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Kaufberatung: MBP oder MBA?

stöfu
stöfu24.09.2511:48
Hallo Forum
Heute würde ich gerne wieder einmal eure Expertise in Anspruch nehmen, da ich selbst nicht mehr ganz auf der Höhe der aktuellen Apple-Technik bin...

Meine Ausgangslage:
Ich habe zur Zeit einen iMac 27" aus 2019 mit einem 3 GHz i5 Prozessor, 40 GB RAM und einer 1TB SSD Festplatte. Ich habe zwei Volumes darauf installiert, auf dem einen das Betriebssystem 10.14.6, welches ich noch brauche, um Lightroom und Indesign zu betreiben. Auf dem anderen Volume läuft Sonoma 14.6.1. Weiter betreibe ich zwei externe SSD-Festplatten, die ich über USB am iMac angeschlossen habe.
Neben den üblichen Anwendungen wie Office-Geschichten und Mail- und Internet-Nutzung arbeite ich am iMac mit Lightroom Classic, ich mache dort Bildbearbeitung von RAW-Files und habe in der LR-Bibliothek etwa 18'000 Bilder. Etwa drei Mal pro Jahr arbeite ich an einem Indesign-Projekt, es geht da vor allem um die Erstellung von Fotobüchern. Auch etwa drei Mal pro Jahr erstelle ich in iMovie ca. 90-minütige Filme, wobei da die Ansprüche im Gegensatz zur Bildbearbeitung deutlich reduziert sind.

Meine Herausforderung:
Mit meinem iMac komme ich in verschiedenen Bereichen immer wieder mal ans Limit. Am meisten stört mich die Reaktionszeit in Lightroom, wenn ich durch meine Bibliothek gehe. Dort dauert es immer ein paar Sekunden, bis ich ein Bild in der vollen Auflösung sehe. Wenn ich 100 oder mehr Bilder durchgehen muss, summiert sich die Warterei doch erheblich... Selbst bei exportierten JPGs, die eine Grösse von 10-15MB aufweisen, muss ich mit Quick Look ebenfalls mehrere Sekunden warten, bis das nächste Bild ready für die Anzeige ist.
Weiter wird das Thema der Updates immer drängender, bzw. laufen gewisse Programme halt nicht mehr wirklich oder werden nicht mehr upgedatet auf meinem iMac.

Meine Frage:
Ich schaue mich aktuell um nach einer Alternative zum iMac. Für mich kommen grundsätzlich 2 Optionen in Frage:

-MBA 13" M4, 10-core, 24 GB, 1TB SSD
-MBP 14" m4, 10-core, 24 GB, 1TB SSD

Zusätzlich würde ich noch einen Monitor anschaffen, da bin ich noch unschlüssig ob 27" oder 32". Auf diese Frage komme ich noch zurück.

Zu meinen Fragen bezüglich MBA oder MBP:
Ausgehend von meinen Bedürfnissen, die ich oben dargelegt habe, welches Gerät macht mehr Sinn? Sind die von mir erwähnten Spezifikationen sinnvoll für meine Anwendungen? Inwiefern spielt die fehlende aktive Kühlung des MBA (Stichwort 'thermal throttling') eine Rolle bei meinen Anwendungen? Der Leidensdruck ist aktuell noch aushaltbar, allenfalls macht es auch Sinn, auf die nächste Generation (M5) zu warten?
Ich war mit diesen Fragen bei einem Händler, allerdings war das sehr enttäuschend, da er keine hilfreichen Antworten liefern konnte. Das ist auch mit der Grund, warum ich nun auf euch zukomme.

Zu meiner Frage bezüglich Monitor:
Je mehr ich mich damit beschäftige, desto komplexer scheint mir die Materie... An meinem iMac ist ja ein 5K-Retina Panel verbaut. Ich war und bin mit der Anzeige für meine Bedürfnisse grundsätzlich sehr zufrieden. Wenn ich nun für das neue Setup einen Monitor kaufe, auf welche Spezifikationen soll ich setzen, damit ich keinen 'Rückschritt' feststellen werde? Resp. welche Monitore könnt ihr empfehlen, die gut mit einem MBA oder MBP harmonieren (Apple setzt ja auf Pixeldichten >200 und benötigt eigentlich eine Monitor, der die native Skalierung von Faktor 2 beherrscht..?) ? Vielleicht habt ihr auch noch Inputs zur Frage 27" vs. 32". Preislich stelle ich mir die Obergrenze bei ca. 900 Euro vor. Ist das realistisch?

Ich hoffe, ich habe meine Situation so weit verständlich beschrieben und freue mich auf eure Inputs!

Danke und Gruss,
S.
+3

Kommentare

sudoRinger
sudoRinger24.09.2513:23
Dein Engpass ist womöglich nicht der iMac, sondern die USB-Festplatte mit dem Lightroom-Katalog. Was konkret hast Du da angeschlossen?
+2
Zerojojo24.09.2513:43
Du schreibst, du brauchst 10.14.6 um Lightroom und Indesign zu betreiben und genau da ist es dir zu langsam. Dir ist bewusst, dass du 10.14.6 auf einem M-Mac nicht mehr zum Laufen kriegst?
+10
stöfu
stöfu24.09.2513:51
@sudoRinger
Ich habe zwei Samsung T7 SSD verbaut. Nach meiner Information sollte es da keine Probleme geben, jedenfalls wurde mir das vor dem Kauf so gesagt. Kommt dazu, dass etwa die Latenzen beim Anzeigen der Bilder per Quick Look nicht im Zusammenhang mit der externen SSD stehen, da die Bilddateien in diesem Fall lokal auf der Mac-SSD liegen.

@Zerojojo
Ja, das ist mir absolut bewusst. Bei einem Umstieg auf ein MBA oder MBP werde ich zu den aktuellen Adobe-Angeboten wechseln müssen.
+3
sudoRinger
sudoRinger24.09.2514:15
stöfu
Ich habe zwei Samsung T7 SSD verbaut. Nach meiner Information sollte es da keine Probleme geben, jedenfalls wurde mir das vor dem Kauf so gesagt.
Vor einem halben Jahr hatten wir eine MTN-Diskussion , weil die Samsung T7 nur noch 15 MB/s erzielte. Ich würde die Performance zumindest mal im Blick behalten.
+5
stöfu
stöfu24.09.2514:40
Ok, interessant, schaue ich mir mal an.
Aber wie gesagt, Latenzen treten auch auf, wenn ich Files mit Quick Look direkt ab interner SSD öffne...
+2
laancelot24.09.2514:59
Hallo stöfu, ich würde an deiner Stelle das Mac Air nehmen, da Ultra portabel ist , beim Monitor einen mit 5K,da 4K für dich als 5 K User ein Rückschritt bedeutet..
Hier auf MacTechNews waren in der letzten Zeit 5 K Monitore besprochen worden.
+2
stöfu
stöfu24.09.2516:14
@laancelot
Danke für deinen Input. Tatsächlich ist die Portabilität für mich gar nicht so entscheidet, resp. wenn ich tatsächlich mal den Laptop von A nach B transportiere, ist der Unterschied von MBA zu MBP für mich vernachlässigbar. Viel wichtiger ist für mich, dass das MBA mit meinen geplanten Aufgaben klar kommt, ohne dass es zu einer Leistungsinbusse aufgrund des fehlenden aktiven Lüftungssystems kommt. Aber so wie ich dich verstehe, sollte das aus deiner Sicht kein Problem sein.

Bez. Monitore habe ich mal noch im Forum nachgesehen. Vieles deutet auf das Studio Display, den 5K Asus oder den 5K Benq (alle 27"). Hier muss ich mal noch weiter recherchieren. Auf keinen Fall sollten die Monitore ein externes Netzteil haben, weiss da jemand, wie es bei den oben genannten Monitoren diesbezüglich ausschaut?
0
druid24.09.2519:02
hi stöfu,

wenn die portabilität und der preis nicht höchste prio haben, wüsste ich keinen grund, sich gegen das macbook zu entscheiden bzw. nur einen. es könnte minimal lauter sein. alles andere spricht dafür: mehr anschlüsse (sparste bei wenigen externen platten nen hub und hast evtl. auch mehr geschwindigkeit), geringfügig mehr leistung, besserer monitor usw. ... und (ganz subjektiv) nimm das studio display. wenn du vom imac kommst – das ist ein rundes paket mit kamera, vergleichsweise guten integrierten lautsprechern und die bildqualität ist auch fein. ist aber in beiden punkten die teurere variante.

lg
druid
+3
breaker
breaker24.09.2519:24
Das MBA reicht für Bildbearbeitung und Layout vollkommen aus, insbesondere wenn du von einem Intel Mac kommst, ist das ein irrer Sprung. Wir haben neben M3s auch noch einen M1 Mac in der Agentur für Freelancer, selbst da lässt sich problemlos mit arbeiten in den Adobe Apps.

Musst du wissen, ob dir das Mehr an Anschlüssen etc das MBP wert ist.
+3
stöfu
stöfu25.09.2510:38
Danke @druid und @breaker für eure Überlegungen.
So wie es scheint, muss ich mir bezüglich Performance für meine Zwecke keine Gedanken machen, beide Optionen reichen dafür gut aus.
Das mit den Anschlüssen hat tatsächlich etwas. Eigentlich wollte ich die beiden externen Festplatten über den Monitor anschliessen, aber eventuell sind damit Performance-Einbussen verbunden? Gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen dem Studio-Display und den Benq- oder Asus-Angeboten?
0
Nebula
Nebula28.09.2522:27
Ich würde das MBP nehmen, eben, um nicht in die Drosselungsfalle zu tappen. Das dürfte aktuell zwar selten mit den genannten Anwendungen vorkommen, aber flinker werden Programm ja nicht. Zudem dürfte es in den nächsten Jahren noch heißere Sommer geben. Es gab mal einen Sommer, da hat sich mein Intel-iMac öfter mal zur Sicherheit ausgeschaltet. Apple empfiehlt maximal 35° Umgebungstemperatur.
„»Wir waren schon immer schamlos darin, großartige Ideen zu stehlen.« – Steve Jobs“
+1
Warp29.09.2507:22
Nachdem du derzeit mit einem iMac arbeitest und die mobilitaet nicht die hoechste Prioritaet hat wundert mich das etwas, dass du nicht einen Mac Mini M4 oder Mac Mini M4 Pro naeher in Betracht gezogen hast. Es sein denn du willst dir die Moeglichkeit offen halten auch portabel arbeiten zu koennen.
+3
stöfu
stöfu29.09.2507:45
@Nebula
Guter Punkt, an die Umgebungstemperatur habe ich bis jetzt gar nicht gedacht…

@Warp
Auch wenn mobiles Arbeiten kein prioritäres Kriterium für mich darstellt, wäre ich in den letzten Jahren trotzdem ein paar Mal froh gewesen, diese Möglichkeit gehabt zu haben…
+3
marc.hb29.09.2508:09
Bedenke dabei nur, dass wenn du das Book nur ein paar mal im Jahr verwendest, der Akku das auf Dauer nicht so toll finden wird. Aus meiner Sicht würde ein Mac Mini mit M4 Pro hier deutlich mehr Sinn ergeben. Wenn es unbedingt ein Book werden soll, dann das Pro, da du dort ein HDR Display hast (wird für Fotos in Zukunft auch immer wichtiger werden).

Welche Version von LrC benutzt du denn aktuell? Liegt vielleicht auch daran, dass alles bei dir so langsam ist. Die aktuelle Version ist ziemlich flott (meine subjektive Meinung).

Kannst du nicht auf deinem Mac einfach mal das neuste OS installieren und dann die neuste LrC Version testen? Das dürfte schon ganz viel Performance bringen.
0
xcomma29.09.2510:35
marc.hb
[..] Mac Mini mit M4 Pro hier deutlich mehr Sinn ergeben [..]
Ich sprach mal mit einem, der sein MBP verkaufte zugunsten eines M4 Mini-basierten Setups und den er auch unterwegs mitnimmt. Der Footprint ist ja nochmals kleiner als Macbooks bzw. damit lässt sich eigentlich noch besser traveln als mit der Kategorie Laptops. Dieser Ansatz funktioniert natürlich nur, wenn an der Destination immer ein Monitor gegeben ist und "so richtig unterwegs" nicht damit gearbeitet werden muss (dafür wird dann ein iPad eingesetzt in seinem Falle). Abhängig von persönlichen Bedingungen, wäre also ein M4 Mini nicht undenkbar, da es auch eher selten vorzukommen scheint:
stöfu
[..] ein paar Mal [..]

stöfu,
sofern die Einsätze beruflicher Natur sind und in dem Falle Produktivität (also eingeübte Workflows) an erster Stelle steht, ist ein Upgrade im Apple Hardware Bereich natürlich ein logischer Schritt.
stöfu
[..] iMac 27" 2019
[..] Lightroom und Indesign
[..] iMovie

Wenn deine Arbeiten aber nicht beruflicher Natur sind und die "einzige Spezialsoftware" die 2 Adobe Produkte sind, sowie iMovie (welches zwar eher im Einsteiger-/Hobby-Bereich zu verorten ist, wenn auch man mehr damit machen kann als vielen das klar sein dürfte, wenn auch über Workarounds manchmal), dann wäre es auch eine Überlegung wert den Intel-Mac auf Linux (z.B. Linux Mint) umzustellen - einhergehend mit der Suche und Einsatz von Alternativen für die 3 Softwareprogramme, die natürlich Neueinarbeitungen bedürfen.

Ein (möglicher, nicht automatisch für jeden gültige Sichtweise) Vorteil wäre das Entkommen aus einer Adobe-Subscription und Weiterverwendung von noch recht potenter Hardware (Nachhaltigkeit, Kostenoptimierung).
Zudem, wenn man weiterhin das Look & Feel von MacOS beibehalten möchte - inklusive Launchpad-Ersatz - kann ein Linux Mint auch entsprechend gecustomized werden (Beispiel ), dass dem doch angenehm nahe zu kommen scheint - oder man konfiguriert es sich nach ganz neuen Aspekten, die man erst kennenlernt, wenn man sich mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzt.
+2
Nebula
Nebula29.09.2512:25
marc.hb
Bedenke dabei nur, dass wenn du das Book nur ein paar mal im Jahr verwendest, der Akku das auf Dauer nicht so toll finden wird.
Der Akku büßt ja so oder so an Leistung ein. Egal, ob ich ihn ständig nutze oder das Gerät am Netzteil hängt. Apple sorgt ja dafür, dass er nicht ständig auf schädliche 100 % gehalten wird. Wer dem nicht traut, installiert BatFi oder AlDente, um die Ladung permanent auf 80 % zu begrenzen. Und wenn der Akku nicht mehr gut ist, dürfte das für ihn ja kein Problem sein, da er den Mac ja meistens nicht mobil nutzt.

Ich habe einen Intel-MacBook von 2019, das vorwiegend auf dem Schreibtisch steht. Einen langen Film kann ich damit im Bett meist nicht mehr gucken, aber für Tippen während längerer Zugfahrten geht auf jeden Fall noch. Und den Akku kann man auch immer noch wechseln lassen, wenn's nötig wird.

Ich stand damals ebenfalls vor der Entscheidung und habe mich für das MBP entschieden, um möglichst flexibel zu sein. Während Corona hat sich das als gute Entscheidung erweisen. Ich arbeite mittlerweile meist auch ohne externes Display, habe aber auch ein 16"-Gerät gewählt. Ich wechsle im Laufe das Tages gerne mal den Arbeitsplatz (Sofa, Schreibtisch, Küche …). Wir wurden auch mal für mehrere Tage evakuiert. Da war ich froh, nur ein MacBook einpacken zu müssen und nicht noch ein Display und so. Auch für einen Brandfall fühlt es sich für mich besser an, schnell noch das MacBook greifen zu können.
„»Wir waren schon immer schamlos darin, großartige Ideen zu stehlen.« – Steve Jobs“
+2
svc
svc29.09.2512:41
Ich hatte vor Kurzem das fast gleiche Problem wie Du: MacBook Pro oder MacBook Air.
Ich habe einige Artikel gefunden in denen genau über diese Frage diskutiert wurde. Die meisten Artikel sind zum Schluß gekommen, daß ein MacBook Air die bessere Lösung ist (Für den Verfasser des Artikels natürlich!). Wobei einige Verfasser angegeben haben professionelle Fotografen und Programmierer zu sein.
Meine Erfahrung ist, daß es eigentlich nie den "richtigen Zeitpunkt" für den Kauf eines neuen Rechners gibt, außer der wenn ein neuer Rechner benötigt wird. Das nur am Rande.
Aus dem was Du geschrieben hast kann ich Dir aus meiner Sicht folgende Empfehlung geben:

Kauf Dir das MacBook Air in Deiner bevorzugten Variante. Ein MacBook Pro lohnt sich meiner Recherche erst ab einem M4Pro Prozessor. Aber das entscheidest Du natürlich selbst.
Du behältst Deinen iMac 27" als externen Monitor mit seinem 5k-Display für die Bearbeitung Deiner Fotos mit Lightroom. Wäre ja schade den nicht zu nutzen und stattdessen zusätzlich Geld auszugeben für einen neuen Monitor.
Du kannst natürlich auch das gesparte Geld in ein MacBook Pro in Deiner gewünschten Ausstattung, allerdings mit M4Pro Chip investieren. Damit solltest Du viele Jahre eine wirklich gute Ausstattung haben.
Oft ist es einfach eine Frage wieviel man für ausgeben möchte.
Ich hoffe meine Empfehlung konnte Dir etwas helfen.
stöfu
Hallo Forum
Heute würde ich gerne wieder einmal eure Expertise in Anspruch nehmen, da ich selbst nicht mehr ganz auf der Höhe der aktuellen Apple-Technik bin...

Meine Ausgangslage:
Ich habe zur Zeit einen iMac 27" aus 2019 mit einem 3 GHz i5 Prozessor, 40 GB RAM und einer 1TB SSD Festplatte. Ich habe zwei Volumes darauf installiert, auf dem einen das Betriebssystem 10.14.6, welches ich noch brauche, um Lightroom und Indesign zu betreiben. Auf dem anderen Volume läuft Sonoma 14.6.1. Weiter betreibe ich zwei externe SSD-Festplatten, die ich über USB am iMac angeschlossen habe.
Neben den üblichen Anwendungen wie Office-Geschichten und Mail- und Internet-Nutzung arbeite ich am iMac mit Lightroom Classic, ich mache dort Bildbearbeitung von RAW-Files und habe in der LR-Bibliothek etwa 18'000 Bilder. Etwa drei Mal pro Jahr arbeite ich an einem Indesign-Projekt, es geht da vor allem um die Erstellung von Fotobüchern. Auch etwa drei Mal pro Jahr erstelle ich in iMovie ca. 90-minütige Filme, wobei da die Ansprüche im Gegensatz zur Bildbearbeitung deutlich reduziert sind.

Meine Herausforderung:
Mit meinem iMac komme ich in verschiedenen Bereichen immer wieder mal ans Limit. Am meisten stört mich die Reaktionszeit in Lightroom, wenn ich durch meine Bibliothek gehe. Dort dauert es immer ein paar Sekunden, bis ich ein Bild in der vollen Auflösung sehe. Wenn ich 100 oder mehr Bilder durchgehen muss, summiert sich die Warterei doch erheblich... Selbst bei exportierten JPGs, die eine Grösse von 10-15MB aufweisen, muss ich mit Quick Look ebenfalls mehrere Sekunden warten, bis das nächste Bild ready für die Anzeige ist.
Weiter wird das Thema der Updates immer drängender, bzw. laufen gewisse Programme halt nicht mehr wirklich oder werden nicht mehr upgedatet auf meinem iMac.

Meine Frage:
Ich schaue mich aktuell um nach einer Alternative zum iMac. Für mich kommen grundsätzlich 2 Optionen in Frage:

-MBA 13" M4, 10-core, 24 GB, 1TB SSD
-MBP 14" m4, 10-core, 24 GB, 1TB SSD

Zusätzlich würde ich noch einen Monitor anschaffen, da bin ich noch unschlüssig ob 27" oder 32". Auf diese Frage komme ich noch zurück.

Zu meinen Fragen bezüglich MBA oder MBP:
Ausgehend von meinen Bedürfnissen, die ich oben dargelegt habe, welches Gerät macht mehr Sinn? Sind die von mir erwähnten Spezifikationen sinnvoll für meine Anwendungen? Inwiefern spielt die fehlende aktive Kühlung des MBA (Stichwort 'thermal throttling') eine Rolle bei meinen Anwendungen? Der Leidensdruck ist aktuell noch aushaltbar, allenfalls macht es auch Sinn, auf die nächste Generation (M5) zu warten?
Ich war mit diesen Fragen bei einem Händler, allerdings war das sehr enttäuschend, da er keine hilfreichen Antworten liefern konnte. Das ist auch mit der Grund, warum ich nun auf euch zukomme.

Zu meiner Frage bezüglich Monitor:
Je mehr ich mich damit beschäftige, desto komplexer scheint mir die Materie... An meinem iMac ist ja ein 5K-Retina Panel verbaut. Ich war und bin mit der Anzeige für meine Bedürfnisse grundsätzlich sehr zufrieden. Wenn ich nun für das neue Setup einen Monitor kaufe, auf welche Spezifikationen soll ich setzen, damit ich keinen 'Rückschritt' feststellen werde? Resp. welche Monitore könnt ihr empfehlen, die gut mit einem MBA oder MBP harmonieren (Apple setzt ja auf Pixeldichten >200 und benötigt eigentlich eine Monitor, der die native Skalierung von Faktor 2 beherrscht..?) ? Vielleicht habt ihr auch noch Inputs zur Frage 27" vs. 32". Preislich stelle ich mir die Obergrenze bei ca. 900 Euro vor. Ist das realistisch?

Ich hoffe, ich habe meine Situation so weit verständlich beschrieben und freue mich auf eure Inputs!

Danke und Gruss,
S.
0
marc.hb29.09.2514:04
Vielleicht auch noch interessant, wenn es ein Pro wird:

New MacBook Pro Nears Mass Production, But Four Bigger Upgrades Expected Next Year
+1
Radiodelta
Radiodelta29.09.2516:42
Für mich waren auch die Mehrzahl an USB-C/Thunderbolt-Anschlüssen und der Slot für die SD-Karte wichtig. Und die bietet nur das MBP. Wenn ein externer Monitor am MBA hängt, bleibt nur ein USB-C Anschluss für ein weiteres externes Gerät/SSD usw. übrig. Das war mir zu wenig.
+1
David_B
David_B29.09.2517:48
Radiodelta
Für mich waren auch die Mehrzahl an USB-C/Thunderbolt-Anschlüssen und der Slot für die SD-Karte wichtig. Und die bietet nur das MBP. Wenn ein externer Monitor am MBA hängt, bleibt nur ein USB-C Anschluss für ein weiteres externes Gerät/SSD usw. übrig. Das war mir zu wenig.

Es gibt Monitore mit USB-C in Richtung Notebook oder, besser, Thunderbolt. Der Monitor dient als Dockingstation, Hub, younameit.
Wichtig ist dabei im Vorweg zu schauen, wie viel Bandbreite man zwischen Notebook und Display benötigt und wie viel technisch geht. UHD@60fps ist ja in diesem Fall die Minimalanforderung und schnappt sich schon fleißig Bandbreite.
Das 5K Studio Display kommt zum Beispiel mit Thunderbolt 3 daher und stellt auf seiner Rückseite 3x USB-C zur Verfügung.
0
Nebula
Nebula29.09.2518:36
Die Dockinglösung ist aber auch nicht ideal. Die Ports am Apple-Display schaffen nur 10Gb/s.
„»Wir waren schon immer schamlos darin, großartige Ideen zu stehlen.« – Steve Jobs“
+1
stöfu
stöfu29.09.2521:43
@marc.hb
Tatsächlich arbeite ich noch mit der letzten stand-alone LR-Version, glaub 6.14. Konnte mich bis dato einfach nicht für das Abo-Modell von Adobe erwärmern, deshalb auch das zweite Volume mit Mojave.
Ist mir klar, dass auf einem neuen Rechner Schluss mit dieser Version von LR ist. Könnte natürlich schon sein, dass die Grösse der Library langsam ein Problem ist für diese Verdion.
Ich kann ja auf dem Sonoma-Volume mal eine Testversion der aktuellen LR installieren und meine Library damit verknüpfen. Falls das Performance-Gewinne bringt, wäre ja schon mal viel gewonnen…
+1
Keule
Keule29.09.2522:45
Für meine zukünftig vorgesehenen Anwendungen (Online und Präsenz-Workshops, Schreib- und Kalkulationsaufgaben, ggf. nebenberufliche Promotion) ist der Mac Mini leistungsmäßig TOP, mir jedoch zu unflexibel.

In der Wahl sind
- Macbook Air 15" (grosser Bildschirm für meine Augen)
- MacBook Pro 14" oder 16" (Leistung, die ich ggf. nie nutze, jedoch mit der Option auf den blendfreien Bildschirm)

Ich tendiere zum Air 15" - weiss jedoch nicht, wie schnell und wie stark an heissen Sommertagen das Thermo-Throtteling (heisst das so?) einsetzt. Der Mini M1 hat damit keine spürbaren Nachteile.

Mein Wunsch: Air 15" mit blendfreiem Bildschirm (wie bei den Pro Modellen) und der Gewissheit, an sehr warmen Tagen (30...32 Grad im Dachbüro) performant arbeiten zu können. (Microsoft Teams hat ein früheres M1 Air an warmen Tagen zu ruckelnder Bildübertragung gebracht).
0
Hanswurstpelle30.09.2515:05
Bei mir laufen hier ein Studio mit M2pro und ein MBP mit M1pro parallel. Lightroom Classic ist (bei mir) IMMER schnarchlahm. Selbst wenn ich nur ein paar tausend jpgs vom iphone drin habe. Ich erinnere mich an Zeiten, wo man im Ansichtsmodus locker durch die Bilder rollen konnte. Mittlerweile funktioniert das nichtmal mehr, wenn ich 1:1 Ansichten hab rendern lassen (was zugegebenermaßen recht flott erfolgt). Über Indesign fange ich lieber nicht an zu reden... (ich hab hier Buchprojekte bis 1000 Seiten laufen. Spaß ist anders).

(und ja, ich lasse aktuelle Versionen laufen)


tt.
-1
teletower
teletower01.10.2517:58
Hi stöfu. Ich würde zum MBP 15" (falls du doch gerne mal auf der Terrasse o.ä. sitzt) und als Monitor würde ich dir den Dell UltraSharp U3225QE empfehlen.

Ja das wird mehr kosten als du vielleicht veranschlagtest, das ist aber eine Investition für die nächsten Jahre und ich persönlich habe einfach auch mehr Spaß dann auch daran zu arbeiten. Ich mache im Grunde das Gleiche wie du. Seit DxO deren AI Masken anbietet, merke ich mehr denn je was das an Performance kostet auf einem MBP M4 Max. Das wird über kurz oder lang in jeder (Raw) Foto Applikation Einzug halten. Gleiches bei FCP oder Resolve. Stapelverarbeitung wie bsp.weise in ComfyUI egal ob Foto oder Video machen das auch deutlich.

Was ich damit aber auch sagen möchte, wenn du kaum Videos oder Fotos akribisch editierst sondern nur die Rohdaten einliest und zum Ausgabeformat "zusammenfrickelst" zum Ergebnis deiner Wahl, dann wird die Performance eines MBA vielleicht jetzt ausreichen. In zwei, drei Jahren vergleichst du dann vielleicht zum MBP und siehst, dass sich da doch ein größerer Unterschied entwickelte.
0
stöfu
stöfu14.10.2513:26
Hallo Forum!
Vielen Dank für all die wertvollen Überlegungen, Inputs und Denkanstösse. Ich habe für mich nochmals eine Liste erstellt mit Features, die für mich wichtig sind. Vermutlich läuft es auf ein MBP hinaus. Ich warte jetzt mal noch die nächsten Tage ab bez. der erwarteten M5-Vorstellung. Bezüglich Monitor bin noch etwas unschlüssig bez. 4K/5K, idealerweise kann ich mir das noch irgendwo selbst anschauen.
Nochmals vielen Dank für eure Beiträge!
Gruss,

S.
0

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