Apple schließt fast 30 Sicherheitslücken in iOS 26.6.1 und macOS 26.6.2


Künstliche Intelligenz lässt sich für viele Zwecke verwenden, darunter das Aufspüren und Ausnutzen von Sicherheitslücken in Software. Diese noch recht neue Entwicklung führte dazu, dass in den vergangenen Monaten viele Softwareanbieter eine wahre Flut an Updates veröffentlichten, um neu entdeckte Software-Schwachstellen zu schließen. Der zeitliche Takt dafür wird immer kürzer, auch bei
Apple. Nur elf Tage nach dem Update auf macOS 26.6.1 erschien
gestern Abend Version 26.6.2. Zeitgleich veröffentlichte Apple iOS 26.6.1, iPadOS 26.6.1 und visionOS 26.6.1. In iOS und iPadOS wurden
29 Lücken geschlossen, in macOS waren es
28.
Lücken in Kernel und WebKitBis auf eine Lücke, die nur in den mobilen Betriebssystemen vorhanden war und einen Authentifizierungsfehler im Zusammenhang mit IPSec betraf, waren die Funde in den Systemen identisch. Die gemeinsamen Schwachstellen waren enthalten in Kernel, ImageIO, IOGPUFamily, Audio und vor allem WebKit – 21 der behobenen Probleme befanden in der Browser-Engine. Durch deren Ausnutzung wäre es unter anderem möglich, Safari abstürzen zu lassen oder den Speicher zu korrumpieren. Bei den Kernel-Bugs könnte ein Angreifer aus der Ferne das System abstürzen lassen. Interessanterweise wird bei neun gefundenen Einträgen OpenAI Codex Security als Entdecker genannt. Der Einsatz von KI bei der Aufspürung der Lücken war allem Anschein nach erheblich.
Kein Hinweis auf bereits aktive AusnutzungNicht enthalten in den Sicherheitshinweisen sind Angaben dazu, ob eine oder mehrere der Lücken bereits aktiv ausgenutzt werden. Apples zusätzlicher Verweis, dass die gestern ausgerollten Verbesserungen davor bereits in den Beta-Versionen der 27er Systeme implementiert wurden, spricht gegen eine gegenwärtige, akute Bedrohung. Dennoch sollten Nutzer schnellstmöglich die Updates installieren.
Dies gilt auch für Anwender mit älteren Systemen. In den zusätzlich gestern erschienenen iOS 18.7.10 und iPadOS 18.7.10 wurden sage und schreibe über 120 Lücken geschlossen. In diesem Kontext ist davon auszugehen, dass auch die beiden vorhergehenden macOS-Versionen in Kürze entsprechende Updates erhalten. Generell weist Apple darauf hin, immer nur in den
aktuellsten Betriebssystemen alle Sicherheitslücken vollständig zu beseitigen.