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Und einmal mehr verhält sich Tim Cook opportunistisch
Und einmal mehr verhält sich Tim Cook opportunistisch
Weia
19.11.25
18:24
Tim Cook war erneut einer von Trumps Gästen, diesmal anlässlich des Staatsbanketts für den saudi-arabischen Kronprinzen MBS. Aus der New York Times:
New York Times
Apple has spent over $2 billion with companies in Saudi Arabia over the past five years, and during a visit to the country in late 2024, Mr. Cook pledged to open Apple stores there by 2026. The company has faced some blowback for hosting a Saudi app that allows men to track the movement of their wives and daughters. In 2019, Mr. Cook said he would investigate the app, but it is still available today.
Er “investigated” seit
2019
ohne Ergebnis?
Das finde ich, wenn es stimmt, jetzt richtig ekelhaft. Dass Apple kein Zerwürfnis mit China riskieren mag, lässt sich realpolitisch angesichts von dessen Rolle für Apple noch irgendwie nachvollziehen, aber ist Apple so sehr auf jeden Cent angewiesen, dass es eine App zur erklärten Überwachung von Frauen durchgehen lässt in einem Land, das keinerlei zentrale Rolle für Apple spielt?
Ich muss allerdings sagen, dass ich das 2019 nicht mitbekommen habe.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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+11
Kommentare
sudoRinger
19.11.25
18:32
Das ist nicht nur eine "Wo ist?"-App, sondern eine Warn-App, wenn Frauen versuchen, sich ins Ausland abzusetzen
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+6
Weia
19.11.25
20:42
sudoRinger
Das ist nicht nur eine "Wo ist?"-App, sondern eine Warn-App, wenn Frauen versuchen, sich ins Ausland abzusetzen
Danke für den Link – ist damals warum auch immer komplett an mir vorbeigegangen.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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0
tranquillity
19.11.25
21:38
Krass und wirklich beschämend für Apple! Wenn man bedenkt, was sonst so für Apps aus dem Store genommen werden, teils mit fadenscheinigen Begründungen.
Andererseits:
Die App scheint auch Frauen helfen zu können.
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+1
Fontelster
19.11.25
22:01
Weia
Er “investigated” seit
2019
ohne Ergebnis?
Wer sagt denn, dass es ohne Ergebnis ist? Er hat die Sache untersucht und offensichtlich die App für »OK« befunden. Untersuchung abgeschlossen.
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+3
Weia
20.11.25
02:41
Fontelster
Weia
Er “investigated” seit
2019
ohne Ergebnis?
Wer sagt denn, dass es ohne Ergebnis ist? Er hat die Sache untersucht und offensichtlich die App für »OK« befunden. Untersuchung abgeschlossen.
Das wird aber überlicherweise verlautbart, wenn man eine Untersuchung angekündigt hatte.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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-2
Jannemann
20.11.25
10:18
Weia
Das wird aber überlicherweise verlautbart, wenn man eine Untersuchung angekündigt hatte.
Nicht, wenn das Ergebnis nicht massentauglich ist. Das richtige Wort wäre in diesem Zusammenhang übrigens "übelicherweise"...
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0
Fontelster
20.11.25
10:21
Weia
Das wird aber überlicherweise verlautbart, wenn man eine Untersuchung angekündigt hatte.
Mag sein. Wenn man ob des Ergenisses mit Gegenwind rechnen muss, lässt man es vermutlich lieber einfach unter den Tisch fallen. Ansonsten war meine Vermutung sowieso eher zynisch gemeint.
Aber mal im Ernst: diese Überwachungsfunktion scheint nur ein Teil einer größeren App zu sein. Kann Apple von App-Entwicklern verlangen, eine bestimmte Funktion auszubauen oder zu ändern? Oder können die nur pauschal sagen »kommt so nicht in den Store«? Die App ist offensichtlich von der Saudischen Regierung und für diverse Behördenangelegenheiten. Ich vermute, Apple hat einfach die Vorteile der App für die Gesamtbevölkerung höher eingestuft als die Nachteile für Frauen.
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0
Jannemann
20.11.25
11:37
Fontelster
Ich vermute, Apple hat einfach die Vorteile der App für die Gesamtbevölkerung höher eingestuft als die Nachteile für Frauen.
Du findest ernsthaft, dass eine solche Abwägung ethisch vertretbar ist?
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0
tst
20.11.25
11:44
Oh je...
danke für den Beitrag. Es ist echt schwer zu ertragen.
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+1
Fontelster
20.11.25
11:47
Jannemann
Fontelster
Ich vermute, Apple hat einfach die Vorteile der App für die Gesamtbevölkerung höher eingestuft als die Nachteile für Frauen.
Du findest ernsthaft, dass eine solche Abwägung ethisch vertretbar ist?
Ich hab diese Abwägung ja nicht gemacht, sondern irgendwer bei Apple. Und irgendeinen Grund müssen sie ja haben, die app nicht aus dem Store genommen zu haben.
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0
trueclou
20.11.25
12:01
Fontelster
Jannemann
Fontelster
Ich vermute, Apple hat einfach die Vorteile der App für die Gesamtbevölkerung höher eingestuft als die Nachteile für Frauen.
Du findest ernsthaft, dass eine solche Abwägung ethisch vertretbar ist?
Ich hab diese Abwägung ja nicht gemacht, sondern irgendwer bei Apple. Und irgendeinen Grund müssen sie ja haben, die app nicht aus dem Store genommen zu haben.
Ja, und dieser Grund ist grenzenloser Opportunismus gegenüber den Machthabern und grenzenlose Geldgier. Ekelhaft!
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+1
kujomuc
20.11.25
12:27
Schön langsam fühle ich mich bei Apple mit Cooks Trump Anbiederung nicht mehr wohl....
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+2
skipper
20.11.25
13:03
Viel schlimmer noch sind die Apps auf denen Maids, meist aus Subsahara Afrika und Asien zum Kauf und Verkauf angeboten werden!
Diese Frauen werden zum größten Teil brutal ausgenutzt, wie Sklaven gehalten und teilweise auch sexuell von den Männern misshandelt.
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0
silversurfer22
20.11.25
13:42
kujomuc
Schön langsam fühle ich mich bei Apple mit Cooks Trump Anbiederung nicht mehr wohl....
... spricht jemand, der keine Apple Aktien hat ?
Apple und somit auch TC ist den Aktionären verpflichtet, also ggfls auch gegen persönliche Interessen & Anschauungen zu handeln, weil sie sich sonst strafbar, auch Schadensersatzpflichtig, machen.
Aktuell hat LEIDER fast niemand die Möglichkeit / Befugnisse, DT in vielem Einhalt zu gebieten ... wenn der "ruft", haben selbst die "Mächtigen" zu spuren, weil sie sonst ihren Laden dich gemacht bekommen (Sanktionen, Zölle, Ein / Ausfuhrbeschränkungen, usw...)
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-4
silversurfer22
20.11.25
13:46
skipper
Viel schlimmer noch sind die Apps auf denen Maids, meist aus Subsahara Afrika und Asien zum Kauf und Verkauf angeboten werden!
Diese Frauen werden zum größten Teil brutal ausgenutzt, wie Sklaven gehalten und teilweise auch sexuell von den Männern misshandelt.
Wollt ihr das ALLE Apps auch auf JEDES Handy gelangen können ? keine AppStores mehr nötig sind ?
wenn ja, dann sind die Hersteller der Apps diejenigen, die an den Pranger gehören
die Gerichte & Gesellschaft möchte alles "frei" haben, dann beschwert euch nicht, wenn ihr das auch bekommt, also auch Apps zum Austausch von "schlimmen Sachen" :'(
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+2
sudoRinger
20.11.25
14:27
silversurfer22
... die Gerichte & Gesellschaft möchte alles "frei" haben, dann beschwert euch nicht, wenn ihr das auch bekommt, also auch Apps zum Austausch von "schlimmen Sachen" :'(
Ja, dadurch wäre die App ICEBlock in den USA verfügbar. Diese App wurde von Apple aus dem App Store entfernt. Wäre die App "frei" könnte diese nur durch juristische Maßnahmen gestoppt werden.
Die App Absher
, von der hier die Rede ist, könnte von Apple für den App Store abgelehnt werden, und Saudi-Arabien müsste die App selbst bereitstellen (die Verfügbarkeit der App hätte sich damit nicht geändert). Andererseits wären so auch "schlimme" Apps möglich, die Frauenrechte unterstützen.
silversurfer22
Apple und somit auch TC ist den Aktionären verpflichtet, also ggfls auch gegen persönliche Interessen & Anschauungen zu handeln, weil sie sich sonst strafbar, auch Schadensersatzpflichtig, machen.
Nein, das stimmt nicht, hier ist niemand schadensersatzpflichtig - das sind hier und in den USA unternehmerische Entscheidungen, für die niemand belangt werden kann. Schlimmstenfalls entlässt der Aufsichtsrat den Vorstand, wenn der AR nicht mit der Arbeit zufrieden ist.
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+2
konnektor
20.11.25
14:43
Jannemann
Du findest ernsthaft, dass eine solche Abwägung ethisch vertretbar ist?
Nach wessen Ethikbegriff?
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0
JoMac
20.11.25
15:48
Dass Frauen so unterdrückt werden, ist sehr schlimm!
Nach kurzer Recherche 2 interessante Dinge, ganz objektiv:
1.) Absher ist wohl eine größere Verwaltungsapp, für Behördliches etc.
2.) Laut Heises Artikel
war es für manche die einzige Möglichkeit, aus dem Land zu fliehen, indem die Frauen das Handy ihres Mannes entwendeten und sich selbst die Freigabe zum Verlassen des Landes gaben. Ansonsten (ohne App) müsste dieser die Freigabe wohl "physisch vor Ort" geben, also die Frau bis zur Grenze begleiten.
Das Hinterhältige an dieser App, dass sie sowohl für Staatliche Dienste benutzt wird, aber gleichzeitig zum Tracken der Familie; womit es wohl schwer fällt, sie einfach aus dem Store zu nehmen.
Hilfreich?
+3
Weia
20.11.25
17:34
Jannemann
Weia
Das wird aber überlicherweise verlautbart, wenn man eine Untersuchung angekündigt hatte.
Nicht, wenn das Ergebnis nicht massentauglich ist.
Das richtige Wort wäre in diesem Zusammenhang übrigens "übelicherweise"...
Ooops!
üblicherweise
. Das musst Du allerdings Siri sagen … 🙄😤
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
-1
Weia
20.11.25
17:57
silversurfer22
Apple und somit auch TC ist den Aktionären verpflichtet, also ggfls auch gegen persönliche Interessen & Anschauungen zu handeln, weil sie sich sonst strafbar, auch Schadensersatzpflichtig, machen.
Das ist ein Gerücht, das sich aus irgendeinem Grund hartnäckig hält, aber jeder Grundlage entbehrt.
Gegen die „Interessen der Aktionäre“ zu handeln ist kein Straftatbestand (zivilrechtliche Klagen auf Schadenersatz sind natürlich immer und überall möglich, dazu bedarf es keines Gesetzes – ob erfolgreich, ist eine andere Frage). Vor allem aber: was sind denn die
Interessen der Aktionäre
überhaupt? Wer sagt, dass die ausschließlich finanzieller Natur sind? Und selbst wenn: wer sagt, dass es Apple unter dem Strich nicht finanziell besser ginge, wenn es auf Geschäfte verzichtete, die sein Renommee ramponieren?
Die Interessen der Aktionäre werden formell in den Hauptversammlungen geltend gemacht im Zusammenhang mit der Entlastung des Vorstands. Steve Jobs hat sich bekanntlich erklärtermaßen um Aktionärsinteressen kein bisschen geschert; Probleme mit der Entlastung des Vorstands gab es aber unter seiner Ägide dennoch nie.
Elon Musk hat mit seinen politischen Eskapaden Tesla ziemlich sicher finanzielle Einbußen beschert und somit gegen die finanziellen Interessen der Tesla-Aktionäre verstoßen. Gab es deshalb erfolgreiche Schadenersatzklagen oder gar strafrechtliche Ermittlungen? Nein; stattdessen bekam er von den Aktionären das größte Bonuspaket gebilligt, das je ein CEO erhalten hat. Also.
Und was Elon Musk kann, könnte Tim Cook auch – wenn er denn wollte.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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