Simulierter iPod als Fehlerseite – Apple Music überrascht mit gelungenem Easter Egg


„1.000 Songs in Deiner Tasche“ – mit diesem Versprechen bewarb Apple vor 25 Jahren den ersten iPod. Das Audiowiedergabegerät vereinte Festplatte, Akku und Monochrombildschirm zu einem MP3-Player. Was Apple-typisch besonders beeindruckte, war die durchdachte Steuerung. Anstatt auf schnöde Gummibuttons setzten iPods auf eine runde, drehbare Scheibe, um durch lange Musiksammlungen schnell zu navigieren. Das „Clickwheel“ war lange Jahre prägendes Element der iPods. Eine kleine Simulation auf Apple Music zollt diesem fast in Vergessenheit geratenen Bedienelement Tribut.
„Seite nicht gefunden – Probier doch das hier mal aus“, schlägt die Fehlermeldung vor. Der aus HTML, CSS und JavaScript erstellte Simulator erscheint, wenn man auf eine Unterseite stößt, die nicht (mehr) existiert. Über einen
Link lässt sie sich direkt aufrufen – Auf dem iPhone müssen Anwender eventuell die URL kopieren und in den Eingabeschlitz von Safari einfügen, um nicht in die App umgeleitet zu werden.
Mit Beleuchtung und KlickgeräuschenIm Browser lässt sich der iPod genauso bedienen wie das Original. Am überzeugendsten gelingt dies an einem Gerät mit Touchscreen, also einem iPhone oder iPad: Zieht man seinen Finger über das ringförmige Bedienelement, scrollt die Auswahlzeile auf dem Bildschirm, und es erklingen regelmäßige Klick-Sounds. Die Einstellungen offenbaren: 1062 Songs sind auf dem Gerät versammelt. Hier lässt sich auch die Bildschirmbeleuchtung einschalten.
Authentische MusikauswahlAuch inhaltlich transportiert der Simulator den Anwender zurück in die Jahrtausendwende: Die meisten Songs und Playlists entstammen dem Jahr 2001 sowie dem ersten Jahrzehnt. Allerdings spielt der iPod keine ganzen Songs, sondern lediglich 90-sekündige Vorschauen – ganz dem Erlebnis des damals beliebten iTunes Music Store entsprechend.
Am überzeugendsten wirkt der iPod-Simulator auf dem iPhone. (Quelle:
Apple Music)
Easter Egg im Easter EggApple scheute keine Mühen, um den iPod für Anwender möglichst echt erscheinen zu lassen. Schrift, Bildschirm, Lautstärke- oder Spulfunktion – alles funktioniert wie vom ersten iPod gewohnt. Selbst an eine authentische Übersetzung des Bedienmenüs hat Apple gedacht. Und auch das Brick-Minispiel taucht auf, wenn man im Info-Dialog fünf Sekunden lang den mittleren Button gedrückt hält.
Das verborgene Spiel „Brick“ ist ebenfalls dabei – der Browser simuliert sogar die damals typischen Ghosting-Effekte des LCDs.
Clickwheel gibt es nochEs erscheint beinahe so, als sei das Clickwheel bei Apple gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Doch hat es sich eine kleine Nische erhalten, in der es weiterhin zur Anwendung kommt – auch ein Vierteljahrhundert nach seinem Debüt: Die ringförmige Button-Anordnung auf der
Apple TV Remote dient zusätzlich als Touch-Bedieninterface. Hierüber können Anwender wie damals nach Herzenslust durch übertrieben große Wiedergabelisten scrollen.