Montag, 22. April 2013

"Ist die Volumengrenze erreicht, sehen die Leistungsbeschreibungen eine einheitliche Reduzierung der Internetbandbreite auf 384 KBit/s vor." So heißt es seit heute von der Telekom, die damit erst kürzlich aufgekommene Berichte bestätigt. Was im Mobilfunkbereich seit langem Standard der meisten Verträge ist, soll also auch im DSL-Bereich Einzug halten. Betroffen sind alle Neuverträge ab dem 2. Mai, bei bestehenden Verträgen ändert sich nichts. Bis zur tatsächlichen Durchführung vergeht ebenfalls noch einige Zeit. Laut Telekom werde man die Limitierung wohl vor dem Jahr 2016 aus technischen Gründen nicht greifen lassen können.

Wer sehr hohes Datenvolumen verursache, werde in Zukunft dafür auch mehr bezahlen müssen, so der Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland. Es werde auch Zusatzoptionen geben um die Drosselung aufzuheben, hierzu seien aber noch keine Details bekannt. Ein weiterer wesentlicher Punkt: "Nutzt man das Telekom-Angebot für TV-Empfang und Filmverleih, wird das dabei entstehende Datenvolumen nicht auf die DSL-Volumengrenze angerechnet." Wer sich also Filme beim Telekom-eigenen Angebot lädt, reduziert das verfügbare Datenvolumen nicht.

Nutzt man hingegen intensiv die Dienste anderer Filmanbieter, so stößt man mitunter schnell an die im Vertrag geregelte Grenze. In Tarifen mit bis zu 16 Mbit/s liegt diese bei gerade einmal 75 GB, in den hochwertigeren Tarifen sind es zwischen 200 und 400 GB Inklusivvolumen. Bestehende VDSL-Verträge enthalten ebenfalls teilweise bereits eine Klausel zur möglichen Drosselung bei hohem Datenvolumen. Nicht bekannt ist, ob die Telekom diese auch umsetzen wird. Momentan ist explizit die Rede davon, nur bei Neuverträgen ab dem 2. Mai müsse man sich irgendwann auf die Begrenzung einstellen. Verlassen sollte man sich darauf allerdings nicht.
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