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Ist die EU wirklich so schwer zu verstehen?
Ist die EU wirklich so schwer zu verstehen?
Philantrop
10.06.26
22:17
Hallo zusammen,
ich hab mir nun einige Kommentare durchgelesen zur Keynote und hey - ich bin auch frustriert.
Die angekündigte Härtung der Software hingegen feier ich sehr.
Aber was ich absolut nicht verstehe, ist dieses EU-Bashing in den Kommentaren.
Das ist eine wirklich nicht nachvollziehbare Entscheidung Apples und die EU mit der Regelung tatsächlich alles richtig gemacht, wenn man sich das Verhalten Apples so anschaut.
Die Lösung ist sogar "extrem" einfach - eine offene MCP-API - bei der die Berechtigungen wie bei anderen Apps auch einfach geregelt werden können. Dann kann ich Perplexity oder Claude verwenden - ihnen den Zugriff auf Kalender, Adressen, Standort etc. gewähren oder eben nicht. Und MCP-APIs gibt es wie Sand am Meer. Ebenso wäre es eine einfach Möglichkeit Siri per se mit jedem beliebigen anderen KI-Sprachassistenten zu ersetzen "Hey Claude" - mit den absolut gleichen Sicherheitseinstellung wie sie aktuell auf dem Mac oder dem iPhone existieren.
Es ist absolut unverständlich - warum Apple da so vehement dagegen stemmt - wenn Sie eigentlich selbst die KI Infrastruktur anderer nutzen. Wem es wichtig ist das alles lokal läuft - ebenso easy. Warum soll ich mein Modell nicht auswählen können? Es gibt sogar ein spezielles LLM-Datenformat was auf M-Prozessoren optimiert ist MLX - ggü. dem universellen GGUF.
Es ist einfach nur ein nicht wollen. Wirtschaftlich kann ich mir nicht erklären was das bringen soll - außer das es vielleicht Verträge mit Google gibt die erfüllt werden müssen. Siri hat noch NIE irgendjemand zu einem Kauf von Apple-Produkten bewegt - auch die jetzt gezeigten Features hauen doch wirklich niemanden vom Hocker, erst recht nicht jemanden der sich mit MCP und KI beschäftigt.
Das ist frustrierend. Nicht die ziemlich gute EU-Regelung.
Phil
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+49
Kommentare
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Weia
13.06.26
20:26
System 6.0.1
So, liebe Kinder, dann wollen wir mal noch etwas Benzin ins 🔥 Feuer kippen …
[…]
Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.
Der Selbstwiderspruch im letzten Satz ist Dir aber schon klar, Papa?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+1
System 6.0.1
13.06.26
20:35
Weia
System 6.0.1
So, liebe Kinder, dann wollen wir mal noch etwas Benzin ins 🔥 Feuer kippen …
[…]
Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.
Der Selbstwiderspruch im letzten Satz ist Dir aber schon klar, Papa?
Ja, ist das so? Weiß nicht … egal, wer ohne Selbstwiderspruch ist, klicke den Daumen runter.
Hilfreich?
-3
Weia
13.06.26
20:55
System 6.0.1
Ja, ist das so?
Ja, das ist so.
Wenn Du schreibst
das ist grundsätzlich nicht verkehrt
, impliziert das, dass Du denkst, das sei nicht verkehrt. Gleichzeitig behauptest Du, diese Aussage würde gelten,
egal, wie [Du] und andere darüber denken
, also auch dann, wenn Du denkst, dass das verkehrt ist. In diesem Fall würdest Du aber zugleich denken, das sei verkehrt und es sei nicht verkehrt, und das ist ein Widerspruch. 🤓
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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0
System 6.0.1
14.06.26
08:25
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.“
Ich sehe den Widerspruch nicht. Wenn die EU eine Entscheidung getroffen hat, dann sollte sie dazu stehen. Stellt sich heraus, die EU hat eine Entscheidung getroffen, die sich in der Praxis als falsch herausgestellt hat, bleibt ihr die Möglichkeit diese Entscheidung zu revidieren.
Aber Entscheidungen treffen, und dann die Einhaltung nicht konsequent einzufordern, ist falsch. Egal, wie ich oder andere zu der Entscheidung stehen. Was einer sagt muss gelten.
Dieser Gedanke ist mehr als 2.000 Jahre alt …
Matthäus 5, 37
Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.
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+1
Weia
14.06.26
16:16
System 6.0.1
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere darüber denken, das ist grundsätzlich nicht verkehrt.“
Ich sehe den Widerspruch nicht. Wenn die EU eine Entscheidung getroffen hat, dann sollte sie dazu stehen.
Aahh – jetzt verstehe ich, wie Du den Satz meinst!
Das Problem ist, dass der Bezug von
darüber
zweideutig ist: es kann sich (wie üblich) auf den vorausgegangenen Satz beziehen, also darauf, dass die EU nicht herumalbert (
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere darüber denken, dass die EU nicht herumalbert, es ist grundsätzlich nicht verkehrt, dass die EU nicht herumalbert.“
), oder auf die (implizit aus dem Kontext ersichtliche) inhaltliche Fragestellung, bezüglich der die EU nicht herumalbert (
„Die EU albert nicht herum. Und egal wie ich und andere den Umgang der EU mit Apple finden, es ist grundsätzlich nicht verkehrt, dass die EU nicht herumalbert.“
).
Ich habe Ersteres verstanden und das ist aus den genannten Gründen selbstwidersprüchlich (formal:
„Egal wie ich über
A
denke, ich bin der Auffassung, dass
A
nicht verkehrt ist.“
). Du hast aber offensichtlich Zweiteres im Sinn gehabt. Solche zweideutigen Bezüge sind oft verflixt, weil sie Sätze quasi zu Vexierbildern machen; die eigene Lesart macht es dann schwer, die andere mögliche Lesart auch nur zu erkennen, so, wie man in dem berühmten Bild entweder nur die alte oder nur die junge Frau sieht.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
-2
System 6.0.1
14.06.26
21:41
Bei diesen Bildern sehe ich immer nur die junge Frau.
Übrigens habe ich heute gelernt, die EU steckt gerade knietief in der Aufgabe, das Messenger keine abgeschotteten Inseln mehr sind, sondern untereinander kommunizieren müssen können.
Der Laden wird mir immer sympathischer …
Hilfreich?
+2
Embrace
14.06.26
22:11
Ich würde mir ein Opt-out aus der ganzen EU-Bevormundung wünschen. Schon schlimm genug, dass sich die Politik hier einmischt, aber den Bürgern nicht die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, für welche Produkte und Dienstleitungen sie sich entscheiden, ist autoritär. Die Gründe spielen auch keine Rolle. Wenn Apple nichts freigeben will dann ist es sein gutes Recht. Das gleiche im Übrigen mit der Browserwahl (auch damals bei Windows). Was das alles Ressourcen verschlingt – sowohl auf Seiten der EU (was wir mitfinanzieren) als auch bei Apple.
Wird eben weiterhin ein US-Account genutzt.
Hilfreich?
-7
Logomat
14.06.26
22:27
UWS
Da bin ich doch einigermaßen erstaunt, wie im Ausgangsposting einfach mal so irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden, ohne die tatsächlichen Hintergründe zu kennen – die kennt nämlich derzeit keiner. Es gibt nur ein Statement von Apple – mit einigen technischen Erläuterungen. Und ein Statement der EU – ohne weitergehende technische Erläuterungen. Auf dieser Grundlage kann man sich im Prinzip keine belastbare Meinung bilden, es sei denn man hat vorher schon eine oder man „fühlt“ wer richtig liegt
Ganz generell gibt es in der EU mittlerweile eine Tendenz immer mehr Regelungen zu schaffen. ohne vorher eine wirklich umfassende Folgeabschätzung zu machen. Das wird auch innerhalb der EU-Institutionen selbst kritisiert.
Folgeabschätzung heißt: Ich überlege nicht nur was ich gerne hätte, sondern auch was danach konkret passiert, welcher Aufwand damit verbunden ist, ob das gewünschte Ergebnis überhaupt eintritt und falls ja zu welchem Preis.
Ein Paradebeispiel dafür ist die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) – VO (EU) 2025/40. Ein wirklich gut gemeintes Regelwerk zur Vermeidung von Verpackungsmüll. Herausgekommen ist ein bürokratisches Monstrum. Was das z.B. für Händler, die in der EU Ware verschicken bedeutet, kann sich jeder gerne ergooglen.
Der größte Wahnsinn daran: Es gibt zwar eine EU-Rahmenvorgabe, aber jedes einzelne EU-Land macht seine eigenen Ausführungsbestimmungen, hat dafür eigene Register und eigene Abläufe. So entstehen für den Einzelnen Regelwerke, die kaum mehr überschaubar sind. D.h. konkret – 27 mal Unterschiede bei beispielsweise: Freigrenzen und deren Größe, Strafen bei Verstößen, Pflicht zur Bestellung eines Verpackungsbevollmächtigten vor Ort im Zielland, Sonderabgaben, Kennzeichnungspflichten etc.
Mittlerweile gibt es selbst innerhalb der EU Überlegungen das entweder erstmal auszusetzen oder zumindest abzumildern...
Oder man empört sich lieber und verbreitet Hasserfüllte Kommentare, die ja grundsätzlich eher selten Fakten beinhalten. Ist ja ein bewährtes Muster heutzutage die gefühlte mit der echten Wahrheit zu verwechseln.
Hilfreich?
+2
System 6.0.1
15.06.26
06:18
Embrace
Ich würde mir ein Opt-out aus der ganzen EU-Bevormundung wünschen. Schon schlimm genug, dass sich die Politik hier einmischt, aber den Bürgern nicht die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, für welche Produkte und Dienstleitungen sie sich entscheiden, ist autoritär. Die Gründe spielen auch keine Rolle.
Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich. Du wirst
nicht
bevormundet, Du hast tatsächlich
die freie Wahl
. Das Gute an der EU: Nicht nur Du bekomnst die freie Wahl. Alle werden sie haben.
Das ist nicht nur weniger, sondern das vollkommene Gegenteil von Bevormundung!
Großartig, oder? Jetzt mal im Ernst, die EU ist schon cool.
Hilfreich?
+9
Performant84
15.06.26
08:50
Embrace
Ich würde mir ein Opt-out aus der ganzen EU-Bevormundung wünschen. Schon schlimm genug, dass sich die Politik hier einmischt, aber den Bürgern nicht die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, für welche Produkte und Dienstleitungen sie sich entscheiden, ist autoritär.
Wenn irgendjemand hier autoritär agiert, dann Apple.
Denn die (wollen) entscheiden, welche Software du nutzen darfst, wie deren Hersteller mit ihren Kunden (dir) kommunizieren und abrechnen dürfen und so weiter.
Und hier im Beispiel: was der einzige Sprachassistent ist, dem du nützlichen Zugriff auf deine Daten geben darfst (
nicht
musst).
Hilfreich?
+5
Wellenbrett
15.06.26
11:27
Performant84
RichMcTcNs
Ich möchte, dass meine Daten auf meinem Apple-Gerät nur von appleeigener Software gelesen und in meinem Sinn analysiert werden können. Ich brauche keine anderen Dienste dazu.
Dann gibst du deine Daten nur für Apple-Software frei und installierst keine Drittherstellersoftware - Problem gelöst.
...
Das ist doch keine realistische Lösung!
Hilfreich?
0
Embrace
15.06.26
11:57
System 6.0.1
Dann habe ich eine gute Nachricht für Dich. Du wirst
nicht
bevormundet, Du hast tatsächlich
die freie Wahl
. Das Gute an der EU: Nicht nur Du bekomnst die freie Wahl. Alle werden sie haben.
Das ist nicht nur weniger, sondern das vollkommene Gegenteil von Bevormundung!
Großartig, oder? Jetzt mal im Ernst, die EU ist schon cool.
Ah, cool, danke, das wusste ich nicht. Wie kann ich denn dann bspw. iPhone Mirroring in der EU nutzen oder eben Apple mitteilen, dass das DMA für mich nicht gilt?
Performant84
Wenn irgendjemand hier autoritär agiert, dann Apple.
Denn die (wollen) entscheiden, welche Software du nutzen darfst, wie deren Hersteller mit ihren Kunden (dir) kommunizieren und abrechnen dürfen und so weiter.
Apple darf selbstverständlich selbst festlegen, welche Software, Dienste und Integrationen sie in ihrem Ökosystem zulassen. Das ist keine „Bevormundung“, sondern das Recht eines Plattformbetreibers, über seine eigene Infrastruktur zu entscheiden. Ich kann auch nicht verlangen, dass das Mercedes Navi im BMW funktioniert oder die Hersteller zu CarPlay Ultra zwingen.
Hilfreich?
-3
Weia
15.06.26
12:20
Wellenbrett
Performant84
RichMcTcNs
Ich möchte, dass meine Daten auf meinem Apple-Gerät nur von appleeigener Software gelesen und in meinem Sinn analysiert werden können. Ich brauche keine anderen Dienste dazu.
Dann gibst du deine Daten nur für Apple-Software frei und installierst keine Drittherstellersoftware - Problem gelöst.
...
Das ist doch keine realistische Lösung!
Sofern das keine ironische Bemerkung ist (was ich aufgrund des Emoticons nicht vermuten würde), verstehe ich die Bemerkung nicht. Warum soll das keine realistische Lösung sein? Wer keinem AI-Anbieter außer Apple selbst seine Daten anvertrauen will, installiert einfach kein Schnittstellen-Modul eines AI-Drittanbieters. Schließlich zwingt einen der DMA ja nicht dazu. Wo ist das Problem?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+3
Weia
15.06.26
12:39
Embrace
Apple darf selbstverständlich selbst festlegen, welche Software, Dienste und Integrationen sie in ihrem Ökosystem zulassen.
Nein, genau das darf Apple als Gatekeeper eben
nicht
.
Das ist keine „Bevormundung“, sondern das Recht eines Plattformbetreibers, über seine eigene Infrastruktur zu entscheiden.
Wie kommst Du darauf, dass ein solches Recht existiert? Stromversorgungsunternehmen zum Beispiel dürfen doch auch nicht bestimmen, welche Elektrogeräte-Marken man in ihrem Netz anschließen darf?
Ich kann auch nicht verlangen, dass das Mercedes Navi im BMW funktioniert oder die Hersteller zu CarPlay Ultra zwingen.
Das liegt daran, dass a) es neben Mercedes und BMW noch x andere Autohersteller gibt und b) Autos keine Plattformen = Infrastrukturen sind, auf die verschiedenste andere Produkte aufbauen und angewiesen sind. Es gibt aber nur zwei Smartphone-Plattformen, die somit ohne Regulierung als Duopol den Markt kontrollieren würden. Genau das macht sie zu Gatekeepern, die reguliert werden müssen wie andere gesellschaftlich relevante Infrastrukturen auch, ein Umstand, den Du hartnäckig ignorierst.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+6
Embrace
15.06.26
13:10
Den ich hartnäckig kritisiere und nicht ignoriere.
Und ich kritisiere vor allem, dass ich nicht die Möglichkeit habe selbst zu entscheiden, mit wem ich welche Verträge zu welchen Konditionen abschließe.
Meine Freiheit wird hier also klar eingeschränkt.
Hilfreich?
-7
desko75
15.06.26
13:13
@Embrace
"Und ich kritisiere vor allem, dass ich nicht die Möglichkeit habe selbst zu entscheiden mit wem ich welche Verträge zu welchen Konditionen abschließe.
Meine Freiheit wird hier also klar eingeschränkt."
Was kannst Du hier nicht selbst entscheiden?
Wo ist Deine Freiheit eingeschränkt?
Hilfreich?
-1
System 6.0.1
15.06.26
13:19
Embrace
Ah, cool, danke, das wusste ich nicht. Wie kann ich denn dann bspw. iPhone Mirroring in der EU nutzen oder eben Apple mitteilen, dass das DMA für mich nicht gilt?
Lebst Du in der EU, bist Du an den Auswirkungen des DMA gebunden. Du könntest die EU verlassen, oder andere „Tricks“ anwenden, mit denen einzelne Nutzer iPhone-Mirroring trotzdem ermöglichen. Kein Problem.
Apple hat für die Sperrung von iPhone-Mirroring in der EU übrigens dieselben Argumente vorgebracht, wie sie auch bei SIRI Ai genannt wurden:
→ Die DMA-Regeln zwängen Apple, tiefere Systemzugriffe oder stärkere Öffnung für Drittanbieter zuzulassen, was die Sicherheits- und Integrationskontrolle schwächen würde. In den Berichten wird das als Sorge beschrieben, dass die Funktion dann nicht mehr so eng mit Apples Sicherheitsmodell zusammenpasst.
Apples damalige Entscheidung war, den Dienst nicht anzubieten. iPhone-Mirroring war offensichtlich nicht so wertvoll für den Vertrieb, das die notwendigen Systemanpassungen für den europäischen Markt durchgeführt wurden.
Das ist bei SIRI Ai offensichtlich anders. Hier sieht Apples Vertrieb & Marketing ganz klar eine reale Gefahr substantielle Kundengruppen zu verlieren, wenn SIRI Ai nicht in der EU verfügbar ist. Und diese Befürchtung teile ich durchaus.
Apple steht nun vor dem Problem, entweder
auf SIRI Ai in Europa zu verzichten, und damit substantielle Marktanteile zu verlieren, oder
die gewünschte Anpassung für den europäischen Markt bis zur Einführung (oder kurz danach) zu leisten.
Punkt 1 kommt offensichtlich nicht infrage, und Punkt 2 wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Menge Entwickler-Ressourcen binden, die für einen sauberen Start von SIRI Ai notwendig sind.
Also sucht Apple einen Kompromiss: Sie bitten die EU um 18 Monate Aufschub. Und das geht natürlich nicht. Der DMA ist geltendes Recht in der EU. Und nur weil ich und Du und ein paar andere Apple eigentlich ganz töfte finden, kann und wird die EU nicht zulassen, dass der DMA für diesen Fall ausgesetzt wird.
Denn eines ist klar wie Kloßbrühe: Macht die EU beim DMA einem
einzigen
amerikanischen Unternehmen die Tür auch nur einen
kleinen
Spalt auf, wird die ganze gierige Meute von Google, Meta, X & Co wie eine Lawine durchbrechen und die EU mit einer absurden Klagewelle überziehen. Ein gern genutztes Mittel in den USA …
Das ist die Situation. Sie ist komplex, aber sie ist halt so. Die EU handelt richtig. Nur so lernen US-Unternehmen, dass dieser Markt unseren Regeln unterliegt, nicht deren Regellosigkeit. Sie könnten sich ja mal vorher darum kümmern, wie wir so ticken.
Oder?
Hilfreich?
+5
Embrace
15.06.26
13:22
desko75
Was kannst Du hier nicht selbst entscheiden?
Wo ist Deine Freiheit eingeschränkt?
Dass es mir bspw. nicht möglich ist, iPhone Mirroring oder eben Siri AI aufgrund der EU nutzen zu können.
Und ja, natürlich kann ich es mit anderer Apple ID nutzen, aber darum geht es ja nicht.
Verstehe nicht, dass diese Freiheitseinschränkung „hartnäckig“ ignoriert wird. Man kann ja der Meinung sein, dass DMA und Anti-Gatekeeping gut ist und die EU noch mehr dagegen vorgehen sollte, aber dann darf man nicht leugnen, dass das ein klarer Einschnitt in die Freiheit der Bürger ist.
System 6.0.1
Ich kritisiere eben genau diese Regeln der EU. Nicht jedes Gesetz ist gut und richtig, nur weil es gerade geltendes Gesetz ist (siehe Nazideutschland, DDR oder auch manche Gesetze der BRD).
Hilfreich?
-4
Weia
15.06.26
13:40
Embrace
Den ich hartnäckig kritisiere und nicht ignoriere.
Du kritisierst, dass der Gesetzgeber versucht, Monopolbildungen zu verhindern, um Wahlfreiheit zu gewährleisten? Ich dachte, Wahlfreiheit sei Dir gerade wichtig?!?
Und ich kritisiere vor allem, dass ich nicht die Möglichkeit habe selbst zu entscheiden, mit wem ich welche Verträge zu welchen Konditionen abschließe. Meine Freiheit wird hier also klar eingeschränkt.
Ja, aber durch Apple und nicht durch die EU. Die EU hat doch nichts dagegen, dass Apple Siri AI oder iPhone Mirroring in Europa anbietet;
Apple
blockiert das.
Du hast irgendeinen seltsamen Knoten in Deinem Gedankengang. Genau darum, zu verhindern, dass Deine Wahlfreiheit eingeschränkt wird, geht es bei der EU-Gesetzgebung doch. Die EU will, dass Du zwischen Apple Intelligence und anderen AI-Anbietern frei wählen kannst;
Apple
ist es, der das nicht will.
Wenn Dir Freiheit wichtig ist, dann müsstest Du doch gerade
für
die EU-Gesetzgebung sein?!?!?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+9
System 6.0.1
15.06.26
13:48
Embrace
Dass es mir bspw. nicht möglich ist, iPhone Mirroring oder eben Siri AI aufgrund der EU nutzen zu können.
Und ja, natürlich kann ich es mit anderer Apple ID nutzen, aber darum geht es ja nicht.
Verstehe nicht, dass das diese Freiheitseinschränkung „hartnäckig“ ignoriert wird. Man kann ja der Meinung sein, dass DMA und Anti-Gatekeeping gut ist und die EU noch mehr dagegen vorgehen sollte, aber dann darf man nicht leugnen, dass das ein klarer Einschnitt in die Freiheit der Bürger ist.
Ein „Einschnitt“ wäre es, wenn Apple sich entscheidet, die Anpassung nicht zu machen, und auf die EU-Kunden zu verzichten. Aber auch nicht wirklich, denn Dir steht ja noch die Wahl offen, einen anderen SmartPhone-Anbieter zu wählen.
Du verlangst hier, dass ein Anbieter Dir etwas geben darf, das in der EU nicht verkauft werden kann. Du siehst das als Einschränkung.
Diesen Gedanken solltest Du vor Dir infrage stellen. Beispielsweise dadurch, dass Du Dich fragst, warum wurde der
Digital Market Act
erarbeitet und als Gesetz bestätigt?
Eine Antwort ist in jedem Fall falsch:
Weil Dich die EU bevormunden will.
Die EU-Kommission kennt Dich nicht mal. Und es könnte ihr total egal sein, was Du kaufst oder konsumierst.
Warum also versucht sie es trotzdem?
Viel Erfolg bei den Überlegungen. ProTipp: Sei in alle Richtungen offen.
„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“
Francis Picabia (1879-1953)
Hilfreich?
+1
desko75
15.06.26
14:31
@Embrace
Dann solltest Du Deine Beschwerde an Apple richten, dass sie es nicht nötig hatten, die Features gesetzeskonform zum jetzigen Zeitpunkt fertig zu haben. Aber ich denke eher, dass Apple der Dreck bis zum Hals gestanden hat, was dazu führte, dass sie grad das Minimum von SiriAI zur WWDC2026 fertig hatten.
Die EU-Vorgaben sind da für Apple natürlich ein willkommener Sündenbock: Seht her, die EU bremst und ist natürlich Schuld, dass das Feature nicht rechtzeitig fertig geworden ist und nicht etwa die Verschnarchtheit von uns.
Du betreibst hier Täter-Opfer-Umkehr. Die EU hat ein Gesetz erlassen, an das sich ein Marktteilnehmer nicht halten will. Und jetzt ist natürlich der Gesetzgeber schuld, dass es dieses böse, böse Gesetz überhaupt gibt.
Hilfreich?
+6
Embrace
15.06.26
15:38
Weia
Du kritisierst, dass der Gesetzgeber versucht, Monopolbildungen zu verhindern, um Wahlfreiheit zu gewährleisten? Ich dachte, Wahlfreiheit sei Dir gerade wichtig?!?
Weia
Ja, aber durch Apple und nicht durch die EU. Die EU hat doch nichts dagegen, dass Apple Siri AI oder iPhone Mirroring in Europa anbietet; Apple blockiert das.
Die EU blockiert es, wenn Apple die Schnittstellen nicht auch anderen zur Verfügung stellt, stellt also Bedingungen für das Feature und greift in die unternehmerische Freiheit ein. Habe ich hier einen Denkfehler? Kann Apple iPhone Mirroring und Co. so wie in den USA anbieten, ohne Gesetze zu brechen?
Weia
Du hast irgendeinen seltsamen Knoten in Deinem Gedankengang. Genau darum, zu verhindern, dass Deine Wahlfreiheit eingeschränkt wird, geht es bei der EU-Gesetzgebung doch. Die EU will, dass Du zwischen Apple Intelligence und anderen AI-Anbietern frei wählen kannst; Apple ist es, der das nicht will.
Wenn Dir Freiheit wichtig ist, dann müsstest Du doch gerade für die EU-Gesetzgebung sein?!?!?
Welche Konsequenz hat der DMA bisher? Welche Wahlfreiheit habe ich, iPhone Mirroring zu nutzen und welche Möglichkeiten haben Amerikaner oder Schweizer? Mir ist egal, was die EU als hehre Ziele hat, sie nimmt mir die Möglichkeit dieses Feature zu nutzen.
Hilfreich?
-5
Embrace
15.06.26
15:41
desko75
@Embrace
Dann solltest Du Deine Beschwerde an Apple richten, dass sie es nicht nötig hatten, die Features gesetzeskonform zum jetzigen Zeitpunkt fertig zu haben. Aber ich denke eher, dass Apple der Dreck bis zum Hals gestanden hat, was dazu führte, dass sie grad das Minimum von SiriAI zur WWDC2026 fertig hatten.
Die EU-Vorgaben sind da für Apple natürlich ein willkommener Sündenbock: Seht her, die EU bremst und ist natürlich Schuld, dass das Feature nicht rechtzeitig fertig geworden ist und nicht etwa die Verschnarchtheit von uns.
Du betreibst hier Täter-Opfer-Umkehr. Die EU hat ein Gesetz erlassen, an das sich ein Marktteilnehmer nicht halten will. Und jetzt ist natürlich der Gesetzgeber schuld, dass es dieses böse, böse Gesetz überhaupt gibt.
Meiner Meinung nach ist es Apples gutes Recht, ihre Schnittstellen nicht anderen zur Verfügung zu stellen – ob mir das gefällt oder nicht. Das Opfer sind die Bürger. Und ich kritisiere wie gesagt dieses Gesetz, was wiederum mein gutes Recht ist. Ich setze ich dafür ein, dieses Gesetz zu ändern. Andere können es unterstützen.
Hilfreich?
-4
Weia
15.06.26
16:35
Embrace
Die EU blockiert es, wenn Apple die Schnittstellen nicht auch anderen zur Verfügung stellt, stellt also Bedingungen für das Feature und greift in die unternehmerische Freiheit ein. Habe ich hier einen Denkfehler?
Ja, hast Du. Ein elementares Freiheits-Prinzip ist das Symmetrie-Prinzip: dass die Freiheit eines Gesellschaftsmitglieds seine Grenze jeweils an der entsprechenden Freiheit anderer Gesellschaftsmitglieder findet.
Du möchtest gerne das AI-Modell Deiner Wahl auf einem iPhone (tief integriert) nutzen. Dass Du und auch alle anderen das können, genau das will die EU sicherstellen, indem auf einem iPhone die verschiedenen AI-Modelle zur Auswahl zur Verfügung stehen. Apple widersetzt sich dem als Einziger, während mutmaßlich alle konkurrierenden AI-Anbieter ihre AI-Modelle auf dem iPhone anbieten würden.
Du willst nun ausgerechnet das AI-Modell des einen Anbieters (Apple) nutzen, der alle anderen Anbieter ausschließen will. Das ist natürlich ein individuell legitimer Wunsch, aber würde die EU dem nachgeben, würde sie alle Gesellschaftsmitglieder, die eines der anderen AI-Modelle wollen, ihrer Wahlfreiheit berauben, und das geht aufgrund des Symmetrieprinzips nicht. Wenn alle bis auf einen Wahlfreiheit zulassen und nur einer ihr im Wege steht, dann ist es dieser eine, der ausgeschlossen werden muss, um dem Symmetrieprinzip Rechnung zu tragen.
Es ist aufgrund des Symmetrieprinzips nicht zulässig, dass – einzig aufgrund einer willkürlichen Entscheidung Apples – die Freiheit derjenigen, die Apples AI-Modell nutzen wollen, auf Kosten der entsprechenden Freiheit all derjenigen, die ein anderes AI-Modell nutzen wollen, erfolgt.
Kann Apple iPhone Mirroring und Co. so wie in den USA anbieten, ohne Gesetze zu brechen?
Offensichtlich, da die Gesetzgebung in den USA entgegen dem Klischee weniger als in der EU darauf ausgerichtet ist, Freiheit für alle zu gewährleisten.
Welche Wahlfreiheit habe ich, iPhone Mirroring zu nutzen und welche Möglichkeiten haben Amerikaner oder Schweizer? Mir ist egal, was die EU als hehre Ziele hat, sie nimmt mir die Möglichkeit dieses Feature zu nutzen.
Nein, diese Möglichkeit nimmt Dir nicht die EU, sondern Apple. Warum beschwerst Du dich nicht bei Apple? Apple könnte das jederzeit ändern. Sie sind die einzige Partei, der es möglich ist, das Problem so zu lösen, dass
alle
Gesellschaftsmitglieder sich gleichermaßen jener Wahlfreiheit des AI-Modells erfreuen können, die Du für dich beanspruchst. Die EU kann das nicht; solange Apple auf seiner Position beharrt, könnte die EU den Zugang zu Apples AI-Modell nur durch den Ausschluss der übrigen AI-Modelle erkaufen, und das würde das Symmetrieprinzip verletzen.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+4
System 6.0.1
15.06.26
16:51
desko75
Das Opfer sind die Bürger. Und ich kritisiere wie gesagt dieses Gesetz, was wiederum mein gutes Recht ist. Ich setze ich dafür ein, dieses Gesetz zu ändern. Andere können es unterstützen.
Ok, mit allem hier zitierten hast Du recht. Du darfst
selbstverständlich
Gesetze kritisieren. Meiner Meinung nach sollte jeder
alle Gesetze
kritisch betrachten. Besonders Gesetze, die
„zum Wohl des Bürgers“
aufgestellt werden. Wäre nicht das erste Mal, das ein gut klingendes Gesetz sich als Falle für die Freiheit der Bürger herausgestellt hat.
Aber, warum sagst Du:
„Das Opfer sind die Bürger.“
?
Das verstehe ich nicht. Warum gelte ich als „Opfer“, wenn ich die Wahl habe, anstatt festgelegt zu werden? Bitte, erkläre mir das.
Übrigens gibt es eine
weitere Entwicklung bei diesem Thema
Unterstützung für KI-Drittanbieter
So sollen Drittanbieter wie OpenAI, Anthropic oder Google ihre KI-Dienste künftig über eine allgemeine Erweiterungsschnittstelle direkt in Siri integrieren können. Apple müsste dann nicht länger mit jedem Anbieter eine individuelle Vereinbarung treffen. Gurman zufolge führte Apple bereits Gespräche über die technischen Voraussetzungen sowie eine dafür erforderliche Berechtigung.
Tja nun … Deine Antwort interessiert mich aber weiterhin. Vielleicht habe ich ja was Substantielles übersehen …
Hilfreich?
+3
dam_j
15.06.26
17:02
Kann die EU (und Apple) nicht einen einfachen Button in iOS zustimmen der von mir aus heißt
"Ich als EU-Bürger sage meinen EU gegeben Rechten ab und stimme Apple in allem zu"
Und man pfeift auf all das "böse" Hauptsache man kann ohne Umwege ALLE features nutzen?!
Gatekeeper hin und her, warum kann ich nicht als Endkunde selber bestimmen ob ich der EU zustimme oder nicht...
Könnte ich selbst bestimmen hätte ich auch gerne wieder ekligen billigen Atomstrom um mein iPhone zu laden.
„Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !“
Hilfreich?
-6
System 6.0.1
15.06.26
17:33
Atomstrom ist aktuell die mit sehr großem Abstand teuerste Methode Strom zu produzieren. Die Brennstäbe kommen zu grob 50 % aus Russland. Aber egal.
„Hauptsache man kann ohne Umwege ALLE features nutzen?!“
Nicht war?
Hilfreich?
0
Embrace
15.06.26
17:49
Genau sowas meine ich. Dann hätte man als EU-Bürger wirkliche Wahlfreiheit. Aber scheinbar wird das von vielen hier ja abgewiesen. Zum Schutz des einzelnen vermutlich. Die Argumentation habe ich bis jetzt nicht verstanden. Warum sollte ich daran gehindert werden, mit Apple so einen wie von dam_j vorgeschlagenen Weg zu gehen?
Hilfreich?
-2
desko75
15.06.26
18:41
@System 6.0.1
Du hast bei einem Zitat den falschen Namen eingesetzt.
Hilfreich?
+2
Weia
15.06.26
18:43
dam_j
Kann die EU (und Apple) nicht einen einfachen Button in iOS zustimmen der von mir aus heißt
"Ich als EU-Bürger sage meinen EU gegeben Rechten ab und stimme Apple in allem zu"
Kann sie nicht, weil Apple dann nicht mehr den geringsten Grund hätte, faire Ausgangsbedingungen für
alle
zu schaffen, indem es Siri für andere AIs öffnet – diejenigen, die Apples AI wollen, wären dann ja zufrieden, und alle anderen können Apple egal sein bzw. noch besser – wenn die die AI ihrer Wahl nicht nutzen können, greifen sie vielleicht doch auf Apples AI zurück.
Und man pfeift auf all das "böse" Hauptsache man kann ohne Umwege ALLE features nutzen?!
Nicht
man
,
Du
.
man
kann dann gerade
nicht
alle Features nutzen, wenn unter den gewünschten Features solche von Drittanbietern sind, weil Apple dann ihr System nicht öffnen wird.
Gatekeeper hin und her, warum kann ich nicht als Endkunde selber bestimmen ob ich der EU zustimme oder nicht...
Der EU hast Du längst zugestimmt. Nennt sich parlamentarische Demokratie. Und die beinhaltet nunmal, dass der Mehrheitswille als der allgemeine gilt. Ohne diese Form von Kompromissfähigkeit wäre keine freie Gesellschaft überlebensfähig. Gesetze, die jeder nach gusto befolgen kann, wenn sie ihm in den Kram passen, und sonst halt nicht, sind keine.
Könnte ich selbst bestimmen hätte ich auch gerne wieder ekligen billigen Atomstrom um mein iPhone zu laden.
Das glaube ich Dir sofort.
Embrace
Genau sowas meine ich. Dann hätte man als EU-Bürger wirkliche Wahlfreiheit.
Nur als EU-Bürger, der
Apples AI
will. Alle anderen hätten diese „wirkliche“ Wahlfreiheit dann gerade
nicht
.
Aber scheinbar wird das von vielen hier ja abgewiesen. Zum Schutz des einzelnen vermutlich. Die Argumentation habe ich bis jetzt nicht verstanden.
Nicht zum
Schutz
des Einzelnen, sondern um auch ihm jene
Freiheit
zu ermöglichen, die Du für dich wie selbstverständlich in Anspruch nehmen, anderen aber nicht zubilligen willst. Was ist daran schwer zu verstehen?
Warum sollte ich daran gehindert werden, mit Apple so einen wie von dam_j vorgeschlagenen Weg zu gehen?
Ich lese von
dam_j
und Dir immer nur
ich ich ich, ich will, meine Freiheit
. Wünsche anderer scheinen nicht zu existieren, Hauptsache, Eure werden zu 100% ohne jegliche Abstriche erfüllt. Mit dieser Form von Egozentrik, die die Folgen des eigenen Wollens für andere überhaupt nicht ins Kalkül zieht, ist ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht möglich.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+5
System 6.0.1
15.06.26
18:53
Weia
Ich lese von dam_j und Dir immer nur ich ich ich, ich will, meine Freiheit. Wünsche anderer scheinen nicht zu existieren, Hauptsache, Eure werden zu 100% ohne jegliche Abstriche erfüllt. Mit dieser Form von Egozentrik, die die Folgen des eigenen Wollens für andere überhaupt nicht ins Kalkül zieht, ist ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht möglich.
So nämlich!
Hilfreich?
0
Performant84
15.06.26
18:53
Wellenbrett
Das ist doch keine realistische Lösung!
Wieso nicht? Funktioniert mit Apps doch auch.
Embrace
Apple darf selbstverständlich selbst festlegen, welche Software, Dienste und Integrationen sie in ihrem Ökosystem zulassen. Das ist keine „Bevormundung“, sondern das Recht eines Plattformbetreibers, über seine eigene Infrastruktur zu entscheiden.
…und genau dieses Recht wurde gesetzlich eingeschränkt. Für Konzerne, die (mit ihren “Core Platform Services”) den Marktzugang u d Absatzmöglichkeiten zu Millionen Endverbrauchern für eine Vielzahl kleinerer Unternehmen kontrollieren. In dem Sinne, dass die Grosskonzerne nicht ihre Plattformmacht missbrauchen können, um ihre eigenen konkurrierenden Angebote zu bevorzugen.
Embrace
Ich kann auch nicht verlangen, dass das Mercedes Navi im BMW funktioniert oder die Hersteller zu CarPlay Ultra zwingen.
Eingebaute Navis sind aber einfach ersetzbar (zum Beispiel, ganz genau, durch Apps auf Smartphones), von daher hinkt der Vergleich.
Man kann es eher damit vergleichen, dass Mercedes und BMW dir vorschreiben, wo du hinfahren oder tanken kannst - und von Dritttankstellen Kommissionen kassieren.
Hätten die ein Duopol für Autos, dann wär das schon längst reguliert.
Embrace
Und ich kritisiere vor allem, dass ich nicht die Möglichkeit habe selbst zu entscheiden, mit wem ich welche Verträge zu welchen Konditionen abschließe.
Meine Freiheit wird hier also klar eingeschränkt.
Nicht mehr als meine, wenn ich Drittherstellerdienste verwenden will, die Apple nicht erlaubt.
Embrace
Die EU blockiert es, wenn Apple die Schnittstellen nicht auch anderen zur Verfügung stellt,
Nein. Wie du schon selbst sagst: Apple stellt die gesetzlich geforderten Schnittstellen nicht zur Verfügung (obwohl sie könnten).
dam_j
Kann die EU (und Apple) nicht einen einfachen Button in iOS zustimmen der von mir aus heißt
"Ich als EU-Bürger sage meinen EU gegeben Rechten ab und stimme Apple in allem zu"
Braucht‘s doch nicht. Lade einfach nur Software von Apple, und gut ist.
Du kannst alle haben, Apple gesetzeskonform anbieten kann oder will im Markt.
Im übrigen solltest du mal die Konsequenzen deines „ich gebe alle Rechte ab und verschreibe meine Seele einem Anbieter“ bedenken.
Willst du das in allen möglichen Verbraucher-, Umweltschutzvorschriften etc. so handhaben?
Hilfreich?
+5
Performant84
15.06.26
19:01
Embrace
Genau sowas meine ich. Dann hätte man als EU-Bürger wirkliche Wahlfreiheit.
Hast du ja. Unter allen gesetzeskonformen Produkten, die es gibt.
Embrace
Warum sollte ich daran gehindert werden, mit Apple so einen wie von dam_j vorgeschlagenen Weg zu gehen?
Weil hier eine Machtasymmetrie besteht, bei der dich (und andere) ein marktmächtiger Konzern „überzeugt“, auf deine Rechte zu verzichten, um damit unfair und illegale Wettbewerbsvorteile zu erhalten.
Und letztere schränken die Wahlmöglichkeiten
anderer
ein.
Wenn Apple jetzt sagt: „Wir verkaufen iPhones in der EU nur noch ohne Garantie oder gesetzliche Gewährleistung“ und du und genug andere freudig „
freiheitlich, freiwillig, freier Markt
“ darauf verzichten, dann höhlst du damit Gesetze und Wahlfreiheit für andere aus.
Hilfreich?
+7
Embrace
15.06.26
22:29
Der Status quo ist mir durchaus bewusst. Aber wir drehen uns im Kreis. Wir scheinen unter „Freiheit“ unterschiedliche Dinge zu verstehen.
Für mich heißt Freiheit: das Produkt nutzen, das ich will, ohne staatliches Verbot. iPhone Mirroring läuft in den USA, Siri AI kommt dort – hier ist beides gesperrt. Das ist eine Einschränkung, egal wer sie verursacht (ich sehe hier die EU, da Apple nur mit Auflagen, die Features bringen könnte; aber das tut hier erstmal nichts zur Sache).
Das Symmetrieprinzip meint mit „Freiheit“ dagegen nicht meine konkrete Wahl, sondern ein abstraktes „alle müssen gleich wählen können“. Das läuft darauf hinaus, mir mein Wunschprodukt zu verbieten, obwohl meine Wahl niemandem etwas wegnimmt – verwehrt würde allein eine Form der Integration, nicht der Dienst selbst.
Es geht um eine normale Produktentscheidung, kein Versorgungsmonopol. Es sollte die Entscheidung des einzelnen Bürgers zählen – nicht eine Norm, die über deren Köpfe hinweg festlegt, was für alle angeblich das Beste ist (Bevormundung eben).
Hilfreich?
-1
LaserLock
15.06.26
22:54
ich finde die eu mach in allen bereich viel zu viele regeln.
dir gefällt nicht wie apple es macht
nimm etwas anderes. wozu braucht man dauernd regeln, kann niemand mehr selbst denken und entscheiden?
Hilfreich?
-4
Weia
15.06.26
23:50
Embrace
Der Status quo ist mir durchaus bewusst. Aber wir drehen uns im Kreis. Wir scheinen unter „Freiheit“ unterschiedliche Dinge zu verstehen.
Einfache Frage: Stimmst Du zu, dass die Freiheit eines jeden Einzelnen an der entsprechenden Freiheit der anderen ihre Grenze findet?
Für mich heißt Freiheit: das Produkt nutzen, das ich will, ohne staatliches Verbot.
Wo kommen in diesem Freiheitsbegriff die anderen vor? Wärst Du allein auf der Welt, wäre der Begriff
Freiheit
unnötig. Du kannst den Begriff
Freiheit
nur mit Gehalt füllen, wenn in seiner Bestimmung auch die anderen vorkommen.
Das Symmetrieprinzip meint mit „Freiheit“ dagegen nicht meine konkrete Wahl, sondern ein abstraktes „alle müssen gleich wählen können“. Das läuft darauf hinaus, mir mein Wunschprodukt zu verbieten, obwohl meine Wahl niemandem etwas wegnimmt
Doch, genau das ist doch das Problem, dass Deine Wahl, wäre sie erlaubt, all denjenigen, die anders wählen würden, ihre Wahlmöglichkeit wegnimmt. Denn das EU-Gesetz dient dazu sicherzustellen, dass
alle
frei wählen können.
Ohne
dieses Gesetz würde Apple niemals eine freie Wahl des AI-Modells erlauben.
Mit
diesem Gesetz können
alle unter allen Anbietern frei wählen
, de sich gesetzeskonform verhalten. Wenn das jemand nicht tut – in diesem Fall Apple –, ist das ausschließlich dessen Entscheidung und Verantwortung und auch nur von ihm zu beheben. Wie sollte die EU denn die
freie Wahl für
alle
sicherstellen, wenn sie keine entsprechende Vorschrift erlässt?
verwehrt würde allein eine Form der Integration, nicht der Dienst selbst.
Was heißt
allein
? Die Integration ist doch gerade der Knackpunkt, um den es geht. Was, wenn jemand mit Siri iOS Befehle erteilen, aber dafür ein Sprachmodell von Anthropic nutzen will (weil das seine Aussprache besser versteht, weil er die Privatsphäre bei Anthropic besser gewahrt sieht, weil …)?
Es sollte die Entscheidung des einzelnen Bürgers zählen
Ja,
natürlich
, aber eben die
jedes
einzelnen Bürgers gleichermaßen, auch desjenigen, der lieber ein Anthropic- als ein Apple-AI-Modell nutzen will.
Aber wenn Du willst, dass
jeder
Bürger diese Entscheidungsfreiheit hat, dann geht das nur, indem Du sicherstellst, dass ohne Einschränkungen aus allen AI-Angeboten gewählt werden kann. Und genau dagegen sperrt sich Apple, und
nur
Apple. Die EU hingegen will das. Das Problem ist eben nicht symmetrisch und die Frage nach dem Verursacher nicht gleichgültig, denn nur der Verursache kann die Problemursache beseitigen.
Wie sollte die EU ohne Apples Zutun denn eine freie Wahlmöglichkeit sicherstellen können? Für Apple wäre das ohne weiteres möglich.
nicht eine Norm, die über deren Köpfe hinweg festlegt, was für alle angeblich das Beste ist (Bevormundung eben).
Du stimmst
nicht
zu, dass es für alle das Beste ist, frei wählen zu können? 😮 Du hältst es sogar für
Bevormundung
, freie Wahl für alle zu ermöglichen? 😵💫
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+3
Embrace
16.06.26
00:23
Ich will jetzt nicht verzweifelt und enttäuscht ein ad hominem raushauen. Ich bin wohl unfähig, es so zu erklären, dass es verstanden wird. Habe auch keine Lust mehr einen erneuten Versuch zu unternehmen 🔁
Hilfreich?
-2
Weia
16.06.26
01:08
LaserLock
dir gefällt nicht wie apple es macht
nimm etwas anderes.
Es gibt aber halt nicht viel anderes, nur einen weiteren Anbieter, dessen Nutzung auch erhebliche Probleme zur Folge haben kann, und vor allem geht es hier nicht um ein isoliertes Produkt, sondern um eine
Plattform
, die man nicht einfach so wechseln kann, wenn man schon viel in sie investiert hat.
Das ist doch der ganze Grund für die Gesetzgebung. Würde es hier beispielsweise um Fernseher gehen, hättest Du Recht.
wozu braucht man dauernd regeln, kann niemand mehr selbst denken und entscheiden?
Weil Du ohne Regeln keine Gemeinschaft von Menschen koordinieren kannst, ganz egal, wie gut jeder einzelne von denen denken kann. Was meinst Du, was passieren würde, wenn viele entscheidungsfreudige Autofahrer, die alle gut denken können, auf eine große Straßenkreuzung zufahren, es aber keine Verkehrsregeln gäbe?
Die einzige Möglichkeit, größeres Unheil zu verhindern, wäre dann, dass alle anhalten, aussteigen und sich miteinander ins Benehmen setzen. Das wäre aber extrem zeitraubend und ineffektiv. Spätestens nach ein paar solcher Diskussionsrunden wird man auf die Idee kommen, das in Zukunft immer so zu machen wie gerade eben ausführlich besprochen. Dadurch entsteht eine
Regel
, deren Befolgung zukünftig alles viel effektiver macht. Regeln sind kein Gegensatz zum eigenen Denken, sondern das kondensierte Ergebnis von Denkprozessen.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+4
Weia
16.06.26
01:12
Embrace
Ich will jetzt nicht verzweifelt und enttäuscht ein ad hominem raushauen. Ich bin wohl unfähig, es so zu erklären, dass es verstanden wird. Habe auch keine Lust mehr einen erneuten Versuch zu unternehmen 🔁
Wenn Du der König von Deutschland wärst, nach Belieben schalten und walten könntest und allen Deinen Untertanen so viel Freiheit bei Konsumentscheidungen wie möglich würdest gewähren wollen, wie würdest Du das denn anstellen?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
-1
Performant84
16.06.26
05:58
Embrace
Wir scheinen unter „Freiheit“ unterschiedliche Dinge zu verstehen.
Für mich heißt Freiheit: das Produkt nutzen, das ich will, ohne staatliches Verbot
Für mich heißt Freiheit: das Produkt nutzen, das ich will, ohne
staatliches
Verbot.
Ich weiss nicht, warum du dies nur auf „
staatliche
“ Verbote beschränken willst. Wenn ich dich Privatpersonen können dich genauso zu etwas zwingen.
Und Apple ist eben in dieser Position: Die Realität ist, dass wir alle Smartphones nutzen wollen bzw. de facto quasi müssen. Dass wir uns dabei zwischen zwei Betriebssystemen entscheiden müssen. Deren Hersteller uns die Wahlfreiheit nehmen wollen.
Ich will die Software nutzen bzw. dafür bezahlen wie ich will - ohne Verbot einer Autorität wie Apple.
Embrace
Es geht um eine normale Produktentscheidung, kein Versorgungsmonopol
Smartphones sind heutzutage wichtige Kommunikationskanäle, Plattformen, die Kommunikation die Zahlungen ermöglichen, den Zugang zu Bankdienstleistungen, Transportdienstleistungen, Navigation im öffentlichen Raum, die Steuerung von Hauselektronik (ich beispielsweise kann die Heizung meiner Mietwohnung nur über Apps steuern), wichtigstes Medium für Massenkommunikation neben Zeitungen und Fernseher, und und und.
Es sind absolut Plattformen, die der Versorgung mit Basisdienstleistungen dienen.
Hilfreich?
+4
System 6.0.1
16.06.26
09:40
Embrace
Für mich heißt Freiheit: das Produkt nutzen, das ich will, ohne staatliches Verbot
Du willst die Straße (das Produkt) nutzen, ohne staatliches Verbot (StVO).
Warst Du damit mal beim Arzt? Gehts Dir noch gut? Echt mal jetzt, verzeihe mir meinen emotionalen Ausbruch: Spinnst Du? Ich glaube es hackt! Wir können uns doch nicht Regelungen im Zusammenleben aussuchen, wie es uns gefällt!
Natürlich ist Freiheit gut. Aber sie muss für alle gelten. Und wenn uns Regelungen einschränken, dann sind das doch vor allem Regelungen zum Schutz der Unbedarften, der Schwächeren unter uns, den Dummen und den Idioten. Die Aufgabe des Gesetzgebers ist es, eine Balance zwischen der maximalen Freiheit für jeden, und dem absolut minimalen Schutz für die zu finden, die doof genug sind sich eine Schusswaffe in den Mund zu stecken und dann abziehen, nur um mal zu gucken was passiert.
Damit Gesetze gerecht sind, gehört dazu, das sich jeder daran halten muss. Leider gilt das auch für mich und für Dich.
Und exakt darum geht es hier. Der
Digital Markets Act
wurde geschaffen, um die Bewohner der EU davor zu bewahren, in die digitalen Fallen großer Unternehmen zu tappen. Wir EU-Bürger sollen in unserer Freiheit nicht durch technische oder wirtschaftliche Zwänge zu digitalen Sklaven eines Unternehmens werden.
Das führt unter anderem dazu, das Unternehmen gezwungen werden müssen, Alternativen zu ihren bevorzugten Lösungen anzubieten. Weigern sie sich, dürfen sie das Produkt in der EU nicht anbieten. Selbst dann nicht, wenn einzelne Menschen sich das Produkt so sehr wünschen, das sie ohne es nicht mehr leben wollen oder können.
So, und Du kannst offensichtlich ohne SIRI Ai nicht mehr leben. Du musst das so sehr dringend haben, dass Du Freiheitsrechte, die Du ganz offensichtlich nicht wirklich durchschaust, einforderst, ohne auf die Konsequenzen für andere zu achten. Du bist offensichtlich ein Egoist, der glaubt, er kommt mit den Problemen, die das verursachen könnte gut klar, und ob andere das auch können, ist Dir egal. Womit wir bei meinem Eingangssatz sind.
Du glaubst, Verkehrsregeln sind grundsätzlich nützlich, aber auf
dieser
Strecke eine Limitierung der Geschwindigkeit zu fordern, ist für Dich eine unnötige Einschränkung Deiner Freiheit, weil Du nämlich auch auf
dieser
Strecke mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit „sicher“ unterwegs sein kannst.
Jeden Tag sterben Menschen auf der Straße aus exakt diesem Grund. Manchmal ist es derjenige, der seine Fähigkeiten überschätzt, manchmal Unbeteiligte, die einfach „überraschend“ im Weg standen.
Zivilisation bedeutet, dass die Menschen aufeinander aufpassen. Dazu gehört Regeln aufzustellen, die gut durchdacht sein müssen, und sie dann durchsetzen. Dazu gehört auch, Freiheiten abzugeben, damit Schwächere vor sich selber geschützt werden können.
Denn Regeln müssen immer für Alle gelten
. Sonst kann man es auch bleiben lassen.
Und dazu bist Du nicht bereit? Echt jetzt?
Besorge Dir ein Visum für die USA, the land of the free (sharks) …
Hilfreich?
+3
Blaubierhund
16.06.26
09:56
Philantrop
Es ist absolut unverständlich - warum Apple da so vehement dagegen stemmt - wenn Sie eigentlich selbst die KI Infrastruktur anderer nutzen. Wem es wichtig ist das alles lokal läuft - ebenso easy. Warum soll ich mein Modell nicht auswählen können? Es gibt sogar ein spezielles LLM-Datenformat was auf M-Prozessoren optimiert ist MLX - ggü. dem universellen GGUF.
Ist das nicht offensichtlich?
Apple will für die Einbindung der KI vom KI-Entwickler Geld, genauso wie Apple schon den Suchmaschinen-Platz verkauft. Wer am meisten bietet, dessen KI wird in Siri eingebunden.
„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)“
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+1
Blaubierhund
16.06.26
10:01
Embrace
Schon schlimm genug, dass sich die Politik hier einmischt, aber den Bürgern nicht die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, für welche Produkte und Dienstleitungen sie sich entscheiden, ist autoritär.
Wenn die Politik die Regeln nicht bestimmt, dann haben die Bürger bald keine Entscheidungsfreiheit mehr. Wer mal versucht hat, sich von Apples iCloud zu emanzipieren, hat eine Vorstellung davon, warum die EU richtig agiert.
„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)“
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+4
Embrace
16.06.26
10:02
System 6.0.1
Embrace
Für mich heißt Freiheit: das Produkt nutzen, das ich will, ohne staatliches Verbot
Du willst die Straße (das Produkt) nutzen, ohne staatliches Verbot (StVO).
Warst Du damit mal beim Arzt? Gehts Dir noch gut? Echt mal jetzt, verzeihe mir meinen emotionalen Ausbruch: Spinnst Du? Ich glaube es hackt! Wir können uns doch nicht Regelungen im Zusammenleben aussuchen, wie es uns gefällt!
Natürlich ist Freiheit gut. Aber sie muss für alle gelten. Und wenn uns Regelungen einschränken, dann sind das doch vor allem Regelungen zum Schutz der Unbedarften, der Schwächeren unter uns, den Dummen und den Idioten. Die Aufgabe des Gesetzgebers ist es, eine Balance zwischen der maximalen Freiheit für jeden, und dem absolut minimalen Schutz für die zu finden, die doof genug sind sich eine Schusswaffe in den Mund zu stecken und dann abziehen, nur um mal zu gucken was passiert.
Damit Gesetze gerecht sind, gehört dazu, das sich jeder daran halten muss. Leider gilt das auch für mich und für Dich.
Und exakt darum geht es hier. Der
Digital Markets Act
wurde geschaffen, um die Bewohner der EU davor zu bewahren, in die digitalen Fallen großer Unternehmen zu tappen. Wir EU-Bürger sollen in unserer Freiheit nicht durch technische oder wirtschaftliche Zwänge zu digitalen Sklaven eines Unternehmens werden.
Das führt unter anderem dazu, das Unternehmen gezwungen werden müssen, Alternativen zu ihren bevorzugten Lösungen anzubieten. Weigern sie sich, dürfen sie das Produkt in der EU nicht anbieten. Selbst dann nicht, wenn einzelne Menschen sich das Produkt so sehr wünschen, das sie ohne es nicht mehr leben wollen oder können.
So, und Du kannst offensichtlich ohne SIRI Ai nicht mehr leben. Du musst das so sehr dringend haben, dass Du Freiheitsrechte, die Du ganz offensichtlich nicht wirklich durchschaust, einforderst, ohne auf die Konsequenzen für andere zu achten. Du bist offensichtlich ein Egoist, der glaubt, er kommt mit den Problemen, die das verursachen könnte gut klar, und ob andere das auch können, ist Dir egal. Womit wir bei meinem Eingangssatz sind.
Du glaubst, Verkehrsregeln sind grundsätzlich nützlich, aber auf
dieser
Strecke eine Limitierung der Geschwindigkeit zu fordern, ist für Dich eine unnötige Einschränkung Deiner Freiheit, weil Du nämlich auch auf
dieser
Strecke mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit „sicher“ unterwegs sein kannst.
Jeden Tag sterben Menschen auf der Straße aus exakt diesem Grund. Manchmal ist es derjenige, der seine Fähigkeiten überschätzt, manchmal Unbeteiligte, die einfach „überraschend“ im Weg standen.
Zivilisation bedeutet, dass die Menschen aufeinander aufpassen. Dazu gehört Regeln aufzustellen, die gut durchdacht sein müssen, und sie dann durchsetzen. Dazu gehört auch, Freiheiten abzugeben, damit Schwächere vor sich selber geschützt werden können.
Denn Regeln müssen immer für Alle gelten
. Sonst kann man es auch bleiben lassen.
Und dazu bist Du nicht bereit? Echt jetzt?
Besorge Dir ein Visum für die USA, the land of the free (sharks) …
Wow. Ich bin jetzt endgültig raus. Gut gemacht.
Hilfreich?
-1
Blaubierhund
16.06.26
10:05
Embrace
Ah, cool, danke, das wusste ich nicht. Wie kann ich denn dann bspw. iPhone Mirroring in der EU nutzen oder eben Apple mitteilen, dass das DMA für mich nicht gilt?
iPhone Mirroring funktioniert in der EU nicht, weil Apple das so will. Technisch ist das doch überhaupt kein Problem das so umzusetzen, wie von der EU verlangt. Erklär lieber mal, was falsch ist an den Forderungen der EU.
Apples Plattform ist ein Markt wie jeder andere auch. Und wenn man Märkte nicht reguliert, dann hat man bald ein Monopol und somit keinen Markt mehr.
„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)“
Hilfreich?
+4
Blaubierhund
16.06.26
10:13
dam_j
Könnte ich selbst bestimmen hätte ich auch gerne wieder ekligen billigen Atomstrom um mein iPhone zu laden.
Atomstrom war nie billig und ist es bis heute nicht. Die Kosten wurden nur so auf den Steuerzahler umgelegt, dass am Ende ein vermeintlich niedriger Strompreis auf der Rechnung stand.
„Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können! (Anneliese Bödecker)“
Hilfreich?
+4
dam_j
16.06.26
11:47
Blaubierhund
dam_j
Könnte ich selbst bestimmen hätte ich auch gerne wieder ekligen billigen Atomstrom um mein iPhone zu laden.
Atomstrom war nie billig und ist es bis heute nicht. Die Kosten wurden nur so auf den Steuerzahler umgelegt, dass am Ende ein vermeintlich niedriger Strompreis auf der Rechnung stand.
Also meine Steuern UND Stromkosten wurden nur höher seit dem Atom aus in DE...
Aber gut DU weißt es offensichtlich besser als hast DU Recht und ICH habe meine Ruhe
„Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !“
Hilfreich?
-5
andreas_g
16.06.26
11:53
dam_j
Blaubierhund
dam_j
Könnte ich selbst bestimmen hätte ich auch gerne wieder ekligen billigen Atomstrom um mein iPhone zu laden.
Atomstrom war nie billig und ist es bis heute nicht. Die Kosten wurden nur so auf den Steuerzahler umgelegt, dass am Ende ein vermeintlich niedriger Strompreis auf der Rechnung stand.
Also meine Steuern UND Stromkosten wurden nur höher seit dem Atom aus in DE...
Aber gut DU weißt es offensichtlich besser als hast DU Recht und ICH habe meine Ruhe
Wie sicher bist du dir, dass du Ursache und Wirkung hier richtig in Zusammenhang bringst? Ich lebe in Österreich, das nie ein Atomkraftwerke am Netz hatte und daher auch keines stillgelegt hat. Auch hier sind die Stromkosten gestiegen (so wie die Kosten für so ziemlich alles).
Hilfreich?
+4
panfire
16.06.26
12:26
UWS
Ein Paradebeispiel dafür ist die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) – VO (EU) 2025/40. Ein wirklich gut gemeintes Regelwerk zur Vermeidung von Verpackungsmüll. Herausgekommen ist ein bürokratisches Monstrum. Was das z.B. für Händler, die in der EU Ware verschicken bedeutet, kann sich jeder gerne ergooglen.
Und Verordnungen dieser Art gibt’s noch viele, viele mehr.
„Als die Menschheit begann Schuhe zu tragen, hat sie den Boden unter den Füssen verloren.“
Hilfreich?
0
System 6.0.1
16.06.26
12:36
dam_j
Also meine Steuern UND Stromkosten wurden nur höher seit dem Atom aus in DE...
Aber gut DU weißt es offensichtlich besser als hast DU Recht und ICH habe meine Ruhe
Du verbindest allen Ernstes die gestiegenen Strompreise mit dem Ende der Atomkraftwerke in Deutschland?
Jetzt haben wir schon diese Flut an immer weiter entwickelten KI-Modellen, die Fragen wie:
„Was ist der Grund für den Anstieg der Strompreise seit der Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland“
zackig und durchaus zufriedenstellend beantworten können, und Du nutzt das nicht? Du bestehst weiter auf Deiner Ansicht? Das ist sehr beschämend.
Aber gut, jetzt weiß ich woran ich bei Dir bin. 🫥
Hilfreich?
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