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Cell Broadcast-Warnungen - deaktivieren nicht möglich
Cell Broadcast-Warnungen - deaktivieren nicht möglich
Mueckenhoff
26.03.26
22:33
Hallo zusammen,
obwohl ich die Cell Broadcast-Warnungen alle deaktiviert habe, werden diese immer an den Warntagen ausgelöst. Weiß jemand warum? Wofür gibt es die Systemeinstellungen, wenn sie nicht funktionieren?
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-23
Kommentare
xcomma
26.03.26
23:33
Apple
Einige offizielle Warnmeldungen können nicht deaktiviert werden. Weitere Informationen findest du in den Richtlinien zu Notfallwarnungen der Behörden vor Ort.
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+20
radneuerfinder
27.03.26
10:02
Bei Cell Broadcast Warnungen gibt es 3 Warnstufen. Die Warnstufe 1 lässt sich auf iPhones nicht deaktivieren. Die oberste Warnstufe durchbricht auch alle Stummschaltungen und Nicht-Stören-Modi. Nur wenn keine Verbindung zum Mobilfunknetz besteht (Gerät aus, Flugmodus) bleibt das Gerät stumm. Am Warntag wird mit Warnstufe 1 geübt.
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+22
M@rtin
27.03.26
15:00
Eigentlich sollte jeder mal nach der Ahr-Katastrophe im Juli 2021 mit über 160 Toten mitbekommen haben, dass genau Cell-Broadcast in ganz Deutschland eingeführt werden soll, um zukünftig vor solchen Katastrophen rechtzeitig zu warnen. Und du willst das ausschalten?
Aber gut, dass das nicht geht!
Hilfreich?
+35
massi
27.03.26
16:29
Eigentlich sollte jeder mal nach der Ahr-Katastrophe im Juli 2021 mit über 160 Toten mitbekommen haben, dass genau Cell-Broadcast in ganz Deutschland eingeführt werden soll, um zukünftig vor solchen Katastrophen rechtzeitig zu warnen.
Mal ne dumme Frage, funktioniert das auch, wenn, wie bei der Ahrflut, alle Mobilfunkmasten weggerissen wurden und es gar kein Mobilfunknetz gibt?
Hilfreich?
-20
Legoman
27.03.26
17:33
massi
Mal ne dumme Frage, funktioniert das auch, wenn, wie bei der Ahrflut, alle Mobilfunkmasten weggerissen wurden und es gar kein Mobilfunknetz gibt?
Die Warnung kommt VOR der Katastrophe. Danach sind jegliche Warnungen obsolet (und dann ist es auch keine Warnung mehr).
Wiki
Eine Warnung ist die Vorhersage eines möglichen kommenden Schadens, der aber noch unterbunden oder gelindert werden könnte. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine drohende Gefahr.
Hilfreich?
+19
Bergedorfer
27.03.26
17:35
Vermutlich nicht, aber es wäre keine Warnung, wenn sie nicht vorher gegeben würde, sonst wäre sie sowieso überflüssig.
Hilfreich?
+11
Bergedorfer
27.03.26
17:37
Legoman war schneller
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+3
massi
27.03.26
19:16
Die Warnung kommt VOR der Katastrophe.
Ja gut, aber gerade daran haperte es ja bei der Ahrflut, da man die Situation vollkommen falsch eingeschätzt und auch noch unterschätzt und daher keine Warnungen rausgegeben hat, da hätte dann also auch die Cell Broadcast Meldungen nix genützt, denn sie wären demnach gar nicht ausgelöst worden.
Das Problem sehe ich daher eher bei den Menschen, als bei den Warnsystemen.
Auch wenn man vorher wusste, daß da ein Regengebiet über dem Tal seine Kreise ziehen wird und 200l/m2 runter kommen würden, war man sich da auch der Tragweite nicht wirklich bewusst. Selbst als im oberen Ahrtal schon alles weggerissen wurde, hat man im unteren Ahrtal noch nicht wirklich gewusst, was da auf einen zu kommt.
Insofern sind solche Cell Broadcast Meldungen zwar werbewirksam, das eigentlich Problem des schlechten Krisenmanagements damit aber noch nicht gelöst, denn da scheint mal wieder, wie üblich, alles sehr langsam zu gehen.
Hilfreich?
-22
Another MacUser
28.03.26
11:13
massi
Die Warnung kommt VOR der Katastrophe.
Ja gut, aber gerade daran haperte es ja bei der Ahrflut, da man die Situation vollkommen falsch eingeschätzt und auch noch unterschätzt und daher keine Warnungen rausgegeben hat, da hätte dann also auch die Cell Broadcast Meldungen nix genützt, denn sie wären demnach gar nicht ausgelöst worden.
Das Problem sehe ich daher eher bei den Menschen, als bei den Warnsystemen.
Auch wenn man vorher wusste, daß da ein Regengebiet über dem Tal seine Kreise ziehen wird und 200l/m2 runter kommen würden, war man sich da auch der Tragweite nicht wirklich bewusst. Selbst als im oberen Ahrtal schon alles weggerissen wurde, hat man im unteren Ahrtal noch nicht wirklich gewusst, was da auf einen zu kommt.
Insofern sind solche Cell Broadcast Meldungen zwar werbewirksam, das eigentlich Problem des schlechten Krisenmanagements damit aber noch nicht gelöst, denn da scheint mal wieder, wie üblich, alles sehr langsam zu gehen.
Katastrophe im Ahrtal: 2021
Einführung Cell Broadcasting ( CBC ) in Deutschland als offizielles Warnmittel: Feb. 2023
Wie man sieht, gab es u.a.
aufgrund
der Situation im Ahrtal eine Weiterentwicklung des Warn- und Krisenmanagement der Behörden und Hilfsorganisationen.
Hätte man das CBC schon 2021 gehabt, hätte man ggf. beim Realisieren der Situation im oberen Ahrtal eine Warnung innerhalb von wenigen Minuten zusammenstellen und die Versendung an ALLE innerhalb von ein paar Sekunden realisieren können. Und wenn es auch nur EIN Leben gerettet hätte, wäre es den Aufwand wert gewesen.
Insofern bin ich
sehr
froh, dass es eingeführt wurde !!!
Und im Zusammenhang mit Menschenleben von Werbewirksamkeit zu sprechen ist durchaus mehr als nur traurig. Aber Du kannst ja mal ins Ahrtal fahren und jemandem der seine Frau, Kinder, Eltern, Freunde verloren hat erklären, dass Du CBC für unwichtig und nur einen Werbegag hälst…
Immer versuchen die andere Seiter der Medaille zumindest im Ansatz zu verstehen.
Dennoch alle ein Happy Weekend !! C.
Hilfreich?
+19
massi
28.03.26
14:23
Ich brauche nicht ins Ahrtal zu fahren, ich lebe da und habe das hautnah miterlebt, auch wie Menschen ertrunken sind und welche Panik manche hatten und ich kenne auch einige, die ihr Leben verloren oder alle ihre Habseligkeiten verloren haben und da ich halt mitbekommen habe, wie hier das Krisenmangagement durch Inkomeptenz, falschen Stolz, Überheblichkeit, keine Verantwortung übernehmen wollend und das Retten der eigenen Latifundien in den Vordergrund stellend geglänzt hat, macht mich das eben skeptisch, ob es bei einer ähnlichen Katastrophe wirklich funktioniert.
Ich weiß auch nicht, wie Ihr auf das dünne Brett kommt, daß ich das CBC für unwichtig halte, ich bin nur aufgrund der Erlebnisse hier äußerst skeptisch, ob es im Fall der Fälle wirklich Menschenleben rettet.
Ich wollte auch nicht ausdrücken, daß das ein Werbegag ist, sondern daß man das mit großem Tamtam eingeführt hat, um evtl von den anderen Unzulänglichkeiten, die gerade bei der Ahrflut zum tragen kamen, abzulenken.
Wenn ich z.B. das hier lese
scheint meine Skepsis ja durchaus angebracht. Der Artikel ist noch kein Jahr alt und vermutlich wird die Situation inzwischen nicht besser sein.
Hilfreich?
-10
radneuerfinder
28.03.26
14:45
Danke für den Link. Er wirft ein Schlaglicht auf die staatliche Organisation in Deutschland. Ich meine, auf die für Deutschland typische ineffiziente Organisation der Praxis durch Überorganisation in der Theorie.
In dem Sinne war die Einführung von Cell Broadcast Warnungen ein großer Sprung nach vorne - wenigstens für die Möglichkeit Warnungen zu verbreiten.
Davor hätte man über (verwirrend) viele WarnApps maximal 10 % der Bevölkerung erreicht. In der Praxis weniger, da die Weitergabe der ersten (bereits zu späten) Warnung für den Landkreis Ahrweiler von der einen zur anderen App nicht funktioniert hat.
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0
rmayergfx
28.03.26
15:00
Cell Broadcast ist nur ein Teil des Warnsystems denn nicht alle Handys und Smartphones sind kompatibel. Wenn sie jedoch kompatibel sind bringt das einen riesigen Vorteil, denn im Gegensatz zu anderen Warnsystemen bekommen die Leute zeittnah detailierte Informationen. Auch das die in den 90ern flächendeckend abgebauten Sirenen wieder neu installiert werden gehört zum Warnsystem dazu. Genauso wie NINA, Katwarn oder BIWAPP. Alternativ natürlich auch Radio und Fernsehen.
Darüber zu diskutieren wie man es abschalten kann oder ob es in Zukunft besser läuft finde ich hier total fehl am Platz.
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
Hilfreich?
+12
radneuerfinder
28.03.26
15:32
Cell Broadcast Warnungen erreichen in Deutschland aktuell rund 75 % der Bevölkerung, in den Niederlanden, die das System 2012 eingeführt haben, 90 %.
Hilfreich?
+2
massi
30.03.26
02:53
Es wäre schön, wenn die Downvoter einfach mal formulieren würden, was ihnen an meinen und dem Ausgangsposting nicht gefällt.
Aber ich vermute, daß die Daumenrunterverteiler einfach nicht den Arsch in der Hose haben, um das auszuformulieren.
So ist das einfach nur Netzrauschen.
Hilfreich?
-14
Legoman
30.03.26
11:18
radneuerfinder
Davor hätte man über (verwirrend) viele WarnApps maximal 10 % der Bevölkerung erreicht. In der Praxis weniger...
Die Warnungen der Nina-App bekomme ich immer dann, wenn ich mal alle paar Wochen versehentlich die App öffne. Aber dafür hab ich schon vor ein paar Jahren einen erfolgreichen echten Unwetter-Alarm aufs Handy bekommen. In Rumänien.
Hilfreich?
+4
skipper
30.03.26
11:55
massi
Eigentlich sollte jeder mal nach der Ahr-Katastrophe im Juli 2021 mit über 160 Toten mitbekommen haben, dass genau Cell-Broadcast in ganz Deutschland eingeführt werden soll, um zukünftig vor solchen Katastrophen rechtzeitig zu warnen.
Mal ne dumme Frage, funktioniert das auch, wenn, wie bei der Ahrflut, alle Mobilfunkmasten weggerissen wurden und es gar kein Mobilfunknetz gibt?
Seit wann stehen Mobilfunkmasten in der Talsohle?
Hilfreich?
+5
TomDsh
30.03.26
12:16
Danke für den Link. Er wirft ein Schlaglicht auf die staatliche Organisation in Deutschland. Ich meine, auf die für Deutschland typische ineffiziente Organisation der Praxis durch Überorganisation in der Theorie.
Er wirft nur bedingt ein Schlaglicht auf die staatliche Organisation in Deutschland. Katastrophenschutz ist Ländersache und RLP hat sich erst 2025 ein Katastrophenschutz-Gesetz "gegönnt". Fast alle anderen Bundesländer haben sehr viel früher eine Katastrophe definiert und Zuständigkeiten festgelegt. Auch wenn es persönliches Versagen einzelner Verantwortlicher gab, waren Zuständigkeiten in RLP nicht definiert.
CellBroadcast ist übrigens eine Einrichtung des Bundes und wird von Ländern nur mitgenutzt. Genauso wie MoWaS. Mit Ablenkung/Werbung hat das wenig zu tun.
Nach meinem Kenntnisstand war in Müsch, als man dort das ganze Ausmaß erkannte, schon keine Weitermeldung mehr möglich, weil die Kommunikationslinien an der Ahr weggerissen waren. Die Pegelstände im Juni 2021 waren außerhalb der Vorstellungskraft. Wer hat vor dem 11.September sich vorstellen können, dass ein Passiergier-Jet in einen Wolkenkratzer fliegt? Der Absturz auf ein AKW, das ja, aber nicht in einern Wolkenkratzer.
Hilfreich?
+5
TomDsh
30.03.26
12:19
[/quote]
Seit wann stehen Mobilfunkmasten in der Talsohle?
[/quote]
Die Leitungen zu den Masten sind unterirdisch. Und in einem Tal wurden diese bisher zusammen mit Straßen und anderen Versorgungsleitungen am Talgrund verlegt. Oberirdische Verlegung ist billiger, aber anfälliger bei Sturm, Schnee und Wind.
Hilfreich?
0
Another MacUser
30.03.26
12:43
massi
Es wäre schön, wenn die Downvoter einfach mal formulieren würden, was ihnen an meinen und dem Ausgangsposting nicht gefällt.
Aber ich vermute, daß die Daumenrunterverteiler einfach nicht den Arsch in der Hose haben, um das auszuformulieren.
So ist das einfach nur Netzrauschen.
Hallo massi,
ich nehme mal an, dass viele Downs einfach durch Schnelllesen und nicht mehr auf den Threat zurückkommen zustande kommen – was Du als Netzrauschen titulierst.
Mein Post ( siehe oben ) als Antwort auf Deinen begründet sich damit, dass man eben, das Du im Ahrtal wohnst, nicht wusste. Hättest Du das im Eingang Deines Post einfliessen lassen ( ich wohne da, habe das mitbekommen und bin trotzdem skeptisch, weil… ), hättest Du sicherlich ein ganz anderes Feedback erhalten. So liest sich Dein eingehender Post – auch durch die Wortwahl – so, dass »CBC eben nur ein Werbegang« ist ( zugespitzt und man beachte bitte die »« ).
Ja, ich bin bei Dir, dass sicherlich an vielen stellen lieber niemand die Verantwortung übernehmen wollte/ übernimmt. Ist nicht so wie bspw. bei Helmut Schmidt während der Sturmflut 1962 in Hamburg ( wiki
und YouTube
), der keine direkten Befugnisse dafür hatte, aber einfach mal in die Verantwortung gegangen ist und u.a. die Bundeswehr mobilisiert und u.a. dadurch viele Menschenleben gerettet hat…
Heute
ist jeder nur dabei sich abzusichern und auf den anderen zu zeigen – ja, bin ich bei Dir.
Ob CBC Leben rettet? Hoffentlich, wenn alle Empfangenden das sehen/lesen und entsprechend handeln. Ich habe meine CBC-Erfahrung in Hamburg gemacht, als ich abends vom Training zurückfuhr und das iPhone Alarm schlug. Da die Ampel rot war kurz auf's iPhone geschaut, dann der Polizei Platz gemacht, die immer noch rumfuhren. Danach gewendet und alles umfahren – sonst wäre ich daran vorbei gefahren:
. Ja, CBC kann helfen.
Dennoch müssen gerade die Planer und Verantwortlichen sich dem Stellen und definitiv Verantwortung übernehmen. Aber man darf bei Fehlern ( im Sinne von »Fehlalarm«, gewarnt obgleich nicht so dramatisch ) auch nicht immer sofort alle rausschmeissen wollen – was mir mittlerweile so scheint.
Auch sollte man mal u.a. die Dramatik in meinen Augen überall etwas reduzieren. Die Wetterkarte zeige Deutschland »knallrot« ( PANIK ) und es sind »25 Grad«. Ernsthaft ?? Wenn ich mir die Sommer meiner Kindheit anschaue, gab die Empfehlung mehr Sonnencreme und mehr als sonst zu trinken – und fertig…
Es liegt leider u.a. auch daran, dass insbesondere die privaten Medien ( auch sozialen Medien… ) immer lauter schreien, alles mehr aufbauschen – um Geld zu machen. Leider sind die öffentlich rechtlichen da einmischen auf den Zug aufgesprungen. Naja, und im Internet ist das ja nun an vielen Stellen der Erfolg, der Follower schafft…
So, ich hoffe, dass meine unsortierten, umausformulierten und abschweifenden Gedanken zumindest dennoch einen kleinen Einblick gegeben haben, warum ich wie geantwortet habe und zugleich mal versucht habe aufzuzeigen, warum so viele den Daumen runter klicken.
Sonnige Grüße aus der schönsten Stadt der Welt
C.
Hilfreich?
+1
radneuerfinder
31.03.26
00:01
TomDsh
Danke für den Link. Er wirft ein Schlaglicht auf die staatliche Organisation in Deutschland. Ich meine, auf die für Deutschland typische ineffiziente Organisation der Praxis durch Überorganisation in der Theorie.
Er wirft nur bedingt ein Schlaglicht auf die staatliche Organisation in Deutschland. Katastrophenschutz ist Ländersache und RLP hat sich erst 2025 ein Katastrophenschutz-Gesetz "gegönnt". Fast alle anderen Bundesländer haben sehr viel früher eine Katastrophe definiert und Zuständigkeiten festgelegt.
Ich halte das mittlerweile für Deutschland typisch. Schauen wir einfach nur ein Bundesland weiter, in NRW die gleiche ineffiziente Organisation und Warnung.
Oder beliebige andere Themen aus dem öffentlichen Sektor, wie z. B. elektronische Gesundheitskarte/Akte, etc.
TomDsh
Nach meinem Kenntnisstand war in Müsch, als man dort das ganze Ausmaß erkannte, schon keine Weitermeldung mehr möglich, weil die Kommunikationslinien an der Ahr weggerissen waren.
Die ersten Warnungen kamen 4 Tage vor dem Hochwasser vom Europäischen Hochwasserwarnsystem (EFAS), weitere folgten. Es haperte an deren Auswertung und Verbreitung.
Hilfreich?
+2
gfhfkgfhfk
31.03.26
01:47
M@rtin
Eigentlich sollte jeder mal nach der Ahr-Katastrophe im Juli 2021 mit über 160 Toten mitbekommen haben, dass genau Cell-Broadcast in ganz Deutschland eingeführt werden soll, um zukünftig vor solchen Katastrophen rechtzeitig zu warnen. Und du willst das ausschalten?
Das hätte damals nur rein gar nichts geändert, weil man so inkompetent war, dass man die Gefahr nicht erkannt hat.
Hilfreich?
-2
Legoman
31.03.26
09:21
gfhfkgfhfk
Das hätte damals nur rein gar nichts geändert, weil man so inkompetent war, dass man die Gefahr nicht erkannt hat.
Und "man" schließt hier durchaus auch die Anwohner mit ein.
Irgendwas hatte ich gelesen mit dem Kontext: jaja, Hochwasser, sowas haben wir andauernd, deswegen verlassen wir doch nicht unsere Häuser.
Viele Warnungen werden als Panikmache gewertet. Deswegen ist auch eine Regel bei Gefahrenmeldeanlagen: So wenig wie möglich und Fehlalarme unbedingt vermeiden, damit sich kein Gewöhnungseffekt einstellt. ("Ach ja, der CO2-Alarm piepst jede Woche, blödes Teil." Zack, tot.)
Na ja, auf die verballerten Mehlmützen, die sowas als staatliche Umerziehungsmaßnahme oder geheime Weltverschwörung betrachten, möchte ich lieber nicht eingehen, sollte ich aber. CO2-Alarm im Laden. Chefin: Jaja, Panikmache, böses böses CO2, der Staat will uns umerziehen, Klimalüge, blablabla. Mein Vorschlag, doch einfach mal ins Lager runterzugehen und sich zu überzeugen, wurde dann aber doch lieber zurückgewiesen.
Hilfreich?
+4
gfhfkgfhfk
31.03.26
11:20
Legoman
Und "man" schließt hier durchaus auch die Anwohner mit ein.
Irgendwas hatte ich gelesen mit dem Kontext: jaja, Hochwasser, sowas haben wir andauernd, deswegen verlassen wir doch nicht unsere Häuser.
Jahrelang hat man der Bevölkerung eingeredet, dass die 25 Jährigen Hochwasser eigentlich 100 Jährige Hochwasser seien, weil man das aufbauschen wollte. Ein paar Zahlen um das verstehen zu können. Der mittlere Abfluss in Altenahr ist etwa 8m³/s. Beim größten Hochwasser der letzten 30 Jahre vor 2021 wurden in Altenahr 236m³/s gemessen, dieses Ereignis wurde zum Jahrhunderthochwasser erklärt, weil es der Agenda dieser Personen nützte.
2021 fiel der Pegel bei gemessenen 5,05m aus, was einem Abfluss von 332m³/s entspricht. Das
KIT
hat dann einen Abfluss von 400-700m³/s rekonstruiert, und kommt zum Schluss, dass 2021 der gleiche Abfluss wie beim Hochwasser 1910 erreicht wurde. Das Hochwasser von 1804 erreichte rekonstruierte 1100m³/s in Altenahr, was bisher das schwerste Hochwasser an der Ahr war.
Wichtig ist nicht die Pegelstände zu vergleichen, weil durch die Bebauung der Talsohle und Treibgut, welches sich an Brücken verfängt, der Pegel stark ansteigen kann.
Legoman
Viele Warnungen werden als Panikmache gewertet.
2021 wurde leider von fast niemanden in Verantwortung korrekt eingeschätzt. Das lag unter anderem daran, dass für die Hochwassergefährdungskarten/-lagebilder nur die gemessenen Hochwasserereignisse von 1947 an genutzt wurden. Die Ereignisse von 1910, 1804, … wurden nicht berücksichtigt. Die Anwohner gingen nach der Warnung davon aus, dass sie mit einem Hochwasser von etwa 200-250m³/s zu rechnen haben. Das ist schlecht, aber weit von dem entfernt was tatsächlich passierte. Die nichthandelnden Politiker, haben es versäumt nach dem in der ersten Nacht am Oberlauf der Ahr schon etliche Menschen gestorben waren, rechtzeitig eine Evakuierung der Orte am Unterlauf der Ahr vor der zweiten Nacht vorzunehmen. Die meisten Menschen starben in dieser zweiten Nacht. Wenn ich mich korrekt an die Zahlen erinnere gab es insgesamt an der Ahr 135-140 Tote, und davon >90 in der zweiten Nacht.
Die Bürgermeisterin der Stadt Altenahr Frau Weigand versuchte am zweiten Tag am frühen Nachmittag (d.h. vor der katastrophalen zweiten Nacht) im Landratsamt anzurufen, weil der Rekordpegelstand bereits überschritten war, und wurde abgewürgt, weil man ihr die korrekt wiedergegebene Schäden nicht glauben wollte. Jeder weitere Versuch das Landratsamt zu erreichen endete damit, dass man ihre Anrufe nicht entgegennahm.
Legoman
Chefin: Jaja, Panikmache, böses böses CO2, der Staat will uns umerziehen, Klimalüge, blablabla. Mein Vorschlag, doch einfach mal ins Lager runterzugehen und sich zu überzeugen, wurde dann aber doch lieber zurückgewiesen.
Dieser Klimaschwachsinn war einer der Gründe, weshalb man die Hochwassereignisse von 1910 und 1804 nicht im Gefährdungsbild berücksichtigen wollte. Es passt halt nicht ins Narrativ, dass es schon vor der industriellen Revolution in „schöner“ Regelmäßigkeit brutale Hochwasser an der Ahr gegeben hat.
Hilfreich?
+5
xcomma
31.03.26
11:34
Naturkatastrophen & Co. sind ja nur eine mögliche Thematik, die über Cellbroadcast bedient wird.
Ursprünglich entstand das System - welches vor allem in den USA als
AMBER Alert
fungiert (
) - aufgrund einer Kindesentführung (sie hiess Amber; aber wie ich in Wikipedia sehe ist mittlerweile ein Akronym daraus geworden). Ob es auch in Deutschland für solche Fälle eingesetzt wird, weiss ich nicht.
Hilfreich?
+2
massi
31.03.26
14:34
Die nichthandelnden Politiker, haben es versäumt nach dem in der ersten Nacht am Oberlauf der Ahr schon etliche Menschen gestorben waren, rechtzeitig eine Evakuierung der Orte am Unterlauf der Ahr vor der zweiten Nacht vorzunehmen. Die meisten Menschen starben in dieser zweiten Nacht
Es gab keine zweite Nacht, das alles ist an einem Tag, bzw. in der Nacht dieses Tages passiert.
Es gab 136 Tote, davon alleine in Bad Neuenahr-Ahrweiler 79, soweit ich mich erinnere.
Hilfreich?
+1
gfhfkgfhfk
31.03.26
15:22
massi
Es gab keine zweite Nacht, …
Da verlinkt man die wissenschaftliche Aufarbeitung, und sie wird nicht gelesen. Natürlich waren es zwei Nächte und das Ereignisse verlief über drei Tage.
Hilfreich?
+3
JoMac
31.03.26
17:13
gfhfkgfhfk
Da verlinkt man die wissenschaftliche Aufarbeitung, und sie wird nicht gelesen. Natürlich waren es zwei Nächte und das Ereignisse verlief über drei Tage.
Danke für den Link - sehr interessant!
Da der Link so im Text stand und nicht als rotes Icon gestaltet war, habe ich den tatsächlich auch übersehen.
Hilfreich?
+2
massi
31.03.26
23:59
gfhfkgfhfk
Da verlinkt man die wissenschaftliche Aufarbeitung, und sie wird nicht gelesen. Natürlich waren es zwei Nächte und das Ereignisse verlief über drei Tage.
Wir reden hier doch von der Ahrflut und die lief vom14. auf den 15. ab, in der Nacht vom 13. auf den 14. war hier im Ahrtal noch nichts von den starken Regenfällen zu spüren, auch nicht an der Oberahr. Das steht so auch in dem von Dir verlinkten Artikel.
Hilfreich?
-1
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