Donnerstag, 24. Januar 2013

Zum vergangenen Halbjahr hat Google einen aktualisierten Transparenz-Bericht veröffentlicht, laut dem behördliche Anfragen von Benutzerdaten relativ gleich blieben und sich für die vergangenen sechs Monate auf 33.364 Nutzerkonten summierten. Allerdings sank Googles Bereitschaft, die Nutzerdaten vollständig oder zumindest teilweise auszuhändigen, auf nunmehr 66 Prozent. Die meisten Nutzerkonten wurden aus den USA (14.791 Nutzer/8.438 Anfragen) angefordert, doch auch Indien (4.106/2.431), Brasilien (2.526/1.211), Frankreich (2.063/1.693), Deutschland (1.944/1.550), Großbritannien (1.918/1.458) und Italien (1.051/846) zeigten ein großes Interesse an Nutzerdaten. Hierbei wies Google die Anfragen aus Italien und Deutschland am häufigsten als unbegründet ab: nur in 34 Prozent und 42 Prozent der Fälle wurden einige oder alle erbetenen Nutzerdaten an die Behörden übermittelt.


Neue Informationen gibt es bei der Herkunft der Anforderungen von Nutzerdaten, welche Google aber bislang nur für die USA aufgeschlüsselt hat. So wurden 70 Prozent (10.390 Nutzerkonten) im Zuge von Vorladungen angefordert, 21 Prozent (3.152 Nutzerkonten) über Durchsuchungsbefehle und 8 Prozent (1.249 Nutzerkonten) im Zusammenhang mit anderen Verfahren. Zu den Löschanfragen hat Google noch keine neuen Daten veröffentlicht. Diese waren im ersten Halbjahr 2012 stark gestiegen und wurden besonders gern von den USA (4.167 Inhalte), Großbritannien (3.193), Brasilien (2310), Deutschland (1.903) und Frankreich (1.250) genutzt.
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