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OLED in Macs & iPhones: Apple forscht an günstigerer Produktion

OLED-Displays haben einen langen Weg hinter sich: Als 2015 die erste Apple Watch auf den Markt kam, war es das erste Apple-Produkt mit dieser Bildschirmtechnologie. Das iPhone X setzte den graduellen Umstieg auf OLED in Apples Produktpalette fort. In dieser Woche kommen die achte Generation des iPad mini und das MacBook Pro PROLED in den Handel – beides Geräte, bei denen der Konzern erstmals OLED-Displays verbaut. Hinter den Kulissen versucht Apple bereits, die Produktion für weitere Modelle zu optimieren, berichtet The Elec. Das Ziel hierbei ist hauptsächlich Kostenersparnis.


Die Bereiche, welche bei der Revision der Produktion aktuell im Fokus liegen, sind die rückseitigen Schichten (engl. Backplane). In der Apple Watch, den iPhones sowie beim iPad Pro wird für die unterste Transistorschicht eine Technologie namens Low Temperature Polycrystalline Oxide (LTPO) verwendet. An deren Stelle könnte High Mobility Oxide (HMO) treten. Sowohl LG als auch Samsung sind derzeit dabei, entsprechende Produktionsverfahren zu entwickeln. Neben der Kostenersparnis bietet die neue Technologie auch technische Vorteile: Die für OLED-Bildschirme essenzielle Eigenschaft der Elektronenmobilität könne auf diese Weise von 10 auf 30 bis 50 cm²/Vs gesteigert werden.

Alternative Produktionsformen
Dabei stehen zwei unterschiedliche Herstellungsformen im Vordergrund: Ein „Sputtering“-Verfahren ist bereits recht weit fortgeschritten, da es sich recht einfach in bestehende Produktionslinien integrieren ließe. Als Alternative sei bei beiden Herstellern ein Verfahren namens „Atomic Layer Deposition“, kurz ALD, in Entwicklung. Dieses sei langsamer, ließe sich aber besser kontrollieren, berichtet The Elec. Beide Methoden werden parallel vorangetrieben, derzeit sei allerdings Sputtering sowohl bei Samsung als auch bei LG der Favorit. Apple soll derzeit im Begriff sein, OLED-Bildschirme auf HMO-Backpanes umzustellen.

Für MacBook Air und iMac?
Apples Interesse an der Erforschung neuer Produktionstechniken hat seinen Ausgangspunkt in dem Bestreben, möglichst viele Baureihen auf OLED umzustellen. Dadurch, dass bei diesen Displays die einzelnen Bildpunkte selbstständig leuchten, entfällt die Notwendigkeit einer Hintergrundbeleuchtung. Das Resultat: Bessere Schwarzwerte, dünnere Bildschirmelemente und geringerer Energieverbrauch. Sinkende Produktionskosten erlauben Apple, den Umstieg zu beschleunigen. Bildschirme gehören zu den wenigen Komponenten moderner Elektronik, welche kaum vom seit drei Jahren anhaltenden KI-Boom beeinflusst werden.

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