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Live Recap: Apple erklärt, warum heimliche Nutzung unmöglich ist

Ein alltägliches Problem: Man ist mental kurz abwesend und verpasst wichtige Details eines Gesprächs. Auf dem Event „Surprise and Shine“ illustrierte Apple den Bedarf anhand einer Kellnerin im Restaurant, welche routiniert die Tageskarte herunterrattert – als Gast fällt es schwer, sich alle Details zu merken. Die Funktion „Live Rewind“ als Teil von Audio Intelligence erlaubt es Apple-Watch-Nutzern, ein Transkript der letzten Viertelminute anzufordern, um noch einmal nachzulesen (oder Siri um Erklärung des Inhalts zu bitten). In den Händen böswilliger Menschen könnte dies für allerlei Kriminelles zum Einsatz kommen. Deshalb hat Apple diese Funktion mit einigen Sicherheits-Features eingeschränkt.


Das wichtigste Merkmal ist ein deutlich hörbares Signal in Kombination mit einer auffälligen Animation auf dem Bildschirm der Smartwatch. Die Funktion selbst aktivieren Nutzer zwar im Voraus auf dem gekoppelten iPhone: Sobald man „Digitale Krone doppelklicken“ als Auslöser aktiviert hat, ist die Funktion im Hintergrund aktiv. Löst der Anwender später diese Geste aus, erklingt ein deutlich hörbarer Signalton. Dies geschieht auch, wenn die Apple Watch stumm gestellt ist oder Kopfhörer gekoppelt sind. Zusätzlich erscheint eine Animation nebst Mikrofonindikator auf dem Bildschirm.

Was war noch einmal die Tageskarte? Live Rewind zeigt ein Transkript der letzten 15 Sekunden. (Quelle: Apple Support)


Maximal 15 Sekunden Transkript
Apple hebt im Support-Dokument hervor, dass lediglich ein Transkript des Gesprochenen auf der Apple Watch erscheint, und auch nur von den just vergangenen 15 Sekunden. Diese kann der Apple-Watch-Nutzer auf dem Display nachlesen oder in der Siri-App speichern. Dunkelt der Apple-Watch-Bildschirm ab, wird nach circa 30 Sekunden das Transkript unwiderruflich gelöscht. Audiodateien werden von vornherein nicht angelegt, und eine Sprechererkennung fehlt ebenso.

Keine Wanze
Mit diesen Maßnahmen schützt watchOS 27 die Privatsphäre derer, die sich im Umfeld von Apple-Watch-Nutzern aufhalten. Offenbar hat Apple die Berichte zu Wearables wie beispielsweise Meta AI Glasses genau verfolgt und kümmerte sich präventiv um die Privatsphäre der Menschen im Umfeld von Apple-Watch-Nutzern. Langfristig könnte sich dies als erfolgreiche Strategie erweisen, da der Konzern auf diese Weise einen potenziellen Generalverdacht gegen Nutzer seiner Produkte verhindert.

Nicht zum Verkaufsstart, nicht in Deutsch, nicht in der EU
Wer sich eine Apple Watch 12 zum Verkaufsstart zulegt oder bereits eine Apple Watch Series 11 besitzt und auf watchOS 27 aktualisiert, wird Live Rewind höchstwahrscheinlich nicht sofort nutzen können. Vorausgesetzt wird die neue Sprachassistenz „Siri AI“, welche sich derzeit noch in limitierter Beta befindet und laut Apple „später in diesem Jahr“ erscheinen soll. Zudem muss Apples LLM-basierte Siri die verwendete Sprache unterstützen – Deutsch ist nicht unter den sechs Sprachen, welche bis Ende Oktober bereitstehen sollen. Schließlich erwähnt noch eine Fußnote, dass Siri AI in der EU anfangs nicht auf watchOS, iOS sowie iPadOS zur Verfügung stehen wird.

Kommentare

Niederbayern
Niederbayern11.09.26 15:30
Also die letzten 15 Sekunden eines Gesprächs kann mein Gehirn grad noch selber abrufen. Interessant wären imho die ersten 15 Sekunden. Sie sollen lieber wieder Walkie-Talkie zurückbringen welche eine Kurzaufzeichnung bietet
+4
Legoman
Legoman11.09.26 15:31
MTN
illustrierte Apple den Bedarf anhand einer Kellnerin im Restaurant, welche routiniert die Tageskarte herunterrattert – als Gast fällt es schwer, sich alle Details zu merken
Was Apple denkt:
Ich glotze auf meine Uhr und frage mich, was die Transkription denn schon wieder für einen Schwachsinn verzapft hat, während die Kellnerin neben mir steht und sich fragt, welchen Grad von Unhöflichkeit sie denn noch über sich ergehen lassen soll.

Was ich mache:
Freundlich die Kellnerin um Wiederholung bitten und Rückfragen zu den Gerichten stellen, die interessant klingen.

Was Apple auch denkt:
In Restaurants ist es völlig still und die Kellnerin wird sich auf jede einzelne Uhr aller Gäste im Raum konzentrieren, um einzelne Signaltöne und Displaymeldungen zweifelsfrei zuordnen zu können. Sie wird nicht denken "irgendein weiteres Piepen" - oder "warum zeichnet der Depp jetzt auf, was ich sage". Ganz bestimmt.
+7

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