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Vor 15 Jahren: Die letzte MacWorld San Francisco mit Apple wird angekündigt – ohne Steve Jobs

Alte Apple-Hasen können sich noch gut daran erinnern, dass in früheren Zeiten ein jedes Produktjahr in der ersten oder zweiten Januarwoche mit einem Apple-Event begann. Die MacWorld San Francisco, kurz "MWSF" konnte stets mit neuer Hardware oder Software samt Keynote mit Steve Jobs punkten. Auch wenn es nach einer von Apple durchgeführten Veranstaltung klang, war Apple nur Headliner und Zugpferd, nicht jedoch Ausrichter. Vor 15 Jahren erfolgte dann eine Ankündigung, die für die Branche sehr viel bedeuten sollte: Noch ein allerletztes Mal wollte Apple an der MacWorld San Francisco teilnehmen, sich dann aber komplett von Drittanbieter-Messen zurückziehen.


"Es gibt bessere Wege als Messen"
Apple begründete den Schritt im Dezember 2008 damit, über die eigenen Webseiten sowie die wachsende Retail-Kette inzwischen vielfältigere und bessere Wege zur Kundenansprache zu haben. NAB, Macworld New York, Macworld Tokyo oder Apple Expo in Paris – all diese Events hatte Cupertino ohnehin schon schrittweise zurückgefahren. Mit der Teilnahme an der MacWorld San Francisco 2009 endete jedoch das Messe-Kapitel für Apple komplett und fortan sollte es nur noch hauseigene Veranstaltungen geben. Seit 2020 setzt Apple hierfür auch nicht mehr auf Bühnen-Shows, sondern auf vorproduzierte Videos.

Jobs-Erkrankung noch nicht kommuniziert
Noch eine andere Ankündigung sorgte vor 15 Jahren aber für Aufregung, denn wie es von Apple hieß, werde Steve Jobs nicht teilnehmen. Phil Schiller übernahm die Keynote, was zunächst nach einem wenig nachvollziehbaren Schritt klang. Etwas später wurde aber bekannt, dass gesundheitliche Probleme und eine sechsmonatige Auszeit für die personelle Umstellung sorgten.


MWSF überlebte bis 2014
Die MacWorld sollte übrigens noch mehrere Jahre ohne Apple überleben, wenngleich auch mit deutlich weniger Zugkraft und kleineren Dimensionen. Eine 2015er MacWorld Expo sollte es aber nicht mehr geben, denn IDG entschloss sich nach 30 Jahren in Folge zur Einstellung der Tech-Messe. Von einst 40.000 Besuchern waren zwar zunächst noch bis zu 25.000 übrig geblieben, dies jedoch mit deutlicher Tendenz nach unten.

Zuletzt noch eine kleine Aufstellung der Produktvorstellungen von Apple auf einer MWSF:
  • 2003: PowerBook 12", PowerBook 17", Safari, AirPort Extreme
  • 2004: iPod mini, XServe G5, GarageBand
  • 2005: Mac mini, iPod shuffle, iWork
  • 2006: Erster Intel-Mac
  • 2007: iPhone, Apple TV
  • 2008: MacBook Air, Time Capsule
  • 2009: iLife und iWork '09, 17" MacBook Pro Unibody, iTunes ohne DRM

Kommentare

Nebula
Nebula15.12.23 11:43
Apple hat früh erkannt, dass sie nur sich selbst, Influencer und die allgemeine Presse nötig haben. Wenn man bei Heise einen Test zu neuen Geräten liest, kann man manchmal rauslesen, dass sie nicht viel Zeit hatten. Die YubelTuber veröffentlichen ihre aufwendig produzierten Videos meist sogar etwas früher und brüsten sich dann noch damit, das Gerät schon über eine Woche „getestet“ zu haben. Die Fachpresse ist Apple offenbar nicht so wichtig und vielleicht sogar ein Dorn im Auge.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
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