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Apples künftige Pro- (oder Nicht-Pro-)Strategie?
Apples künftige Pro- (oder Nicht-Pro-)Strategie?
Weia
21.07.26
12:12
Hallo allerseits,
angesichts des bevorstehenden (und intern ja schon länger in die Wege geleiteten) CEO-Wechsels liegt es nahe, dass bei Apple grundlegende strategische Weichenstellungen oder zumindest strategische Korrekturen anstehen und ich frage mich, was das für den Mac als professionelles Arbeitsgerät bedeutet.
Ja, der Mac Pro war am Schluss (ganz wörtlich mechanisch) überdimensioniert, aber der Mac Studio ist das umgekehrte Extrem, ein Mini-Würfel, der für professionelle Anwender schmerzliche Kompromisse in Kauf nimmt wegen einer für den professionellen Einsatz völlig überflüssigen Super-Miniaturisierung.
Das allein könnte man ja noch mit Apples generellem Miniaturisierungsfimmel auch nach dem Weggang von Jony Ive erklären, aber dass sie auch noch das 32"-Display ersatzlos streichen ausgerechnet zu einer Zeit, da solche Displays überall aus dem Boden schießen, hinterlässt bei mir den Eindruck einer klaren Lücke im Produktportfolio für den Mac. Ein Mini-Würfelchen und ein 27"-Display als das Ende der professionellen Fahnenstange?
Mir scheint das kein dauerhaft stabiler Zustand zu sein.
Entweder
Apple verabschiedet sich ganz vom Pro-Bereich und wird zur reinen Consumermarke
oder
die jetzige Lücke ist ein Durchgangsstadium zu einem neu konfigurierten Profi-Angebot. Denkbar scheint mir beides; zumindest dürfte John Ternus als Ingenieur weit mehr Berührungspunkte zu professionellem Computing haben, als Tim Cook jemals hatte (dem ja nach eigener Aussage eigentlich ein iPad reichte).
Was meint ihr?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+12
Kommentare
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2
der_seppel
22.07.26
13:42
Weia
Es ist mir absolut unverständlich, warum ich ein größeres Display mit höherer Auflösung wählen und dann aber das Bild vergrößern sollte (die hohe Auflösung also überhaupt nicht ausnutzen), um das Display aus größerer Entfernung betrachten zu können, wo es in meinem Gesichtsfeld nur noch so viel Raum ein
Es ist doch nur die GUI, die anderen Sachen (Videos, Bilder etc) werden nicht vergrößert und nutzen die hohe Auflösung. Photoshop ist so ein Fall: die GUI ist vergrößert, das „Bild“ an sich wird aber in 6k oder was auch immer in der 100% angezeigt. Und da mehr Fläche vom Display da ist, kann ich viel krasser ins Bild eintauchen als bei kleinen Displays...
„Kein Slogan angegeben.“
Hilfreich?
+2
TorstenW
22.07.26
13:50
Weia
Was wäre denn dieses Optimum bei einem Display mit 200 PPI und 1000"? Du wirst jetzt wieder sagen, die Frage sei unsachlich, weil es ein solches Display nicht gibt, aber im Gegensatz zu Dir finde ich Extrembeispiele erhellend, weil sie klar machen, dass viele Aussagen nicht so allgemeingültig sind, wie sie scheinen, sondern teils fragwürdige implizite Randbedingungen voraussetzen.
Um ein 1000" Display sehen zu können, muss man ungefähr 30m davon entfernt stehen.
Dann spielt es überhaupt keine Rolle ob das Ding 50 oder 200ppi hat. Deswegen baut eben auch niemand 1000" Displays mit solch einer Auflösung. Sondern Displays in dieser Größe haben so 5 bis 20 ppi.
Weia
Mein idealisiertes Display wäre ungefähr 2 × 1 m² groß, 200 PPI, und ich würde immer noch 45 cm davorsitzen, aber mal nur den linken oberen Teil, mal nur den rechten unteren, mal einen mittleren betrachten, die vom Inhalt her alle nicht miteinander zusammenhängen.
Und du bist vermutlich auch der einzige, der so etwas möchte.
Das ist dermaßen absurd und sinnbefreit...
Hilfreich?
-3
Wellenbrett
22.07.26
14:11
Ich stimme Weia in seiner Kernaussage zu Betrachtungsabstand und Displayauflösung absolut zu.
Hier ein besonders plakatives Beispiel zur Verdeutlichung: stellt Euch vor, ihr sitzt in einem Kino mit riesiger Leinwand, das eine für diese Größe futuristische Retina-Displayauflösung hat. Dann wird auf diesem Riesen-Display das Monitorbild eines Macs lediglich in der linken unteren Ecke angezeigt. Man könnte hunderte Monitorbilder neben und untereinander auf diesem riesigen Retina-Display anzeigen, aber es wird nur eines unten links angezeigt. Von einem regulären Kino-Sitzplatz aus, sieht man (ohne Fernglas) unten links bestenfalls einen Punkt leuchten. Aber tritt man an die Kinoleinwand (das Riesendisplay) unten links heran und nimmt einen normalen Betrachtungsabstand zu einem Computermonitor ein, sieht man die GUI-Elemente in der Größe wie zu Hause am Retina-Mac, da das Kino-Display ja den gleich PPI-Wert wie ein kleines Retina-Display hat. Wer schon mal in der ersten Reihe einen normalen Kinofilm gesehen hat bzw. sehen musste, weiß, dass da schon einiges an Kopfbewegung notwendig ist, um das Filmgeschehen zu verfolgen; mit der Auflösung hat das aber nichts zu tun. Und vier Monitore versus ein großes Display mit der gleichen Bildfläche wie die vier kleineren Monitore ist in Hinblick auf die Größe der GUI-Elemente egal, solange die PPI-Werte gleich sind.
Hilfreich?
+1
System 6.0.1
22.07.26
14:12
Weia
Wenn ich nur einen Rechner habe und bei dem fällt das Netzteil aus, ist das auch für einen Autor überhaupt nicht irrelevant. Nicht jeder Autor hat auf seinem Konto das Geld rumliegen, rasch in die Stadt zu fahren und einen neuen Mac zu kaufen.
Wenn aber der Mac mit seiner für nicht-technische Autoren besonders zugänglichen GUI andererseits auch die richtige Wahl war? Warum stellt mich Apple vor die doch nicht zwingende Wahl
gute Bedienbarkeit
oder
gute Reparierbarkeit
?
Nach Deiner Prämisse dürften Autoren nur arbeiten, wenn sie ein Zweitgerät im Schrank haben, oder einen dieser Türme, wo man jede Komponente austauschen kann. Am besten mit Austauschkomponenten vor Ort.
Und weiter bedeutet das, Jeder Hersteller, der einen Produktvorteil gegenüber seiner Konkurrenz hat, muss
zwingend
ein Pro-Modell anbieten, weil er sonst jemanden/Dich vor die Entscheidung stellt, entweder eine gute Bedienbarkeit oder Reparierbarkeit zu wählen.
Jetzt merkst Du es auch, oder?
Diese ganze Pro-Diskussion ist vollkommen sinnbefreit. Wer mit einem Zahnstocher in der Hand Bauunternehmer werden will, der kann das gerne versuchen. Aber das ist sein Problem, nicht das des Herstellers. Selbst dann, wenn auf jedem Zahnstocher deutlich „Pro“ draufsteht, und die Schachtel 30-mal soviel kostet wie die Consumer-Variante.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
Hilfreich?
-2
Wellenbrett
22.07.26
14:22
System 6.0.1
...
Diese ganze Pro-Diskussion ist vollkommen sinnbefreit. ...
Dis Diskussion ist etwas hin zu Displaygrößen abgedriftet, die Ausgangsfrage von
Weia zum Fortbestand der Pro-Strategie von Apple finde ich jedoch sehr wichtig und stelle sie mir auch. Es geht nicht darum, mit einem Zahnstocher auf eine Baustelle zu gehen, sondern ob weiterhin Bagger gebaut werden.
Hilfreich?
+2
JeDI
22.07.26
14:38
Weia
Allerdings sehe ich nicht, dass man von der Jobsschen Philosophie des geschlossenen Systems abrücken will.
Ich denke das Steve Jobs seine Meinung dazu geändert hatte (oder evtl. schon immer anders gedacht hat). Er hätte bei der Rückkehr zu Apple ja auch schon alle Steckplätze im G3 streichen können, stattdessen wurden diese und die Nachfolger aber sehr wartungsfreundlich ausgelegt und das wurde auch bis zu seinem Tod so beibehalten. Und die NeXT Maschinen waren m.W.n. alle erweiterbar und hatten Slots für Karten. Er hat nur schon immer zwischen Consumer und Pro Systemen unterschieden und letzte waren immer erweiterbar.
Hilfreich?
+1
TorstenW
22.07.26
14:38
Wellenbrett
Dis Diskussion ist etwas hin zu Displaygrößen abgedriftet, die Ausgangsfrage von
Weia zum Fortbestand der Pro-Strategie von Apple finde ich jedoch sehr wichtig und stelle sie mir auch. Es geht nicht darum, mit einem Zahnstocher auf eine Baustelle zu gehen, sondern ob weiterhin Bagger gebaut werden.
Spätestens mit der Einführung der Mülltonne 2013 war klar, dass Apple wenig Interesse daran hat den "Pro"-Sektor zu bedienen.
Sie nehmen die 90% der Pros mit, die mit einfachen Macs oder einem maxed out Studio zurechtkommen und die restlichen 10% müssen halt gucken wo sie bleiben. Viele davon (im Audio- oder Video-Sektor) haben diesen Absprung vor nem Jahrzehnt schon gemacht.
Jetzt mit der Einstellung des Mac Pro sollte wirklich absolut jedem klar sein, dass man sich woanders umgucken muss, wenn man auf Steckkarten und Modularität angewiesen ist.
Also nein: Apple wird keine Bagger mehr bauen. Das war aber seit 10+ Jahren abzusehen. Und niemand der beruflich auf die Geräte angewiesen ist, wird darauf spekulieren, ob Apple in 5 Jahren vielleicht wieder einen Mac Pro anbietet, sondern hat sich vmtl schon seit Jahren nach Alternativen umgesehen.
Hilfreich?
+1
gfhfkgfhfk
22.07.26
15:39
JeDI
Und die NeXT Maschinen waren m.W.n. alle erweiterbar und hatten Slots für Karten.
Nur der NeXTcomputer, der NeXTcube und der NeXTcube turbo hatten vier Steckplätze, wovon einer durch die Systemplatine belegt war. Von NeXT gab es für den NeXTcube (turbo) nur eine einzige Karte die NeXTdimension. Die NeXTstation Modelle hatten keinerlei Erweiterungsmöglichkeit.
Hilfreich?
0
Weia
22.07.26
21:17
TorstenW
Weia
Aber es mir genau darum, „keine Übersicht“ zu haben.
Ja, aber das ist wieder dein eigener einzigartiger Anwendungsfall.
Nö, das ist einfach ein (pointiert formuliertes) Gegenbeispiel zu Deiner These, dass es „unvorstellbar“ für Dich sei, keine Übersicht zu haben bzw. haben zu wollen. Derjenige, der hier apodiktisch Maßstäbe setzen will, bist
Du
; ich durchlöchere die nur, indem ich zeige, dass man
auch
andere Maßstäbe anlegen kann.
Es gibt jede Menge Leute, die gerne mehrere Fenster auf einmal erfassen möchten, weil sie mit mehreren Fenstern gleichzeitig arbeiten.
Natürlich, das tue ich auch. Aber nicht mit
allen
Fenstern auf einmal.
Nachrichten
ist bei mir z.B. meist am rechten Bildschirmrand geöffnet, sodass ich beim entsprechenden Signalton allein durch eine minimale Kopfdrehung rasch die neu eingetroffene Nachricht lesen kann. Ansonsten stört es aber nicht, wenn
Nachrichten
außerhalb meines Blickfeldes liegt. Das nur als ein Beispiel. Ich bin ganz sicher nicht der einzige mit einem großen Display, der das so handhabt.
Weia
Abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, was vor meinem Display außer der Tastatur liegen sollte
Auch hier wieder: Denk doch nicht immer von deinem einen Anwendungsfall.
Das ist nun wirklich nicht kompliziert:
z.B. Grafiktablett, Steuerungshardware für Filmschnitt oder Farbbearbeitung, Mischpult, Midi-Keyboard (das zum Musik machen), oder auch total old school: Bücher, Papiere, die man für seine Arbeit nutzt.
Weitere Eingabegeräte werden aus ergonomischen Gründen in aller Regel aber
neben
der Tastatur liegen und nicht dahinter oder gar davor, bis auf das MIDI-Keyboard. Und da ist das auch kein zwingendes Argument: Ich habe ja auch einen Musik-Arbeitsplatz mit so einem MIDI-Keyboard und Tastatur und 30"-Display dahinter, und (gerade nochmal gemessen) da ist mein Betrachtungsabstand kaum anders, 50 cm statt 45 cm.
Du bist echt ein Spaßvogel: Hältst mir vor, ich würde meinen „einzigartigen Anwendungsfall“ unzulässig verallgemeinern und argumentierst selbst mit Peripheriegeräten, die vermutlich nur ein winziger Bruchteil der Mac-Anwender nutzt. Der Regelfall sind solche Geräte definitiv nicht.
Weia
Das ist absurd; bei einem solchen Abstand müsste selbst jemand mit Adleraugen die GUI vergrößern, um sie noch lesen zu können, aber dann wäre nichts gewonnen und er könnte genauso gut ein kleineres Display mit unvergrößerter GUI und geringerem Betrachtungsabstand nutzen.
Der Sinn eines großen Displays ist es, mehr Inhalt anzeigen zu können und nicht gleichviel aus größerer Entfernung.
Hier fängt es an dumm zu werden, denn wieder projizierst du deinen Anwendungsfall auf die ganze Welt. Sag doch einem Komponisten, der auf seinem Tisch ein Midi-Keyboard hat, dass er das Display näher ranstellen soll...
Also sorry, aber wieviele Mac-Nutzer sind Komponisten? Ich projiziere meinen Anwendungsfall (Arbeit am Computer
ohne
😱 MIDI-Keyboard) auf die ganze Welt? Umgekehrt wird ein Schuh daraus!
Abgesehen davon, wie oben bereits geschrieben, kann man auch mit MIDI-Keyboard mit 50 cm Betrachtungsabstand arbeiten.
Es ist im
Regelfall
einfach sinnbefreit, den größeren Aufwand für ein größeres Display (vor allem eines mit auch entsprechend höherer Auflösung) zu betreiben und dann Bildschirmdarstellung und Betrachtungsabstand ebenfalls proportional zu vergrößern, wenn man
exakt
dasselbe
visuelle Ergebnis auch mit kleinerem Display, unvergrößerter Darstellung und geringerem Betrachtungsabstand erzielen würde.
Die beiden einzigen denkbaren Ausnahmen von diesem Regelfall wären
ein aufgrund besonderer räumlicher Gegebenheiten nicht zu vermeidender größerer Abstand (meinetwegen der Komponist mit seinem MIDI-Keyboard, auch wenn das nicht zwingend ist)
ein aufgrund physiologischer Gegebenheiten (Weitsichtigkeit) erforderlicher größerer Abstand
Weia
Leute, die solche „Empfehlungen“ zum besten geben, wissen offenkundig nicht, wovon sie reden.
Ach so.. zum Beispiel die Leute, die solche Displays... bauen?
Wie Samsung z.B., die bei ihren 32" Displays einen Abstand von "mindestens 100cm" empfehlen
Eizo empfiehlt 70-90cm für ihre 32" Monitore.
Oder zig Krankenkassen. Oder Seiten für Ergonomie am Arbeitsplatz. Oder sprichwörtlich absolut JEDE Seite im Internet, die Empfehlungen zum Sitzabstand gibt?
Was haben Displayhersteller oder gar Krankenkassen (?!?) zu diesem Thema beizutragen? Sobald die Pixelsichtbarkeitsgrenze (die Entfernung, ab der das Auge keine getrennten Pixel mehr erkennen kann), die bei 200 PPI bei irgendwas um die 10 cm liegen dürfte, überschritten ist, hängt die adäquate Entfernung in keiner Weise mehr von den physikalischen Eigenschaften des Displays ab, für die der Display-Hersteller verantwortlich zeichnet, sondern ausschließlich von der GUI-Darstellung, für die in unserem Fall Apple verantwortlich zeichnet. Das Maß der Dinge ist für mich daher wenn, dann das, was Apple implizit mit der Standardauflösung vorgibt.
Niemand wird dir einen Sitzabstand von 45cm für einen 32" Screen empfehlen. Niemand.
Daoch, Apple, implizit. Die macOS-GUI in macOS-
Standard
auflösung auf einem 32"-XDR-Pro-Display wäre nämlich aus dem 1 m Abstand, den diese „Experten“ empfehlen, überhaupt nicht mehr lesbar. EIZO hat es bislang (zumindest bis vor kurzem) ja nicht mal auf die Reihe gebracht, ein 6K-Display anzubieten. Auf die Empfehlungen solcher „Experten“ kann ich verzichten.
Mein 24" läuft mit 1080p, was ich auch aus mehr als 1m Entfernung noch gut lesen kann, das 32" hat 4k und läuft skaliert auf 3008x 1692, was die mittlere von Apple Empfohlene Skalierung ist. Das ist für mich ein guter Kompromiss aus Schärfe und Fläche.
Grob gesprochen vergrößerst Du die GUI-Darstellung gegenüber dem macOS-Retina-Standard also um den Faktor 2 und findest das aus 1 m Betrachtungsabstand gut lesbar. Das ist genau das, was ich sage: Du könntest, was die GUI-Größe betrifft, ebenso auf die Vergrößerung verzichten, halb so große (was die Kantenlänge betrifft) Displays verwenden und 0,5 m Betrachtungsabstand wählen – das visuelle Ergebnis wäre exakt dasselbe, nur hättest Du dann halt nicht genug Platz für Dein offenbar voluminöses MIDI-Keyboard. Aber das MIDI-Keyboard ist nun wirklich nicht der Normalfall.
Weia
Apple wählt den PPI-Wert für seine GUIs ja mit Bedacht. Warum sollte ich einen anderen PPI-Wert verwenden als den, für den die GUI optimiert ist und der die Qualität des Displays vollständig ausnutzt?
Siehe oben.
Andersrum: Wenn es nur die eine optimale Skalierung pro PPI-Wert gäbe... wieso bietet Apple dann standardmäßig fünf verschiedene in den Einstellungen an? Wäre dann doch sinnlos.
Apple bietet genau
eine
Auflösung als als solche ausgezeichnete
Standard
auflösung an, auf die macOS und Apple-Displays optimiert sind. Die anderen Auflösungen sind für Dritthersteller-Displays mit anderen Auflösungen und für Querulanten
wie Dich.
Weia
Es ist mir absolut unverständlich, warum ich ein größeres Display mit höherer Auflösung wählen und dann aber das Bild vergrößern sollte (die hohe Auflösung also überhaupt nicht ausnutzen), um das Display aus größerer Entfernung betrachten zu können, wo es in meinem Gesichtsfeld nur noch so viel Raum einnimmt wie ein kleineres Display in geringerem Betrachtungsabstand – warum nehme ich dann nicht einfach das kleinere Display und setze mich näher davor?
Ja, aber das ist eben nur deine eingeschränkte Sichtweise.
Nur meine und Apples …
Es kann sich halt nicht jeder unendlich nah an sein Display setzen.
45 cm ≠ unendlich nah. Und die allermeisten Mac-Nutzer, die einfach Apples Standard folgen, können das.
Oder es macht aus Sicht der Sitzergonomie einfach keinen Sinn.
Was hat denn nun wieder die Sitzergonomie damit zu tun? Ich sitze wunderbar 45 cm vor meinem Display, was sollte daran sinnlos sein?
Die richtige Frage wäre aber ohnehin eher: Wenn ich ein 32" Display haben möchte um es weiter weg zu stellen.. wieso kaufe ich ein 4k Display und nicht eines mit einer kleineren Auflösung. Bei mir wäre die Antwort: Gibt es einfach nicht.
Na sowas! Gibt es vielleicht doch nicht so viele Leute, die Deine ergonomischen Ansichten teilen?
Das ist aber auch der Grund, wieso ich mein 32" 6k Display, was ich testweise hatte, wieder zurückgeschickt habe: Die 6k Auflösung hatte kaum Vorteile, weil ich das eben auch skalieren musste.
Logisch, das wäre völlig überdimensioniert gewesen. Das Display würde unskaliert ja genau halb so groß abbilden, wie Du es gerne hättest, wäre also eben exakt für Leute wie mich, die die Hälfte Deines Betrachtungsabstands nutzen.
Weia
(45 cm reichen aber auch bei 32" 6K locker zum Lesen der Schrift.)
Hier widersprichst du dir massiv selbst:
Nach deiner Aussage bestimmt ja der PPI-Wert den Abstand zum Display.
Du sitzt 45cm vor deinem Cinema-Display mit ~100ppi Auflösung.
Ein 32" 6k Display hat über 200ppi.
Also müsstest du nach deiner eigenen Logik ungefähr 20cm davor sitzen.
Ich rede der Konsistenz halber immer vom heute üblichen Retina-PPI-Wert. Der Retina-PPI-Wert ist doppelt so groß wie der äquivalente reguläre, „nominelle“ PPI-Wert auf non-Retina-Displays. Ein macOS-GUI-Element ist auf einem 100-PPI-non-Retina-Display wie meinem Cinema-Display genauso groß wie auf einem 200-PPI-Retina-Display, und auf
diese
Größe kommt es beim Betrachtungsabstand an.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Weia
22.07.26
21:25
der_seppel
Weia
Es ist mir absolut unverständlich, warum ich ein größeres Display mit höherer Auflösung wählen und dann aber das Bild vergrößern sollte (die hohe Auflösung also überhaupt nicht ausnutzen), um das Display aus größerer Entfernung betrachten zu können, wo es in meinem Gesichtsfeld nur noch so viel Raum ein
Es ist doch nur die GUI, die anderen Sachen (Videos, Bilder etc) werden nicht vergrößert und nutzen die hohe Auflösung. Photoshop ist so ein Fall: die GUI ist vergrößert, das „Bild“ an sich wird aber in 6k oder was auch immer in der 100% angezeigt. Und da mehr Fläche vom Display da ist, kann ich viel krasser ins Bild eintauchen als bei kleinen Displays...
Ja, aber nur, wenn Du so nah davor sitzt wie vor einem Nicht-Retina-Display. Aus 1 m Entfernung kannst Du in die 6K-Auflösung eben rein physiologisch nicht „krasser eintauchen“.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Weia
22.07.26
21:43
System 6.0.1
Weia
Wenn ich nur einen Rechner habe und bei dem fällt das Netzteil aus, ist das auch für einen Autor überhaupt nicht irrelevant. Nicht jeder Autor hat auf seinem Konto das Geld rumliegen, rasch in die Stadt zu fahren und einen neuen Mac zu kaufen.
Wenn aber der Mac mit seiner für nicht-technische Autoren besonders zugänglichen GUI andererseits auch die richtige Wahl war? Warum stellt mich Apple vor die doch nicht zwingende Wahl
gute Bedienbarkeit
oder
gute Reparierbarkeit
?
Nach Deiner Prämisse dürften Autoren nur arbeiten, wenn sie ein Zweitgerät im Schrank haben, oder einen dieser Türme, wo man jede Komponente austauschen kann. Am besten mit Austauschkomponenten vor Ort.
Von
dürfen
habe ich doch nicht gesprochen? Aber von Vorteil wäre das sicherlich, vor allem für jene, für die finanziell viel vom Einhalten einer Deadline abhängt.
Und weiter bedeutet das, Jeder Hersteller, der einen Produktvorteil gegenüber seiner Konkurrenz hat, muss
zwingend
ein Pro-Modell anbieten, weil er sonst jemanden/Dich vor die Entscheidung stellt, entweder eine gute Bedienbarkeit oder Reparierbarkeit zu wählen.
Welcher
jeder Hersteller
? Es gibt in der Desktop-Computer-Welt nur 2 Gatekeeper, Wintel und Apple. Bei Wintel ist die Auswahl kein Problem (da ist es Windows …).
Jetzt merkst Du es auch, oder?
Nein.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Weia
22.07.26
21:45
TorstenW
Spätestens mit der Einführung der Mülltonne 2013 war klar, dass Apple wenig Interesse daran hat den "Pro"-Sektor zu bedienen.
Aber 2019 haben sie das als falsche Strategie eingeräumt und das 32"-Display überhaupt erst auf den Markt gebracht. Von daher war das seit 2019 nicht mehr klar.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
TorstenW
22.07.26
23:41
Um dir und mir Zeit zu sparen:
Weia
Daoch, Apple, implizit.
Vielleicht guckst du einfach was Apple EXPLIZIT für Empfehlungen für Bildschirmabstände für ihre Displays sagt
Denn das hier:
Weia
Nur meine und Apples …
Ist halt Quatsch.
Ansonsten: Ich bin weder Komponist, noch hab ich ein Midi-Keyboard, insofern ist das nicht mein Anwendungsfall, den ich da projiziere, sondern nur einer unter vielen (von denen ich auch eine ganze Reihe erwähnt habe, die du natürlich geschicktermaßen unter den Tisch fallen lässt).
Und wie gesagt: Du kannst ja einfach mal schauen, welcher Abstand im Internet von ganz egal welchen Quellen für ein Display mir 30"+ generell empfohlen wird. Tipp: Es ist nicht <50cm.
Um deine Verwunderung zu den Empfehlungen der Krankenkassen aufzuklären: Das sind diejenigen, die später die Haltungsschäden der Leute bezahlen müssen. Insofern haben sie ein ureigenes Interesse daran, dass Leute sich ihren Arbeitsplatz vernünftig einrichten und du wirst auf jeder Krankenkassenseite Empfehlungen zum ergonomischen Arbeitsplatz finden.
Aber zurück zum eigentlichen Topic
Hilfreich?
0
Weia
23.07.26
00:29
TorstenW
Vielleicht guckst du einfach was Apple EXPLIZIT für Empfehlungen für Bildschirmabstände für ihre Displays sagt
Wo denn?
Vielleicht magst Du dann erklären, warum Apple für das 32"-Display als Standard eine Auflösung vorgesehen hatte, die für Deine Vorstellungen des Betrachtungsabstandes so unbrauchbar war, dass Du es wieder zurückgeschickt hast?
Ansonsten: Ich bin weder Komponist, noch hab ich ein Midi-Keyboard, insofern ist das nicht mein Anwendungsfall, den ich da projiziere, sondern nur einer unter vielen (von denen ich auch eine ganze Reihe erwähnt habe, die du natürlich geschicktermaßen unter den Tisch fallen lässt).
Nein:
Weia
Weitere Eingabegeräte werden aus ergonomischen Gründen in aller Regel aber
neben
der Tastatur liegen und nicht dahinter oder gar davor, bis auf das MIDI-Keyboard.
TorstenW
Und wie gesagt: Du kannst ja einfach mal schauen, welcher Abstand im Internet von ganz egal welchen Quellen für ein Display mir 30"+ generell empfohlen wird. Tipp: Es ist nicht <50cm.
Dass
etwas im Internet steht, ist kein Argument für gar nichts. Interessant wäre,
warum
diese Empfehlungen gegeben werden. Dazu äußern sich aber weder Du noch die von Dir verlinkten Seiten. Viele Fundstellen scheinen sich auch eher auf das Betrachten von Videos oder Gaming zu beziehen; das ist aber eine ganz andere Baustelle – da will ich natürlich das ganze Bild gleichzeitig sehen.
Um deine Verwunderung zu den Empfehlungen der Krankenkassen aufzuklären: Das sind diejenigen, die später die Haltungsschäden der Leute bezahlen müssen.
Wenn Du mir jetzt noch verrätst, warum bei gleichbleibender Sitzhaltung (an der mich nichts hindert) ein 32"-Display in 1 m Abstand keine Haltungsschäden verursacht, sobald Du es 50 cm näher heranrückst, aber schon … Augenschäden würde ich ja noch irgendwie verstehen, aber Haltungsschäden?
Und behäbige halböffentliche Institutionen wie Krankenkassen sind nun die Letzten, denen ich eine Kompetenz für IT zutraue. Dann vertraue ich schon eher auf die Schwarmintelligenz der MacTechNews-Community:
Wie weit sitzt ihr von euren Bildschirmen weg?
Und siehe da, da reicht das Spektrum (mich ausgeschlossen) von 40 cm @ 42" bis 95 cm @ 32", die meisten 50-60 cm. 1 m, so wie Du, nutzt kein
einziger
zum Arbeiten. So viel zum Thema, ich solle nicht immer von meinem Ausnahmefall ausgehen.
Aber zurück zum eigentlichen Topic
Auch keine schlechte Idee.
Ich hab’ das Off-Topic ausnahmsweise nicht angefangen …
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
t.stark
23.07.26
00:33
Weis
bei 200 PPI bei irgendwas um die 10 cm liegen dürfte
Knapp 40cm sind es nach Adam Riese - wie gesagt abgesehen vom Winkel. Bei Bedarf kann ich das auch gerne herleiten, man findet die Formeln dazu aber überall.
Hilfreich?
0
Weia
23.07.26
00:36
JeDI
Weia
Allerdings sehe ich nicht, dass man von der Jobsschen Philosophie des geschlossenen Systems abrücken will.
Ich denke das Steve Jobs seine Meinung dazu geändert hatte […]
NB: Das Zitat war nicht von mir, sondern von
gfhfkgfhfk
.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Weia
23.07.26
00:56
t.stark
Weis
bei 200 PPI bei irgendwas um die 10 cm liegen dürfte
Knapp 40cm sind es nach Adam Riese - wie gesagt
Äh, wo?
abgesehen vom Winkel. Bei Bedarf kann ich das auch gerne herleiten, man findet die Formeln dazu aber überall.
Das kann ich empirisch absolut nicht nachvollziehen – und ich habe „dank“ Kurzsichtigkeit Adleraugen im Nahbereich.
Aber vielleicht sollten wir wirklich wieder auf das Ausgangsthema zurückkommen.
Vielleicht können wir uns darauf einigen: Nicht jeder, der professionell mit Macs arbeitet, braucht 6K-Displays, aber manche schon – das heißt für Apple, wenn sie grundsätzlich Displays anbieten wollen – und das wollen sie ja, wie allein schon aus der jüngsten Initiative zum Thema
neuartiges, verbessertes Farbmanagement auf Apple-Displays
hervorgeht – und Apple-Produkte auch nach wie vor für professionelles Arbeiten geeignet sein sollen, dann sollte unter den Apple-Displays
auch
ein 6K-Display sein bzw. es ist ein diesbezüglich bedenkliches Indiz, wenn es das nicht ist.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
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