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Mac vs Windows im Geschäft

Zimtstärn
Zimtstärn13.05.2213:59
Liebe alle

Ich hatte gerade eine angeregte Diskussion mit dem IT-Verantwortlichen unserer Bude (120 Mitarbeiter) Ich bin dort In-House Grafiker (nutze die Adobe Suite täglich: Id, Ps, Ai, Xd, Pr...). Seit ich denken kann, arbeite ich nur mit Macs. Nun wollte ich mein in die Jahre gekommenes MBP (2014) ersetzen mit einem M1 MBP. Der IT-Verantwortliche will aber nicht.

Er meint: "Die Macs sind deutlich teurer im Unterhalt, weil wir Speziallösungen entwickeln müssen."

Beispiele:
Kein read-only Zugriff auf Fileshares > Work-a-round
Keine Überwachung und automatisiertes Patch-Management > Sicherheitsrisiko
Keine zentrale Überwachung betreffend Viren > Sicherheitsrisiko

Er fragt mich: Was spricht dagegen die Macs durch Windows zu ersetzen?


Ich verstehe davon nicht viel. Nur eines verstehe ich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich auf einem Windows-Gerät auch nur ansatzweise so produktiv bin, weil ich mich an MacOS gewöhnt habe. Und die Vorstellung, mit Windows zu arbeiten, treibt mir Tränen in die Augen.

Nun meine Frage an euch. Stimmt das, was der IT-Kerl meint? Und ist Windows wirklich so schlimm, wie ich es von früher in Erinnerung habe? Oder lässt sich mittlerweile damit arbeiten? Muss ich einfach meinen Horizont erweitern? Oder gibt es Argumente, die für die Macs sprechen, welche ich ihm entgegensetzen kann? Ich danke euch für eure Unterstützung.
+13

Kommentare

Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck13.05.2214:11
Es gibt diverse Studien und Erfahrungsberichte, dass Macs günstiger sind, wenn man nicht nur auf den direkten Kaufpreis schaut, z.B.: Besonders seit der M-Chips ist das Preis-/Leistungsverhältnis von Macs erheblich besser geworden, da man mittlerweile sehr viel Performance für moderates Geld erhält.

Auch mit Windows wirst du arbeiten können – machen ja schließlich sehr viele Leute. Aber ein Denkanstoß: Wenn du 2-6 Monate mit einer Windows-Kiste unproduktiver bist, hat man so bereits das "delta" zu einem Mac beim Kaufpreis raus.

Viren spielen auf dem Mac eine sehr untergeordnete Rolle – daher wirst du mit einem Mac ohne Virenschutz wahrscheinlich sicherer unterwegs sein als mit einem PC mit Virenschutz. Die gängigen Einfallstore sind auf Windows-PCs "zugeschnitten".

Automatische Patches usw. gehen mit MDM-Lösungen, erfordern aber Arbeit seitens der Admins

Was genau du mit Read-Only-Shares meinst, erschließt sich mir nicht ganz. Wenn du SMB-Shares meinst: Diese lassen sich auch Read-Only mounten.
+16
maculi
maculi13.05.2214:21
Ich versteh den Typen nicht. Die drei Beispiele die er aufgeführt hat haben doch in der Vergangenheit mit deinem Mac auch funktioniert, warum soll das plötzlich mit einem neuen nicht mehr gehen?
Updates musst du eben selbst installieren, für Viren gibts die integrierten Schutzmaßnahmen (ganz zu schweigen davon das viel von dem Dreckszeug win zum Ziel hat und auf Macs eh nicht läuft). Dann kommt seit win10 noch die Datenübermittlung dazu. Da die verschlüsselt passiert kann kein Mensch sagen, was da rausgeht. Hat dein it-ler das auf allen Dosen unterbunden, oder ist es ihm einfach egal?
+12
Thomas Kemmer13.05.2214:30
Ich verfolge die Berichte über die Rentabilität von Mac vs Windows aufmerksam und kann selbst bestätigen, was Mendel Kucharzeck erwähnt hat - aus einem anderen Grund: Ich bin zwar nur reiner Mac-Admin, aber im Austausch mit Windows-Admins anderer Büros erfahre ich immer wieder, dass dort der Aufwand pro Gerät deutlich höher ist. Sprich: wenn ich berichte, dass ich allein mich um 300-400 Macs bei Kunden kümmern kann, dann berichten die Windows-Admins, dass diese Menge an Geräten für sie utopisch hoch ist.

Aber das nützt m.E. alles nix.
Studien über die Wirtschaftlichkeit sind seit Jahren bekannt. Vor 6-8 Jahren hat IBM berichtet, dass sie mit einem Team von sieben Mitarbeitern im Laufe von einem Jahr fast 180.000 Macs in Betrieb genommen haben.
Das Problem in der Praxis ist aber:
Wenn der IT-Verwantwortliche nicht will oder nicht kann, dann werden auch 200 belastbare Berichte und 1000 gute Argumente nichts daran ändern.
Letzten Endes müsstest Du die Konsequenz ziehen und dir eine neue "Bude" als Arbeitgeber suchen.

Ich empfehle Dir in Deinem Fall das Gespräch mit den Vorgesetzten zu suchen, um denen darzustellen, dass (speziell) Du mit einem Mac wesentlich schneller, motivierter, engagierter und effizienter bist. Nebenbei kannst Du vielleicht auch aufzeigen, dass die Geschäftsführer schon lange iPhones statt Android-Smartphones verwenden (und das aus gutem Grund: einfacher zu administrieren, sicherer, wertstabiler). Und falls die Geschäftsführer kein Einsehen haben, dann solltest Du deutlich machen, dass Du durchaus nach einem anderen Arbeitgeber Ausschau hältst, weil viele andere Unternehmen da schon weiter sind und den Mitarbeiter schon bei Betriebseintritt die Wahl lassen, ob sie ein Linux-Gerät, ein Windows-Gerät oder einen Mac benutzen wollen.
+20
ruphi13.05.2214:34
Vielleicht solltest du ihm einfach den Link zu diesem Thread schicken, dann kann er sich die gesammelten Gegenargumente und Entkräftungen seiner Punkte durchlesen.
+5
maculi
maculi13.05.2214:49
ruphi
aber bitte den Chef in cc setzen. Denn wie Thomas Kemmer schon gesagt hat, wenn der Heini nicht will dann will er nicht, da helfen alle Argumente nichts.
+4
caMpi
caMpi13.05.2215:12
Ganz nüchtern betrachtet ist die Diskussion nicht unbegründet, aber die Argumente ziemlich dünn.
Der native Zugriff von macOS via SMB auf einen Windows-Fileserver war schon immer schlecht. Ist zugriffsbasierte Aufzählung aktiv, passieren die tollsten Dinge. Oder man schraubt an den SMB-Einstellungen von macOS. In wenigen Fällen funktioniert das out-of-the-box reibungslos.
Ich hatte das seinerzeit aufgegeben und Acronis Files Connect benutzt.
Hinsichtlich Updates kann man sicherlich das Häkchen setzen und hoffen, dass alles funktioniert. Wenn ich nicht jeden Rechner einzeln konfigurieren und kontrollieren will, nehme ich halt ein UEM wie Intune, jamf oder sonstwas. Wenn ich Windows-mäßig ganz oldskool mit Onprem-AD unterwegs bin, hab ich sowas natürlich nicht.
Ebenso Antivirus. Auch wenn Viren auf einem Mac vermutlich keinen Schaden anrichten, kann man sie dort trotzdem empfangen und verteilen, egal in welcher Form. Auch hier bietet jeder Hersteller mittlerweile Agents für alle Betriebssysteme an. Bei einer Verwaltung über die Cloud habe ich alle meine Systeme im Blick.
Wenn hier ein Fall von „wir haben das schon immer so gemacht“ vorliegt, spar dir die Argumentation und setz dich (mit Hilfe deines Chefs) über ihn hinweg, oder gib Windows mal 4 Wochen lang eine Chance. Eine Teststellung wirst du ja wohl bekommen. Schwarz/Weiß gibts hier nicht, Windows 10 läuft ordentlich. Und von der Administration kann man es sich auf beiden schwer machen, wenn man mit Scheuklappen unterwegs ist.
+9
Kaji13.05.2215:20
Hier wurden ja schon viele gute Argumente pro Mac genannt und die aktuellen Macs mit M1 sind preislich wirklich top, aber auch Windows ist mittlerweile ein sehr gutes Betriebssystem. Kein Grund für Tränen.
+1
timp
timp13.05.2215:24
Wenn du hauptsächlich mit Adobe Programmen arbeitest, ist es eigentlich ziemlich egal, ob du macOS oder Windows benutzt. Wir haben auf der Arbeit beide Systeme für unterschiedliche Anwendungen, das einzige was ich bei Windows vermisse sind Spotlight und die Möglichkeit, Batch-Umbenennungen im Finder zu machen.
Die Adobe Programme sind genauso zu bedienen, die größte Umgewöhnung ist es, den kleinen Finger statt des Daumens zu nehmen ( statt ).
Es geht das Gerücht, dass wir demnächst komplett auf PCs umsteigen werden, weil unsere IT auf PC spezialisiert ist, und der Mac-Support nur sehr stiefmütterlich behandelt wird - unterbesetzt und überfordert.
„Never argue with an idiot. He'll bring you down to his level and then beats you with experience.“
+1
Sindbad13.05.2216:32
2 Gedanken:
- Mit dem Mac machte mir das Arbeiten Spaß (intrinsische Motivation). Die Suchalgorithmen sind besser (Spotlight).
Damit war ich spürbar produktiver. Das kann man durchaus in Geld umrechnen.
Für unsere Windows-only-Abteilung war das auch nützlich, da ein Mac-User neue Ideen und IT-Lösungen einbringt (u.a. Resultat eines Engagements in der Freizeit). Z.B. dynamischer Filmteaser statt Powerpointvortrag, spezielle Darstellungen.
Die Abteilungsleiter waren vom Ergebnis immer begeistert - die Konkurrenz auch .

- Ist BYOD (Bring your own device) bei Euch möglich / geplant ?

P.S.:
Ich konnte mich mit Windows nie wirklich anfreunden.
Finale Lösung war bei mir ein Standard-Büro-PC und ein Laborrechner (Mac) mit Adminrechten (mit dem ich dann ausschließlich gearbeitet habe). So waren alle zufrieden.
+7
silversurfer2213.05.2217:05
Der Gerätepreis im gewerblichen Bereich ist doch "fast völlig" uninteressant, weil die Supportkosten, aber eben auch der Workarround & Spaß (=Motivation) für den Anwender viel wichtiger sind und die höheren Anschaffungskosten MEHR als ausgleichen.

Meine Meinung nach hat der IT-ler nur keine Interesse verschiedene Plattformen zu supporten, entweder, weil er es nicht kann, oder nicht will, letzteres ist wahrscheinlicher für mich.
+8
Dunkelbier13.05.2217:08
Zimtstärn

Kein read-only Zugriff auf Fileshares > Work-a-round
Hä? Berechtigungen macht man via ACLs auf der Fileserverseite. Oder haben die das versucht, Clientseitig zu lösen? Und vor allem: wie funktioniert es jetzt? Das klingt fast so, als wolle man Dir einen Bären aufbinden.
Kaji
Hier wurden ja schon viele gute Argumente pro Mac genannt und die aktuellen Macs mit M1 sind preislich wirklich top, aber auch Windows ist mittlerweile ein sehr gutes Betriebssystem. Kein Grund für Tränen.
Woher diese Aussage immer her? Mir fehlen an Windows massenweise Sachen, die ich jeden Tag vermisse. z.B: eine funktionierende "Zuletzt geöffnet"-Funktion, die aktiven Ecken. Dateien die im Programm A noch in Bearbeitung sind, bereits in Programm B integrieren.

Für mich gäbe es da sehr viele Tränen. Zum Glück habe ich privat selbst die Kontrolle darüber.
+10
macfori13.05.2217:36
Kein read-only Zugriff auf Fileshares > Work-a-round

Die Berechtigungen steuert der Host, nicht der Client.
Wenn das der "Techniker" nicht weiß, ist er fehl am Platz, egal ob mit Mac oder PC.
Wenn die Daten auf den Clients verteilt liegen (was die Darstellung erklären könnte) ist das Konzept m.E. falsch ....
+9
marm
marm13.05.2217:38
Gibt es eigentlich in Windows etwas Vergleichbares zu den Automatisierungsmöglichkeiten wie Apple Script, Automator, Kurzbefehle, Bash Scripts und dergleichen? Ich habe meine Windows-Zeit schon völlig verdrängt...
+2
caMpi
caMpi13.05.2218:56
@marm abgesehen von einer hübschen GUI kann man mit Powershell und Windows Admin Center schon einiges machen
+3
Stefanie Ramroth13.05.2221:17
caMpi
@marm abgesehen von einer hübschen GUI kann man mit Powershell und Windows Admin Center schon einiges machen
Ich schaue ehrfürchtig auf die Kollegen, die PowerShell beherrschen. Umgekehrt gehen die Blicke in meine Richtung, wenn es um Shell-Scripting geht. Wenn der TO jetzt auf einmal seine Plattform ändern soll und erst mal PowerShell erlernen soll, um seine Automatismen wie unter macOS zu erstellen, wäre allein die verlorene Arbeitszeit dafür doch ein Argument, über den Tellerrand zu blicken?
+3
fronk
fronk13.05.2221:54
Ich werfe mal nur Quicklook in die Runde, gibt es da vergleichbares unter Windows?
+6
heubergen13.05.2222:50
Ich kann in meinem Unternehmen die Diskussionen beobachten da bis vor einigen Jahren sogar noch alle drei OS unterstützt wurden (Linux, macOS und Windows). Linux ist inzwischen rausgeflogen.

Vor allem die letzten beiden Punkte sind "gute" Punkte; wenn die IT auch noch Mac unterstützen muss, "muss" sie jede Lösung die sie entwickelt und jede Software die sie einsetzt auch auf ihre Mac Kompatibilität überprüfen. Und da geht es weniger um User SW wie z.B. ob das Intranet auf dem Mac läuft sondern mehr um Security Themen. Funktioniert die VPN Lösung (keine Linux Unterstützung weswegen die jetzt gebannt sind bei uns), die MDM Software (musste bei der Evaluation beachtet werden weshalb einige Lösungen nicht in Frage kamen) und der Virenschutz (braucht separate Anleitungen und Deployments für Mac)?

Es ist also am günstigsten alle auf die genau gleiche Platform zu stellen, egal erstmal ob das Mac, Linux oder Windows ist. Und da die meisten User Windows kennen wird es halt das.


Mein Fazit: Mein Mac Herz blutet aber wenn die IT ihre Arbeit ernst nimmt und nicht unendlich Budget hat, kann ich das verbieten verstehen.
Zimtstärn
Kein read-only Zugriff auf Fileshares > Work-a-round

Bist du sicher das es kein read-only Zugriff war oder ging es darum das auf dem Mac NUR read-only Zugriff gibt? Das liegt an der fehlenden Unterstützung von irgend einem Protokoll unter Mac. Haben wir bei uns auch das Problem.
+2
Sindbad14.05.2201:17
heubergen

Andererseits gibt es bei uns auch "rote PCs", d.h. Non-Standard-Rechner für spezielle Aufgaben, z.B. für Messgeräte oder zur Steuerung von Laboranlagen. Oft im Paket mit der Anlage beschafft.
Da ist "genau gleiche Plattform" dann manchmal nicht möglich und "verbieten" geht auch nicht.
In dieser Situation gesteht die IT dem Anwender mehr Freiheiten zu.


Zur Anregung hier ein lesenswerter Artikel "Der Charme der IT-Anarchie":

Zitat: „Wenn eine Firma ... glaubt, sie habe die IT unter Kontrolle, dann ist das eine Illusion.“
+4
gfhfkgfhfk14.05.2207:14
Zimtstärn
Er meint: "Die Macs sind deutlich teurer im Unterhalt, weil wir Speziallösungen entwickeln müssen."
Da hat er doch Recht, weil es für ihn Zusatzaufwand bedeutet auch noch Macs zu versorgen. Es mag ja zutreffend sein, dass Macs leichter zu verwalten sind, aber es werden eben nicht alle Windows Systeme gegen Macs ausgetauscht, sondern es kommen einige wenige Macs dazu. Das heißt er hat einen Mehraufwand.
0
MikeMuc14.05.2207:58
gfhfkgfhfk
Er wird nicht mehr Aufwand haben Al es jetzt schon hat. Denn es geht hier ja um den Ersatz eines bereits vorhandenen Macs.

Da die IT in den meisten Firmen eigentlich die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen sollte, werde ich nie verstehen, wieso die sich als Götter aufspielen und sich immer wieder querstellen. Alle anderen Mitarbeiter der Firma sind quasi deren Kunden und die sollte man nicht so behandeln.

Indem speziellen Fall hier solltest Admin erstmal sagen, was sich durch den Ersatz konkret ändert. Bisher klappte es ja auch, also würde sich vermutlich am Status quo für ihn gar nicht ändern wenn der alte Mac durch einen neuen Mac ersetzt wird, d.h die von ihm bis jetzt genannten Argumente zeigen nur, das er schon jetzt seinen Job nicht im Griff hatte
+8
gfhfkgfhfk14.05.2208:08
MikeMuc
Da die IT in den meisten Firmen eigentlich die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen sollte, werde ich nie verstehen, wieso die sich als Götter aufspielen und sich immer wieder querstellen.
Die IT hat sehr strenge Vorgaben und wird chronisch unterfinanziert, weil den Vorständen/der Firmenleitung die IT immer nur als Kostenblock erscheint und nicht als wesentliches Element moderner Unternehmen. Zusatzkosten durch „Exoten“-Lösungen treiben da nur die Kosten in die Höhe und bedeuten Mehraufwand, der eben in der Regel nicht im Budget berücksichtigt wird.
+5
heubergen14.05.2209:05
Sindbad

Solche PCs sollten dann aber weder am Internet hängen noch im lokalen Netzwerk bzw. wenn im Netzwerk dann komplett isoliert von den sicheren PCs und ohne Zugriff auf irgendetwas anderes.
Damit ist ein Exot tatsächlich sicher möglich zu betreiben, ich halte es aber fraglich ob dem Thread-Ersteller das gefallen würde.
+2
Zikade
Zikade14.05.2209:06
MikeMuc
Da die IT in den meisten Firmen eigentlich die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen sollte, werde ich nie verstehen, wieso die sich als Götter aufspielen und sich immer wieder querstellen. Alle anderen Mitarbeiter der Firma sind quasi deren Kunden und die sollte man nicht so behandeln.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Als ich vor zweieinhalb Jahren meinen jetzigen Job antrat hieß es: "Wir wollen eigentlich keine Macs." Guter Einstieg.

Meiner Ansicht nach ist es mein Job den Leuten zu ermöglichen ihren Job zu machen. Was nicht heißt das ich jeden Wunsch erfülle, sondern eben die passenden Werkzeug zur Verfügung stelle (Sprich: mit den Anwendern rede. Shocking, I know).
In diesen zweieinhalb Jahren verdoppelte sich die Anzahl der Macs im Unternehmen, warum auch immer.
gfhfkgfhfk
Die IT hat sehr strenge Vorgaben und wird chronisch unterfinanziert, weil den Vorständen/der Firmenleitung die IT immer nur als Kostenblock erscheint und nicht als wesentliches Element moderner Unternehmen. Zusatzkosten durch „Exoten“-Lösungen treiben da nur die Kosten in die Höhe und bedeuten Mehraufwand, der eben in der Regel nicht im Budget berücksichtigt wird.

Und da finde ich es total spannend, dass in den Vorständen oftmals Leute sitzen die nicht rechnen können. Wie
Thomas Kemmer
Sprich: wenn ich berichte, dass ich allein mich um 300-400 Macs bei Kunden kümmern kann, dann berichten die Windows-Admins, dass diese Menge an Geräten für sie utopisch hoch ist.
so schön ausgeführt hat. Bei unserer internen Berechnung waren die Supportkosten pro MA/Gerät beim Einsatz von Windows-Laptops mindestens 50% höher (über einen Zeitraum von drei Jahren). Die Anschaffungskosten spielen da kaum eine Rolle, selbst wenn der Mac das dreifache kostet wird dies binnen einen Jahres nivelliert.
+9
incredibleole14.05.2210:06
Zimtstärn
Und ist Windows wirklich so schlimm, wie ich es von früher in Erinnerung habe? Oder lässt sich mittlerweile damit arbeiten?
Ja. Ich begreife einen Teil meines Gehalts als Schmerzensgeld für Windows 10.
+11
Zikade
Zikade14.05.2210:10
heubergen
Es ist also am günstigsten alle auf die genau gleiche Platform zu stellen, egal erstmal ob das Mac, Linux oder Windows ist. Und da die meisten User Windows kennen wird es halt das.

Ich verstehe dein Argument, halte es aber für fehlerhaft weil unvollständig. Nebst laufenden Kosten, höhere Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch Employee-Choice-Programme spielt auch die höhere Resilienz eine Rolle. Hatten wir nicht letztes Jahr diese spaßige Sicherheitslücke im Windows Printing Service? Hat die Mac- und Linux-Benutzer nicht erwischt.
Im Schach gibts ja auch die Leute die versuchen möglichst viele Figuren vom Brett zu bekommen um die Komplexität zu reduzieren. Das macht es aber nicht besser, im Gegenteil ist es eine wunderschöne Möglichkeit mit großen Scheuklappen in die Welt zu sehen und zu meinen, der winzige Ausschnitt sei ein vollständiges Abbild.

Viel zu oft herrscht hierzulande noch die Einstellung vor, IT sei wie ein Auto kaufen: gekauft, und für die nächsten Jahre fährt es. Dabei ist gerade dieser Bereich in einer andauernden Entwicklung, was ich vor zwei Jahren angeschafft habe, kann heute völlig nutzlos sein.
+7
Schens
Schens14.05.2211:11
Genau aus den oben angeführten Viren-/Trojaner-/Ransomwaregrund habe ich alle E-Mail und Netzaktivität ausschließlich auf Macs "verbannt". Dort kann jeder mit seinem User machen, was er für richtig hält. Zur Installation von wasauchimmer benötigt es ein Adminpasswort, das eben nur sehr wenige kennen.

Bisher wurden wir verschont.
+5
maculi
maculi14.05.2214:59
Vielleicht auch interessant: "c't 3003: Was bei Windows 11 immer noch kaputt ist"
+3
Sindbad14.05.2215:04
Der Schlüsselfaktor für den Firmenerfolg sind motivierte und begeisterte Mitarbeiter, die sich in ihrer Aufgabe weiterentwickeln wollen und können -
nicht nur im ersten Jahr, sondern auch nach 30 Jahren im Unternehmen.

Das ist die Herausforderung!

Wenn es einem Mitarbeiter wichtig ist, mit einem Mac zu arbeiten, lasst ihm die Freude.
Viel preiswerter ist Freude auf Arbeit nicht zu bekommen.
+13
rmayergfx
rmayergfx14.05.2217:54
Wenn ich mir die Argumente des IT-Verantwortlichen ansehe, scheint es so zu sein, das du wohl noch der einzige mit einem Mac im Unternehmen bist. Da leider überall auf die Kosten geschaut wird, verursacht dein einzelnes Gerät für diese "Workarounds" zusätzliche Aufwendungen, die für Windows nicht benötigt werden. Kommen nun für die Windowsserver Updates kann es passieren das diese immer mal wieder angepasst werden müssen. Sind im Betrieb mehrere Systeme mit macOS würde sich das relativieren, ist es nur ein Gerät ist es sehr offensichtlich warum hier abgelehnt wird. Jedes Gerät das nicht dem Unternehmensstandard entspricht oder eine Insellösung ist verursacht zusätzliche Kosten. Ziel im IT Bereich ist es möglichst viele Geräte zu Standardisieren, gleiche Hardware, Software, Patchlevel um nicht für jeden Client/Server zusätzlichen Support aufzubauen.
Bin mir sicher das der IT-Verantwortliche mit Sicherheit weiß, das es auch Lösungen für macOS, IOS gibt um diese Geräte im Unternehmen zu betreuen, das macht aber erst wirklich Sinn, wenn es mehr als 1 Gerät ist.

Daher das ganze mal rein technisch von beiden Seiten betrachten.
Als Grafiker dürfte dir ja auch das Problem rund um die genutzten Schriften bekannt sein, je nachdem was ihr da in der Vergangenheit genutzt oder gekauft habt kann dies ein gutes Argument sein, weiterhin mit macOS weiterzuarbeiten.
Ansonsten sollte man ruhig auch mal über den Tellerrand schauen, da die Creative Cloud ja auf 2 Systemen installiert werden darf (keine gleichzeitige Nutzung) kannst du diese problemlos auf einem Rechner mit guter Ausstattung installieren und testen. Dann merkst du auch gleich ob es eine große Umstellung für dich wird oder nicht.
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
+2
caMpi
caMpi14.05.2219:00
Fakt ist, wenn ich kein Know-how für die Administration von Macs im Haus habe, und meine IT keine Kapazitäten hat, sich dieses anzueignen, geht eure Rechnung schon nicht mehr auf.
Sowas lässt sich nicht von jetzt auf nachher umkrempeln. Und die Aufgaben einer IT wachsen ohnehin schon von alleine. IoT, Industie 4.0 und Cybersecurity sind nur einige Beispiele.
Zikade
MikeMuc
Da die IT in den meisten Firmen eigentlich die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen sollte, werde ich nie verstehen, wieso die sich als Götter aufspielen und sich immer wieder querstellen. Alle anderen Mitarbeiter der Firma sind quasi deren Kunden und die sollte man nicht so behandeln.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Als ich vor zweieinhalb Jahren meinen jetzigen Job antrat hieß es: "Wir wollen eigentlich keine Macs." Guter Einstieg.

Meiner Ansicht nach ist es mein Job den Leuten zu ermöglichen ihren Job zu machen. Was nicht heißt das ich jeden Wunsch erfülle, sondern eben die passenden Werkzeug zur Verfügung stelle (Sprich: mit den Anwendern rede. Shocking, I know).
In diesen zweieinhalb Jahren verdoppelte sich die Anzahl der Macs im Unternehmen, warum auch immer.
gfhfkgfhfk
Die IT hat sehr strenge Vorgaben und wird chronisch unterfinanziert, weil den Vorständen/der Firmenleitung die IT immer nur als Kostenblock erscheint und nicht als wesentliches Element moderner Unternehmen. Zusatzkosten durch „Exoten“-Lösungen treiben da nur die Kosten in die Höhe und bedeuten Mehraufwand, der eben in der Regel nicht im Budget berücksichtigt wird.

Und da finde ich es total spannend, dass in den Vorständen oftmals Leute sitzen die nicht rechnen können. Wie
Thomas Kemmer
Sprich: wenn ich berichte, dass ich allein mich um 300-400 Macs bei Kunden kümmern kann, dann berichten die Windows-Admins, dass diese Menge an Geräten für sie utopisch hoch ist.
so schön ausgeführt hat. Bei unserer internen Berechnung waren die Supportkosten pro MA/Gerät beim Einsatz von Windows-Laptops mindestens 50% höher (über einen Zeitraum von drei Jahren). Die Anschaffungskosten spielen da kaum eine Rolle, selbst wenn der Mac das dreifache kostet wird dies binnen einen Jahres nivelliert.
0
konnektor14.05.2220:36
Zimtstärn
Keine Überwachung und automatisiertes Patch-Management > Sicherheitsrisiko
Das gibt es auch für den Mac, ich kann aber verstehen, man wechselt nicht auf ein anderes Programm, nur um einen einzelnen Mac einzubinden und die klassischen Programme wie Server-Eye unterstützen den Mac tatsächlich nicht.
Keine zentrale Überwachung betreffend Viren > Sicherheitsrisiko
Viele Sicherheitsprogramme unterstützen auch den Mac und lassen sich in die Verwaltung einbinden. Dort würde man auch sehen, wenn am Mac das System nicht aktuell ist. Wir verwalten mit ESET gemischte Netzwerke. Aber auch hier gilt, wenn ein Sicherheitsprogramm im Einsatz ist, das den Mac nicht unterstützt, wechselt man wegen einem Gerät nicht unbedingt gerne.
Er fragt mich: Was spricht dagegen die Macs durch Windows zu ersetzen?
Du! Oder aus meine Perspektive ich! Meine Kollegen hatten mich auch mal überredet es zumindest mit Windows zu versuchen. Ich hab sie nach einiger Zeit vor die Wahl gestellt, entweder Mac oder ich bleibe zuhause. Seitdem muss ich mir zwar immer anhören wenn was nicht funktioniert "das liegt bestimmt am Mac" aber die tatsächlich nötigen Anpassungen werden dann trotzdem klaglos erledigt.
+4
Zikade
Zikade15.05.2207:03
Was heißt denn umkrempeln? Wer immer dort für die IT verantwortlich ist hatte knapp 8 Jahre Zeit sich mit den im Unternehmen eingesetzten Geräten vertraut zu machen. Die haben ihren Job nicht gemacht. Nachdem dies nun offenbar wurde soll das selbstgemachte Problem nun unter den Tisch gekehrt werden.
caMpi
Fakt ist, wenn ich kein Know-how für die Administration von Macs im Haus habe, und meine IT keine Kapazitäten hat, sich dieses anzueignen, geht eure Rechnung schon nicht mehr auf.
Sowas lässt sich nicht von jetzt auf nachher umkrempeln. Und die Aufgaben einer IT wachsen ohnehin schon von alleine. IoT, Industie 4.0 und Cybersecurity sind nur einige Beispiele.
+5
caMpi
caMpi15.05.2209:56
Wenn dort genau einen Mac steht, strickt man doch nicht alles so um, dass alles auch auf diesem einen Mac läuft.
Windows ist nunmal das vorherrschende System in den meisten Firmen.
Bei insgesamt 10 Arbeitsplätze hat der Mac dann meht Gewicht, aber bei 100, 1000 oder 10000 Arbeitsplätzen ist das eine Nische und da kann ich jeden verstehen, der sich keine Sonderlocke ans Bein binden will.
Bei iPhones/iPads sieht die Sache übrigens ganz anders aus. Dort führt man dieselbe Diskussion mit ein paar verwirrten Seelen, die unbedingt ein Android-Gerät haben wollen.
+1
druid15.05.2211:33
Ich hab hier 'nen Mac und 'nen PC stehen. Den PC musste ich für 3D-Anwendungen anschaffen. Ich werde selbst nach vier Jahren mit dem Ding nicht warm. Und das ist nicht nur Gewöhnung – da sind einfach viele Ecken eckiger, man sucht ewig nach irgendwelchen Einstellungen, die sich an (nach Google-Suche) äusserst unintuitiven Stellen verbergen. Asset-Management oder auch nur ein einfaches Brainstorming ist mir mit dem Ding ein Graus. Innerhalb der Software ist es dann OK. Aber ich sichte, bewege und recherchiere eben auch viel – und da ist es einfach kein Vergleich. Aber es gibt eben sehr unterschiedliche Arbeitsweisen.
+6
piik
piik15.05.2211:45
Auf dem Hintergrund jahrelanger Erfahrung klingt das für mich nach Machtspielchen eines schwachen Egos gepaart mit einer Mischung aus Faulheit, Inkompetenz und der Geschäftspolitik Microsofts, die Admins immer schön auf Schulungen religiös bearbeitet.
+3
gfhfkgfhfk15.05.2213:29
Zikade
Und da finde ich es total spannend, dass in den Vorständen oftmals Leute sitzen die nicht rechnen können.
Die können sehr gut rechnen.

Nur sind die Interessen der Firmenleitung nicht die Interessen der Mitarbeiter. Niemand wird gefeuert, weil er im Unternehmen nur Windows Rechner hat. Wenn es Macs sind, wird es bei Problemen Rechtfertigungsdruck geben bzw. man wird es als Gelegenheit sehen, dem Verantwortlichen eine reinwürgen zu können. Daher minimiert man die Angriffsfläche, wenn man das macht, was alle anderen Vorstände tun.

Man darf dann auch nicht vergessen, dass Windows in vielen Aufgaben nicht ersetzbar ist, weil Fachanwendungen nun einmal für Windows entwickelt werden. Muss das so sein – eindeutig nein, aber es ist nun einmal der status quo.
+4
konnektor15.05.2217:32
Und nicht ist schlimmer als wenn sich ein Geschäftsführer dann einen Prestige-Mac hinstellt, auf dem dann erst mal Windows installiert werden muss, damit diese Software auch läuft und er ihn bedienen kann.
gfhfkgfhfk
Man darf dann auch nicht vergessen, dass Windows in vielen Aufgaben nicht ersetzbar ist, weil Fachanwendungen nun einmal für Windows entwickelt werden.
+2
piik
piik15.05.2223:14
konnektor
Und nicht ist schlimmer als wenn sich ein Geschäftsführer dann einen Prestige-Mac hinstellt, auf dem dann erst mal Windows installiert werden muss, damit diese Software auch läuft und er ihn bedienen kann.
Das wird Dank Apple Silicon demnächst nichtmehr gehen
+1
Zimtstärn
Zimtstärn16.05.2208:32
Ich danke euch herzlich für die vielen guten Antworten. Tatsächlich scheint es ja einige gute Gründe für die Firmen-IT zu geben, in Zukunft nur noch Windows zu unterstützen. Tatsächlich nutzt der CEO einen mac, auch im Marketing und in der Druckvorstufe gibt es macs. Ich denke ich bastle mir anhand der vielen Argumente eine Argumentation zusammen, wobei ich fairerweise anmerken muss, dass vieles auf der emotionalen Seite angesiedelt ist. Das wird den IT - genauso wie den CFO nicht überzeugen.

Was ist denn mit den Chips? Ist Apple dank den M1 Chips nicht viel besser für die Zukunft aufgestellt? Die Intel Chips sind ja nicht ansatzweise so leistungsfähig – und für renderings und grafikintensive Aufgaben ist das doch matchentscheidend – oder mache ich da einen Denkfehler?
+3
McErik16.05.2209:09
Zimtstärn

Was ist denn mit den Chips? Ist Apple dank den M1 Chips nicht viel besser für die Zukunft aufgestellt? Die Intel Chips sind ja nicht ansatzweise so leistungsfähig – und für renderings und grafikintensive Aufgaben ist das doch matchentscheidend – oder mache ich da einen Denkfehler?

Genau da würde ich beim Chef (nicht beim IT-ler) ansetzen.
Ausgerechnet jetzt, wo sich der Mac mit den neuen ARM-Chips wieder an die Spitze der Computerentwicklung gesetzt hat, auf die Mac-Plattform ganz zu verzichten, kann doch nicht vernünftig sein. Zumal man bis jetzt den Mac-Support ja auch hinbekommen hat.
Die M1-Chips von Apple sind nicht nur leistungsfähiger sondern vor allem viel sparsamer im Energieverbrauch. Energiesparen ist momentan überall besonders angesagt und auch gegenüber CEOs gerade jetzt ein gutes Argument.
+2
Sindbad16.05.2209:27
Zimtstärn,
wollt ihr (deine Firma) verwalten oder gestalten ?

Das erste Startup von Reed Hastings (CEO von Netflix) ist untergegangen, weil er Leute eingestellt hatte, die Prozesse und Regeln mögen.
Bei Netflix hat er Leute gesucht, die frisch denken und schnelle Veränderungen vorwärtstreiben.
Firmen, so die Managementphilosophie von Hastings, sollen Leute mit viel Motivation und Talent einstellen, weil sie sich gegenseitig beflügeln. Wer andere bremst oder nur Durchschnittliches leistet, kann entlassen werden.

Quelle:
+1
LoCal
LoCal16.05.2209:39
Auch wenn es sich plump anhören mag, aber für mich scheint euer IT-Verantwortlicher ein 08/15-Microsoft-Sysadmin ist.
Ich habe als Software-Entwickler auch mal in einer Firma mit so engstirnigen Spezialisten gearbeitet.
Das liegt schon länger zurück und ich war Java-Entwickler.
Die Sysadmins hatten damals auch so eine absurde Virenpanik und die Virenscanner wurde so aggressiv eingestellt, dass die bei jedem(!) Datei eine Virenprüfung machten. Wir verwendeten damals Eclipse und das greift halt ständig auf .jar-Dateien zu und jedesmal grätschte der Virenscanner rein. Wir Entwickler bekamen die bestausgestattesten PCs die es für Geld zu kaufen gab (ok … fast) und es war echt ein graus damit zu arbeiten.
Irgendwann war es mir zu doof und ich nahm mein iBook G3/800 mit … das war so unfassbar schneller.
Der Abteilungsleider fand das erst mal nicht so lustig, dass ich meine eigene Hardware verwendet habe (verständlich), gab aber dann sein ok.
Die SysAdmins tropedierten das aber mit allenmöglichen abstrusen Argumenten.
Es lief dann soweit, dass als wir auf ActiveDirectory wechselten mir die Konfigurationdaten mit der Begründung, "Wir kennen uns mit Mac nicht aus und wissen nicht was Du meinst", verwehrt wurden … doof halt, dass es halt das gleiche ist, was sie bei Windows einrichten.
Seitdem bin bei Win-Admins skeptisch und weiß, dass die ihr Microsoft-Mantra kennen und da darf nichts anderes stören.

Dein Admin kannst Du folgende Antworten geben:

Kein read-only Zugriff auf Fileshares > Work-a-round
Das ist stimmt nicht, ob ein Fileshare Read-Only ist oder nicht liegt in seiner Hand als Admin … der User hat damit nichts zu tun. Im Umkehrschluß wäre das ja eine monströse Sicherheitslücke des Dateiservers, wenn sich nicht Windows-User ihre Zugriffsrechte selbst aussuchen könnten


Keine Überwachung und automatisiertes Patch-Management > Sicherheitsrisiko
Doch, das gibt es sehr wohl und da die sehr viele Admins ihre Arbeite mittlerweile Outsourcen (z.B. Jamf) ist es sogar null Mehrarbeit, da die schon längst auch Macs abdecken.


Keine zentrale Überwachung betreffend Viren > Sicherheitsrisiko
Klassische Viren sind heute generell die deutliche geringere Gefahr. Das größte Risiko sind mittlerweile Dateianhänge in Emails, die dann ähnlich wie Viren Unternehmensnetzwerke lahmlegen.
Auch diese Gefahr sollte vorerst von Admin-Seite auf dem MailServer angegangen werden und zwar so, dass Anhänge nicht automatisch geöffnet bzw. angehängt werden. Ausserdem sollten MailServer nicht vertrauenswürdige Mails erstmal in eine Art Quarantäne schicken.

Ich glaube die Zeiten in denen der Mac sich im Windows-Netzwerk exotisch benahm oder behandelt werden musste sind seit Jahren vorbei … es gibt halt noch viele Vorurteile.
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+2
mistamilla
mistamilla16.05.2209:41
In deinem Eingangspost erweckt sich der Eindruck, dass du der einzige in deiner Firma bist, der einen Mac verwendet. Du als Inhouse-Grafiker bist doch der Druckvorstufe und dem CEO/Marketing viel näher, als dem restlichen Betrieb (Vermutung, ich kenne deine Branche nicht [Pharma?]). Ist das nicht Argument genug?
Zimtstärn
… Tatsächlich nutzt der CEO einen mac, auch im Marketing und in der Druckvorstufe gibt es macs…
„ITZA GOOTZIE“
+1
LoCal
LoCal16.05.2209:41
gfhfkgfhfk
MikeMuc
Da die IT in den meisten Firmen eigentlich die Mitarbeiter bestmöglich unterstützen sollte, werde ich nie verstehen, wieso die sich als Götter aufspielen und sich immer wieder querstellen.
Die IT hat sehr strenge Vorgaben und wird chronisch unterfinanziert, weil den Vorständen/der Firmenleitung die IT immer nur als Kostenblock erscheint und nicht als wesentliches Element moderner Unternehmen. Zusatzkosten durch „Exoten“-Lösungen treiben da nur die Kosten in die Höhe und bedeuten Mehraufwand, der eben in der Regel nicht im Budget berücksichtigt wird.

Nur bis zu dem Zeitpunkt bis mal was ernstes passiert … dann reagiert die Vorstandsetage genau andersherum und verfällt in Paranoia!
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
0
Schibulski16.05.2209:42
Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung berichten:

Wir sind ein mittelständiges Unternehmen und ich bin mit einem weiteren Kollegen und 2 Azubis für die IT verantwortlich.
Ausgangslage: Wir haben die typische Windows ActiveDirectory Domäne im Einsatz mit ca. 70 PCs und 15 Macs im Einsatz, alleine 8 davon in der Grafik und Marketing-Abteilung.

  • Read-Only: Häh? Wier schon oft in diesem Thread erwähnt, die Berechtigungen werden serverseitig gesetzt, in unserem Fall auf einem Windows Server 2019. Da gibt es keinerlei Einschränkung.
  • Was allerdings bei den Macs auffällt: Wenn ein SMB-Verzeichnis ziemlich viele Dateien hat, und dann noch teilweise Einzelberechtigungen vergeben sind (Die man zwar vermeiden sollte, aber bei uns stellenweise nicht anders lösbar sind), sind die Macs im Zugriff verdammt langsam. Da kann es schon mal sein, dass ein Ordner "leer" ist, und erst nach einer Minute die Dateien darin angezeigt werden.
  • Mit Adobe-Programmen direkt auf SMB-Shares zu arbeiten ist und war schon immer eine Katastrophe. Besonders wenn man andere Dokumente einbettet. Hier haben wir z.B. das Phänomen, dass bei solchen eingebetteten Dateien im Share lediglich der Bearbeiter als einzige berechtigte Person gesetzt wird. Hier muss man immer wieder händisch nacharbeiten, oder den Leuten empfehlen, die Dateien lokal zu bearbeiten und dann über den Finder wieder hochzuladen. Das wird leider auch von Adobe so empfohlen, statt dass endlich mal in den Griff zu bekommen.
  • Keine Überwachung und automatisches Patch-Management: Was für ein Blödsinn. Wir verwenden den Apple Profile Manager zum Verwalten der Macs. Der kann zwar nicht soooo viel, aber die zentrale Verwaltung der Macs (und aller anderen Apple Geräte) funktioniert damit einwandfrei. Außerdem gibt es tonnenweise andere Tools für die zentrale Verwaltung, zum Beispiel auch die Integration in SCCM (Schau mal bei Parallels, das funktioniert saugut), oder auch über Intune, wenn ihr entsprechende Lizenzen im MS365 habt.
  • Keine zentrale Überwachung Viren und Co.: Bullshit. wir nutzen zum Beispiel alles von Sophos. Hier spielt es keine Rolle, wo deren Client-Software installiert ist. In der Sophos-Geschichte, die bei uns auch Firewall ist, werden die Macs genauso überwacht wie die Windows-Rechner, inkl. automatischer Installation des Clients über o.g. zentrale Verwaltung. Ich bin mir sicher, dass Sophos nicht der einzige Hersteller ist, der seine Antivirenlösung mit zentraler Verwaltung auch für Macs anbietet.


Was kann man sonst noch sagen?

  • Integration in Active Directory: Funktioniert tadellos, sogar out of the Box bei Neuinstallationen indem entsprechende Profile zur Einbindung über das MDM (Profile Manager) gepusht werden. Man kann sich hier bei uns mit seinem AD-Account an jedem Mac anmelden und hat zum Beispiel direct die entsprechenden Gruppenmitgliedschaften und damit auch direkt die Zugriffsberechtigungen z.B. in den Fileshares.
  • Allgemeiner Wartungsaufwand: Okay, verhältnismäßig sind die Macs deutlich in der Unterzahl, aber wenn die Dinger einmal eingerichtet sind, laufen die. Wir haben damit absolut die wenigsten Probleme im Alltag.
  • Nutzerakzeptanz und Co.: Die Leute die den Mac bevorzugen, wissen meist um dessen Vorzüge und kennen die Workflows, die damit möglich sind. Aus der Prokura (Absolute MS/Windows-Nazis) kommt immer wieder der Hinweis, dass "Photoshop auch auf Windows läuft und die Mac Leute die Macs "nur nutzen, weil da ein Apfel drauf ist". Ich gebe dann den Hinweis, sie sollen sich mal die Workflows drumherum anschauen, und nicht nur ein einzelnes Programm. Da gibt es so viel links und rechts, was auch mit in die Betrachtung einfließen muss. Das verstehen diese Leute aber einfach nicht. "Unter Windows kann man sich auch ein Photo per Bluetooth schicken." Sag das mal unserer Marketing-Abteilung, die sich bei Events direkt per Airdrop Sachen hin und herschicken, Photos von ihren iPhones live in ein Dokument auf dem Mac einbetten etc..
  • Office 365: Bis auf (derzeit) fehlende Features in Outlook, ist das Erlebnis für die Mac und Windows-Leute absolut identisch. Und da geht die Reise immer mehr hin.

Nachteile:

Da fällt mir eigentlich nur ein, dass es tatsächlich viele Business-Anwendungen gibt, die nur unter Windows laufen.
Wir waren die letzten 2 Jahre auf der Suche nach einem Dokumenten-Management-System. Da gibt es nur eine Handvoll, die einen nativen Mac-Client anbieten. Die sind aber leider alle ausgeschieden, weil da Features gefehlt haben, die wir in einem DMS brauchen.
Unsere Warenwirtschaft: Windows Only
Fast überall, wo es einen Mac-Client gibt, ist der Funktionsumfang im Vergleich zum Windows Client eingeschränkt.

Im großen und Ganzen sehe ich aber keine klaren Nachteile. Man muss, gerade als Sysadmin einfach nur ein wenig open minded sein. Das ist gerade bei den reinen Windows-Admins nicht der Fall. Für die ist alles von Apple einfach nur Dreck.
Ich finde so eine politische Verblendung, egal in welche Richtung immer fragwürdig. Ich bin sehr Mac lustig unterwegs, schätze aber meine Linux-Server in der Firma genauso wie ich zum Beispiel ActiveDirectory und seine Möglichkeiten mit Gruppenrichtlinien usw.
+7
Zimtstärn
Zimtstärn16.05.2210:25
Kaji
Dateien die im Programm A noch in Bearbeitung sind, bereits in Programm B integrieren.

Das tönt interessant, aber ich frage mich, was damit gemeint ist? Hast du da ein Beispiel dafür?
0
pogo3
pogo316.05.2210:45
Schibulski

Deine Beschreibung ist bestimmt sehr hilfreich. Allerdings, Achtung - jetzt kommt der Prinzipienreiter:
Aus der Prokura (Absolute MS/Windows-Nazis) ...
Der hat mich schon etwas schockiert und befremdet. Der Nazi-Verb ist das wohl verachtenswerteste Verb um Menschen zu diskreditieren oder gar zu verachten. Der "Nazi" ist per Definition das Böse und Abartige, und wie jetzt wieder zu sehen ist in Kriegen gerne das passende Verb um die "Anderen" als absolut böswillig, unmenschlich und verachtenswert zu beschreiben. Deine Haltung zu den Kollegen scheint etwas "schief", und dein Wortwahl in diesem Kontext komplett daneben. Schon verwunderlich wie locker der "Nazi" jetzt wieder rauskommt, das scheint wieder normaler Umgangston zu werden. Damit wird vernebelt für was der Begriff eigentlich steht, und kein normaler, bürgerlicher Mensch will sich als "Nazi" bewertet sehen. Kannst dir ja deine Wortwahl nochmal überlegen, nicht für mich, sondern für deine Kollegen. Nicht dass dir da mal was "rausrutscht".

Sorry, ich will jetzt hier keine "Nazi"-Diskussion anstacheln, aber den "Nazi" für so eine Banalität ? Einfach unpassend.
„Wann hört es endlich auf zu dauern.“
+4
Schibulski16.05.2211:03
@pogo3

ja, das hast du vollkommen Recht, da bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen. Das Wort hat sich leider in meinem Sprachgebrauch festgesetzt um Leute zu beschreiben, die in Sachen Meinung und Überzeugung zu einem Thema wirklich nichts abseits der eigenen Meinung zulassen.
Auch wenn das in diesem Fall zutrifft, sollte ich das mal grundsätzlich überdenken. Entschuldigung dafür. Leider kann ich meinen Beitrag nicht mehr editieren. Geht das nur eine bestimmte Zeit lang?

@ Admins: Wenn ihr das noch korrigieren könnt, bitte durch MS/Windows-Befangene ersetzen.
+3
dedj16.05.2213:09
Da wir die Sachen Verkaufen kann ich sagen:

Patch => Acronis (gibt auch hier viele weitere)
Virus => Sophos Mac Client auch MDR funktioniert mit Mac

Also dies ist wirklich vorgeschoben.

@Schibulski
ELO als DMS/ECM hat einen nativen Client sorry der Vertrieb in mir
0
awk16.05.2213:27
Ich bin in einer Firma mit ca. 3000 Rechnern für die Clients verantwortlich.
Persönlich benutze ich einen M1 Mac mini, vorher lange Jahre MacBook Pro.
Ich würde niemals auf die Idee kommen in der Firma Macs einzusetzen.
Das hat viele Gründe. Ja, man kann Macs "irgendwie" in ein AD einbinden und auch "irgendwie" Software verteilen. Da ist immer mit Kompromissen und Aufwand verbunden. Will ich z.B. keine zwei Security Lösungen bin ich in der Auswahl stark eingeschränkt.
Die Macs sind teuer, sehr teuer. Die angeblichen Gesamtkostenvorteile sind nur schwer auszumachen. Ich müsste z.B. für einen Arbeitsplatz, bei dem es ein Core i5 mit Chipsetgrafik tut, einen Rechner beschaffen der deutlich mehr kostet, dessen Ressourcen aber brach liegen. Und das ist die grosse Mehrheit der Arbeitsplätze.
Zweiter dicker Minuspunkt, fast noch entscheidender, ist die nicht vorhandene Roadmap. Ich muss demnächst das Budget für 2023 angehen und hätte bei Apple keinerlei Planungssicherheit. Müsste ich das dem CFO erklären würde der mich fragen ob ich mich nicht nach einem neuen Job umsehen wolle.
Ein ebenso schwieriges Thema ist der Umgang Apples mit den Informationen zu Schwachstellen und deren Behebung. Hier kann man Apples Verhalten nur als obskur bezeichnen.
Zudem bin ich nicht sicher ob Apple es mit dem Engagement im wirklichen Pro-Sektor ernst meint. Es genügt nicht die Geräte "Pro" zu nennen.
-1

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