Apple Music: KI-generierte Musik bald eindeutig zu erkennen


Musikstreamingdienste wie Spotify oder Apple Music sehen sich seit geraumer Zeit mit einer wahren Flut an Werken konfrontiert, welche mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Das stellt nicht nur für menschliche Komponisten, Textdichter und auch Interpreten ein Problem dar, sehen sie sich doch einer maschinellen Konkurrenz gegenüber, welche in kürzester Zeit Tausende von Musikstücken produzieren kann. Auch die Services leiden unter dieser Entwicklung, denn die KI-generierten Inhalte verwässern das Angebot und tragen so zu einer Verringerung der Qualität bei. Apple hat das bereits vor einigen Monaten erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Im März dieses Jahres hielt das kalifornische Unternehmen die Plattenfirmen dazu an, Inhalte auf Apple Music mit Transparenz-Tags zu versehen (siehe
).
Kennzeichnung von KI-generierter Musik wird verpflichtendNutzern von Apples Streamingdienst bleiben diese Kennzeichnungen bislang allerdings verborgen. Es lässt sich also nicht auf den ersten Blick erkennen, ob ein Werk ganz oder teilweise KI-generiert ist. Zudem waren die Tags optional, eine förmliche Verpflichtung zur Kenntlichmachung bestand folglich nicht. Das ändert sich in naher Zukunft: Noch in diesem Jahr wird Abonnenten von Apple Music eindeutig angezeigt, wenn ein Stück mithilfe von KI-Tools erzeugt wurde. Das geht aus einer E-Mail von Apple an Unternehmen der Musikindustrie hervor. In dem Schreiben, welches
The Hollywood Reporter vorliegt, heißt es unter anderem, dass die Transparenz-Tags künftig zwingend erforderlich seien, um Inhalte auf Apple Music anbieten zu können. Das gilt schon dann, wenn Künstliche Intelligenz zu mehr als nur einem unerheblichen Teil zu der Erstellung beigetragen hat.
Apple Music: Ein Drittel aller Uploads ist KI-generiertWie wichtig eine verpflichtende Kennzeichnung ist, zeigen die Zahlen: Etwa ein Drittel der monatlich auf Apple Music hochgeladenen Stücke ist mithilfe von KI erstellt. Das sagte der für die Streamingdienste des Unternehmens zuständige Manager Oliver Schusser vor einigen Monaten in einem Podcast des Branchenmagazins
Billboard (Bezahlschranke). Der Erfolg derartiger Musik ist aber trotz derzeit noch fehlender Kennzeichnung sehr überschaubar: Sie kommt laut Schusser lediglich auf einen Anteil von 0,5 Prozent der gesamten Hördauer.