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Mac mit Touch: Details zur Umsetzung

Im PC-Lager sind Laptops mit Touch-Bildschirmen weit verbreitet – doch ob und wie diese genutzt werden, darüber scheiden sich die Geister. Am heutigen Abend stellte Apple eine neue Generation des MacBook Pro vor – und hier handelt es sich um den ersten Mac, welcher neben Trackpad und Tastatur auch einen berührungsempfindlichen Bildschirm mitbringt.


Sekundäre Bedienmethode
Die Mac-Benutzeroberfläche ist nicht sonderlich gut für Touch-Bedienung geeignet, denn es finden sich viele sehr kleine Bedienelemente auf dem Bildschirm wieder. Mit der Präzision einer Maus oder eines Trackpads ist dies kein Problem, denn der Cursor lässt sich schnell und präzise positionieren.

Am heutigen Abend veröffentlichte Apple zwei Videos, welche eigentlich für Entwickler gedacht sind, aber dennoch eine ganze Reihe von Informationen enthalten, wie sich Apple die Bedienung für Endbenutzer vorstellt. Die wichtigste Aussage fällt direkt am Anfang: Bei der Touch-Bedienung handelt es sich um eine sekundäre Bedienmethode, welche Trackpad, Maus und Tastatur nicht ersetzen, sondern ergänzen soll.

Anpassungen in manchen Bereichen
Die nächste wichtige Aussage ist, dass die Mac-Benutzeroberfläche grundsätzlich unverändert bleibt. Doch manche Elemente passen sich an, je nachdem wie sie geöffnet wurden: Wenn der Nutzer zum Beispiel ein Menu per Berührung öffnet, wird automatisch die Zeilenhöhe erhöht, um die Bedienung zu erleichtern. Ferner bringen auch manche Bedienelemente Anpassungen mit: Zum Beispiel erweitern sich Stepper (kleine Elemente neben Textfeldern, um den Wert darin zu erhöhen oder zu verringern) automatisch – und auch Slider erweitern ihre Größe, um die Bedienung mit dem Finger zu ermöglichen.

Auch gibt es eine neue Methode zur Interaktion mit Elementen, nämlich "Tap & Hold" (Antippen & Halten), wie man sie vom iPhone und iPad kennt: Man legt den Finger auf ein Element, zum Beispiel ein Foto, und belässt diesen dort. Daraufhin vergrößert sich dieses Element und es öffnet sich ein Kontext-Menu mit weiteren Optionen.

Ratschläge für Entwickler
Für Programmierer hat Apple ein paar Ratschläge: Man solle beispielsweise nicht das Programm maßgeblich umgestalten, nur um Touch zu unterstützen. Ferner sei berührungsempfindliche Fingerbedienung dazu gedacht, Inhalte zu manipulieren und in der App zu navigieren – beispielsweise durch Wisch-Gesten. Will man in einem Bereich Touch unterstützten, soll man Elemente mindestens 36 x 36 Pixel groß gestalten.

Kommentare

MLOS28.10.26 21:16
Ich finde es etwas schade, dass Apple Touch - so scheint es mir zumindest - einfach hinzugefügt hat, damit es jetzt halt auch da ist. Was wirklich Innovatives, warum man das jetzt braucht, die Story dahinter, fehlt irgendwie komplett. Ist irgendwie genau so planlos wie bei anderen Herstellern. Technisch ist's möglich, also hauen wir es mal rein. Ob es nützt, ist zweitrangig.
+15
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex28.10.26 21:39
Da geb ich dir Recht.
Alleine das Beispiel mit den Klaviertasten find ich schon sehr realitätsfern. Mal ehrlich, auf dem iPad klar, aber auf einem stehenden Display die Tasten mit dem Finger bedienen? An die Musiker hier: Könnt ihr euch das vorstellen? 🤔
+7
macfreakz28.10.26 21:43
@MLOS: genau, Hauptsache Technik drin und fertig. So gefällt mir Apple nicht mehr. Es fehlt cooles Konzept und solange es nicht da, sollte man nein zum Touchscreen sagen. Punkt.
+4
pentaxian
pentaxian28.10.26 21:51
macfreakz
@MLOS: genau, Hauptsache Technik drin und fertig. So gefällt mir Apple nicht mehr. Es fehlt cooles Konzept und solange es nicht da, sollte man nein zum Touchscreen sagen. Punkt.
Gut, dass Steve das nicht mehr erleben muss...
mine is the last voice that you will ever hear (FGTH)
+4
Dunnikin
Dunnikin28.10.26 21:59
Gammarus_Pulex
An die Musiker hier: Könnt ihr euch das vorstellen? 🤔

Nein. So kann niemand wirklich auf der Klaviatur spielen. Die Haltung ist völlig unnatürlich, die Finger kaum zu kontrollieren, die Arme werden lahm, kein Gefühl. Das ist eine reine Spielerei, dafür ist kein so teures MBP notwendig.

Ich spiele Klavier.
+7
Stepa999928.10.26 22:43
Vielleicht denkt auch Apple so.
Wir haben es mal gemacht, reifen tut es dann beim Kunden. Per Updates lässt sich dann künftig mehr mit machen. Ob das Ganze Sinn ergibt wird die Zukunft zeigen, besonders bei denen, die sich die Funktion gewünscht haben.

Wer das nicht braucht, kauft dieses Feature allerdings teuer mit
+3
Nordelius28.10.26 23:36
Gammarus_Pulex
Da geb ich dir Recht.
Alleine das Beispiel mit den Klaviertasten find ich schon sehr realitätsfern. Mal ehrlich, auf dem iPad klar, aber auf einem stehenden Display die Tasten mit dem Finger bedienen? An die Musiker hier: Könnt ihr euch das vorstellen? 🤔

Ich spiele Klavier und kann es mir nicht vorstellen. Völlig unnatürliche Haltung der Hände, dazu kommt, dass haitisches Feedback fehlt. Auf dem iPad zum rumdaddeln: ja, kann man mal machen, mehr aber auch nicht. Einfache Noten einspielen ist mit der Keyboard Klaviatur intuitiver.
Lass mal andere Software-Hersteller nachziehen, vielleicht nicht im Bereich Musik aber im Bereich 3D, ich könnte mir vorstellen, dass es da ein Paar Cases gibt, für die User dankbar sind eine erweiterte Touch-Eingabe nutzen zu können.

Nur für Musik ist der Aufpreis in einem Midi-Keyboard mit gerichteten Tasten sinnvoller investiert
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