Forum>Software>Rückkehr von Big Sur nach Catalina jederzeit möglich?

Rückkehr von Big Sur nach Catalina jederzeit möglich?

Wiesi
Wiesi22.07.2118:30
Hallo Forum,
ich betreibe einen iMAC (Retina 4K, 21.5 Zoll, 2017). Das interne Laufwerk beherbergt zwei Container: Macintosh HD für mein Hauptsystem und Beta für Tests. Das Größenverhältnis der beiden beträgt 4:1. In beiden ist z.Zt. macOS 10.15.7 (19H1217) installiert.

In der Regel steige ich dann auf die nächste OS-Version um, wenn die übernächste schon vor Tür steht. Jetzt wäre es also Zeit, Big Sur in Beta zu installieren. Da das Beta-System sehr klein ist, reicht hier eine in Place Installation. Eigentlich kein Hexenwerk, aber nach diversen Katastrophen-Meldungen bin ich misstrauisch geworden. Deswegen meine Frage:
Kann ich jederzeit nach Catalina zurückkehren?

Die folgenden Mittel stehen mir dafür zur Verfügung
(schon fast ein Overkill):

Ein bootable Clone von Catalina, erstellt mit CCC und angetestet.
Ein USB-Stick für Catalina, erstellt mit createinstallmedia und angetestet.
Und natürlich die Macintosh HD mit Catalina nebst Installer.

Für Euere Beruhigungspillen bzw. Warnungen im Voraus vielen Dank.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+2

Kommentare

albertyy22.07.2120:09
...meintest. Du Monterey Beta ?
Denn Big Sur ist doch super ausgereift und aus Erfahrung viel besser als das furchtbare Catalina.
Ist doch eigentlich alles vorhanden bei Dir
Einfach machen.
Kostet nur Zeit.
Würd´ von 0 anfangen und erstmal alles wieder löschen.
+5
Wiesi
Wiesi22.07.2122:02
Wiesi
... In beiden ist z.Zt. macOS 10.15.7 (19H1217) installiert.

Ich habe zur Zeit Catalina und will auf Big Sur umsteigen. Wie ich schon schrieb, nehme ich immer das zweitneuste System. (In meiner Zählung ist Monterey das neuste.) Aus Prinzip mache ich nichts, was ich nicht wieder rückgängig machen kann. Deswegen die o.g. Frage.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
0
KarstenM
KarstenM22.07.2122:23
Also ich bin mit meinem 16er vor wenigen Wochen auf Big Sur gewechselt, nachdem ich auf meinem "Spielzeug Mac" von Anfang an auf Big Sur war. Für den Fall, dass du VirtualBox verwendest, hier funktioniert mit Big Sur nicht mehr der Bridge Mode mit WLAN. Wenn man auf NAT wechselt, haben die VMs wieder Netz. Abgesehen davon hatte ich keine allzu großen Stolpersteine auf meinem Weg. Wenn du Homebrew verwendest, mach vorher ein Update. Wenn du Little Snitch verwendest, musst du auf die Version 5 wechseln und im Falle von Bartender auf die Version 4.
0
mDirk
mDirk22.07.2123:08
Hallo Wiesi, ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, überlege es dir sehr gründlich, ob du macOS Big Sur installieren möchtest. macOS Big Sur ist nicht mal annähernd ausgereift. Ich habe hier, auch nach dem gestrigen Update auf 11.5, massive Probleme auf meine 2014 MacBook Air. Zum Einen wird kein Update mehr vernünftig installiert. Bei mir wirkt sich das so aus, daß man für c.a. 3 Sekunden den Installationsbalken sieht und sich der Rechner dann komplett abschaltet. Man kann das MacBook dann nur noch wiederbeleben, indem man für dreißig Sekunden bis 1 Minute den Ein-Aus Schalter drückt. Des Weiteren funktioniert der DNS Responder nicht korrekt. In unregelmäßigen Abständen, bekomme ich einen Black Screen in verschiedenen Sprachen, daß sich das Betriebssystem abschalten mußte, wegen des DNS Responders. Ein weiterer Punkt ist die Musik App. Falls du eine gepflegte iTunes Mediathek hattest, dann wird dir diese komplett zerschossen. Die Grundstruktur der Playlisten bleibt zwar erhalten, aber die Spaltenbreiten und die Sortierung nach bestimmten Regeln gehen komplett verloren. Das heißt, du kannst deine komplette Mediathek neu aufbauen. Das Betriebsystem läuft im Allgemeinen sehr träge. Das merkt man bei jeder Anwendung schon beim Scrollen. Und das sind nur ein paar Probleme, die ich hier aufzähle. Ich könnte hier endlos weiterschreiben, was alles nicht korrekt funktioniert, aber das würde den Rahmen sprengen. Übrigens, ich habe einen Clean Install gemacht, also wirklich alle Container gelöscht. Für mich persönlich ist macOS Big Sur das schlimmste Betriebssystem, daß ich je von Apple benutzt habe. Mir bleibt, um mein MacBook Air noch weiter benutzen zu können nur die Möglichkeit, Linux zu installieren, da macOS Big Sur das letzte Betriebssystem ist, das auf dem MacBook Air noch läuft. Wie gesagt, das sind nur meine persönlichen Erfahrungen und ich bin mittlerweile froh, daß ich schon vor einem Jahr komplett auf Linux umgestiegen bin. Einen schönen Abend euch Allen.
-3
spheric
spheric22.07.2123:38
Gibt es Unterschiede zwischen der Musik App in Catalina und der in Big Sur?
„Früher war auch schon früher alles besser!“
0
Foti
Foti22.07.2123:57
Ich bin manchmal wirklich extrem emotional überfordert, wenn ich mir so die Updatementalität einiger User anschaue.

Eh-Leute ---- Windows 3.11 ist vorbei!!!

Ich kann diese ängstliche Vorsicht vor dem Neuen nun nicht mehr nachvollziehen - nein ich drücke es mal besser aus. Es scheint so, dass vielen Menschen eine Veränderung ein Problem bereitet, aber das ist eine Ebene die nun immer wieder hier leider Thema ist.

Die - in meinen Augen vollkommen verblödete - Digitalisierung schreitet voran. Was ist der sittliche Nährwert wenn man sich dieser Ebene entzieht - keine- man bekommt dann die Probleme halt nur später!
Ich installiere immer die von Apple empfohlenen Updates! Immer wenn diese freigegeben werden.

Warum habe ich nur marginal üble Probleme gehabt - die sich in der Regel auch in den vielen Nachfolgeversionen nicht wirklich gelöst habe?

Weil ich darauf achte welche Software ich installiere, die mir nicht wirklich hilft aber in das System übel eingreift!

So what - @Wiesi Angst?
-3
slmnbey
slmnbey23.07.2108:03
Foti
Ich bin manchmal wirklich extrem emotional überfordert, wenn ich mir so die Updatementalität einiger User anschaue.

Eh-Leute ---- Windows 3.11 ist vorbei!!!

Ich kann diese ängstliche Vorsicht vor dem Neuen nun nicht mehr nachvollziehen - nein ich drücke es mal besser aus. Es scheint so, dass vielen Menschen eine Veränderung ein Problem bereitet, aber das ist eine Ebene die nun immer wieder hier leider Thema ist.

Die - in meinen Augen vollkommen verblödete - Digitalisierung schreitet voran. Was ist der sittliche Nährwert wenn man sich dieser Ebene entzieht - keine- man bekommt dann die Probleme halt nur später!
Ich installiere immer die von Apple empfohlenen Updates! Immer wenn diese freigegeben werden.

Warum habe ich nur marginal üble Probleme gehabt - die sich in der Regel auch in den vielen Nachfolgeversionen nicht wirklich gelöst habe?

Weil ich darauf achte welche Software ich installiere, die mir nicht wirklich hilft aber in das System übel eingreift!

So what - @Wiesi Angst?

Viele deiner Anmerkungen kann ich schon ganz gut nachvollziehen. Ich bin auch so einer, der alle Updates mitmacht und sich manchmal wundert, dass einiges nicht läuft. Dann weiß ich aber auch, dass der Zeitpunkt gekommen ist um ein 6-8 Jahre altes Programm einmal kostenpflichtig upzudaten.

Wenn es dann mal mit 50-100 € getan ist, dann ist gut. Allerdings in meinem Fall habe ich mich für das MacBook Pro M1 entschieden. Und da, läuft eine ganz bekannte CAD Software eben nicht. Mal eben rund 2000 € in Sand gesteckt, weil der die meiste Zeit zugeklappt auf dem Tisch verweilt. Vieles „normale“ ist ja denn doch schnell mit dem iPad erledigt. Ist doof! 🥸

Ich meine hier, pauschal einigen ewig Treuen vorzuhalten, dass sie nicht zukunftsorientiert sind, finde ich nicht so nett. Sie haben oftmals sicherlich ihre Gründe. Natürlich ist das alles relativ zu nehmen und hat oftmals auch gerade in diesem Zeiten wo recht kurze Update Zyklen den User überrollen (ja, auch hier relativ wg Sicherheitslücken etc.) und einhergehen mit Profiten der Industrie zu tun. Gewisse Vorsicht, und gerade wenn sich die Vorgehensweise von Wiesi, aus weichem Grunde auch immer bewährt hat, ist m.E mehr als legetim.
+2
matt.ludwig23.07.2108:41
Foti
So what - @Wiesi Angst?





Aus Gründen zögern Leute, aus meist guten Gründen.
Ich habe zum Glück keine Probleme mit Big Sur-
+3
seahood
seahood23.07.2108:48
Hallo,
Du kommst nur zurück, wenn Du es auf einer externen Festplatte zum Testen installierst, oder Du kommst ganz zurück wenn Du die Festplatteninstallatin/Herstellerinstallation ausführst (dann hast Du es wie Du den rechner gekauft hast).
„Think different! “
0
Super8
Super823.07.2109:18
Ich denke, du scheinst auch intellektuell überfordert zu sein. Sei mir nicht böse, aber in der Frage ging es um die Machbarkeit einer problemlosen Rückkehr zu Catalina.
Wenn dich schon die „Updatementalität einiger User“ extrem emotional überfordert, dann würde ich Entspannungsübungen anraten. Vielleicht mal abschalten?

Foti
Ich bin manchmal wirklich extrem emotional überfordert, wenn ich mir so die Updatementalität einiger User anschaue.

Eh-Leute ---- Windows 3.11 ist vorbei!!!

Ich kann diese ängstliche Vorsicht vor dem Neuen nun nicht mehr nachvollziehen - nein ich drücke es mal besser aus. Es scheint so, dass vielen Menschen eine Veränderung ein Problem bereitet, aber das ist eine Ebene die nun immer wieder hier leider Thema ist.

Die - in meinen Augen vollkommen verblödete - Digitalisierung schreitet voran. Was ist der sittliche Nährwert wenn man sich dieser Ebene entzieht - keine- man bekommt dann die Probleme halt nur später!
Ich installiere immer die von Apple empfohlenen Updates! Immer wenn diese freigegeben werden.

Warum habe ich nur marginal üble Probleme gehabt - die sich in der Regel auch in den vielen Nachfolgeversionen nicht wirklich gelöst habe?

Weil ich darauf achte welche Software ich installiere, die mir nicht wirklich hilft aber in das System übel eingreift!

So what - @Wiesi Angst?

Wiesi:

Ich würde bei Catalina verweilen. Dieses OS ist schon mittelmäßig, aber Big Sur ist einfach nur schlecht, dazu siehe die Begründung von mDirk, mir hat es Mail vollkommen zerstört etc., wäre jetzt zu lang.
Meine Rückkehr zu Catalina hat nur den Verlust einiger Mails gekostet, aber sonst ging es ganz gut. Wenn du zu viel Zeit hast, kannst du es ja versuchen.
Für mich ist Big Sur, das OS-Design betreffend, in Richtung Kindergarten/Disney gewandert und somit hässlich, aber das ist Geschmacksache.
+1
abonino23.07.2109:18
Hallo Wiesi
ich arbeite auch mit verschiedenen Boot-Versionen auf 'fast allen Geräten.
Nun auf dem MBP 2013 mit macOS 10.14.6 / 10.14.3 und 11.4 sind seit 11.4 in den System-Prefs/Startvolume nicht mehr alle Boot-Varianten sichtbar:
* 11.4 zeigt alle
* 10.14.6 zeigt 11.4 nicht mehr.
Mit dem alt-restart kommt dann aber die Auswahl und der Wechsel-Start funktioniert noch.
0
Hannes Gnad
Hannes Gnad23.07.2109:20
Ah, wieder mal:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Vorversion macOS
+7
mikeboss
mikeboss23.07.2109:42
OS X bzw macOS versionen welche ich nicht auf meinem hauptrechner installiert habe weil sie mE einfach zu schlecht sind/waren:

OS X 10.7 Lion
OS X 10.10 Yosemite
macOS 10.15 Catalina

wenn ich auf einen neuen major release wechsle, dann mache ich immer einen clean install. dies mit haendisch durchgefuehrter datenuebernahme, also ohne Time Machine restore mittels migrations-assi.

macOS 11 Big Sur macht mir wesentlich weniger aerger als Catalina.
+4
Urkman23.07.2109:43
Hannes Gnad
Ah, wieder mal:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Vorversion macOS

Genau... Jedes Jahr das gleiche...
Bei iOS übrigens das gleiche
+2
milk
milk23.07.2109:48
Hannes Gnad
Ah, wieder mal:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Vorversion macOS
Das ist nur zur Hälfte richtig, lass mich das eben korrigieren:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Snow Leopard 10.6.8
+8
Marcel Bresink23.07.2109:54
mikeboss
macOS 11 Big Sur macht mir wesentlich weniger aerger als Catalina.

Ich stimme zu. Es gibt zwar erhebliche Mängel in Big Sur, aber schlimmer als Catalina kann es ja kaum werden.
Die qualitativ schlechtesten Systeme in den letzten 20 Jahren waren Mac OS X 10.4 Tiger, Mac OS X 10.7 Lion und macOS 10.15 Catalina.
+6
matt.ludwig23.07.2110:12
Ah wieder mal, du kannst es nicht immer pauschalisieren und die Probleme weg reden.
Hannes Gnad
Ah, wieder mal:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Vorversion macOS
+1
MacKaltschale23.07.2110:27
Hannes Gnad
Ah, wieder mal:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Vorversion macOS

Käse, 10.3 Panther und 10.8 Mountain Lion sind auch weiterhin die besten MacOS-Versionen aller Zeiten.
+1
spheric
spheric23.07.2111:07
milk
Hannes Gnad
Ah, wieder mal:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Vorversion macOS
Das ist nur zur Hälfte richtig, lass mich das eben korrigieren:
Schlechtestes macOS = aktuelles macOS
Bestes macOS = Snow Leopard 10.6.8
Dabei war Snow Leopard damals echt ganz schön lange ganz schön wackelig.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
0
Peter Eckel23.07.2111:12
Foti
Ich kann diese ängstliche Vorsicht vor dem Neuen nun nicht mehr nachvollziehen - nein ich drücke es mal besser aus. Es scheint so, dass vielen Menschen eine Veränderung ein Problem bereitet, aber das ist eine Ebene die nun immer wieder hier leider Thema ist.
Mir bereitet es ein Problem, wenn meine Arbeitsmittel nicht so funktionieren, wie ich sie brauche. Oder wenn ein Hersteller meint, mit einem Update Sicherheitsfeatures auszuhebeln, die ich für wesentlich halte und haben will. Oder Software, die für mich zum täglichen Leben gehört, einfach nicht rechtzeitig verfügbar ist.

Bei Big Sur war z.B. am Anfang das Problem, daß das neue Framework zum Filtern von Netzwerktraffic diese unselige Ausschlußliste hatte. Das war dann erstmal ein no-go, bis das behoben war. Dann ist alle Jahre wieder das Problem, daß GPGmail nicht rechtzeitig fertig ist. Die generelle Softwarequalität ist auch ein wenig dem jährlichen Update-Zyklus zum Opfer gefallen, was ein paar Warterunden angemessen erscheinen läßt.

Das alles verbunden damit, daß sich die für mich nützlichen Neuerungen bei den letzten Systemversionen, vorsichtig ausgedrückt, sehr in Grenzen hielten, was den haben-wollen-Effekt eher moderat ausfallen läßt.

Alles in allem hat sich in den letzten Jahren die Methode bewährt, das "neue" System zu installieren, wenn es ausgereift ist und die Kinderkrankheiten weitestgehend ausgestanden. Bei Catalina war das schon ziemlich spät der Fall, bei Big Sur habe ich tatsächlich bis vor ein paar Wochen gewartet - allerdings lag der Fehler, dessenthalben ich noch ein paar Extra-Warterunden eingelegt habe, dann tatsächlich woanders, da habe ich Big Sur also etwas unrecht getan.

Nachdem es jetzt aber einige Wochen auf allen meinen Macs läuft, kann ich die verheerende Kritik, die hier einige äußern, nicht wirklich nachvollziehen. Stabiler als Catalina ist es auf alle Fälle, insbesondere auf meinen massiv für Vagrant/VirtualBox genutzten Mac Mini 2018 und MacBook Pro 2019 hat sich die Stabilität des Netzwerks erheblich verbessert - das hängte sich unter Catalina nach ein paar Tagen immer mal ganz gern weg.

So gesehen handle ich tatsächlich (fast) nach Hannes' beschriebenem "Credo": Immer das letzte System ist toll, das neue is' nix

Mit Angst hat das aber nichts zu tun, ich brauche nur halt meine Rechner als Arbeitsgeräte und nicht nur als teures Spielzeug.
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
+5
Wiesi
Wiesi23.07.2111:42
Hallo Leute,

Ich hätte nicht gedacht, daß meine einfache Frage ein so großes Echo auslöst. Vielen, halben Dank dafür. "halb" deswegen, weil ich garnicht wissen wollte, welches BS besser ist. Diese Frage läßt sich nur beantworten, wenn das Nutzungsprofil genau bekannt ist:

Ich bin ein alter Mann, so alt, daß ich als erster geimpft werden durfte. Ich habe mit 21 Jahren die ersten Computer programmiert (analog und digital). Ich bin Autodidakt, weil es damals gar keinen IT-Ausbildung gab. Nach 40 Jahre EDV für andere Leute hatte ich die Faxen dicke und bin heute ein ganz entspannter Normalo mit großer Erfahrung darin, was alles schief gehen kann. Mein Hauptsystem umfaßt ca. 200 GB mit völlig unexotischen Apps. Open Office ist diejenige, die am weitesten von Apple entfernt ist.

Auf Grund der vorgenannten Erfahrungen mache ich keinen Schritt vor, den ich nicht mehr zurück machen kann. Deswegen noch mal die Frage: "Gibt es einen einfachen Weg (unter den am Anfang des Threads geschilderten Umständen), ein Update von von Catalina nach Big Sur rückgängig zu machen?"

Der von von @seahood geschilderte Weg ist weder einfach, noch nimmt er Bezug auf meine Situation. Sollte dies der einzige Weg sein, dann kann mir Big Sur vorerst gestohlen bleiben
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+5
tbaer
tbaer23.07.2111:56
@Wiesi
Mein MacBook Air von 2013 ist (neben der HomeOffice ChromeBox meines Arbeitgebers) mein einziger Rechner zuhause und wird überwiegend nur "unproduktiv" für Musik/Hörbücher, Fotos und Internet genutzt. Unter Catalina habe ich die Musik- und Books-App bereits nicht nutzen können und habe via Retroactive iTunes weiterhin benutzt. Das Update auf BugSure habe ich dann im Standard-Updateprozess drübergebügelt. iTunes lief nach dem Update ohne Probleme, inzwischen wird vom Anbieter bestätigt, dass Retroactive auch unter BugSur weiterläuft. Probleme mit Mail hatte ich weder bei Catalina noch unter BugSur. Wegen meiner Nichtnutzung von "Musik" kann ich nicht vergleichen, welche App besser ist, es scheint sich aber nichts wesentliches gebessert zu haben. Books ist nicht besser als unter Catalina und für meine Hörbuchsammlung nicht zu benutzen.

Wenn die dir wichtigen Apps auch unter BugSur funktionieren, würde ich updaten, anderenfalls bei Catalina bleiben.
0
Wiesi
Wiesi23.07.2112:20
Peter Eckel

vielen Dank für Deinen ausführlichen Artikel. Bezüglich der Vorsicht beim Updaten stimmen wir sicher überein. Da mein System recht einfach gestrickt ist, sollte ich mir eigentlich keine Sorgen machen. Vielleicht ist meine Vorsicht eine Berufskrankheit: Ich hat 4,5 Jahre lang ein Rechenzentrum mit 24-Stundenbetrieb an sieben Tagen in der Woche. Dahinter hing der Materialfluss eines Hüttenwerks. Nach 48 Stunden Ausfall hätte die gesamte Hütte gestanden. Unsere längste Auszeit war 46 Stunden, weil ich dem Betriebssystem Multitasking beigebracht hatte, die Datenbank aber nicht multitaskingfähig war.

Meine letzten Erfahrungen mit Apple habe ich gesammelt, als ich vor zwei Tagen auf einer CF-Karte mit Sudo createinstallmedia eine diesbezügliches Medium machen wollte. Alles lief tadellos durch. Das Ergebnis ließ sich über die Optionstaste einlesen. Nach einigen Minuten erschien ein graues Halteverbots-Zeichen auf einem schwarzen Bildschirm und dann war der Ausschaltknopf das einzige, vorauf der Rechner noch reagierte. Als Startvolumen wurde das Medium denn auch garnicht erst angezeigt. Natürlich habe ich nicht gleich Aufgegeben sondern die Recovery bemüht. Der Fehlermeldung war dann etwa ausführlicher:



Ich bin wohl nicht mehr auf dem neusten Stand: Über eine USB-Stick ging es dann.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+1
milk
milk23.07.2113:45
Peter Eckel
Mit Angst hat das aber nichts zu tun, ich brauche nur halt meine Rechner als Arbeitsgeräte und nicht nur als teures Spielzeug.
Das ist sehr plakativ, nichtsdestotrotz ist viel Wahres dran.

Erfahrungsgemäß ist in den ersten Versionen von neuen Apple-Betriebssystemen (und sicher nicht nur dort) mehr buggy als gegenüber der Vorversion gefixt wurde, von daher ist es empfehlenswert, nicht sofort upzudaten. Wir Softwareentwickler im Apple-Kosmos müssen früher updaten als andere, weil Apple gerne Xcode auf die neueste Version festnagelt, aber für normale Menschen ist es sehr anzuraten, wenigstens ein paar Minor-Updates abzuwarten.

Zum Glück gibt es ja doch recht lang Sicherheitsupdates für die Vorgängersysteme, so dass da keine Not ist, etwas zu überstürzen.

Pro-Tipp: Wenn der Updatefinger zuckt und ihr einen guten Grund braucht, dem zu widerstehen, dann empfehle ich die Installation von Cubase und Medys.
+2
piik
piik23.07.2114:14
Um mal auf Deine zentrale Frage einzugehen, ob Du jederzeit zurück kommst:

Klar. Die Voraussetzung ist, dass Du ein Backup bzw. einen Clone Deiner aktuellen Installation aufbewahrst.
Dann kannst Du das alte System immer bei Bedarf auf den neuesten Stand bringen, indem Du die zwischenzeitlich neuen Daten zurück auf den Clone des alten Systems kopierst und dann kann man locker auf den alten Stand zurück via cloning.
Also kein Ding, kostet nur ein entsprechendes externes Laufwerk.

Ich persönlich date mein Produktivsystem praktisch immer sofort up, habe eben aber einen Clone der alten Version als zusätzliche Sicherheit. Bisher kam ich damit gut durch. Bei Deinen 200GB tut es ja eine externe HD mit 500GB für unter 50€.
Den Umstieg auf ein neues System machte ich bisher in der Regel so:
1. Clone des alten Systems anfertigen (die Daten werden ein zweites Mal noch auf einem weiteren Drive gesichert).
2. Hauptlaufwerk löschen.
3. Neues System mit einem Test-User-Account frisch installieren.
4. Migration des Users, der Software, der Daten und der Einstellung vom Clone.

Das klappte bislang mit erstaunlich wenig Problemen - und man kann so jederzeit zurück.
+3
Wiesi
Wiesi23.07.2114:50
piik

Vielen vielen Dank. So, wie Du es geschildert hast, mache ich es auch. Außerdem erwarte ich keine Probleme, wenn ich zwei verschiedene Systeme in jeweils einem Container auf dem Internen Laufwerk habe. Dann habe ich wohl auch zwei getrennte Recoveries, oder? Zum Klonen verwende ich CCC. Mit dem Nachführen der Apps auf dem Clone könnte es jedoch künftig Schwierigkeiten geben:
CCC
Was Sie wissen sollten, bevor Sie sich auf ein externes macOS Big Sur Boot-Gerät verlassen
Dieses Verfahren verlässt sich auf Apples proprietäres APFS-Replikationsprogramm, das außerhalb unserer Entwicklungskontrolle liegt. Wir begrüßen Feedback <http://bombich.com/de/software/get_help> zu dieser Funktionalität, aber wir können keine tiefgreifende Unterstützung bei der Fehlersuche für Probleme anbieten, die Apples Replikationsprogramm aufwirft.
Ob das Ziel bootfähig ist, hängt von der Kompatibilität Ihres Macs, macOS und dem Zielgerät ab. Wir können keine Hilfe zur Fehlerbehebung für die Bootfähigkeit des Zielgeräts anbieten, die über die Vorschläge in unserem Externer Boot-Fehlerbehebung <http://bombich.com/de/kb/ccc6/help-my-clone-wont-boot> kbase Artikel hinausgeht.
Das Ziel bleibt möglicherweise nicht bootfähig, wenn Sie die Daten auf dem Backup nachträglich aktualisieren, nachdem Sie Betriebssystem-Updates auf die Quelle angewendet haben.

Ich bin dabei meine Backup-Strategie zu überdenken und werde einen bootable Clone wohl nur noch vor einem großen Systemwechsel machen. Evtl. ersetzte ich die TM durch eine versionierte Kopie vom Datenvolumen, erstellt über CCC.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
0
Werner23.07.2115:07
Das klappte bislang mit erstaunlich wenig Problemen - und man kann so jederzeit zurück.

Mal ganz laienhaft gefragt; sind Firmware-Updates, die ja manche neue OS-Versionen mitbringen, ein potentielles Hindernis dabei? Kann jede neuere Firmware (Boot-ROM-Version) mindestens das, was die alte auch konnte, oder schneidet sie mitunter alte Zöpfe ab?
+1
Peter Eckel23.07.2115:41
Werner
Mal ganz laienhaft gefragt; sind Firmware-Updates, die ja manche neue OS-Versionen mitbringen, ein potentielles Hindernis dabei? Kann jede neuere Firmware (Boot-ROM-Version) mindestens das, was die alte auch konnte, oder schneidet sie mitunter alte Zöpfe ab?
Ich kann da nur aus bisheriger Erfahrung sprechen (vielleicht hat jemand anders andere gemacht): Bislang waren die Firmware-Updates immer abwärtskompatibel. Ob Apple das garantiert steht auf einem anderen Blatt (oder eben auf gar keinem).
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
0
Marcel Bresink23.07.2115:46
Wiesi
Ich bin dabei meine Backup-Strategie zu überdenken und werde einen bootable Clone wohl nur noch vor einem großen Systemwechsel machen.

Ab macOS 11 ist das Erstellen von startbaren Klonen im allgemeinen Fall nicht mehr möglich. Das geht weder mit Apples Programmen, noch mit Programmen von Drittherstellern. Ob es im Einzelfall doch geht, hängt von der konkreten Hardware und deren Sicherheitsfunktionen ab. Das ist ja das, was Bombich schreibt. Auf älteren Intel-Macs geht es im Moment oft noch.
Werner
Kann jede neuere Firmware (Boot-ROM-Version) mindestens das, was die alte auch konnte

Vereinfacht gesagt: Ja. Ansonsten könntest Du gegen Apple wegen Sachbeschädigung und Computersabotage vorgehen.
+3
piik
piik23.07.2115:51
Wiesi
piik
Zum Klonen verwende ich CCC. Mit dem Nachführen der Apps auf dem Clone könnte es jedoch künftig Schwierigkeiten geben:
Das stimmt.
Es gibt jetzt zwei Strategien für Clones, nachdem das in CCC oder Superduper nicht mehr so einfach ist.
1. Die empfohlene: Clonen mit CCC und anschließendes neues Drüberinstallieren der jeweiligen OS-Version.
Vorteil: zeitlich noch relativ akzeptabel.
2. Neuinstallation auf gelöschten Datenträger mit anschließender Migration von Usern, Software, Daten und Einstellungen.
Vorteil: stringent und man braucht kein CCC. Nachteil: Dauert etwas länger.

Bislang bin ich nach 1. vorgegangen, aber jetzt vor dem Update auf 11.5 habe ich die 2. Variante benutzt.

Mit FW-Updates hatte ich noch keine Probleme.
0
aquacosxx
aquacosxx23.07.2120:05
Boha, wenn ich das so lese, habe ich gerade gar keine Lust mehr. Hatte mir das demnächst vorgenommen, auf Big Sure zu aktualisieren. Bin noch auf Mojave. Alles funktioniert. Das klingt gerade so, als ob ich mir für die Aktion eine Woche frei nehmen müsste. War früher alles einfacher.
+2
Hannes Gnad
Hannes Gnad23.07.2120:50
Nein, war es nicht, glaube mir das, seit 1988 dabei.

Wenn Du Deine Kiste von 32-Bit-Software frei machst, sollte ein Upgrade von Mojave auf Catalina ziemlich unkompliziert sein. Big Sur kann ja später noch kommen...
+4
Wiesi
Wiesi23.07.2122:10
bombich berichtet von diversen Fällen, bei denen ein Laufwerk nicht bootet: (ganz am Ende des Abschnitts). Ich habe gefunden, daß im Internet zwei verschiedene Treiber für das SSD T5 von Samsung angeboten werden: Einer für Catalina und einer für Big Sur. Ersteren habe ich z.Zt. installiert. EtreCheck zeigt außerdem eine Kernelextension von Samsung an. Wie es bei Big Sur aussieht, weiß ich noch nicht. Es kann also Überraschungen geben.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
0
seahood
seahood25.07.2110:15
https://macpaw.com/de/how-to/downgrade-macos-big-sur
„Think different! “
-4
Marcel Bresink25.07.2110:32
seahood
https://macpaw.com/…

Das ist eine verkappte Werbeseite voller gefährlicher Falschinformationen.
+3
seahood
seahood25.07.2112:27
@Marcel Bresink Hey, ich habe dein Batterie Monitor gekauft, echt klasse...
„Think different! “
-1
Weia
Weia26.07.2111:13
Marcel Bresink
Das ist eine verkappte Werbeseite voller gefährlicher Falschinformationen.
Seiten dieses Typs überschwemmen seit einiger Zeit unter den diversesten URLs das Internet; eine wahre Pest.

Ganz egal, nach welchem Software-Thema ich suche, unter den Google-Treffern befinden sich ganz oben immer mehrere Seiten dieses Typs.

Der Aufbau folgt immer dem gleichen Schema: Es werden zum jeweiligen Thema in Form eines scheinbar journalistischen Blog-Artikels (samt Autor mit Foto) scheinbar objektive Ratschläge, Vergleichstests von Programmen oder Problemlösungen angeboten (de facto eine banale Zusammenstellung einiger im Internet gesammelter Allerweltsweisheiten zu dem jeweiligen Thema), bei denen immer eingestreut wird, dass es irgendwelche Haken und Ösen gibt. Und am Ende kommt dann auf einmal das Wunderprogramm, mit dem man sich alle vorgenannten Umstände ersparen kann. Gestern erst las ich einen „Vergleichstest“ zwischen Final Cut Pro und Premiere, an dessen Ende doch allen Ernstes vorgeschlagen wurde, man könne statt diesen Profiprogrammen ja auch das viel bessere No-Name-Schnittprogramm XY verwenden, das selbstverständlich nur Vorteile bietet und für einen Bruchteil des Preises alles besser macht.

Oftmals gibt es für dasselbe Produkt diverse ähnliche Anpreisungs-Seiten und auch der Produktname kommt in verschiedenen Varianten vor.

Auffällig ist das moderne, helle und aufgeräumt wirkende Seiten-Design, das immer sehr ähnlich ist; ist man einigen dieser Seiten begegnet, erkennt man meist schon am Design, dass man schon wieder auf so einer Seite gelandet ist.

Soweit ich weiß, kommen all diese Seiten und die beworbenen Programme aus China.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
piik
piik26.07.2113:46
Weia
Marcel Bresink
Das ist eine verkappte Werbeseite voller gefährlicher Falschinformationen.
Seiten dieses Typs überschwemmen seit einiger Zeit unter den diversesten URLs das Internet; eine wahre Pest.

Ganz egal, nach welchem Software-Thema ich suche, unter den Google-Treffern befinden sich ganz oben immer mehrere Seiten dieses Typs.
Gesetzt den Fall, dass Google davon nicht profitiert, werden diese Seiten von Google wohl über kurz oder lang eliminiert werden, vermute ich.
Ich halte sie auch für an der Grenze zum offenen Betrug und auf jeden Fall für eine Pest.
+3

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um sich an einer Diskussion beteiligen zu können.