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Forum>Software>Verständnis-Frage zum Wechsel der Programme mit cmd+tab

Verständnis-Frage zum Wechsel der Programme mit cmd+tab

MiErli29.03.2612:35
hallo
ich hätte eine Verständnis-Frage zum Wechsel der Programme oder Applikationen mit der cmd+tab-Taste.

Wenn ich eine Applikation mit dem gelben Button minimiere, oder eine Applikation mit cmd+w das letzte Fenster schließe, ist die Applikation trotzdem in der Anzeige aller Applikationen wenn ich cmd+tab-Taste drücke. Wähle ich dann diese eben minimierte Applikation aus, öffnet diese nicht.
d.h. ich muss die Applikation aus dem Dock oder über Spotlight wieder öffnen.

Warum ist das so ? bzw. warum wird diese Applikation im der Auswahl des Programm-Wechsel mit cmd+tab dann überhaupt angezeigt ?

Danke schon mal für eine Info dazu & schönen Gruß,
Michael
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Kommentare

Weia
Weia30.03.2615:48
MiErli
Wenn ich eine Applikation mit dem gelben Button minimiere, oder eine Applikation mit cmd+w das letzte Fenster schließe, ist die Applikation trotzdem in der Anzeige aller Applikationen wenn ich cmd+tab-Taste drücke. Wähle ich dann diese eben minimierte Applikation aus, öffnet diese nicht.
d.h. ich muss die Applikation aus dem Dock oder über Spotlight wieder öffnen.

Warum ist das so ?
Weil Apples Ingenieure das so programmiert haben – oder was meinst Du mit der Frage?

Das ist einfach eine Konvention. holt das Programm in genau dem Zustand wieder in den Vordergrund, in dem es zuvor war – ggf. also fensterlos –, während via Dock und Spotlight mindestens 1 (falls erforderlich, neues) Fenster geöffnet wird.

Die Überlegung im Hintergrund ist wohl, dass ja nur Programme nach vorne holt, die bereits laufen, während Dock und Spotlight zum Nach-Vorne-Holen schon laufender Programme ja unnötig umständlich wären, also primär zum Start eines noch nicht laufenden Programms dienen, wo es sinnvoll(er) erscheint, dass dann auch zumindest ein (ggf. neues) Fenster geöffnet ist.
warum wird diese Applikation im der Auswahl des Programm-Wechsel mit cmd+tab dann überhaupt angezeigt ?
Weil das Programm läuft. Ob ein Programm läuft und ob ein Programm ein am Bildschirm sichtbares Fenster hat, sind unter macOS ja zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte. Wenn ich ein Programm, das bereits läuft, mit dem ich also unlängst gearbeitet habe, das aber im Augenblick ausgeblendet oder nicht im Vordergrund ist, wieder nach vorne hole, dann will zumindest ich, dass ich es exakt wieder so vorfinde, wie ich es kurz zuvor zurückgelassen habe, ggf. also ohne offenes oder sichtbares Fenster
d.h. ich muss die Applikation aus dem Dock oder über Spotlight wieder öffnen.
Wieso? Das fände ich umständlich. Warum nicht über den üblichen Weg: ein Dokument öffnen oder neu anlegen über das Menü Ablage, ein minimiertes Dokument maximieren über das Menü Fenster.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
+4
sonorman
sonorman30.03.2615:53
Ganz einfache Lösung:
Statt den gelben Button oder cmd-w (Fenster schließen) einfach cmd-h verwenden. Damit wird das Fenster nur ausgeblendet/versteckt, aber nicht geschlossen. Nach einem Programmwechsel und wieder zurück ist das Fenster wieder so da, wie vor dem Ausblenden.
+10
ErSitztDavor30.03.2616:09
MiErli
oder eine Applikation mit cmd+w das letzte Fenster schließe
Beendet *nicht* automatisch das Programm, und dies ist so gewollt.
Ich meine aber, es gibt in den Systemeinstellungen eine Einstellung dazu.
+3
g-kar30.03.2617:14
MiErli
Wenn ich eine Applikation mit dem gelben Button minimiere

Das ist vom Wording schon falsch.

macOS unterscheidet sauber zwischen Applikationen und Fenstern. Die Ampelbuttons in der Fenstertitelzeile interagieren immer nur mit den Fenstern, nicht mit der Applikation, folglich minimiert der gelbe Button das Fenster und nicht die App.

Das ist ein wesentlicher Unterschied. Cmd-Tab z.B. wechselt zwischen Apps. Eine App wiederum kann im Vordergrund sein, ohne dass ein einziges Fenster geöffnet ist (oder wenn alle ihre Fenster minimiert sind). Dass man ihr auch ganz fensterlos den Tastaturfokus geben kann, ist durchaus Absicht, denn die Menüzeile wird sichtbar und man kann nun mit Tastaturbefehlen mit der App interagieren, z.B. in einer Textverarbeitung mit Cmd-N ein neues Dokument erstellen (wozu sich dann ein neues Fenster öffnet) oder per Cmd-O den File-Open-Dialog öffnen, oder diese fensterlose App nun per Cmd-Q beenden etc.

Minimieren von Fenstern braucht man übrigens wirklich selten – und eigentlich nur, wenn man in der App ziemlich viele Fenster offen hat und nun nur noch bestimmte dieser Fenster sichtbar haben will und andere der offenen Fenster vorübergehend „weghaben“ will. Viel häufiger verwende ich dagegen das Verstecken einer App per Cmd-H: Damit werden alle Fenster der App ausgeblendet, und wenn man mit Cmd-Tab zur App zurückwechselt, werden sie wieder sichtbar.

Mit einer versteckten Einstellung oder TinkerTool kann man übrigens versteckte Apps im Dock durch halbtransparente Icons kenntlich machen.
+4
MiErli30.03.2617:57
super - danke für die Erklärungen!!
jetzt hab es wirklich verstanden......ist oft nicht leicht, wenn Du aus der Windows-Welt kommst.

SG, Michael
+7
Weia
Weia30.03.2618:19
sonorman
Ganz einfache Lösung:
Statt den gelben Button oder cmd-w (Fenster schließen) einfach cmd-h verwenden. Damit wird das Fenster nur ausgeblendet/versteckt, aber nicht geschlossen.
Eben nicht! Nicht das Fenster wird mit -H ausgeblendet, sondern das ganze Programm, das ist doch gerade der Unterschied, der Windows-Nutzer oft verwirrt.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
-2
skid_KM30.03.2618:34
Der Vollständigkeit halber noch der Tipp mit :
- + tab gewünschtes Programm auswählen.
- vor dem Loslassen der Taste zusätzlich drücken.
-  loslassen
Minimierte Fenster werden dargestellt.

Bisschen blöd zu beschreiben, probiert es ggfs. mal aus.
+5
Black Coffee30.03.2620:26
AltTab könnte auch ne Lösung sein...
Damit werden im Dock abgelegte Fenster auch wieder geöffnet.
+1
cheesus1
cheesus131.03.2610:42
Ich verwende den gelben Button ca. 2x im Jahr. Ansonsten verlasse ich ich eine App meistens, indem ich mit gedrückter option Taste in ein anderes Programm oder auf den Schreibtisch klicke. Das hat denselben Effekt wie command-H, nur muss man nicht erst die H Taste suchen und die Fingergrätsche machen oder gar zwei Hände dafür benutzen.
Zurück ins Programm geht's dann mit command-Tab.
0
Macmissionar31.03.2610:54
MiErli
super - danke für die Erklärungen!!
jetzt hab es wirklich verstanden......ist oft nicht leicht, wenn Du aus der Windows-Welt kommst.

SG, Michael
Genau das dachte ich mir sofort – hier spricht jemand, der bisher von Windows eine falsche Denke eingebrummt bekommen hat. Ich finde das Verhalten unter Windows bis heute extrem verwirrend. Warum wird mit dem Schließen eines Fensters auch das Programm geschlossen? Und wieso kann man das Programm mehrfach starten? Noch schlimmer ist ja die Inkonsistenz, daß manche Programme die Menübefehle alle im Fenster – und manche auch oben haben.
Da ist beim Mac alles schön einheitlich – wenn sich die Entwickler an die Vorgaben halten. Ich weiß auch nicht, wie die Leute unter Windows mit InDesign arbeiten können – dort belegt die Anwendung immer den gesamten Desktop. Beim Mac kannst Du mal eben vom Schreibtisch aus ein Bild in Dein Dokument ziehen – ohne vorher in den Finder zu wechseln.
Und – nachdem Du nun Apfel+H (für Hide) kennst, hier noch was ultracooles: Wenn Du mal eben ein Programmfenster oder ein Finder-Fenster verschieben möchtest, ohne vorher dieses Programm vorher in den Vordergrund zu holen – dann halte die Apfel- (Befehls-)-Taste gedrückt und ziehe dann die Fenster. Dann kannst Du das im Hintergrund bewegen.
Das sind nur einige von tausend Kleinigkeiten, die den Mac zum Mac machen. Da wird Windows niemals hinkommen, auch wenn sie seit neuestem QuickLook klauen, welches der Mac seit 2007 beherrscht.
„A Mac is like a Wigwam: No Windows, no Gates, no Backdoors, Peace, Harmony – and an Apache inside.“
+4
MiErli31.03.2620:08
Macmissionar

hier noch was ultracooles: Wenn Du mal eben ein Programmfenster oder ein Finder-Fenster verschieben möchtest, ohne vorher dieses Programm vorher in den Vordergrund zu holen – dann halte die Apfel- (Befehls-)-Taste gedrückt und ziehe dann die Fenster. Dann kannst Du das im Hintergrund bewegen.

Das verstehe ich nicht ganz .
Ich halte die CMD-Taste gedrückt - und von wo soll ich das Fenster ziehen, wenn es nicht da ist ??
aus dem Dock / aus dem Umschalt-Leiste (CMD+Tab) ....

Danke & SG.
0
Weia
Weia31.03.2621:11
MiErli
Das verstehe ich nicht ganz .
Ich halte die CMD-Taste gedrückt - und von wo soll ich das Fenster ziehen, wenn es nicht da ist ??
Der Tipp geht von der Situation aus, dass Du die Fenster mehrerer Programme gleichzeitig auf dem Bildschirm siehst. Wenn Dich nun ein Fenster eines der nicht-aktiven Programme (aktiv = Tastatureingaben entgegennehmend kann ja immer nur eines sein) verschieben willst, ohne das zugehörige Programm zum aktiven zu machen, dann geht das mit dem genannten Tipp.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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Marcel_75@work
Marcel_75@work31.03.2622:54
Auch noch eine kleine Ergänzung:

Statt cmd+H für "hide" (ausblenden) kann man auch bei gedrückt gehaltener alt (option) Taste den Schreibtisch (oder ein anderes Programm-Fenster) anklicken – das blendet auch das gerade aktiv im Vordergrund befindliche Programm aus.

Empfinde das persönlich als etwas "flinker" bzw. "eleganter" als das sperrige cmd+H zum ausblenden von Apps, die ich für den Moment nicht sehen möchte.

Und dann halt per cmd+Tab wieder zur App wechseln sobald man sie wieder benötigt.

PS: Wenn man zusätzlich Shift gedrückt hält bei cmd+Tab geht's übrigens rückwärts durch die erscheinende Programm-Auswahl. Auch das kann u.U. ganz praktisch sein.

Ups – jetzt sehe ich gerade … meinen Hinweis gab es schon von cheesus1.
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sonorman
sonorman31.03.2623:06
Marcel_75@work

Statt cmd+H für "hide" (ausblenden) kann man auch bei gedrückt gehaltener alt (option) Taste den Schreibtisch (oder ein anderes Programm-Fenster) anklicken – das blendet auch das gerade aktiv im Vordergrund befindliche Programm aus.

Empfinde das persönlich als etwas "flinker" bzw. "eleganter" als das sperrige cmd+H zum ausblenden von Apps, die ich für den Moment nicht sehen möchte.
Oder man legt sich cmd-h auf eine Maustaste oder eine Trackpad-Geste. Hab bei meiner Logi MX Master die Daumentaste so belegt. Das erspart einen „Affengriff" auf der Tastatur und ist noch schneller. Zumindest bei meinem Workflow.

Zusätzlich habe ich eine seitliche Maustaste mit dem Zurück-Kommando und eine weitere mit cmd-w belegt (was man hin und und wieder auch braucht). Das Klicken des Mausrades bringt mich zum Seitenanfang und die Taste unter dem Mausrad zum Seitenende. Mit den Befehlen kann ich ratzfatz durch nahezu alle Situationen navigieren, ohne Tastaturkommandos bemühen zu müssen.
+1
Marcel_75@work
Marcel_75@work31.03.2623:24
sonorman: Das klingt auch sehr effektiv, aber ich persönlich bin da zu sehr "oldschool" und bin froh, wenn ich nur linke und rechte Maustaste + Scrollrad habe.

Noch mehr "alte Schule" ist dann eigentlich nur noch die Variante, alles "mit nur einer Maustaste" machen zu wollen, aber das ginge mir dann doch zu weit für meinen Geschmack.

Da hier im Forum ja auch einige ehemalige Acorn Archimedes User unterwegs sind – ich hatte auf dem CCC vor Jahren mal diese doch sehr spezielle 3-Tasten-Maus bewundert (und die Acorn Verfechter schwörten darauf) – weiß aber leider auch nicht mehr, was genau die verschiedenen Standard-Funktionalitäten waren.

Komme selbst halt vom AMIGA (und C64) und da kannte ich nur "normale" 2-Tasten-Mäuse damals …
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sudoRinger
sudoRinger01.04.2600:04
cmd+tab und cmd+H lassen sich auch in einer Aktion kombinieren. Während man cmd die ganze Zeit gedrückt hält und mit tab die ausgewählte App wechselt, kann man zusätzlich Q drücken, um die markierte App direkt zu beenden, oder H, um sie auszublenden.
So wechselt man also mit tab zur gewünschten App, drückt H, und bleibt beim Loslassen von cmd beim aktuellen Programm, ohne dass die andere App sichtbar in den Vordergrund kommt. Da das Drücken von H wiederholt werden kann, können mehrere Apps in einem Rutsch ausgeblendet werden.
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