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Ist die EU wirklich so schwer zu verstehen?
Ist die EU wirklich so schwer zu verstehen?
Philantrop
10.06.26
22:17
Hallo zusammen,
ich hab mir nun einige Kommentare durchgelesen zur Keynote und hey - ich bin auch frustriert.
Die angekündigte Härtung der Software hingegen feier ich sehr.
Aber was ich absolut nicht verstehe, ist dieses EU-Bashing in den Kommentaren.
Das ist eine wirklich nicht nachvollziehbare Entscheidung Apples und die EU mit der Regelung tatsächlich alles richtig gemacht, wenn man sich das Verhalten Apples so anschaut.
Die Lösung ist sogar "extrem" einfach - eine offene MCP-API - bei der die Berechtigungen wie bei anderen Apps auch einfach geregelt werden können. Dann kann ich Perplexity oder Claude verwenden - ihnen den Zugriff auf Kalender, Adressen, Standort etc. gewähren oder eben nicht. Und MCP-APIs gibt es wie Sand am Meer. Ebenso wäre es eine einfach Möglichkeit Siri per se mit jedem beliebigen anderen KI-Sprachassistenten zu ersetzen "Hey Claude" - mit den absolut gleichen Sicherheitseinstellung wie sie aktuell auf dem Mac oder dem iPhone existieren.
Es ist absolut unverständlich - warum Apple da so vehement dagegen stemmt - wenn Sie eigentlich selbst die KI Infrastruktur anderer nutzen. Wem es wichtig ist das alles lokal läuft - ebenso easy. Warum soll ich mein Modell nicht auswählen können? Es gibt sogar ein spezielles LLM-Datenformat was auf M-Prozessoren optimiert ist MLX - ggü. dem universellen GGUF.
Es ist einfach nur ein nicht wollen. Wirtschaftlich kann ich mir nicht erklären was das bringen soll - außer das es vielleicht Verträge mit Google gibt die erfüllt werden müssen. Siri hat noch NIE irgendjemand zu einem Kauf von Apple-Produkten bewegt - auch die jetzt gezeigten Features hauen doch wirklich niemanden vom Hocker, erst recht nicht jemanden der sich mit MCP und KI beschäftigt.
Das ist frustrierend. Nicht die ziemlich gute EU-Regelung.
Phil
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Kommentare
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Weia
13.06.26
20:26
System 6.0.1
So, liebe Kinder, dann wollen wir mal noch etwas Benzin ins 🔥 Feuer kippen …
[…]
Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.
Der Selbstwiderspruch im letzten Satz ist Dir aber schon klar, Papa?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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-1
System 6.0.1
13.06.26
20:35
Weia
System 6.0.1
So, liebe Kinder, dann wollen wir mal noch etwas Benzin ins 🔥 Feuer kippen …
[…]
Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.
Der Selbstwiderspruch im letzten Satz ist Dir aber schon klar, Papa?
Ja, ist das so? Weiß nicht … egal, wer ohne Selbstwiderspruch ist, klicke den Daumen runter.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
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-4
Weia
13.06.26
20:55
System 6.0.1
Ja, ist das so?
Ja, das ist so.
Wenn Du schreibst
das ist grundsätzlich nicht verkehrt
, impliziert das, dass Du denkst, das sei nicht verkehrt. Gleichzeitig behauptest Du, diese Aussage würde gelten,
egal, wie [Du] und andere darüber denken
, also auch dann, wenn Du denkst, dass das verkehrt ist. In diesem Fall würdest Du aber zugleich denken, das sei verkehrt und es sei nicht verkehrt, und das ist ein Widerspruch. 🤓
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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-2
System 6.0.1
14.06.26
08:25
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.“
Ich sehe den Widerspruch nicht. Wenn die EU eine Entscheidung getroffen hat, dann sollte sie dazu stehen. Stellt sich heraus, die EU hat eine Entscheidung getroffen, die sich in der Praxis als falsch herausgestellt hat, bleibt ihr die Möglichkeit diese Entscheidung zu revidieren.
Aber Entscheidungen treffen, und dann die Einhaltung nicht konsequent einzufordern, ist falsch. Egal, wie ich oder andere zu der Entscheidung stehen. Was einer sagt muss gelten.
Dieser Gedanke ist mehr als 2.000 Jahre alt …
Matthäus 5, 37
Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
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-1
Weia
14.06.26
16:16
System 6.0.1
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.“
Ich sehe den Widerspruch nicht. Wenn die EU eine Entscheidung getroffen hat, dann sollte sie dazu stehen.
Aahh – jetzt verstehe ich, wie Du den Satz meinst!
Das Problem ist, dass der Bezug von
darüber
zweideutig ist: es kann sich (wie üblich) auf den vorausgegangenen Satz beziehen, also darauf, dass die EU nicht herumalbert (
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere darüber denken, dass die EU nicht herumalbert, es ist grundsätzlich nicht verkehrt, dass die EU nicht herumalbert.“
), oder auf die (implizit aus dem Kontext ersichtliche) inhaltliche Fragestellung, bezüglich der die EU nicht herumalbert (
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere den Umgang der EU mit Apple finden, es ist grundsätzlich nicht verkehrt, dass die EU nicht herumalbert.“
).
Ich habe Ersteres verstanden und das ist aus den genannten Gründen selbstwidersprüchlich (formal:
„Egal wie ich über
A
denke, ich bin der Auffassung, dass
A
nicht verkehrt ist.“
). Du hast aber offensichtlich Zweiteres im Sinn gehabt. Solche zweideutigen Bezüge sind oft verflixt, weil sie Sätze quasi zu Vexierbildern machen; die eigene Lesart macht es dann schwer, die andere mögliche Lesart auch nur zu erkennen, so, wie man in dem berühmten Bild entweder nur die alte oder nur die junge Frau sieht.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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-1
System 6.0.1
14.06.26
21:41
Bei diesen Bildern sehe ich immer nur die junge Frau.
Übrigens habe ich heute gelernt, die EU steckt gerade knietief in der Aufgabe, das Messenger keine abgeschotteten Inseln mehr sind, sondern untereinander kommunizieren müssen können.
Der Laden wird mir immer sympathischer …
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
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-1
Embrace
14.06.26
22:11
Ich würde mir ein Opt-out aus der ganzen EU-Bevormundung wünschen. Schon schlimm genug, dass sich die Politik hier einmischt, aber den Bürgern nicht die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, für welche Produkte und Dienstleitungen sie sich entscheiden, ist autoritär. Die Gründe spielen auch keine Rolle. Wenn Apple nichts freigeben will dann ist es sein gutes Recht. Das gleiche im Übrigen mit der Browserwahl (auch damals bei Windows). Was das alles Ressourcen verschlingt – sowohl auf Seiten der EU (was wir mitfinanzieren) als auch bei Apple.
Wird eben weiterhin ein US-Account genutzt.
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-1
Logomat
14.06.26
22:27
UWS
Da bin ich doch einigermaßen erstaunt, wie im Ausgangsposting einfach mal so irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden, ohne die tatsächlichen Hintergründe zu kennen – die kennt nämlich derzeit keiner. Es gibt nur ein Statement von Apple – mit einigen technischen Erläuterungen. Und ein Statement der EU – ohne weitergehende technische Erläuterungen. Auf dieser Grundlage kann man sich im Prinzip keine belastbare Meinung bilden, es sei denn man hat vorher schon eine oder man „fühlt“ wer richtig liegt
Ganz generell gibt es in der EU mittlerweile eine Tendenz immer mehr Regelungen zu schaffen. ohne vorher eine wirklich umfassende Folgeabschätzung zu machen. Das wird auch innerhalb der EU-Institutionen selbst kritisiert.
Folgeabschätzung heißt: Ich überlege nicht nur was ich gerne hätte, sondern auch was danach konkret passiert, welcher Aufwand damit verbunden ist, ob das gewünschte Ergebnis überhaupt eintritt und falls ja zu welchem Preis.
Ein Paradebeispiel dafür ist die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) – VO (EU) 2025/40. Ein wirklich gut gemeintes Regelwerk zur Vermeidung von Verpackungsmüll. Herausgekommen ist ein bürokratisches Monstrum. Was das z.B. für Händler, die in der EU Ware verschicken bedeutet, kann sich jeder gerne ergooglen.
Der größte Wahnsinn daran: Es gibt zwar eine EU-Rahmenvorgabe, aber jedes einzelne EU-Land macht seine eigenen Ausführungsbestimmungen, hat dafür eigene Register und eigene Abläufe. So entstehen für den Einzelnen Regelwerke, die kaum mehr überschaubar sind. D.h. konkret – 27 mal Unterschiede bei beispielsweise: Freigrenzen und deren Größe, Strafen bei Verstößen, Pflicht zur Bestellung eines Verpackungsbevollmächtigten vor Ort im Zielland, Sonderabgaben, Kennzeichnungspflichten etc.
Mittlerweile gibt es selbst innerhalb der EU Überlegungen das entweder erstmal auszusetzen oder zumindest abzumildern...
Oder man empört sich lieber und verbreitet Hasserfüllte Kommentare, die ja grundsätzlich eher selten Fakten beinhalten. Ist ja ein bewährtes Muster heutzutage die gefühlte mit der echten Wahrheit zu verwechseln.
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