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Unterwasserfotografie mit dem iPhone: Apple sichert sich grundlegendes Patent

Wasserdicht sind iPhones bereits seit vielen Jahren. Allerdings sollte man es mit dem Eintauchen der Mobiltelefone nicht übertreiben: Das iPhone 17 etwa ist als IP68 klassifiziert, es übersteht Apple zufolge Wassertiefen von maximal sechs Metern für bis zu 30 Minuten. Für den alltäglichen Gebrauch dürfte das mehr als auskömmlich sein; längere Tauch- oder Schnorchelgänge sollte man mit einem iPhone allerdings nicht ohne zusätzliches Spezialgehäuse unternehmen. Das könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft jedoch ändern. In Cupertino denkt man nämlich offenbar darüber nach, künftige iPhones technisch fit zu machen für die Unterwasserfotografie. Das lässt sich den Informationen zu einem Patent entnehmen, welches Apple jetzt vom US Patent and Trademark Office (USPTO) zugesprochen wurde.


Objektiv-Abdichtung stellt technische Herausforderung dar
In der von AppleInsider entdeckten Schutzschrift mit dem Titel „Plurality Of Optical Centers In A Unified Free Form, Hemispherical Optic” befasst sich Apple vornehmlich mit den optischen Herausforderungen, die eine Abdichtung der Objektive darstellt. Bringt man nämlich ein wasserdichtes Element – von Apple als „Barriere“ bezeichnet – vor den Linsen an, kann es zu Verzerrungen kommen. Diese werden durch die Brechung des Wassers noch verstärkt. Das Ergebnis sind dann unschöne Fotos. Sogenannte Domeports wiederum, die häufig unter Wasser zum Einsatz kommen, sind ziemlich groß und somit unhandlich. Sie eignen sich daher kaum für eine sinnvolle Nutzung in Verbindung mit einem iPhone, welches über mehrere Kameras verfügt.

Mit einer speziellen Schutzschicht könnten iPhone Objektive für die Unterwasserfotografie tauglich gemacht werden.
Quelle: Apple

Schutzschicht wird zum Bestandteil des Objektivs
Apple will das Problem der Unterwasserfotografie mit einem Mobiltelefon deshalb auf andere Art und Weise lösen, und zwar anhand einer speziellen Schutzschicht. Diese erstreckt sich über sämtliche Kameramodule eines iPhones und wird zum integralen Bestandteil des Objektivsystems. Die extrem dünne Schicht fungiert dabei selbst als Linse, darüber hinaus ist sie natürlich an die Krümmung der darunterliegenden Objektive angepasst. Sie eignet sich sowohl für flache Kameraanordnungen wie beim iPhone als auch für gekrümmte Ausführungen.

Wasserdichtes Element besteht aus einem Stück
Die Schutzschicht besteht aus einem Stück sowie einem einzigen Material, ist also nicht aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Vorteil dabei laut dem Patentantrag: Auf Nähte, Kleber oder andere Verbindungsmethoden wird verzichtet, was die optischen Eigenschaften optimiert. Ob Apple das in der Schutzschrift erläuterte wasserdichte Element bereits praktisch entwickelt, ist nicht bekannt. Das Unternehmen reicht regelmäßig eine Vielzahl von Patentanträgen ein, ohne dass dies unmittelbar zu neuen hauseigenen Produkten führt.

Kommentare

Peanuts
Peanuts28.05.26 12:44
Klingt spannend. Mal sehen welches iPhone dann für Unterwasserfotografie beworben wird. Würde ja zur Watch Ultra passen.
+4
jeti
jeti28.05.26 12:48
iPhone Dive als Pro-Variante
iPhone Snorkeling als Standard-Variante
+4
FlyingSloth
FlyingSloth28.05.26 12:56
Wird interessant wie Apple den Korrosionsschutz für Salzwasser realisieren wird. Gruendlich mit Frischwasser Abspülen nach dem Schnorcheln sollte wie bei allen Unterwassers Kameras unbedingt gemacht werden. Fände ich wirklich spannend, wenn Apple das umsetzen würde.
Wobei Ich momentan immer noch meine GoPros für Unterwasser shots bevorzuge.
Fly it like you stole it...
+2
massi
massi28.05.26 14:09
Das dürfte aber dann auch das Ende der "offenen" Schnitstelle sein, sprich man wird das Ding nur noch per QI laden können oder sehe ich das falsch?
+2
aMacUser
aMacUser28.05.26 14:22
Peanuts
Klingt spannend. Mal sehen welches iPhone dann für Unterwasserfotografie beworben wird. Würde ja zur Watch Ultra passen.
Dann muss Apple erstmal hinbekommen, dass man den Touchscreen auch bei Nässe bedienen kann. Zumindest bei meiner Apple Watch Series 8 habe ich damit extreme Probleme im Schwimmbad. Wenn das Display nicht ganz trocken ist (was es nach dem Schwimmen halt nicht ist), ist es ein riesiges Glücksspiel, wie lange es dauert, bis ich die Trainigsaufzeichnung beenden kann.
+5
konnektor28.05.26 14:22
Ich hatte die letzten drei iPhones immer mit im Meer, nicht tiefer als 2 Meter und sicher auch nicht länger als 30 Minuten. Danach mit Wasser aus der Flasche abgespült und versucht den Lightning / USB-C Port auszublaßen. Meistens hat es aber gut eine Stunde gedauert, bis laden über Kabel wieder möglich war.
+6
MacNu9228.05.26 15:47
konnektor
Ich hatte die letzten drei iPhones immer mit im Meer...

Ist ja spannend zu erfahren, dass das tatsächlich ohne Probleme funktionieren kann. Ich hatte bisher nicht genug Vertrauen, ein 1200-Euro-Gerät testweise im Pool zu betreiben.
+2
sambuca2328.05.26 15:53
ich war auf Tenereiffa am Strand mit, dem iPhone X glaube ich. Die Wellen waren hoch und ich wollte das mit dem Telefon aufzeichnen. Ein Sprung in die Welle...
Hab gegoogelt, ob das iPhone Wasserdicht ist. Apple hatte "ja" geschrieben, nicht tiefer als, nicht länger als bla bla... ich wollte nur mit der Kamera in die Welle und wieder raus. Geht klar, dachte ich...
Als ich aus dem Wasser raus war, konnte ich das Video einmal anschauen. Als ich am Platz es meinem Freund zeigen wollte, war der Bildschirm schon schwarz. Nichts ging mehr.
Paar Stunden später, bei einem Reparatur-Shop, war das Teil beim öffnen voll mit Salzkristallen
+2
pascal28.05.26 18:13
Auf die Wasserdichtigkeit würde ich nur vertrauen, wenn das iPhone nie in der Reparatur war. Mir ist schon in zwei iPhones Wasser eingedrungen. Das erste wurde für eine Reparatur geöffnet und das zweite war das Ersatzgerät, vermutlich ein Rückläufer da reichte es sogar noch schnell eine Nachricht zu Ende schreiben zu wollen als es anfing zu regnen. Zack, Bildschirm schwarz…
+5
RAMses3005
RAMses300529.05.26 09:16
Also wasserdicht in Süßwasser halte ich für gut machbar mit dem iPhone. Nach dem Tauchgang halt gründlich trocknen lassen und keine Tasten drücken bzw. nicht versuchen zu laden.

Aber in Salzwasser sieht die Welt komplett anders aus. Das getrocknete Salz muss aus allen Ritzen, Steckkontakten und Schalterschlitzen raus. Das geht nur mit nochmals nachspülen und ohne bissle Wasserdruck bekommt man das Salzzeug nicht ganz raus. Salzwasser leitet zudem den Strom, also kann auch am Ladeport ein höherer Kriechstrom entstehen direkt beim Tauchen.

Ich bin mir sicher dass Apple das alles bewusst ist aber ich halte auch bei einer guten Applelösung das Risiko für ein 1200€ Gerät immer noch zu hoch.

Auch meine Actionkamers von Insta360 nutze ich möglichst nur im Süsswasser bzw. in der Ostsee. Im Salzwasser ist mir schon eine ausgefallen nach einiger Zeit obwohl die Spec das zulässt. Die Dinger kosten aber auch nur 300-400€.

P.S.: Damit bekäme auch Flipper endlich mal ein iPhone und dank Siri 3.0 mit Walsprachenübersetzer kann man dann direkt mit ihm sprechen … für die älteren die die Serie aus der Kindheit noch kennen
+2
Bitsurfer29.05.26 12:10
sambuca23
ich war auf Tenereiffa am Strand mit, dem iPhone X glaube ich. Die Wellen waren hoch und ich wollte das mit dem Telefon aufzeichnen. Ein Sprung in die Welle...
Hab gegoogelt, ob das iPhone Wasserdicht ist. Apple hatte "ja" geschrieben, nicht tiefer als, nicht länger als bla bla... ich wollte nur mit der Kamera in die Welle und wieder raus. Geht klar, dachte ich...
Als ich aus dem Wasser raus war, konnte ich das Video einmal anschauen. Als ich am Platz es meinem Freund zeigen wollte, war der Bildschirm schon schwarz. Nichts ging mehr.
Paar Stunden später, bei einem Reparatur-Shop, war das Teil beim öffnen voll mit Salzkristallen
3 Bar ist die Wasserdichtigkeit. Aber bei einer Welle und dem Druck welche die Welle erzeugt hast du massiv mehr als 3 Bar. Selbst schwimmbewegungen haben schon mehr. Deshalb ist im eigentlichen Sinne erst ab >20 Bar oder 200 Meter eine Taucheruhr eine „Taucheruhr“.
Ich hab selbst eine. 600 Meter. Aber ich hab noch nie getaucht. Zum Schnorcheln super. Aber so eine Toolwatch ist halt cool.
+1

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