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M5 Ultra des Mac Studio: Erster Benchmark belegt massive Performance

Nur wenige Stunden nach dem ersten Benchmark des M6 ist nun auch Apples neues Spitzenmodell in der Geekbench-Datenbank aufgetaucht. Der M5 Ultra erreicht mit seiner maximalen Ausbaustufe aus 36 CPU-Kernen 3.774 Punkte im Single-Core- und 52.516 Punkte im Multi-Core-Test. Wie beim zuvor veröffentlichten M6-Ergebnis handelt es sich bislang lediglich um einen einzelnen, nicht verifizierten Lauf. Sollte sich der Wert bestätigen, übertrifft der neue Ultra-Chip seinen Vorgänger allerdings sehr deutlich.


M5 Ultra übertrifft den M3 Ultra erheblich
Apple übersprang bekanntlich einen M4 Ultra, sodass der direkte Vorgänger aus der M3-Generation stammt. Der M3 Ultra mit maximal 32 CPU-Kernen erreicht im Durchschnitt knapp 2.900 Punkte mit einem und rund 39.100 Punkte mit allen Kernen. Der neue M5 Ultra legt damit beim Single-Core-Test um rund 30 Prozent, bei Multi-Core-Aufgaben sogar um etwa 35 Prozent zu.

CPU-Kerne Single Multi
M1 Ultra 20 2.200 23.300
M2 Ultra 24 2.400 28.800
M3 Ultra 32 2.800 39.100
M5 Pro 18 3.650 33.600
M5 Max 18 3.650 35.000
M5 Ultra 36 3.774 52.516
M6 12 4.071 22.783

Apple versprach nicht zu viel
Alle Werte stammen aus Geekbench 7. Bei den etablierten Chips handelt es sich um gerundete Durchschnittswerte, M5 Ultra und M6 basieren bislang auf jeweils einem ersten Benchmark-Lauf. Apple hatte bei der Vorstellung eine bis zu 1,25-fache Singlethread- und 1,3-fache Multithread-Leistung gegenüber dem M3 Ultra versprochen. Der nun aufgetauchte Geekbench-Wert liegt mit rund 30 beziehungsweise 35 Prozent Zugewinn sogar leicht darüber. Ob dies auch nach einer größeren Anzahl von Messungen Bestand hat, bleibt natürlich abzuwarten.

Die gestrige Aussage, der M6 nehme bei der Performance pro Kern den Spitzenplatz in der Aufstellung ein, bleibt mit den jüngsten Ergebnissen gültig – auffällig ist aber, dass der M5 Ultra hier auch die Pro- und Max-Version zu übertreffen scheint. Das kann möglicherweise mit Streuung zu erklären sein, denn die Taktraten unterscheiden sich nicht.

Keine GPU-Benchmarks
Noch fehlen zudem Ergebnisse der bis zu 80 Kerne umfassenden GPU. Gerade dort verspricht Apple ebenfalls erhebliche Fortschritte: Die Grafikleistung soll bis zu 40 Prozent über der des M3 Ultra liegen, für KI-Berechnungen nennt das Unternehmen sogar ein Vielfaches der bisherigen Spitzenleistung. Der neue Mac Studio mit M5 Ultra kommt am 22. September auf den Markt.

Kommentare

Stefanie Ramroth16.09.26 10:05
Beim Vergleich der reinen CPU Leistung nimmt der M6 zwar den Spitzenplatz ein. Bezieht man in die Gesamtperformance aber auch ein, wie schnell die Daten aus dem Speicher in die CPU/GPU gelangen, dürfte die Wahl wieder ganz schnell auf einen der Max/Ultra Kandidaten fallen.
Denn die Speicherbandbreiten sind hier natürlich um einiges höher als bei den Chips ohne Zusatz.
+7
macfreakz16.09.26 10:05
Beeindruckend. 50.000 Punkte schon geknackt, habe nicht so erwartet.
+5
sonorman
sonorman16.09.26 10:51
Das ist definitiv ein ordentlicher Fortschritt. Aber für meinen M1 Ultra von 2020 sehe ich noch immer keinen echten Ersatz.

Den M1 Ultra habe ich damals mit 64 GB und 1 TB für 4.600 Euro erstanden. Ein M5 Ultra würde mir sicherlich einen merklichen aber nicht gravierenden Performance-Schub bringen, aber ich verspüre auch mit dem M1 bisher keinen "Leistungsdruck". Der Mac Studio M5 Ultra wäre bei ähnlicher Ausstattung heute glatt 2.000 Euro teurer (6.600 Euro, aber mit 96 GB).

Ich könnte natürlich auch auf einen Mac mini M5 Pro zurückgreifen. Der würde bei ähnlicher Ausstattung mit 3.759 Euro sogar einen niedrigeren Einstiegspreis haben, aber auch weniger Schnittstellen, womit ich wieder ein Dock einsetzen müsste, was ich nicht möchte.

Somit bleibt mir die irgendwie auch erleichternde Erkenntnis, dass ich derzeit nicht in neue Mac-Hardware zu investieren brauche. Mal abwarten, was der M8 so bringt.
+9
t.stark
t.stark16.09.26 12:43
Kann das sein? Wieso ist der Unterschied zwischen dem pro und max-Modell des m5 so marginal und beim ultra hat man dann wieder so einen Sprung?
-1
MetallSnake
MetallSnake16.09.26 12:51
t.stark
Kann das sein? Wieso ist der Unterschied zwischen dem pro und max-Modell des m5 so marginal und beim ultra hat man dann wieder so einen Sprung?

Weil sich Pro und Max hauptsächlich in der GPU unterscheiden. Und der Ultra zwei Max zusammengesteckt sind.
https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')
+5
Deppomat16.09.26 12:52
t.stark
Kann das sein? Wieso ist der Unterschied zwischen dem pro und max-Modell des m5 so marginal und beim ultra hat man dann wieder so einen Sprung?
Naja Pro und Max haben gleich viele CPU-Kerne (18), so wie ich das sehe. Und Ultra hat viel mehr (36) 🤷‍♂️
+2
macfreakz16.09.26 13:16
t.stark
Kann das sein? Wieso ist der Unterschied zwischen dem pro und max-Modell des m5 so marginal und beim ultra hat man dann wieder so einen Sprung?

Max Modell hat viel mehr GPU Kerne. Das ist der entscheidende Vorteil vom Max.
+4
tpau17
tpau1716.09.26 13:50
da bin ich mal auf den eigenen Benchmark gespannt bei dem Wechsel vom iMacPro auf den Mac Studio (der nach Apple-Info am 25.9. mir zugestellt wird)...
+4
don.redhorse16.09.26 22:46
um das ganze einzuordnen. 52k Multicore liegt keine 10% unterhalb eines Threadripper PRO 9985WX, der hat aber eine TDP von 350 Watt und immerhin 96 Kerne. Ein MacStudio hat ein Netzteil das maximal 480W liefern kann.
Wenn man ein 400 Mrd. KI Model laufen lassen will braucht man um die 256 GB, wenn es mehr als 4 Bit haben soll, braucht man die 512 GB die im Oktober kommen sollen.
Im Training sind andere Maschinen nötig, aber wenn man ein größeres lokales Model laufen lassen will, ist der Studio so ziemlich das beste und günstigste Rechnermodel das man sich kaufen kann, da die Modelle eigentlich alle nativ unter macOS laufen.

Vom M3 zum M5 Ultra gibt es rundweg 33% mehr Leistung Multicore, klingt viel, aber von M2 Ultra auf M3 Ultra sind es auch rundweg 33% gewesen, da war es aber von einer Gen auf eine folgende, der M5 Ultra hat keinen direkten Vorgänger es gab keinen M4 Ultra.
Also auch Apple kocht nur mit Wasser, die mehr Kerne kosten eben Cache und Latenz und damit muss mehr Leistung mit immer mehr Kernen erkauft werden. Das Krasse ist eben wie schnell das gesamt Kunstwerk ist und so wie es aussieht, wird Apple die M Chips jetzt ebenso Modular aufbauen, wie AMD das schon macht. Damit werden sie die nächsten Generationen richtig gut skalieren können, ohne riesige monolithische CPUs (SoCs) bauen zu müssen. Der M5 Ultra ist also nicht nur beeindruckend, sondern zeigt auch den Weg auf der kommen wird. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass Apple Silicon von Gen zu Gen recht deutlich je Kern zugewinnt, AMD und Intel aber je Gen nicht soviel zugewinnen, wird Apple nie soviele Kerne verbauen müssen wie man bei x86 braucht. Das zeigt sich aber auch bei Qualcomms Elite Chips. Die kommen zwar noch nicht ganz ran, legen aber auch deutlich besser zu als x86, sieht man in den neuen MicroSoft Surface Geräten mit Elite 2 SoC. ARM will jetzt selber auch SoCs nicht nur designen, sondern auch fertigen und verkaufen. Das wird noch richtig interessant, vor allem wenn man bedenkt, dass sich jetzt alle Firmen die da oben spielen sich um die Kapazitäten von TSMC auf Taiwan balgen. Das hässliche daran ist, wir als Konsumenten werden das ausbaden müssen, durch gestiegene Preise.

Ich habe einen M4 Pro im Mac Mini, "große" Version mit 48 GB RAM. Der wird eine Weile halten müssen (und können), egal wie beeindruckend die aktuellen Systeme sind. Ist wie beim iPhone, als die Dinger noch um die 700€ gekostet haben, hat man sich alle zwei Jahre eines gekauft, als sie die 1000€ geworfen haben, eben drei Jahre, bei 1450 sind es halt zumindest 4, eher 5 Jahre und so werde ich es auch halten. Mein iPhone 14PM wird erst vom 19er ersetzt.
+8
Huba17.09.26 10:46
sonorman
Somit bleibt mir die irgendwie auch erleichternde Erkenntnis, dass ich derzeit nicht in neue Mac-Hardware zu investieren brauche. Mal abwarten, was der M8 so bringt.

Somit ist dein Plan ja aufgegangen: Du hattest damals besser ausgestattet, als du eigentlich gebraucht hättest — damit du ein langlebigeres System bekommst. Läuft!
+1

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