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Apple TV: Begleit-Website zur dritten Silo-Staffel, Teaser für "Neuromancer"

Die erste Staffel der Science-Fiction-Serie „Silo“ entwickelte sich zu einem Publikumsliebling: Ihre Mischung aus Krimi, Verschwörungs-Thriller und Science-Fiction-Drama auf Basis der „Wool“-Trilogie von Hugh Howey (mittlerweile in Silo umgetauft) kam bei vielen AppleTV-Abonnenten gut an. Seit Mitte Januar 2025 lässt sich die zweite Staffel in Gänze betrachten; morgen startet die dritte. Parallel dazu schaltete Apple eine Website frei, auf der sich Zuschauer Bonus-Clips ansehen und zusätzliche Informationen abrufen können.


Die Website Howdidwelosethisworld präsentiert beim Aufrufen ihren eigenen Namen in verrauschter Laufschrift. Nach einem Klick auf das Silo-Symbol in der oberen linken Ecke erscheint eine Oberfläche, die einem etwas älteren macOS nachempfunden ist (ohne Liquid Glass). Der Ordner „SILO Episode 1“ offenbart einen zusätzlichen Video-Clip aus der zweiten Zeitebene der Serie, dazu zensierte Dokumente und einige ominöse Fotos.

Zweite Ebene
Per Doppelklick auf das Icon „Spiral“ wechselt man in ein deutlich rudimentäreres Betriebssystem – es spiegelt das fiktive Computer-Interface des Silos wider. Hier finden sich weitere Ordner mit Abbildungen und Beschreibungen von verbotenen Gegenständen der Silo-Zivilisation (Relics). Die Ordnerbenennung lässt vermuten, dass mit jeder neuen Folge zusätzliche Materialien auf der Website erscheinen werden. Jeden Freitag erscheint eine neue Silo-Folge, bis am 4. September die gesamte dritte Staffel bereitsteht. Ein gestern veröffentlichtes Video springt zwischen den beiden Zeitebenen der zweiten Staffel hin und her und liefert einen Rückblick auf die Geschehnisse:


Teaser für „Neuromancer"
Dass Apple eine Serienumsetzung des Cyberpunk-Klassikers „Neuromancer“ von William Gibson plant, ist seit Anfang 2024 bekannt. Nun nähert sich die erste Staffel der Vollendung: Im Herbst soll die Ausstrahlung beginnen. Mit einem halbminütigen Clip weckt Apple nostalgische Erinnerungen an Retro-Hardware – und spielt auf die Romanvorlage an.

Ein Finger drückt den mit einem großen A verzierten Knopf, das Rattern von Festplatten und Ventilatoren setzt ein. Auf dem Röhrenmonitor erscheint „Ashpool 1“. Dann folgt der erste Satz des William-Gibson-Romans. Das war’s auch schon – zum Abschluss erstrahlt das Logo von Apples Streaming-Dienst in pinkfarbenem Neon. Auf dessen Portal findet sich bereits eine Vorschauseite für die Serie, ein exaktes Startdatum verkündet diese allerdings bisher nicht.

Kommentare

Bluebox3402.07.26 17:23
Silo ist einfach der Hammer! Und Rebecca Ferguson sowieso….
+13
sonorman
sonorman02.07.26 17:25
Hoffentlich interpretieren sie die Romanvorlage von Neuromancer nicht auch so frei, wie die von Foundation.
+3
milk
milk02.07.26 20:16
Anders als Foundation ist Neuromancer ja „eigentlich“ eine recht überschaubare Story, ich habe Hoffnung.
+3
rosss03.07.26 11:39
Eine Hi-Res Schrift auf einem Röhrenmonitor… Steampunk 2.0?
-1
Bettlejuice
Bettlejuice03.07.26 12:51
"Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen leeren Kanal geschaltet war." Damals dachte ich bereits beim ersten Satz "hä???". Den Roman hatte ich aus einer Bücherkiste. Fehldruck, Second Hand und völlig zerfleddert, aber ich fand das Cover interessant. Das Lesen war sau anstrengend, weil der Roman soviele neue Ideen komprimiert vorstellt. Mein Fixpunkt war die Braun Kaffeemaschine. Gibson dachte offensichtlich, das Braun-Design bleibt unsterblich.

Aus meiner Sicht liegt hier aber auch das Problem einer jeden Gibson Story. Case dient einfach nur dazu, die abgefahrene Welt und die Konstrukte vorzustellen. Dafür wird er da durch gejagt. Case selbst ist passiv und andere Figuren schieben ihn durch eine Handlung, die ich weder spannend noch innovativ finde. Heute ist das meiste aus dem Roman Wirklichkeit oder längst über andere Bücher/Filme etabliert.

Neuromancer galt lange als nicht verfilmbar. Versuche sind immer gescheitert. Heute sind zumindest die SFX locker machbar.
Bei einer 1:1 Verfilmung wird die Serie floppen. Nach 40 Jahren bietet die Welt nicht genug Neues, um auch "Unwissende" anzufixen und Case ist als Charakter zu "grau".
Auch würden viele Artefakte sehr antik wirken, z.B. die Matrix und Datengrenzen, wenn sie exakt aus dem Roman übernommen werden.

Von mir aus können Sie die Storyline umschreiben wie sie wollen. Hauptsache die Welt schaut NICHT aus wie aus dem Cyberpunk-Game.
Megacities, Megakonzerne, Dreck, Elend, gesellschaftlicher Verfall, Perspektivlosigkeit, zerstörte Umwelt und Verlust der Natur.
Ich hoffe sie können das rüberbringen. Schliesslich ist es eine Dystopie und man sollte nicht denken: "Nice, da will ich leben.".
Bauen sie die ganz Welt mit SFX wird das wohl nix -.-

Den Kniff bei Foundation fand ich super. Hätte sich die Serie ans Buch gehalten, hätte man keinem Charakter wirklich folgen können.
Allerdings war das auch keine Allzweck-Waffe, weil meine Frau ist früh aus Langeweilge ausgestiegen.

Aber so oder so: Nach all den Jahren des Wartens kann ich nur massiv von der Serie enttäuscht sein.
So war es schon bei Johnny Mnemonic und New Rose Hotel. Peripherie fand ich, vom Buch los gelöst, ganz gelungen. Leider geht es da nicht weiter.
+2

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