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Apples künftige Pro- (oder Nicht-Pro-)Strategie?
Apples künftige Pro- (oder Nicht-Pro-)Strategie?
Weia
21.07.26
12:12
Hallo allerseits,
angesichts des bevorstehenden (und intern ja schon länger in die Wege geleiteten) CEO-Wechsels liegt es nahe, dass bei Apple grundlegende strategische Weichenstellungen oder zumindest strategische Korrekturen anstehen und ich frage mich, was das für den Mac als professionelles Arbeitsgerät bedeutet.
Ja, der Mac Pro war am Schluss (ganz wörtlich mechanisch) überdimensioniert, aber der Mac Studio ist das umgekehrte Extrem, ein Mini-Würfel, der für professionelle Anwender schmerzliche Kompromisse in Kauf nimmt wegen einer für den professionellen Einsatz völlig überflüssigen Super-Miniaturisierung.
Das allein könnte man ja noch mit Apples generellem Miniaturisierungsfimmel auch nach dem Weggang von Jony Ive erklären, aber dass sie auch noch das 32"-Display ersatzlos streichen ausgerechnet zu einer Zeit, da solche Displays überall aus dem Boden schießen, hinterlässt bei mir den Eindruck einer klaren Lücke im Produktportfolio für den Mac. Ein Mini-Würfelchen und ein 27"-Display als das Ende der professionellen Fahnenstange?
Mir scheint das kein dauerhaft stabiler Zustand zu sein.
Entweder
Apple verabschiedet sich ganz vom Pro-Bereich und wird zur reinen Consumermarke
oder
die jetzige Lücke ist ein Durchgangsstadium zu einem neu konfigurierten Profi-Angebot. Denkbar scheint mir beides; zumindest dürfte John Ternus als Ingenieur weit mehr Berührungspunkte zu professionellem Computing haben, als Tim Cook jemals hatte (dem ja nach eigener Aussage eigentlich ein iPad reichte).
Was meint ihr?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
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Kommentare
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der_seppel
22.07.26
13:42
Weia
Es ist mir absolut unverständlich, warum ich ein größeres Display mit höherer Auflösung wählen und dann aber das Bild vergrößern sollte (die hohe Auflösung also überhaupt nicht ausnutzen), um das Display aus größerer Entfernung betrachten zu können, wo es in meinem Gesichtsfeld nur noch so viel Raum ein
Es ist doch nur die GUI, die anderen Sachen (Videos, Bilder etc) werden nicht vergrößert und nutzen die hohe Auflösung. Photoshop ist so ein Fall: die GUI ist vergrößert, das „Bild“ an sich wird aber in 6k oder was auch immer in der 100% angezeigt. Und da mehr Fläche vom Display da ist, kann ich viel krasser ins Bild eintauchen als bei kleinen Displays...
„Kein Slogan angegeben.“
Hilfreich?
+3
TorstenW
22.07.26
13:50
Weia
Was wäre denn dieses Optimum bei einem Display mit 200 PPI und 1000"? Du wirst jetzt wieder sagen, die Frage sei unsachlich, weil es ein solches Display nicht gibt, aber im Gegensatz zu Dir finde ich Extrembeispiele erhellend, weil sie klar machen, dass viele Aussagen nicht so allgemeingültig sind, wie sie scheinen, sondern teils fragwürdige implizite Randbedingungen voraussetzen.
Um ein 1000" Display sehen zu können, muss man ungefähr 30m davon entfernt stehen.
Dann spielt es überhaupt keine Rolle ob das Ding 50 oder 200ppi hat. Deswegen baut eben auch niemand 1000" Displays mit solch einer Auflösung. Sondern Displays in dieser Größe haben so 5 bis 20 ppi.
Weia
Mein idealisiertes Display wäre ungefähr 2 × 1 m² groß, 200 PPI, und ich würde immer noch 45 cm davorsitzen, aber mal nur den linken oberen Teil, mal nur den rechten unteren, mal einen mittleren betrachten, die vom Inhalt her alle nicht miteinander zusammenhängen.
Und du bist vermutlich auch der einzige, der so etwas möchte.
Das ist dermaßen absurd und sinnbefreit...
Hilfreich?
-2
Wellenbrett
22.07.26
14:11
Ich stimme Weia in seiner Kernaussage zu Betrachtungsabstand und Displayauflösung absolut zu.
Hier ein besonders plakatives Beispiel zur Verdeutlichung: stellt Euch vor, ihr sitzt in einem Kino mit riesiger Leinwand, das eine für diese Größe futuristische Retina-Displayauflösung hat. Dann wird auf diesem Riesen-Display das Monitorbild eines Macs lediglich in der linken unteren Ecke angezeigt. Man könnte hunderte Monitorbilder neben und untereinander auf diesem riesigen Retina-Display anzeigen, aber es wird nur eines unten links angezeigt. Von einem regulären Kino-Sitzplatz aus, sieht man (ohne Fernglas) unten links bestenfalls einen Punkt leuchten. Aber tritt man an die Kinoleinwand (das Riesendisplay) unten links heran und nimmt einen normalen Betrachtungsabstand zu einem Computermonitor ein, sieht man die GUI-Elemente in der Größe wie zu Hause am Retina-Mac, da das Kino-Display ja den gleich PPI-Wert wie ein kleines Retina-Display hat. Wer schon mal in der ersten Reihe einen normalen Kinofilm gesehen hat bzw. sehen musste, weiß, dass da schon einiges an Kopfbewegung notwendig ist, um das Filmgeschehen zu verfolgen; mit der Auflösung hat das aber nichts zu tun. Und vier Monitore versus ein großes Display mit der gleichen Bildfläche wie die vier kleineren Monitore ist in Hinblick auf die Größe der GUI-Elemente egal, solange die PPI-Werte gleich sind.
Hilfreich?
+1
System 6.0.1
22.07.26
14:12
Weia
Wenn ich nur einen Rechner habe und bei dem fällt das Netzteil aus, ist das auch für einen Autor überhaupt nicht irrelevant. Nicht jeder Autor hat auf seinem Konto das Geld rumliegen, rasch in die Stadt zu fahren und einen neuen Mac zu kaufen.
Wenn aber der Mac mit seiner für nicht-technische Autoren besonders zugänglichen GUI andererseits auch die richtige Wahl war? Warum stellt mich Apple vor die doch nicht zwingende Wahl
gute Bedienbarkeit
oder
gute Reparierbarkeit
?
Nach Deiner Prämisse dürften Autoren nur arbeiten, wenn sie ein Zweitgerät im Schrank haben, oder einen dieser Türme, wo man jede Komponente austauschen kann. Am besten mit Austauschkomponenten vor Ort.
Und weiter bedeutet das, Jeder Hersteller, der einen Produktvorteil gegenüber seiner Konkurrenz hat, muss
zwingend
ein Pro-Modell anbieten, weil er sonst jemanden/Dich vor die Entscheidung stellt, entweder eine gute Bedienbarkeit oder Reparierbarkeit zu wählen.
Jetzt merkst Du es auch, oder?
Diese ganze Pro-Diskussion ist vollkommen sinnbefreit. Wer mit einem Zahnstocher in der Hand Bauunternehmer werden will, der kann das gerne versuchen. Aber das ist sein Problem, nicht das des Herstellers. Selbst dann, wenn auf jedem Zahnstocher deutlich „Pro“ draufsteht, und die Schachtel 30-mal soviel kostet wie die Consumer-Variante.
Hilfreich?
0
Wellenbrett
22.07.26
14:22
System 6.0.1
...
Diese ganze Pro-Diskussion ist vollkommen sinnbefreit. ...
Dis Diskussion ist etwas hin zu Displaygrößen abgedriftet, die Ausgangsfrage von
Weia zum Fortbestand der Pro-Strategie von Apple finde ich jedoch sehr wichtig und stelle sie mir auch. Es geht nicht darum, mit einem Zahnstocher auf eine Baustelle zu gehen, sondern ob weiterhin Bagger gebaut werden.
Hilfreich?
+2
JeDI
22.07.26
14:38
Weia
Allerdings sehe ich nicht, dass man von der Jobsschen Philosophie des geschlossenen Systems abrücken will.
Ich denke das Steve Jobs seine Meinung dazu geändert hatte (oder evtl. schon immer anders gedacht hat). Er hätte bei der Rückkehr zu Apple ja auch schon alle Steckplätze im G3 streichen können, stattdessen wurden diese und die Nachfolger aber sehr wartungsfreundlich ausgelegt und das wurde auch bis zu seinem Tod so beibehalten. Und die NeXT Maschinen waren m.W.n. alle erweiterbar und hatten Slots für Karten. Er hat nur schon immer zwischen Consumer und Pro Systemen unterschieden und letzte waren immer erweiterbar.
Hilfreich?
+1
TorstenW
22.07.26
14:38
Wellenbrett
Dis Diskussion ist etwas hin zu Displaygrößen abgedriftet, die Ausgangsfrage von
Weia zum Fortbestand der Pro-Strategie von Apple finde ich jedoch sehr wichtig und stelle sie mir auch. Es geht nicht darum, mit einem Zahnstocher auf eine Baustelle zu gehen, sondern ob weiterhin Bagger gebaut werden.
Spätestens mit der Einführung der Mülltonne 2013 war klar, dass Apple wenig Interesse daran hat den "Pro"-Sektor zu bedienen.
Sie nehmen die 90% der Pros mit, die mit einfachen Macs oder einem maxed out Studio zurechtkommen und die restlichen 10% müssen halt gucken wo sie bleiben. Viele davon (im Audio- oder Video-Sektor) haben diesen Absprung vor nem Jahrzehnt schon gemacht.
Jetzt mit der Einstellung des Mac Pro sollte wirklich absolut jedem klar sein, dass man sich woanders umgucken muss, wenn man auf Steckkarten und Modularität angewiesen ist.
Also nein: Apple wird keine Bagger mehr bauen. Das war aber seit 10+ Jahren abzusehen. Und niemand der beruflich auf die Geräte angewiesen ist, wird darauf spekulieren, ob Apple in 5 Jahren vielleicht wieder einen Mac Pro anbietet, sondern hat sich vmtl schon seit Jahren nach Alternativen umgesehen.
Hilfreich?
+3
gfhfkgfhfk
22.07.26
15:39
JeDI
Und die NeXT Maschinen waren m.W.n. alle erweiterbar und hatten Slots für Karten.
Nur der NeXTcomputer, der NeXTcube und der NeXTcube turbo hatten vier Steckplätze, wovon einer durch die Systemplatine belegt war. Von NeXT gab es für den NeXTcube (turbo) nur eine einzige Karte die NeXTdimension. Die NeXTstation Modelle hatten keinerlei Erweiterungsmöglichkeit.
Hilfreich?
0
Weia
22.07.26
21:17
TorstenW
Weia
Aber es mir genau darum, „keine Übersicht“ zu haben.
Ja, aber das ist wieder dein eigener einzigartiger Anwendungsfall.
Nö, das ist einfach ein (pointiert formuliertes) Gegenbeispiel zu Deiner These, dass es „unvorstellbar“ für Dich sei, keine Übersicht zu haben bzw. haben zu wollen. Derjenige, der hier apodiktisch Maßstäbe setzen will, bist
Du
; ich durchlöchere die nur, indem ich zeige, dass man
auch
andere Maßstäbe anlegen kann.
Es gibt jede Menge Leute, die gerne mehrere Fenster auf einmal erfassen möchten, weil sie mit mehreren Fenstern gleichzeitig arbeiten.
Natürlich, das tue ich auch. Aber nicht mit
allen
Fenstern auf einmal.
Nachrichten
ist bei mir z.B. meist am rechten Bildschirmrand geöffnet, sodass ich beim entsprechenden Signalton allein durch eine minimale Kopfdrehung rasch die neu eingetroffene Nachricht lesen kann. Ansonsten stört es aber nicht, wenn
Nachrichten
außerhalb meines Blickfeldes liegt. Das nur als ein Beispiel. Ich bin ganz sicher nicht der einzige mit einem großen Display, der das so handhabt.
Weia
Abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, was vor meinem Display außer der Tastatur liegen sollte
Auch hier wieder: Denk doch nicht immer von deinem einen Anwendungsfall.
Das ist nun wirklich nicht kompliziert:
z.B. Grafiktablett, Steuerungshardware für Filmschnitt oder Farbbearbeitung, Mischpult, Midi-Keyboard (das zum Musik machen), oder auch total old school: Bücher, Papiere, die man für seine Arbeit nutzt.
Weitere Eingabegeräte werden aus ergonomischen Gründen in aller Regel aber
neben
der Tastatur liegen und nicht dahinter oder gar davor, bis auf das MIDI-Keyboard. Und da ist das auch kein zwingendes Argument: Ich habe ja auch einen Musik-Arbeitsplatz mit so einem MIDI-Keyboard und Tastatur und 30"-Display dahinter, und (gerade nochmal gemessen) da ist mein Betrachtungsabstand kaum anders, 50 cm statt 45 cm.
Du bist echt ein Spaßvogel: Hältst mir vor, ich würde meinen „einzigartigen Anwendungsfall“ unzulässig verallgemeinern und argumentierst selbst mit Peripheriegeräten, die vermutlich nur ein winziger Bruchteil der Mac-Anwender nutzt. Der Regelfall sind solche Geräte definitiv nicht.
Weia
Das ist absurd; bei einem solchen Abstand müsste selbst jemand mit Adleraugen die GUI vergrößern, um sie noch lesen zu können, aber dann wäre nichts gewonnen und er könnte genauso gut ein kleineres Display mit unvergrößerter GUI und geringerem Betrachtungsabstand nutzen.
Der Sinn eines großen Displays ist es, mehr Inhalt anzeigen zu können und nicht gleichviel aus größerer Entfernung.
Hier fängt es an dumm zu werden, denn wieder projizierst du deinen Anwendungsfall auf die ganze Welt. Sag doch einem Komponisten, der auf seinem Tisch ein Midi-Keyboard hat, dass er das Display näher ranstellen soll...
Also sorry, aber wieviele Mac-Nutzer sind Komponisten? Ich projiziere meinen Anwendungsfall (Arbeit am Computer
ohne
😱 MIDI-Keyboard) auf die ganze Welt? Umgekehrt wird ein Schuh daraus!
Abgesehen davon, wie oben bereits geschrieben, kann man auch mit MIDI-Keyboard mit 50 cm Betrachtungsabstand arbeiten.
Es ist im
Regelfall
einfach sinnbefreit, den größeren Aufwand für ein größeres Display (vor allem eines mit auch entsprechend höherer Auflösung) zu betreiben und dann Bildschirmdarstellung und Betrachtungsabstand ebenfalls proportional zu vergrößern, wenn man
exakt
dasselbe
visuelle Ergebnis auch mit kleinerem Display, unvergrößerter Darstellung und geringerem Betrachtungsabstand erzielen würde.
Die beiden einzigen denkbaren Ausnahmen von diesem Regelfall wären
ein aufgrund besonderer räumlicher Gegebenheiten nicht zu vermeidender größerer Abstand (meinetwegen der Komponist mit seinem MIDI-Keyboard, auch wenn das nicht zwingend ist)
ein aufgrund physiologischer Gegebenheiten (Weitsichtigkeit) erforderlicher größerer Abstand
Weia
Leute, die solche „Empfehlungen“ zum besten geben, wissen offenkundig nicht, wovon sie reden.
Ach so.. zum Beispiel die Leute, die solche Displays... bauen?
Wie Samsung z.B., die bei ihren 32" Displays einen Abstand von "mindestens 100cm" empfehlen
Eizo empfiehlt 70-90cm für ihre 32" Monitore.
Oder zig Krankenkassen. Oder Seiten für Ergonomie am Arbeitsplatz. Oder sprichwörtlich absolut JEDE Seite im Internet, die Empfehlungen zum Sitzabstand gibt?
Was haben Displayhersteller oder gar Krankenkassen (?!?) zu diesem Thema beizutragen? Sobald die Pixelsichtbarkeitsgrenze (die Entfernung, ab der das Auge keine getrennten Pixel mehr erkennen kann), die bei 200 PPI bei irgendwas um die 10 cm liegen dürfte, überschritten ist, hängt die adäquate Entfernung in keiner Weise mehr von den physikalischen Eigenschaften des Displays ab, für die der Display-Hersteller verantwortlich zeichnet, sondern ausschließlich von der GUI-Darstellung, für die in unserem Fall Apple verantwortlich zeichnet. Das Maß der Dinge ist für mich daher wenn, dann das, was Apple implizit mit der Standardauflösung vorgibt.
Niemand wird dir einen Sitzabstand von 45cm für einen 32" Screen empfehlen. Niemand.
Daoch, Apple, implizit. Die macOS-GUI in macOS-
Standard
auflösung auf einem 32"-XDR-Pro-Display wäre nämlich aus dem 1 m Abstand, den diese „Experten“ empfehlen, überhaupt nicht mehr lesbar. EIZO hat es bislang (zumindest bis vor kurzem) ja nicht mal auf die Reihe gebracht, ein 6K-Display anzubieten. Auf die Empfehlungen solcher „Experten“ kann ich verzichten.
Mein 24" läuft mit 1080p, was ich auch aus mehr als 1m Entfernung noch gut lesen kann, das 32" hat 4k und läuft skaliert auf 3008x 1692, was die mittlere von Apple Empfohlene Skalierung ist. Das ist für mich ein guter Kompromiss aus Schärfe und Fläche.
Grob gesprochen vergrößerst Du die GUI-Darstellung gegenüber dem macOS-Retina-Standard also um den Faktor 2 und findest das aus 1 m Betrachtungsabstand gut lesbar. Das ist genau das, was ich sage: Du könntest, was die GUI-Größe betrifft, ebenso auf die Vergrößerung verzichten, halb so große (was die Kantenlänge betrifft) Displays verwenden und 0,5 m Betrachtungsabstand wählen – das visuelle Ergebnis wäre exakt dasselbe, nur hättest Du dann halt nicht genug Platz für Dein offenbar voluminöses MIDI-Keyboard. Aber das MIDI-Keyboard ist nun wirklich nicht der Normalfall.
Weia
Apple wählt den PPI-Wert für seine GUIs ja mit Bedacht. Warum sollte ich einen anderen PPI-Wert verwenden als den, für den die GUI optimiert ist und der die Qualität des Displays vollständig ausnutzt?
Siehe oben.
Andersrum: Wenn es nur die eine optimale Skalierung pro PPI-Wert gäbe... wieso bietet Apple dann standardmäßig fünf verschiedene in den Einstellungen an? Wäre dann doch sinnlos.
Apple bietet genau
eine
Auflösung als als solche ausgezeichnete
Standard
auflösung an, auf die macOS und Apple-Displays optimiert sind. Die anderen Auflösungen sind für Dritthersteller-Displays mit anderen Auflösungen und für Querulanten
wie Dich.
Weia
Es ist mir absolut unverständlich, warum ich ein größeres Display mit höherer Auflösung wählen und dann aber das Bild vergrößern sollte (die hohe Auflösung also überhaupt nicht ausnutzen), um das Display aus größerer Entfernung betrachten zu können, wo es in meinem Gesichtsfeld nur noch so viel Raum einnimmt wie ein kleineres Display in geringerem Betrachtungsabstand – warum nehme ich dann nicht einfach das kleinere Display und setze mich näher davor?
Ja, aber das ist eben nur deine eingeschränkte Sichtweise.
Nur meine und Apples …
Es kann sich halt nicht jeder unendlich nah an sein Display setzen.
45 cm ≠ unendlich nah. Und die allermeisten Mac-Nutzer, die einfach Apples Standard folgen, können das.
Oder es macht aus Sicht der Sitzergonomie einfach keinen Sinn.
Was hat denn nun wieder die Sitzergonomie damit zu tun? Ich sitze wunderbar 45 cm vor meinem Display, was sollte daran sinnlos sein?
Die richtige Frage wäre aber ohnehin eher: Wenn ich ein 32" Display haben möchte um es weiter weg zu stellen.. wieso kaufe ich ein 4k Display und nicht eines mit einer kleineren Auflösung. Bei mir wäre die Antwort: Gibt es einfach nicht.
Na sowas! Gibt es vielleicht doch nicht so viele Leute, die Deine ergonomischen Ansichten teilen?
Das ist aber auch der Grund, wieso ich mein 32" 6k Display, was ich testweise hatte, wieder zurückgeschickt habe: Die 6k Auflösung hatte kaum Vorteile, weil ich das eben auch skalieren musste.
Logisch, das wäre völlig überdimensioniert gewesen. Das Display würde unskaliert ja genau halb so groß abbilden, wie Du es gerne hättest, wäre also eben exakt für Leute wie mich, die die Hälfte Deines Betrachtungsabstands nutzen.
Weia
(45 cm reichen aber auch bei 32" 6K locker zum Lesen der Schrift.)
Hier widersprichst du dir massiv selbst:
Nach deiner Aussage bestimmt ja der PPI-Wert den Abstand zum Display.
Du sitzt 45cm vor deinem Cinema-Display mit ~100ppi Auflösung.
Ein 32" 6k Display hat über 200ppi.
Also müsstest du nach deiner eigenen Logik ungefähr 20cm davor sitzen.
Ich rede der Konsistenz halber immer vom heute üblichen Retina-PPI-Wert. Der Retina-PPI-Wert ist doppelt so groß wie der äquivalente reguläre, „nominelle“ PPI-Wert auf non-Retina-Displays. Ein macOS-GUI-Element ist auf einem 100-PPI-non-Retina-Display wie meinem Cinema-Display genauso groß wie auf einem 200-PPI-Retina-Display, und auf
diese
Größe kommt es beim Betrachtungsabstand an.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
Weia
22.07.26
21:25
der_seppel
Weia
Es ist mir absolut unverständlich, warum ich ein größeres Display mit höherer Auflösung wählen und dann aber das Bild vergrößern sollte (die hohe Auflösung also überhaupt nicht ausnutzen), um das Display aus größerer Entfernung betrachten zu können, wo es in meinem Gesichtsfeld nur noch so viel Raum ein
Es ist doch nur die GUI, die anderen Sachen (Videos, Bilder etc) werden nicht vergrößert und nutzen die hohe Auflösung. Photoshop ist so ein Fall: die GUI ist vergrößert, das „Bild“ an sich wird aber in 6k oder was auch immer in der 100% angezeigt. Und da mehr Fläche vom Display da ist, kann ich viel krasser ins Bild eintauchen als bei kleinen Displays...
Ja, aber nur, wenn Du so nah davor sitzt wie vor einem Nicht-Retina-Display. Aus 1 m Entfernung kannst Du in die 6K-Auflösung eben rein physiologisch nicht „krasser eintauchen“.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
Weia
22.07.26
21:43
System 6.0.1
Weia
Wenn ich nur einen Rechner habe und bei dem fällt das Netzteil aus, ist das auch für einen Autor überhaupt nicht irrelevant. Nicht jeder Autor hat auf seinem Konto das Geld rumliegen, rasch in die Stadt zu fahren und einen neuen Mac zu kaufen.
Wenn aber der Mac mit seiner für nicht-technische Autoren besonders zugänglichen GUI andererseits auch die richtige Wahl war? Warum stellt mich Apple vor die doch nicht zwingende Wahl
gute Bedienbarkeit
oder
gute Reparierbarkeit
?
Nach Deiner Prämisse dürften Autoren nur arbeiten, wenn sie ein Zweitgerät im Schrank haben, oder einen dieser Türme, wo man jede Komponente austauschen kann. Am besten mit Austauschkomponenten vor Ort.
Von
dürfen
habe ich doch nicht gesprochen? Aber von Vorteil wäre das sicherlich, vor allem für jene, für die finanziell viel vom Einhalten einer Deadline abhängt.
Und weiter bedeutet das, Jeder Hersteller, der einen Produktvorteil gegenüber seiner Konkurrenz hat, muss
zwingend
ein Pro-Modell anbieten, weil er sonst jemanden/Dich vor die Entscheidung stellt, entweder eine gute Bedienbarkeit oder Reparierbarkeit zu wählen.
Welcher
jeder Hersteller
? Es gibt in der Desktop-Computer-Welt nur 2 Gatekeeper, Wintel und Apple. Bei Wintel ist die Auswahl kein Problem (da ist es Windows …).
Jetzt merkst Du es auch, oder?
Nein.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
Weia
22.07.26
21:45
TorstenW
Spätestens mit der Einführung der Mülltonne 2013 war klar, dass Apple wenig Interesse daran hat den "Pro"-Sektor zu bedienen.
Aber 2019 haben sie das als falsche Strategie eingeräumt und das 32"-Display überhaupt erst auf den Markt gebracht. Von daher war das seit 2019 nicht mehr klar.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
TorstenW
22.07.26
23:41
Um dir und mir Zeit zu sparen:
Weia
Daoch, Apple, implizit.
Vielleicht guckst du einfach was Apple EXPLIZIT für Empfehlungen für Bildschirmabstände für ihre Displays sagt
Denn das hier:
Weia
Nur meine und Apples …
Ist halt Quatsch.
Ansonsten: Ich bin weder Komponist, noch hab ich ein Midi-Keyboard, insofern ist das nicht mein Anwendungsfall, den ich da projiziere, sondern nur einer unter vielen (von denen ich auch eine ganze Reihe erwähnt habe, die du natürlich geschicktermaßen unter den Tisch fallen lässt).
Und wie gesagt: Du kannst ja einfach mal schauen, welcher Abstand im Internet von ganz egal welchen Quellen für ein Display mir 30"+ generell empfohlen wird. Tipp: Es ist nicht <50cm.
Um deine Verwunderung zu den Empfehlungen der Krankenkassen aufzuklären: Das sind diejenigen, die später die Haltungsschäden der Leute bezahlen müssen. Insofern haben sie ein ureigenes Interesse daran, dass Leute sich ihren Arbeitsplatz vernünftig einrichten und du wirst auf jeder Krankenkassenseite Empfehlungen zum ergonomischen Arbeitsplatz finden.
Aber zurück zum eigentlichen Topic
Hilfreich?
-1
Weia
23.07.26
00:29
TorstenW
Vielleicht guckst du einfach was Apple EXPLIZIT für Empfehlungen für Bildschirmabstände für ihre Displays sagt
Wo denn?
Vielleicht magst Du dann erklären, warum Apple für das 32"-Display als Standard eine Auflösung vorgesehen hatte, die für Deine Vorstellungen des Betrachtungsabstandes so unbrauchbar war, dass Du es wieder zurückgeschickt hast?
Ansonsten: Ich bin weder Komponist, noch hab ich ein Midi-Keyboard, insofern ist das nicht mein Anwendungsfall, den ich da projiziere, sondern nur einer unter vielen (von denen ich auch eine ganze Reihe erwähnt habe, die du natürlich geschicktermaßen unter den Tisch fallen lässt).
Nein:
Weia
Weitere Eingabegeräte werden aus ergonomischen Gründen in aller Regel aber
neben
der Tastatur liegen und nicht dahinter oder gar davor, bis auf das MIDI-Keyboard.
TorstenW
Und wie gesagt: Du kannst ja einfach mal schauen, welcher Abstand im Internet von ganz egal welchen Quellen für ein Display mir 30"+ generell empfohlen wird. Tipp: Es ist nicht <50cm.
Dass
etwas im Internet steht, ist kein Argument für gar nichts. Interessant wäre,
warum
diese Empfehlungen gegeben werden. Dazu äußern sich aber weder Du noch die von Dir verlinkten Seiten. Viele Fundstellen scheinen sich auch eher auf das Betrachten von Videos oder Gaming zu beziehen; das ist aber eine ganz andere Baustelle – da will ich natürlich das ganze Bild gleichzeitig sehen.
Um deine Verwunderung zu den Empfehlungen der Krankenkassen aufzuklären: Das sind diejenigen, die später die Haltungsschäden der Leute bezahlen müssen.
Wenn Du mir jetzt noch verrätst, warum bei gleichbleibender Sitzhaltung (an der mich nichts hindert) ein 32"-Display in 1 m Abstand keine Haltungsschäden verursacht, sobald Du es 50 cm näher heranrückst, aber schon … Augenschäden würde ich ja noch irgendwie verstehen, aber Haltungsschäden?
Und behäbige halböffentliche Institutionen wie Krankenkassen sind nun die Letzten, denen ich eine Kompetenz für IT zutraue. Dann vertraue ich schon eher auf die Schwarmintelligenz der MacTechNews-Community:
Wie weit sitzt ihr von euren Bildschirmen weg?
Und siehe da, da reicht das Spektrum (mich ausgeschlossen) von 40 cm @ 42" bis 95 cm @ 32", die meisten 50-60 cm. 1 m, so wie Du, nutzt kein
einziger
zum Arbeiten. So viel zum Thema, ich solle nicht immer von meinem Ausnahmefall ausgehen.
Aber zurück zum eigentlichen Topic
Auch keine schlechte Idee.
Ich hab’ das Off-Topic ausnahmsweise nicht angefangen …
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
t.stark
23.07.26
00:33
Weis
bei 200 PPI bei irgendwas um die 10 cm liegen dürfte
Knapp 40cm sind es nach Adam Riese - wie gesagt abgesehen vom Winkel. Bei Bedarf kann ich das auch gerne herleiten, man findet die Formeln dazu aber überall.
Hilfreich?
0
Weia
23.07.26
00:36
JeDI
Weia
Allerdings sehe ich nicht, dass man von der Jobsschen Philosophie des geschlossenen Systems abrücken will.
Ich denke das Steve Jobs seine Meinung dazu geändert hatte […]
NB: Das Zitat war nicht von mir, sondern von
gfhfkgfhfk
.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+1
Weia
23.07.26
00:56
t.stark
Weis
bei 200 PPI bei irgendwas um die 10 cm liegen dürfte
Knapp 40cm sind es nach Adam Riese - wie gesagt
Äh, wo?
abgesehen vom Winkel. Bei Bedarf kann ich das auch gerne herleiten, man findet die Formeln dazu aber überall.
Das kann ich empirisch absolut nicht nachvollziehen – und ich habe „dank“ Kurzsichtigkeit Adleraugen im Nahbereich.
Aber vielleicht sollten wir wirklich wieder auf das Ausgangsthema zurückkommen.
Vielleicht können wir uns darauf einigen: Nicht jeder, der professionell mit Macs arbeitet, braucht 6K-Displays, aber manche schon – das heißt für Apple, wenn sie grundsätzlich Displays anbieten wollen – und das wollen sie ja, wie allein schon aus der jüngsten Initiative zum Thema
neuartiges, verbessertes Farbmanagement auf Apple-Displays
hervorgeht – und Apple-Produkte auch nach wie vor für professionelles Arbeiten geeignet sein sollen, dann sollte unter den Apple-Displays
auch
ein 6K-Display sein bzw. es ist ein diesbezüglich bedenkliches Indiz, wenn es das nicht ist.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
System 6.0.1
23.07.26
10:05
Weia
System 6.0.1
Jetzt merkst Du es auch, oder?
Nein.
Nun, das überrascht mich überhaupt nicht. Dann also etwas ausführlicher:
Es gibt Werkzeuge, die (mindestens Deiner und meiner Ansicht nach) bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen, um in einem, wie immer gearteten „Pro-Segment“ einsatzfähig zu sein. (Manch einer merkt, dass ich hier sehr Allgemein spreche. Das ist Absicht.)
Frage:
Wer bestimmt, ob ein Werkzeug den Pro-Anforderungen entspricht? Der Hersteller, oder der Anwender?
Antwort:
Immer der Anwender.
Wäre es anders, würde er die Gewährleistung seiner professionellen Tätigkeit in die Hände eines Unternehmens legen, das allenfalls
Allgemein
, aber niemals
im Speziellen
seine Anforderungen kennt. Und selbst wenn der Hersteller allgemeine Versprechungen über die Eignung seines Gerätes für einen allgemein-professionellen Einsatz macht, obliegt es immer noch dem Anwender, das für seine Anwendung auch festzustellen.
Erst wenn ein Anbieter sich
vertraglich verpflichtet
, genau festgelegte Eigenschaften in seinem Produkt zu bieten, und das mit seiner Unterschrift bestätigt, kann der Anwender von einer besonderen Verantwortung des Anbieters für das Produkt im Rahmen seiner eigenen geschäftlichen Tätigkeiten ausgehen.
Es gilt also: Der Anwender steht immer in der Verantwortung für seine Unternehmung.
Schlussfolgerung
: Wenn ein Hersteller sein Produkt für den professionellen Bereich empfiehlt, oder durch Bezeichnungen wie „Pro“ oder „Professionell“ den Anschein der Eignung für eine professionelle Anwendung erweckt, dann liegt die Entscheidung, ob das Produkt für
eine spezielle professionelle Anwendung
tatsächlich geeignet ist, immer noch beim Anwender.
In diesem Sinne ist die Bezeichnung „Pro“ oder „Professionell“ ein
Hinweis
auf eine besondere Eignung, aber nicht die
Bestätigung
für einen allgemeinen professionellen Einsatz.
Möglicherweise kann ich davon ausgehen, dass einem Pro-Produkt weitergehende Funktionen oder eine robustere Verarbeitung mitgegeben werden. Ob diese Eigenschaften aber für (m)einen bestimmten professionellen Einsatz tatsächlich ausreichend sind, liegt trotzdem
immer
in der Verantwortung des Anwenders.
Wer mir in dieser Ansicht folgen kann, muss sich mit mir nun die Frage stellen: Worüber redet Ihr hier eigentlich?
Warum dichtet jemand einem Pro-Produkt Eigenschaften an, die ein Pro-Produkt in seiner Wahrnehmung unbedingt haben muss, und disqualifiziert (ob gewollt oder nicht) damit eine ganze Produktreihe eines Herstellers als „nicht Pro“, weil es die von ihm gewünschten Eigenschaft nicht hat?
Und wenn sich jetzt jemand direkt angesprochen fühlt: Warum glaubst Du, dass Du in einem komplexen Bereich wie die professionelle Anwendung eines Werkzeugs, eine allgemein gültige Definition von „Pro“ aufdrücken kannst, der jeder Hersteller folgen muss? Und das im Besonderen bei einem dermaßen universell einsetzbaren Werkzeug wie einem Computer? Ist das noch Überheblichkeit, oder schon Größenwahn?
(Wie gesagt, ich spreche allgemein, ich meine niemanden bestimmten)
Zum Schluss noch das hier.
Frage
: Darf ein Anwender ein formal ungeeignetes Werkzeug (beispielsweise aus dem Consumer-Bereich) für eine professionelle Anwendung einsetzen?
Antwort:
Ja, natürlich! Er ist ja vollumfänglich für seine Profession verantwortlich. Alles andere wäre Bevormundung. Es ist sein Risiko, und somit seine Entscheidung.
Ich denke, damit ist das Thema, wie es hier behandelt wurde, abgefrühstückt.
Ich denke aber ebenso, dass es hier Leute gibt, die das anders sehen.
Ich denke zudem, ich habe eine durchaus verständliche Ausdrucksweise verwendet, die Missverständnisse verhindern kann.
Mir ist absolut klar, dass sich davon niemand abbringen lässt, mich trotzdem misszuverstehen.
Also, Feuer frei …
Hilfreich?
-2
Weia
23.07.26
10:25
Ich bemerke gerade, dass mir in der Hitze des Gefechts eine sinnentstellende Auslassung unterlaufen ist. Es muss natürlich heißen:
Der Sinn eines großen
6K-
Displays ist es, mehr Inhalt anzeigen zu können und nicht gleichviel aus größerer Entfernung.
Es gibt ja auch große (32“ und mehr) Displays mit 4K, 2,5K oder gar nur 1K Auflösung und
deren
Zweck besteht natürlich darin,
denselben
Inhalt
größer
darzustellen; bezüglich solcher Displays hat
TorstenW
selbstverständlich recht (aber über die haben wir ja hier nicht geredet).
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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0
Weia
23.07.26
11:13
System 6.0.1
Weia
System 6.0.1
Jetzt merkst Du es auch, oder?
Nein.
Nun, das überrascht mich überhaupt nicht. Dann also etwas ausführlicher:
Das macht es nicht besser. Du redest einfach am Thema vorbei. Es geht hier überhaupt nicht um Verantwortlichkeiten, schon gar nicht um juristisch verbindliche, sondern um die simple Frage, ob Apple zukünftig noch Geräte einer Art anbieten will, die es in der Vergangenheit angeboten hat, woraufhin sich bestimmte Anwender gezielt nach entsprechender sorgfältiger, rationaler Abwägung aller Faktoren für die Mac-Plattform entschieden hatten.
Der entscheidende Punkt, den Du vollständig ignorierst (der aber, als vergleichsweise neues Phänomen, auch in der Rechtssprechung im Zusammenhang mit dem Stichwort
Gatekeeper
eine zunehmende wichtige Rolle spielt), ist, dass es hier um die Entscheidung für eine
Plattform
geht, die sich, einmal getroffen, nicht so leicht revidieren lässt, zumal es nur eine einzige Alternative gibt, die ihrerseits problematisch ist.
Natürlich ist Apple (seine Selbstdarstellung mal außen vor gelassen) nicht in irgendeinem Sinne
verpflichtet
, auch in Zukunft die Bedürfnisse eines Kundenkreises zu bedienen, die es in der Vergangenheit bedient hat. Ebenso natürlich ist aber, dass sich dieser Kundenkreis fragt, woran er zukünftig mit Apple ist. Das ist doch eine legitime Frage und nur darum geht es hier.
Noch allgemeiner: Es wäre einfach erfreulich, Computer zu haben, die gut bedienbar
und
gut wartbar und nachhaltig sind. Es gibt keinen sachlichen Grund, dass sich das ausschließt. Das ist alles. Deine begrifflichen und juristischen Erwägungen und
Das Leben ist aber kein Wunschkonzert
-Zynismen sind hier völlig fehl am Platze.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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+3
ww
23.07.26
11:28
System 6.0.1
Warum glaubst Du, dass Du in einem komplexen Bereich wie die professionelle Anwendung eines Werkzeugs, eine allgemein gültige Definition von „Pro“ aufdrücken kannst, der jeder Hersteller folgen muss?
Weil einige sich für den Nabel der Welt halt.
Auch ich äußere mich nur allgemein und meine niemanden im Besonderen
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0
Weia
23.07.26
11:58
ww
System 6.0.1
Warum glaubst Du, dass Du in einem komplexen Bereich wie die professionelle Anwendung eines Werkzeugs, eine allgemein gültige Definition von „Pro“ aufdrücken kannst, der jeder Hersteller folgen muss?
Weil einige sich für den Nabel der Welt halt.
Wenn man eine Frage formuliert und der Prägnanz halber dafür einen bestimmten Begriff wie eben
Pro
verwendet und, um Missverständnisse zu vermeiden, umreißt, was man unter diesem Begriff im Zusammenhang dieser Frage versteht, hält man sich weder für den Nabel der Welt noch drückt man irgendjemandem etwas auf 🙄, sondern versucht lediglich, sich begrifflich klar zu artikulieren.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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+1
Fontelster
23.07.26
12:16
Weia
Noch allgemeiner: Es wäre einfach erfreulich, Computer zu haben, die gut bedienbar
und
gut wartbar und nachhaltig sind. Es gibt keinen sachlichen Grund, dass sich das ausschließt.
Natürlich spricht
technisch
(vermutlich) wenig bis nichts gegen die gewünschten Geräte. Und sie wären ökologisch eindeutig zu bevorzugen.
Der
sachliche
Grund der dagegen spricht, sind vermutlich einfach Apples Ambitionen der Gewinn-Maximierung. Wie kann man von einem Unternehmen mit dermaßen hohen Margen und dem stumpfen Kampf gegen z.B. EU-Regeln was anderes erwarten?
Hilfreich?
+3
t.stark
23.07.26
12:34
Der Begriff pro ist halt einfach kaputt. Im Grunde geht es vor allem um Nachhaltigkeit, oder?.
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-3
desko75
23.07.26
12:37
Fontelster
Natürlich spricht
technisch
(vermutlich) wenig bis nichts gegen die gewünschten Geräte. Und sie wären ökologisch eindeutig zu bevorzugen.
Der
sachliche
Grund der dagegen spricht, sind vermutlich einfach Apples Ambitionen der Gewinn-Maximierung.
Kleine Anekdote dazu:
In den 1920ern gab es das sog. Phoebuskartell - oder Glühbirnenkartell.
Glühbirnenhersteller haben sich damals darauf geeinigt, Glühbirnen nach der Produktion gezielt zu beschädigen, indem sie z.B. durch einen hohen Stromimpuls in der Lampe eine Sollbruchstelle erzeugt haben.
Will sagen: Produkte könnten wesentlich robuster und langlebiger hergestellt werden, als sie es tatsächlich werden. Manche könnten sogar ein Leben lang halten. Das ist von der Industrie aber nicht gewünscht, da sie sonst ihren Absatz gefährden. Das geht sogar so weit, dass die Lebensdauer künstlich beschränkt wird.
Die Lebensdauer eines Produktes wird also per Design vorgegeben, um den Absatz zu sichern.
Nicht um ein möglichst langlebiges Produkt herzustellen. Das, was Kunden eigentlich wollen.
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+1
pogo3
23.07.26
12:45
Weia hat mal wieder Lust auf eine 919 Stunden Diskussion über ein banales bereits 3208 mal diskutiertes Thema.
Ich glaube, er langweilt sich.
Was meint ihr?
😅😂🤣🥲 (Sorry, ich wollt nur eines, aber die passen so gut in Folge.)
Nur noch einen:
Natürlich ist Apple (seine Selbstdarstellung mal außen vor gelassen) nicht in irgendeinem Sinne verpflichtet, auch in Zukunft die Bedürfnisse eines Kundenkreises zu bedienen, die es in der Vergangenheit bedient hat. Ebenso natürlich ist aber, dass sich dieser Kundenkreis fragt, woran er zukünftig mit Apple ist. Das ist doch eine legitime Frage und nur darum geht es hier.
Ich schätze !! mal das Apple bei ca. 166.000 MA global wahrscheinlich 1.250 Marketingspezialisten beauftragt hat, deine Frage zu beantworten. 😂 Für mache hier drin ist Apple, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, wohl noch immer eine GarageBand.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
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-3
Fontelster
23.07.26
12:54
desko75
Kleine Anekdote dazu:
Die Lebensdauer eines Produktes wird also per Design vorgegeben, um den Absatz zu sichern.
Nicht um ein möglichst langlebiges Produkt herzustellen. Das, was Kunden eigentlich wollen.
Eigene Anekdote: als ich 2006 in meine aktuelle Wohnung gezogen bin, hab ich die Waschmaschine meines Vormieters übernommen. Die Maschine dürfte aus den 90ern gewesen sein und hat noch locker 15 Jahre ohne Reparatur funktioniert. Also ca. 25 Jahre. Ich glaube nicht, dass irgendeine heute verkaufte Maschine so lange durchhalten würde.
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0
System 6.0.1
23.07.26
12:58
Fontelster
Weia
Noch allgemeiner: Es wäre einfach erfreulich, Computer zu haben, die gut bedienbar
und
gut wartbar und nachhaltig sind. Es gibt keinen sachlichen Grund, dass sich das ausschließt.
Natürlich spricht
technisch
(vermutlich) wenig bis nichts gegen die gewünschten Geräte. Und sie wären ökologisch eindeutig zu bevorzugen.
Der
sachliche
Grund der dagegen spricht, sind vermutlich einfach Apples Ambitionen der Gewinn-Maximierung. Wie kann man von einem Unternehmen mit dermaßen hohen Margen und dem stumpfen Kampf gegen z.B. EU-Regeln was anderes erwarten?
Das
Fairphone
bietet das Gewünschte. Android ist natürlich kein iOS, aber es ist ein durchaus gut bedienbares OS, das auch auf der Ebene der Betriebssicherheit ein hohes Niveau erreicht hat. Das Fairphone bietet zudem alles, was aktuell an Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit technisch und praktisch möglich ist. Und es ist ja nicht mal das einzige, sondern
nur
das erfolgreichste Unternehmen in diesem Segment.
Leider gilt auch: Der Marktanteil des Fairphones wird vom
Handelsblatt mit
„Kaum mehr als ein Rundungsfehler“
beschrieben. Neutralere Angaben nennen 0,1 % Marktanteil für das Fairphone.
Im Bereich der Desktop-Computer sind modular aufgebaute Systeme immer noch verfügbar, wenn nicht marktbeherrschend. Windows hat dort einen aktuellen Marktanteil von 56,61 % (Statcounter, leider kein öffentlicher Link verfügbar), und Linux ist doch — seinen Nutzern nach — jedem anderen OS in Stabilität und Nutzerfreundlichkeit überlegen (keine Satire).
Wenn also stimmt, was Du über Apple sagst, dann müsste das auch für alle anderen Anbieter gelten. Ich denke, dass Deine Aussage hier sehr wahrscheinlich nicht zutrifft. Oder ich habe sie falsch verstanden. Das ist ja auch nicht ganz so unwahrscheinlich …
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-1
System 6.0.1
23.07.26
13:25
Fontelster
desko75
Kleine Anekdote dazu:
Die Lebensdauer eines Produktes wird also per Design vorgegeben, um den Absatz zu sichern.
Nicht um ein möglichst langlebiges Produkt herzustellen. Das, was Kunden eigentlich wollen.
Eigene Anekdote: als ich 2006 in meine aktuelle Wohnung gezogen bin, hab ich die Waschmaschine meines Vormieters übernommen. Die Maschine dürfte aus den 90ern gewesen sein und hat noch locker 15 Jahre ohne Reparatur funktioniert. Also ca. 25 Jahre. Ich glaube nicht, dass irgendeine heute verkaufte Maschine so lange durchhalten würde.
Mein Vater kommt aus dem Fach, daher erlaube ich mir folgende Anmerkung:
Es gibt heute, wie auch schon vor 50 Jahren, Waschmaschinen etc. die lange gehalten haben, und Geräte, die nach < 10 Jahren ein Totalschaden war. Ein Parameter für Langlebigkeit ist die angemessene Behandlung des Gerätes, die andere ist der Preis.
Günstige Geräte halten in den Händen von angemessen handelnden Nutzern länger, als in Haushaltungen mit einem eher robusten Umgang mit den Geräten. Das ist preisunabhängig. Das viel wichtigere Argument für ein langes Leben sind aber langlebigere und somit teurere Komponenten. Wir haben seit mindestens 25 Jahren einen Trend zu Maschinen mit stark preis optimierten Komponenten. Waschtrommeln und Bullaugen aus Kunststoff anstelle von Edelstahl und Glas sind da nur die augenfälligsten Merkmale. Billigste Stoßdämpfer, Pumpen, Türschlösser und sogar interne Schläuche führen zu niedrigen Preisen (Kaufargument) und entsprechend kurzer Lebenszeit.
Heute habe ich die AEG-Waschmaschine meiner Tochter von 1998 repariert. Das Türschloss war defekt. Die Maschine hat damals knapp 1.800 DM gekostet. Das Türschloss hat 15 Euro gekostet, jetzt läuft sie wieder. Sie ist in tadellosem Zustand und robust gebaut. Damals schon konnte man Waschmaschine für 799 DM kaufen. Ich denke, keines dieser Geräte ist heute noch im Einsatz. Selbst pflegliche Behandlung ändert nichts daran, dass Plastik-Trommeln und -Bullaugen nach rund 1.000 bis 2.000 Waschgängen bei Temperaturen über 40° C den 4 bis 6 Schleudergängen pro Waschgang nicht mehr standhalten.
Ich glaube also sehr wohl, dass heute verkaufte Waschmaschinen durchaus 25 Jahre durchhalten können. Aber sicher nicht jede …
PS: Ich habe mit meinem Vater mal eine Maschine von 1953 aus einem Keller
getragen
gewuchtet. Die war zu dem Zeitpunkt 42 Jahre alt. Gut gepflegt. Sie funktionierte auch noch, hatte aber einen hohen Stromverbrauch. Maschinen ab etwa Mitte der 1980er sparen Heizenergie durch verlängerte Programmabläufe. Das konnte das alte Schätzchen nicht …
🧺
Hilfreich?
-1
Weia
23.07.26
13:34
Fontelster
Der
sachliche
Grund der dagegen spricht, sind vermutlich einfach Apples Ambitionen der Gewinn-Maximierung. Wie kann man von einem Unternehmen mit dermaßen hohen Margen und dem stumpfen Kampf gegen z.B. EU-Regeln was anderes erwarten?
Das habe ich doch eingangs geschrieben: Angesichts des CEO-Wechsels. Von Tim Cooks Apple hätte ich nichts anderes mehr erwartet, aber der ist zukünftig nicht mehr CEO.
t.stark
Der Begriff pro ist halt einfach kaputt. Im Grunde geht es vor allem um Nachhaltigkeit, oder?.
Ja, zumindest zu einem ganz wesentlichen Teil. Mir war nicht klar, dass der Begriff
Pro
für viele hier dermaßen aufgeladen ist, sonst hätte ich ihn nicht verwendet. Er lag halt nahe, weil die beiden eingestellten Geräte, die den Hintergrund meiner Frage bildeten, beide das
Pro
im Namen trugen.
desko75
In den 1920ern gab es das sog. Phoebuskartell - oder Glühbirnenkartell.
Ja, die Geschichte ist bekannt. Aber daraus folgt nicht, dass die gesamte Industrie so funktioniert; das ist mir zu sehr vulgärmarxistische Verschwörungstheorie. Die Classic-Mac-Pros waren im Rahmen des chiptechnisch möglichen quasi für die Ewigkeit gebaut, und es gibt andere technische Geräte, die ich seit Jahrzehnten ohne Einschränkung nutze; mein Labornetzgerät ist von 1972 …
Fontelster
als ich 2006 in meine aktuelle Wohnung gezogen bin, hab ich die Waschmaschine meines Vormieters übernommen. Die Maschine dürfte aus den 90ern gewesen sein und hat noch locker 15 Jahre ohne Reparatur funktioniert. Also ca. 25 Jahre. Ich glaube nicht, dass irgendeine heute verkaufte Maschine so lange durchhalten würde.
Das kann man natürlich zu jeder gegebenen Gegenwart für die Zukunft prinzipiell immer bezweifeln. Meiner Erinnerung nach haben das aber auch in den 90er Jahren schon alle mit Verweis auf die Glühlampengeschichte beklagt.
Und es gibt auch gegenteilige Beobachtungen: Meine ersten Autos – alles Neuwagen, alle von VW – hielten jeweils nicht mal 10 Jahre, mein New Beetle 🥰 hält jetzt seit 27.
pogo3
Weia hat mal wieder Lust auf eine 919 Stunden Diskussion über ein banales bereits 3208 mal diskutiertes Thema.
Ich glaube, er langweilt sich.
Leider ist das genaue Gegenteil der Fall: ich stehe unter großem Druck, weil mir an allen Ecken und Enden Geräte kaputtgehen. Unter anderem ein Mac mini, dessen Netzteil vermutlich hinüber ist, was ich aber seit anderthalb Jahren nicht geklärt bekomme, eben weil das Gerät so vertrackt serviceunfreundlich ist. Wenn es einen persönlichen Hintergrund für meine Frage gibt, dann ist es Arbeitsüberlastung aufgrund einer zu großen Zahl an technischen Defekten wartungsunfreundlicher Geräte und ganz sicher keine Langeweile.
Und das Thema kann nicht bereits 3208 mal diskutiert sein, weil die Nachricht vom CEO-Wechsel neu ist.
Für mache hier drin ist Apple, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, wohl noch immer eine GarageBand.
Der Geist eines Unternehmens hängt nicht an der Größe, sondern am CEO.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
pogo3
23.07.26
14:15
Eigene Anekdote: als ich 2006 in meine aktuelle Wohnung gezogen bin, hab ich die Waschmaschine meines Vormieters übernommen. Die Maschine dürfte aus den 90ern gewesen sein und hat noch locker 15 Jahre ohne Reparatur funktioniert. Also ca. 25 Jahre. Ich glaube nicht, dass irgendeine heute verkaufte Maschine so lange durchhalten würde.
Doch, hier eine Bauknecht. Und sowieso eine Miele. Eine Miele kauft man nur einmal im Leben. Teutonenteutsche Wertarbeit eben. Das ist auch der Grund warum bei uns alles den Graben runter geht. Die Jungen kaufen sich alle paar Monate lieber ein neues Top-Smartphone von Apple für 1.500 €, und bitte - für das braucht man eine Waschmaschine wenn man sich eh jede Woche neue Klamotten kauft. Hallloooo, für Nulle. Und nach ner Woche ist das eh schon wieder out. So kann man nicht rumlaufen. Und überhaupt, der Papa hat am liebsten alle Jahre ein neues Auto SUV aus Fernost für trotzdem 85.000 Piepen
, wegen dem schnellen USB-C Anschluß für die Jungen hinten drin. Ist auch gut so, man muss ja schließlich online sein - IMMER. Sonst verpasst man doch die Welt. Oder ? Alles andere macht eh die KI. Noch nicht gehört von, oder ? Mano. 😂
Und das Thema kann nicht bereits 3208 mal diskutiert sein, weil die Nachricht vom CEO-Wechsel neu ist.
Doch. Weil die Nachricht vom CEO-Wechsel neu ist, und die Nachricht vom vorigen CEO-Wechsel neu war, und vom vorigen CEO-Wechsel neu war, und vom vorigen CEO-Wechsel neu war ....... Und immer wurde darüber debattiert. Und immer war es nicht gut.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
Hilfreich?
-3
Kronar (back)
23.07.26
14:29
pogo3
Doch, hier eine Bauknecht. Und sowieso eine Miele. Eine Miele kauft man nur einmal im Leben.
Ja, die sind sicherlich auch besser als manch andere, aber 25 bis 30 Jahre halten tun die leider auch nicht mehr. Die Fertigungstechnik ist mittlerweile so genau geworden, dass man quasi auf den Monat genau einstellen kann, wann das Kugellager bei durchschnittlicher Standardnutzung aufgibt. Früher wurden die Sachen mit genügend Sicherheit produziert, damit der Maschine die Garantiezeit überlebt. Die Unternehmen müssen ja auch von irgendetwas leben. Also werden die Maschinen so gebaut, dass sie nicht mehr "ewig" leben, sondern nur so lange, wie der Nutzer trotzdem ein positives Bild von dem Hersteller behält. Anders ist ja auch nicht zu erklären, warum bei Fernsehern die wärme empfindlichen Bauteile in der Nähe vom Netzteil platziert werden - Stichwort Geplante Obsoleszenz. Oder bei KFZ-Verbrennern mittlerweile bei etlichen Herstellern die Steuerkette so dünn geworden ist, dass die auch nicht mehr ewig hält...
Hilfreich?
+1
Weia
23.07.26
14:50
pogo3
Und das Thema kann nicht bereits 3208 mal diskutiert sein, weil die Nachricht vom CEO-Wechsel neu ist.
Doch. Weil die Nachricht vom CEO-Wechsel neu ist, und die Nachricht vom vorigen CEO-Wechsel neu war, und vom vorigen CEO-Wechsel neu war, und vom vorigen CEO-Wechsel neu war ....... Und immer wurde darüber debattiert. Und immer war es nicht gut.
Sorry, aber rede doch nicht so einen destruktiv-nihilistischen Unsinn. Es hat noch nie zuvor die Situation gegeben, dass bei Apple ein CEO-Wechsel erfolgte, während gleichzeitig aufgrund des letzten CEOs die Frage im Raum stand, ob Apple weiter Geräte für professionelle Anwender baut. Noch nie. Also kann es darüber noch nie eine Diskussion gegeben haben.
Wenn Du der Auffassung bist, dass Diskussionen dieser Art generell sinnlos sind, was suchst Du dann in einem Forum, das solche Diskussionen führt (außer Dich auf Kosten derer, die ernsthaft diskutieren wollen, darüber erhaben lustig zu machen)?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Fontelster
23.07.26
15:19
pogo3
Doch, hier eine Bauknecht. Und sowieso eine Miele. Eine Miele kauft man nur einmal im Leben. Teutonenteutsche Wertarbeit eben.
Wird diese
teutonische Wertarbeit
nicht auch längst in China hergestellt?
P.S. meine Mikrowelle von Siemens funktioniert seit 1988 – 38 Jahre!
Hilfreich?
+1
Fontelster
23.07.26
15:51
pogo3
Doch. Weil die Nachricht vom CEO-Wechsel neu ist,
Cook > Ternus, 2026
pogo3
und die Nachricht vom vorigen CEO-Wechsel neu war,
Jobs > Cook, 2011
pogo3
und vom vorigen CEO-Wechsel neu war,
Amelio > Jobs, 1997 [interim], 1999 [endgültig]
pogo3
und vom vorigen CEO-Wechsel neu war
Spindler > Amelio, 1996
pogo3
....... Und immer wurde darüber debattiert. Und immer war es nicht gut.
Wenn es in den letzten 30 Jahren nie gut war, dann gab es folglich keinen (guten) Zustand, von dem aus etwas hätte
verschlechtert
werden können.
Hilfreich?
0
ttwm
23.07.26
17:08
Weia
Genau; die Zuverlässigkeit steht auch für mich ganz vorne. Und genau die leidet eben völlig unnötig unter übertriebener Miniaturisierung und der Notwendigkeit externer Provisorien.
Ein „professionelles“ Gerät bedeutet für mich hohe Zuverlässigkeit/minimierte Downtime durch großzügige Dimensionierung der Komponenten (die praktisch immer mit größeren Abmessungen einhergeht), modularem Aufbau, der ebenfalls mehr Platz benötigt (defektes Netzteil herausziehen, neues einsetzen), hoher Servicefreundlichkeit (nicht den ganzen Rechner zerlegen müssen, um die Pufferbatterie auszutauschen) und kein fehleranfälliger Kabelverhau = interne Integration aller dauerhaft zum Betrieb erforderlichen Komponenten wie z.B. Time-Machine-SSD.
• Hohe Zuverlässigkeit/minimierte Downtime:
hat mir Apple bisher immer geboten, auch mit den neuen macMini-Rechnern. Mein mini ist jetzt 6,5 Jahre alt und hat "gefühlt" weniger Komplikationen erzeugt als mein macPro in den ersten 6,5 Jahren…
• Modularer Aufbau, der ebenfalls mehr Platz benötigt (defektes Netzteil herausziehen, neues einsetzen):
Netzteil lässt sich auch auch beim "Pro"-mac Studio austauschen. Wer dazu in der Lage war/ist, ein macPro-Netzteil auszutauschen, wird das auch beim Studio schaffen. Wobei ich eher davon ausgehe, dass das die Mehrheit der professionellen Besitzer (das müssen ja nicht die Anwender sein) von einem Händler erledigen lässt. Beim Studio kann man sogar die Ethernet-Einheit tauschen, hätte ich mir bei einem macPro, bei dem das nicht separat ging, schon mal gewünscht.
• Kein fehleranfälliger Kabelverhau = interne Integration aller dauerhaft zum Betrieb erforderlichen Komponenten wie z.B. Time-Machine-SSD:
a) Warum sollte ich mir eine Backup-SSD intern wünschen? Davon sollte es zwei in Rotation geben und eine ist nicht vor Ort.
b) Externe Speicherlösungen gibt es ja nun mehr als genug – und, aus eigener Erfahrung, fehleranfällig ist es nur, wenn man die falschen Kabel verwendet oder Schrott-Hardware kauft. Zudem wir sind nicht mehr in den Zeiten von SCSI, wo man mehr als genug Problem hatte wegen unterschiedlicher SCSI-Standards/-Anschlüsse/-Terminatoren. Bzw. die Kabel wirklich unansehnlich und schwer zu verstecken/verlegen waren.
Wenn Du Deine Aussage auf Markt-gestützte Fakten, die eine schwindende Zuverlässigkeit belegen, beziehen würdest, könnte ich Dir folgen. So ist es aber nur irgendeine Theorie. Vielleicht hast Du auch die Erfahrung gemacht – wenn ja, welche. Lässt sich das auf den Markt übertragen?
Ich habe zwar auch meine Bedenken hinsichtlich defektem Speicher/SSD bei den Mx-Rechnern – dann ist der Rechner einfach Schrott – aber ich habe in meinem Mikro-Kosmos bislang noch nichts von einer entsprechenden generellen Verschlechterung gehört.
Weia
Entweder Apple verabschiedet sich ganz vom Pro-Bereich und wird zur reinen Consumermarke oder die jetzige Lücke ist ein Durchgangsstadium zu einem neu konfigurierten Profi-Angebot.
Du sprichst von einem Pro-Bereich, den Du für Dich definiert hast und den sicherlich andere auch so sehen. Aber wieder andere Personen/Firmen sehen in dem Zusatz Pro ganz andere Merkmale (bzw. Teilmengen zwischen Deinem Bereich und ihrem).
Nebengedanke: warum ist Apple eigentlich inkonsequent und definiert den Pro-Bereich bei Desktops anders als bei macBooks und iPads bzw. iPhones?
Hilfreich?
+1
pogo3
23.07.26
19:45
Wenn es in den letzten 30 Jahren nie gut war, dann gab es folglich keinen (guten) Zustand, von dem aus etwas hätte verschlechtert werden können.
Wie recht du hast. Bei manchen war es immer gleich - nicht gut, in Folge also nicht zu verschlechtern. Und somit wurde immer alles gut, weil es immer schlecht war. Das ist völlig logisch, klar und somit konsequent akzeptabel.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
Hilfreich?
-1
pogo3
23.07.26
20:08
Genau; die Zuverlässigkeit steht auch für mich ganz vorne. Und genau die leidet eben völlig unnötig unter übertriebener Miniaturisierung und der Notwendigkeit externer Provisorien.
Ein „professionelles“ Gerät bedeutet für mich hohe Zuverlässigkeit/minimierte Downtime durch großzügige Dimensionierung der Komponenten (die praktisch immer mit größeren Abmessungen einhergeht), modularem Aufbau, der ebenfalls mehr Platz benötigt (defektes Netzteil herausziehen, neues einsetzen), hoher Servicefreundlichkeit (nicht den ganzen Rechner zerlegen müssen, um die Pufferbatterie auszutauschen) und kein fehleranfälliger Kabelverhau = interne Integration aller dauerhaft zum Betrieb erforderlichen Komponenten wie z.B. Time-Machine-SSD.
Weia
Genau und gut. Wer das will, und sich bauen kann, baut es sich. Wer das will aber nicht selber bauen kann, geht wo hin und lässt sich das bauen, oder kauft sich einen Mac und wird glücklich damit, weil er es nicht selber bauen muss. Allen wird geholfen. Aber Steve, der wollte nie einen "Schrauberkasten" bauen, der wollte nicht User die in den Geräten rumschrauben sollten, das empfand er als unbefriedigenden Zustand, es sollte genau das Gegenteil sein: Anstecken, Starten, Machen. Schon der erste Mac war so ein Computer: HELLO. Und so waren selbst die Pro-Maschinen niemals so richtige "Schraubkästen", und sie werden es auch nie werden. Ganz im Sinne Steve Jobs. Du musst dich fragen, ob ein Mac noch dein Computer ist.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
Hilfreich?
+1
spheric
24.07.26
11:00
System 6.0.1
Frage:
Wer bestimmt, ob ein Werkzeug den Pro-Anforderungen entspricht? Der Hersteller, oder der Anwender?
Antwort:
Immer der Anwender.
Das war's. Profi ist immer der Anwender, nicht das Gerät.
"Modular" im eigentlichen, voll redundanten Sinne, gibt es bei Macs seit dem letzten XServe 2011 nicht mehr.
Mein professioneller Einsatz stellt als "modulare" Redundanz stumpf zwei identisch aufgesetzte Laptops hin. Es sind keine "Pro" MacBooks, denn die Produktion ist, um möglichst schnell ersetzbar zu sein, auf Minimalanforderungen ausgelegt. Wenn einer der Rechner abraucht, gibt es das Backup, und wir können uns auf die Schnelle ein X-beliebiges MacBook aus den letzten sechs Jahren greifen, um in wenigen Minuten wieder volle Redundanz zu haben.
Vor 20 Jahren sind in meinem Umfeld Stadionproduktionen auf als "Consumer-Müll" verschrieene Behringer-Produkte aufgesprungen, und zwar konkret die ADA8000 ADAT-Wandler. Die klangen völlig okay und kosteten ein ZEHNTEL der Konkurrenz. Für die Kohle hat man einfach drei gekauft und zwei als Backup im Case mitfahren lassen, egal.
Vor fünfundzwanzig Jahren haben Profis noch Tower gekauft, weil das die einzigen Maschinen waren, die den täglichen Anforderungen halbwegs gerecht wurden. Diese Anforderungen sind aber in den letzten fünfzehn Jahren oder so nur in einem winzigen Teil des damaligen "Pro"-Marktes wirklich gestiegen. Spätestens seit Apple Silicon hat sich das Thema "Leistung" beispielsweise für die gesamte Musikproduktion weitgehend erledigt.
Das liegt nicht daran, dass das alles plötzlich keine Profis mehr sind.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
Hilfreich?
+3
spheric
24.07.26
11:09
ttwm
Nebengedanke: warum ist Apple eigentlich inkonsequent und definiert den Pro-Bereich bei Desktops anders als bei macBooks und iPads bzw. iPhones?
Tun sie das? Die "Pro" Modelle haben immer bestimmte Eigenschaften, die für eine ganz kleine Sparte wirklich professionell interessant und für alle anderen "nice to have" sind.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
Hilfreich?
0
ttwm
24.07.26
11:23
spheric
ttwm
Nebengedanke: warum ist Apple eigentlich inkonsequent und definiert den Pro-Bereich bei Desktops anders als bei macBooks und iPads bzw. iPhones?
Tun sie das? Die "Pro" Modelle haben immer bestimmte Eigenschaften, die für eine ganz kleine Sparte wirklich professionell interessant und für alle anderen "nice to have" sind.
War wohl vollkommen missverständlich von meiner Seite aus geschrieben: Letztendlich wollte ich darauf hinaus, dass Weia, Apple und viele andere wohl alle unter Pro etwas anderes verstehen.
Hilfreich?
+1
spheric
24.07.26
11:31
ttwm
spheric
ttwm
Nebengedanke: warum ist Apple eigentlich inkonsequent und definiert den Pro-Bereich bei Desktops anders als bei macBooks und iPads bzw. iPhones?
Tun sie das? Die "Pro" Modelle haben immer bestimmte Eigenschaften, die für eine ganz kleine Sparte wirklich professionell interessant und für alle anderen "nice to have" sind.
War wohl vollkommen missverständlich von meiner Seite aus geschrieben: Letztendlich wollte ich darauf hinaus, dass Weia, Apple und viele andere wohl alle unter Pro etwas anderes verstehen.
Ach so, ja - klar.
Gleiche Kerbe wie mein Kommentar direkt darüber.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
Hilfreich?
0
sudoRinger
24.07.26
11:32
Ein Mac Pro war das Gerät für alle, die mehr brauchten (wir nennen die mal „Profis"). Ich habe aber seit Jahren bei Apple den Eindruck, dass Apple nicht wusste, wer diese Profis sind, oder sich nicht festlegen wollte, welche Profis den Mac Pro kaufen sollten. Profi-Geräte werden aber immer spezieller, oder haben zumindest immer weniger eine gemeinsame Basis.
Für welche Profis soll der Mac Pro also sein?
Für die KI-Anwender: viel Leistung, Speicher und Bandbreite, alles andere unnötig.
Für die Gamer: viel Leistung und hohe Hz-Zahlen.
Für die Weia-Fraktion: Modularität und 10 Jahre Nutzung, Rechenleistung weniger relevant.
Für den einzigen mir bekannten Mac-Pro-Nutzer hier im Forum: PCI-Karten für SSDs.
Für Business: gute Serversoftware.
Für Animationserstellung: gute Anbindung an Linux-Workstations.
Das passt alles nicht mehr unter einen Hut. Vielleicht hat Apple sich auch deshalb nie festgelegt, weil keine dieser 10-20%-Gruppen für Apple genug erschien. Aber statt 100% kauften nun 5 %.
Und der beste gemeinsame Nenner ist: gute Anbindung an Linux-Workstations, kein Mac Pro.
Hilfreich?
+1
gfhfkgfhfk
24.07.26
12:58
sudoRinger
Und der beste gemeinsame Nenner ist: gute Anbindung an Linux-Workstations, kein Mac Pro.
Da stellt sich dann die Frage, weshalb dann nicht gleich die Linux Workstation als Hauptarbeitsplatz nutzt.
Hilfreich?
0
t.stark
24.07.26
13:43
sudoRinger
Das passt alles nicht mehr unter einen Hut
Da sehe ich das Problem überhaupt nicht. Die hier genannten Dinge kann man problemlos mit einer zusätzlichen Produktreihe plus den vorhandenen locker abdecken. Den Rest kann man über Konfigurationen dieser neuen Produktreihe abdecken.
Für Animationserstellung: gute Anbindung an Linux-Workstations.
Aha - wieso denn das?
Hilfreich?
0
Another MacUser
24.07.26
14:24
Hallo,
ich habe nur den Startbeitrag von
weia gelesen – werde aber meine Sehkugel nachholend über den gesamten Rest kullern zu lassen.
Dennoch kam mir eine spontane Idee, welche Lösung ich interessant finden würde:
Warum kann man nicht die alte Server-Landschaft in überarbeiteter Form bei Bedarf wieder aufleben lassen ?? Also zwar via WebSeite anbieten, aber eben nur für die, die es wirklich interessiert Apple-M-Chip-Rechenpower zu haben. Zumeist sind es ja Aufgaben, die ich nicht auf meinem Arbeitsplatz berechnet haben möchte, sondern im Serverraum.
Also eine 19-Zoll Möglichkeit ( kann ja auch nur ein »Umbau-/ Einbausatz« sein ), die die Rechenpower bündelt und die Aufgaben »mal eben« erledigt.
Dann kann ich mit »normalen« Macs – von mini über Studio und MacBooks – etwas anstossen – aber eben nicht lokal und das 128GB-RAM-Modul fällt raus, bzw. wird im »Server« verbaut.
Naja, war nur eine spontane Idee…
Sonnige Grüße, C.
Hilfreich?
0
gfhfkgfhfk
24.07.26
17:31
t.stark
Für Animationserstellung: gute Anbindung an Linux-Workstations.
Aha - wieso denn das?
Weil als Animationssoftware wahrscheinlich Blender genutzt wird, und unter Linux die potenteste Hardware genutzt werden kann. Dazu läuft Blender besser wie unter Windows. Beim GPU Render übertrifft nichts die RTX Pro 6000, und AMD EPYCs sind führend beim CPU rendern.
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t.stark
24.07.26
19:21
gfhfkgfhfk
t.stark
Für Animationserstellung: gute Anbindung an Linux-Workstations.
Aha - wieso denn das?
Weil als Animationssoftware wahrscheinlich Blender genutzt wird, und unter Linux die potenteste Hardware genutzt werden kann. Dazu läuft Blender besser wie unter Windows. Beim GPU Render übertrifft nichts die RTX Pro 6000, und AMD EPYCs sind führend beim CPU rendern.
Aber wieso eine „gute Anbindung“?
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gfhfkgfhfk
24.07.26
20:02
t.stark
Aber wieso eine „gute Anbindung“?
Remote Session?
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macfreakz
24.07.26
20:27
Der Pro-Bereich umfasst nicht nur die Hardware, die Apple liefern muss, sondern vor allem auch die Software, insbesondere das Betriebssystem. Denn leistungsstarke Hardware allein reicht nicht aus, wenn das Betriebssystem die Funktionen und Freiheiten nicht bietet, die professionelle Anwender für ihre Arbeit benötigen.
Bei macOS ist man als Pro-Anwender gut aufgehoben. Es gibt genügend Freiheiten und Schnittstellen, die professionelle Workflows problemlos ermöglichen. Bei iPadOS sehe ich das allerdings anders. Beispielsweise sind virtuelle Umgebungen wie Docker etc. nicht möglich, und auch die Erweiterbarkeit des Betriebssystems ist stark eingeschränkt.
Deshalb frage ich mich, in welche Richtung Apple die Plattformen entwickeln will. Wird sich macOS eher iPadOS annähern oder entwickelt sich iPadOS langfristig in Richtung macOS? Gerade bei iPadOS ist diese Richtung für mich bisher nicht klar erkennbar.
Apple betont zwar, dass das iPad Pro M4 / M5 für professionelle Workflows entwickelt wurde. Die Frage ist aber, welche Zielgruppen damit gemeint sind. Kreative profitieren sicherlich davon. Doch was ist mit Softwareentwicklern oder anderen professionellen Anwendern, die auf Funktionen angewiesen sind, die iPadOS derzeit nicht bietet?
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