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iPhone-Nutzer fordern 1,8 Millionen Dollar von Apple wegen gefälschter Krypto-Wallet

Apple muss sich laut einem Bericht von MacRumors in Kalifornien einem Rechtsstreit stellen, in dem drei iPhone-Nutzer insgesamt 1,8 Millionen Dollar Schadensersatz von dem Unternehmen aus Cupertino fordern. Sie hatten eine App heruntergeladen und verwendet, die sich als iOS-Version der Sparrow-Wallet ausgab. Das Problem: Die Anwendung hatte mit der Sparrow-Wallet nichts zu tun, sie war eine Fälschung, die dem Diebstahl von Krypto-Währungen diente. Sparrow-Wallet gibt es für iOS überhaupt nicht. In der Folge wurden Krypto-Vermögen der Kläger zwischen Mai und August 2025 in die Wallets der Betrüger transferiert. Die Verluste der Geschädigten liegen zwischen 120.000 und 875.000 Dollar, weshalb sie von Apple jetzt vor Gericht Schadensersatz einfordern. Ob es noch andere Betroffene gibt, geht aus den Berichten nicht hervor.


Vorwurf wegen Apples Versprechen zur Sicherheit im App Store
Die Klage – deren Klageschrift MacRumors vorliegt – stützt sich auf das Argument, Apple habe seine Versprechen zur Sicherheit der Apps im App Store gebrochen. Das Unternehmen propagiere im Marketing einen sicheren und vertrauenswürdigen Weg, Apps herunterzuladen und zu nutzen. Auf dieses PR-Versprechen hätten sich die Kläger verlassen, als sie die Sparrow-App installierten. Die Anwendung hätte nie in den App Store kommen dürfen. Selbst als sie den Schaden gemeldet hatten, sei kaum eine Reaktion gekommen. Daher machen sie Apple jetzt für ihre Verluste verantwortlich und fordern den entstandenen Schaden ein.

Auch Sparrow kritisiert Apple
Pikant wird die Streitigkeit auch durch Aussagen von einem der Sparrow-Entwickler auf X. Schon Anfang 2024 veröffentlichte er einen Post, in dem er auf eine Fake-Version von Sparrow im App Store hinwies. Die Anwendung sei bereits gemeldet, aber immer noch nicht entfernt worden. Im August 2025 versuchte Craig Raw, der Entwickler, eine Platzhalter-App einzureichen, um Nutzer vor den betrügerischen Apps zu warnen. Diese schaffte es aber nicht durch den Review-Prozess. Im Juni 2026 markierte man sogar kurzzeitig sein Entwicklerkonto wegen eines solchen Placeholders zur Kündigung. Ob es sich dabei um den gleichen Platzhalter wie zuvor handelte, geht aus dem Post nicht hervor. Kurze Zeit später nahm Apple die Kündigungsvormerkung nach erneuter Prüfung wieder zurück.

Kommentare

fronk
fronk27.07.26 13:59
Ich denke, das ist eine richtige und wichtige Klage. Weniger für den Kläger sondern für uns Verbraucher.
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+14
FlyingSloth
FlyingSloth27.07.26 14:09
Absolut!
fronk
Ich denke, das ist eine richtige und wichtige Klage.
Fly it like you stole it...
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esc
esc27.07.26 14:58
1.8 Millionen? sind doch für Apple ein Schnäppchen und können sicher mit einem Vergleich gelöst werden.
-2
MD27.07.26 16:31
Es ist gut zu wissen, ob diese drei User die App heruntergeladen haben, bevor oder nachdem der Entwickler darauf hingewiesen hat, dass es eine Fake-Version der App gibt.
Wenn es um danach geht, dann hätten Sie vorsichtig sein müssen.
-4
fronk
fronk27.07.26 16:43
Das mag zwar in diesem Fall rechtlich und finanziell entscheidend sein, für uns Nutzer ist entscheidend, dass der App-Store eben nicht so sicher ist, wie immer behauptet und dass er noch sicherer werden muss.
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+4
L-E27.07.26 17:47
Wie ich dieses arrogante und ignorante Handeln Apples hasse. Statt seine Warnungen zu prüfen sperrt man den Account des Entwicklers. Zum Kotzen. Apple sollte nicht nur den Verlust ausgleichen müssen, sondern noch eine deftige Strafe wegen der Unterlassung aufgebrummt bekommen.
+4
Wauzeschnuff
Wauzeschnuff27.07.26 18:56
MD
Es ist gut zu wissen, ob diese drei User die App heruntergeladen haben, bevor oder nachdem der Entwickler darauf hingewiesen hat, dass es eine Fake-Version der App gibt.
Wenn es um danach geht, dann hätten Sie vorsichtig sein müssen.

Nein, das wäre dann ein um so größeres Problem für Apple. Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass ein Nutzer jede Meldung zu gefälschten Kryptobörsen mitbekommt. Umgekehrt ist die angebliche Sicherheit des AppStores eines der größten Argumente Apples in anderen Verfahren und in der Werbung.

Wenn Apple also selbst nach Meldung durch den Entwickler nicht (oder unzureichend) tätig geworden ist, dann muss man Apple zwangsläufig mindestens grobe Fahrlässigkeit unterstellen.
+4
ttwm28.07.26 18:51
a) Apple wirbt mit Sicherheit des AppStores und handelt bei Fehlermeldung nicht: da sehe ich die Klage als gerechtfertigt.
b) Personen haben einen Umsatz von $ 875.000 und installieren ohne Nachdenken/Prüfung Apps zum Geldhandel? Auch wenn ich Apple in der Pflicht sehe, betrachte ich diese Personen als strohdumm…
+3

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