mal das Geld für die Portokasse von Seagate gehabt.

Möglicherweise ist die Qualität von LaCie nach dem Kauf durch Seagate besser geworden (mit Seagate habe ich nur gute Erfahrungen gemacht), aber ich will von dieser Marke nichts mehr wissen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
spheric
spheric12.01.2121:14
Du hast natürlich recht: Seagate hat LaCie gekauft.

Re: "Standard": War anscheinend vor Deiner Zeit.

In den späten 80ern und 90ern waren LaCie "standard", weil es einfach nicht viele Peripheriehersteller gab, die den Mac überhaupt unterstützten. 1998 waren LaCie wenn ich recht erinnere die ersten, die einen Mac-kompatiblen USB-CD-Brenner auf den Markt brachten und somit die einzige Option für iMac-Besitzer wie mich. (Allerdings haben sie diesen dann Anfang der 2000er nie offiziell unter OS X unterstützt — was natürlich wiederum richtig scheiße war.)

Mein Eindruck war, dass die zunehmende Unzuverlässigkeit der Laufwerke (abgesehen von den Netzteilen) eher von den Seagate-Platten herrührte, als von den Gehäusen. (Wikipedia scheint auch darauf hinzuweisen, dass Zuverlässigkeit der Platten bei Seagate mehrfach ein ernsthaftes Problem darstellte.)

Ja, der Support war erreichbar und hat geholfen. War so Mitte/Ende 2000er, glaube ich ich. Habe die Support-Mails nicht mehr wiedergefunden.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
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gfhfkgfhfk12.01.2122:30
spheric
In den späten 80ern und 90ern waren LaCie "standard", weil es einfach nicht viele Peripheriehersteller gab, die den Mac überhaupt unterstützten.
Bei Festplatten brauchte man keinerlei spezielles Apple Zubehör (wenn man von den nicht der Norm entsprechendem 25Pol SubD Stecker am Kabel absah), da liefen früher ganz normale SCSI Platten am Mac. Dank Apples Spielereien musste man aber entweder FWBs HDT nutzen oder das Apple Tool mit ResEdit verändern, so dass jede beliebige Festplatten genutzt werden konnte. Bei CD-ROMs lief es genauso, bei Tape Drives lief ohne Retrospect ohnehin nichts.
+3
Maniacintosh
Maniacintosh12.01.2123:52
Bego
Eigentlich ist es erstaunlich dass es keinen direkten Umstecker von Thunderbolt 3 nach Firewire 800 gibt. Wenn man im Internet forscht, gib es noch tausende Firewire Apparate die noch gebraucht werden. Ich selber habe da schon sechs von, 3 Kameras, 2 HD's und ein Audio Interface.

Ich finde das aus mehreren Gründen nicht so erstaunlich. Erstmal war FireWire - gerade FireWire 800 - außerhalb der Mac-Welt schon eher exotisch. Und auch wenn Thunderbolt etwas gebräuchlicher ist, so wirklich breit hat es sich auch nicht durchgesetzt in der Windowswelt. USB4 mag da nun etwas ändern, aber noch ist das halt nicht so weit. Und naja dann kam TB3 nun auch nicht direkt nach FW800. Da waren erst noch TB1 und TB2 zwischen und viele haben dann halt die Adapter aneinander gekettet, andere ihre FireWire-Geräte zwischenzeitlich ausgemustert und durch andere Hardware ersetzt. Der Markt für direkte Adapter dürfte einfach nicht groß genug gewesen sein. Von Thunderbolt auf FireWire ist mir ehrlich gesagt auch nur der von Apple bekannt.
Man schmeißt das doch nicht alles zum Elektroschrott, bloß weil es keinen vernünftigen Umstecker mehr gibt. Meistens waren die Firewire Apparate auch das hochwertigere Equipment, z.B. meine Sony Kameras die einige Tausend gekostet haben.

Das nicht; aber gerade bei Kameras hat der technische Fortschritt ja nun auch keinen halt gemacht. Zu FireWire-Zeiten war das meist noch SD, heute haben wir HD oder 4K. Bei Audio Interfaces ist mir jetzt nicht so der große Quantensprung bewusst, aber auch da gab es sicher Fortschritte. Da ist genug FW800-Hardware aus anderen Gründen außer Dienst gegangen.
+2
Tirabo13.01.2110:12
Maniacintosh

Die Produkte werden - leider - meist aussortiert, weil sie vom Hersteller nicht mehr unterstützt werden. Nur ganz wenige Audio-Interfaces sind überhaupt class-Compliant. Der Rest setzte auf Treiber und speziell angepasster Software.
Nach jedem jährlichen großen OS-Update von Apple muss immer wieder alles von den Audio-Herstellen angepasst werden. Dabei sind gerade Musik-Software-Hersteller nie die schnellsten. So vergehen gerne 2 bis 8 Monate, bis die Hersteller Ihre Treiber/Software angepasst haben.
Wenn dann noch nach ein Paar Jahren der Support überhaupt endet, dann hast Du teuren Schrott rumliegen, der zwar außerordentlich stabil lief und meist immer noch funktioniert aber durch fehlende Anbindung nicht mehr lauffähig ist. Die Audio-Interfaces greifen im Gegensatz zu Kameras tief in die Betriebssystemstruckturen ein.

Es gab zudem nicht viele FW800-Interfaces. Die waren sehr teuer. Die allermeisten 400er Interfaces laufen an M1-Macs auch nicht mehr, eben weil die Hersteller auch längst den Support dafür eingestellt haben.

Berufsmusiker müssen also sehr konservativ sein, wenn sie den Mac zur Produktion beruflich nutzen, immer mit dem Risiko, dass bei einem Update etwas nicht mehr funktioniert.

Das ist leider Apple-typisch.
+1
spheric
spheric13.01.2111:47
Tirabo
Maniacintosh

Berufsmusiker müssen also sehr konservativ sein, wenn sie den Mac zur Produktion beruflich nutzen, immer mit dem Risiko, dass bei einem Update etwas nicht mehr funktioniert.

Das ist leider Apple-typisch.
Mit Verlaub: Firewire stammt von 1998; die letzten Macs, an denen noch FW 400 verbaut wurde, kamen Anfang 2008 raus. Zu diesem Zeitpunkt war USB 2 längst brauchbar und auch im professionellen Audiobereich verbreitet.

Die ersten "Pro" Macs ohne Firewire kamen 2012 auf den Markt; der letzte mit Firewire 800 (der Mac Pro) wurde 2013 abgelöst. Wer sich danach noch ein Firewire-Interface zugelegt hat, der wusste genau, was er tat, oder er hat einfach nicht hingeguckt.
Dass jetzt Interfaces in Big Sur nicht mehr unterstützt werden, ist eine bewusste und konkrete Entscheidung der einzelnen Interface-Hersteller.

Wenn Apple allerdings den FW-Stack in ein oder zwei Versionen ganz rausschmeißt, sind zehn Jahre seit Entfernen der Schnittstelle vergangen. Und das heißt ja nicht, dass bestehenden Systeme aufhören zu laufen.
Ich denke, auch dem "konservativen" Musiker ist damit genüge getan…
„Früher war auch schon früher alles besser!“
0
Maniacintosh
Maniacintosh13.01.2112:33
Tirabo

Das Schlimme ist ja, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Class-compliant auch noch kein Garant für lange Verwendbarkeit ist. Auch wenn ich nicht Musik produziere, benutze ich als Hobby-DJ Audio Interfaces (in der Regel im Mischpult integrierte). Hatte da mal ein Denon DN-X1600, brauchte keine Treiber auf dem Mac. Ist angeblich Class compliant. Naja seit Sierra lässt sich dem Ding kein Ton mehr mit einem Mac entlocken. Der MIDI-Part funktioniert noch anstandslos.

Spätestens seit dem sind diese jährlichen Major Upgrades, die immer wieder mit der Kompatibilität brechen für mich ein Grauen. Immer die Angst, was danach nicht mehr geht. Zumal ich mit zunehmenden Alter auch der Spieltrieb alle neuen Funktionen mal auszuprobieren arg nachgelassen hat; inzwischen will ich Hard- und Software nur noch benutzen und sehe immer weniger den Selbstzweck an der Änderung, um der Änderung willen.
+3
Tirabo13.01.2112:54
Spheric, ich weiß jetzt gerade gar nicht was du von mir willst.

FW als Schnittstelle wird von Apple doch immer noch angeboten und zwar im TB-Protokoll. Zwar nicht direkt, aber es ist doch immer noch ohne Probleme möglich, FW-Geräte laufen zu lasen, solange sie eben nicht auf Treiber angewiesen sind. Das können dann Kameras oder Festplatten sein. Aber Audio-Interfaces haben sich immer schon tief in Apples Betriebssystem (Kernel Extensions) eingenistet. Damit waren sie immer von ständigen Änderungen des OS abhängig. Diese Unart ist mittlerweile nicht mehr zwingend notwendig. Im neuen Big Sur ist es bereits schwieriger für Software geworden, da Apple das Ende der Kernel Extensions eingeläutet hat.

Das Problem liegt also nicht nur an Apple selbst, sondern am gesamten Apple-Zirkus drumherum und am Versagen der Audio-Hersteller, nachhaltig Geräte für Computer zu entwickeln. Das ist halt mal wieder ein lukratives, weil schnelles Geschäft auf Kosten von Nachhaltigkeit. Im professionellen Studiobereich gibt es das nicht, da können Geräte ohne Probleme Jahrzehnte laufen, da Schnittstellen nachhaltig entwickelt werden.

Desweiteren kann man von keinem Kunden erwarten, seriöse Zukunftsprognosen über die Nachhaltigkeit von Schnittstellen und Kompatibilität zu Apple zu machen, dafür sind immer noch auch Hersteller verantwortlich.

Derzeit setze ich auf die TB-Schnittstelle von Antelope-Audio. Ob sie in Zukunft weiterhin funktioniert, bleibt abzuwarten. Ich weiß es nicht. Lustigerweise funktioniert sie derzeit mit USB am M1 gerade einwandfrei, weil sie via USB class-compliant ist. Ein TB-Update für Big Sur-Intel ist zum Glück für TB schon erfolgt, für M1 lässt es noch auf sich warten. Antelope reagiert zum Glück einigermaßen schnell auf Änderungen, mit ein Grund, mich für Antelope-Audio entschieden zu haben. Der andere Grund ist das echt klasse Team um Igor Levin, was ich sehr zu schätzen gelernt habe. Wie lange ich meinen Wandler jetzt nutzen kann, weiß ich natürlich auch nicht. Ich habe aber nicht unbedingt Lust Bock, alle 5 Jahre was neues zu kaufen und mich daran gewöhnen zu müssen. Fünf Jahre, wie schnell sind die mittlerweile rum?
0
Tirabo13.01.2113:10
Maniacintosh
Tirabo

Das Schlimme ist ja, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass Class-compliant auch noch kein Garant für lange Verwendbarkeit ist. Auch wenn ich nicht Musik produziere, benutze ich als Hobby-DJ Audio Interfaces (in der Regel im Mischpult integrierte). Hatte da mal ein Denon DN-X1600, brauchte keine Treiber auf dem Mac. Ist angeblich Class compliant. Naja seit Sierra lässt sich dem Ding kein Ton mehr mit einem Mac entlocken. Der MIDI-Part funktioniert noch anstandslos.

Die Erklärung dafür liegt meiner Meinung nahe:

Apple ändert mit jedem Betriebssystem jedes Jahr immer irgendetwas, worauf die umliegenden Hersteller softwaremäßig reagieren müssen, sobald Software tiefer in das System zugreift.

Wenn ein Hersteller keinen Bock mehr auf Produktpflege hat, weil er lieber mit neueren Sachen sein Geld verdienen will, stellt er den Support ein und das Gerät funktioniert nicht mehr so wie früher.

Mein alter Tascam US 2400 Controller (24-spur) mit Motorfadern läuft immer noch wie am Schnürchen, da er Class-compliant war/ist bzw. wurde und seitdem nativ von Logic unterstützt wird. Selbst im M1. Klasse! Mit Interfaces von Tascam habe ich aber zum Thema Nachhaltigkeit eher schlechte Erfahrungen gemacht (FW 1804).

Aus Erfahrung muss ich auch Focusrite da mal rausnehmen. Die haben trotz Support-Einstellung vor Jahren immer noch angepasste Software für neue OS herausgegeben, um die Kunden nicht so doof dastehen zu lassen. Jetzt mit Apple Silicon ist die Saffire-Range aber endgültig ad Acta gelegt und wird nicht mehr supportet. Eine faire Entscheidung finde ich. Daher kann ich Focusrite auch aus diesem Grund immer vorbehaltlos empfehlen.
+1
pb_user
pb_user13.01.2116:55
milk
Ja, du kannst auch an einem Thunderbolt-Anschluss der ersten Generation FireWire-Geräte mit Adaptern betreiben.
danke pb_user!
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Maniacintosh
Maniacintosh13.01.2119:27
Tirabo

Die Erklärung dafür liegt meiner Meinung nahe:

Apple ändert mit jedem Betriebssystem jedes Jahr immer irgendetwas, worauf die umliegenden Hersteller softwaremäßig reagieren müssen, sobald Software tiefer in das System zugreift.

Naja wenn ein Audio Interface wirklich class compliant ist, braucht es ja eben keine Software vom Hersteller. Der Klassentreiber kommt dann vom Betriebssystemhersteller und das Gerät ist damit Plug&Play. Eigentlich ist da keine Produktpflege erforderlich, solange die USB-Kompatibilität nicht am Rechner wegfällt. Das ist ja Sinn und Zweck von class compliant devices. Ich bin froh, dass man sich nicht jedes Jahr um neue Maus- und Tastaturtreiber kümmern muss.

Ich sehe in meinem Fall nur zwei Möglichkeiten:
a) Das Gerät war nicht wirklich exakt den Klassenspezifikationen entsprechend, funktionierte aber zuvor, weil der Treiber in OS X tolerant war. (halte ich für wahrscheinlicher)
b) Apple hat den Treiber so geändert, dass er nicht mehr den Klassenspezifikationen entspricht. (Denke ich nicht, sonst wärend damals wohl mehr Berichte über ausfallende Interfaces in den Mac-Medien gewesen.)

Der Hersteller hätte nur die Möglichkeit gehabt entweder nun Treiber überhaupt erstmal zu programmieren oder ggf. ein Firmware-Upgrade. Naja kam beides nicht, da abgekündigtes Gerät und zu allem Überfluss wohl der auch nicht mehr mit dem Hersteller der verbauten Chips kooperiert wurde. Initial hieß es auf den Support-Seiten sogar, dass Sierra unterstützt würde...

Ärgerlich, seit dem kommt aber ein neues macOS nur noch auf die Kiste, wenn vorher genug Berichte im Netz sind, dass auch alles, was ich so brauche wirklich läuft. Apple sollte vielleicht nur alle 24 bis 36 Monate ein neues Major Release auf den Markt bringen, wie früher. Würde vieles einfacher machen...
+2
Tirabo13.01.2120:30
@Maniacintosh

Es gibt halt so die „üblichen Verdächtigten“, die nicht gerade die zuverlässigsten in Sachen Schnelligkeit, Nachhaltigkeit und Support sind.
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