Preisexplosion in Zahlen: Speicherpreise und Auswirkungen auf das iPhone 18 Pro


Das über viele Jahre hinweg sehr erfolgreiche Argument, einer der weltweit größten Abnehmer zu sein und daher bitte günstigere Preise zu erhalten, greift bei Speicher in der aktuellen Marktsituation nicht. Verhandelte Apple so seit jeher Sonderkonditionen, können die Speicherhersteller derzeit schlicht kontern, was nicht nach Cupertino gehe, werde eben von anderen Herstellern gekauft. TrendForce zufolge musste Apple daher eine Vervierfachung der Speicherpreise akzeptieren – was für das bevorstehende iPhone 18 Pro angesichts der hohen Stückzahlen zur Markteinführung ganz besonders ins Gewicht falle.
Es geht nicht nur um ein paar DollarDamit geht
TrendForce von sehr ähnlichen Werten wie vor einigen Wochen auch TechInsights aus. Demnach kaufte Apple 256 GB NAND-Speicher noch vor einem Jahr für 13 Dollar ein, jetzt sind es angeblich 51 Dollar. Stärker macht sich sogar die Steigerung beim RAM bemerkbar, denn was vorher rund 39 Dollar kostete, liege nun bei 145 Dollar. Bei der gleichen Speicherbestückung ergäben sich somit 144 Dollar mehr im Einkauf. Die sogenannte "Bill of Material" (BOM), also die errechneten Kosten aller Einzelkomponenten, betrug beim iPhone 17 Pro etwa 580 Dollar, jetzt sind es wohl fast 730 Dollar.
Kein komplettes Weiterreichen an die Kunden?Allgemein wird damit gerechnet, beim iPhone 18 Pro daher deutliche Preiserhöhungen zu sehen – denn derlei Anstiege lassen sich zwar rein rechnerisch abfedern, doch Apple rückt normalerweise nicht von den traditionell weit überdurchschnittlichen Margen ab. Allerdings gibt es aktuell zahlreiche Stimmen, die genau das erwarten. Demnach dürfte ein iPhone 18 Pro zwar teurer als ein iPhone 17 Pro sein, jedoch nicht im Maße wie die genannten Zahlen. Stattdessen rechnen viele mit einem Aufschlag von nur 100 Dollar, um keine spürbar sinkenden Verkaufszahlen zu riskieren. So setze das Unternehmen wohl noch stärker darauf, Kunden zum Abo von Diensten zu bewegen, um die ungünstige Entwicklung zumindest an dieser Stelle zu kompensieren – eine durchaus lukrative Stellschraube.