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iPad - Big Brother is watching you

Was beim iPod noch Sinn macht, nämlich die Synchronisation mittels eines guten Mediacenters (iTunes) und auch beim iPhone immer noch Sinn macht, weil dieses On-The-Go Medium einfach und trotzdem sehr flexibel eingesetzt werden kann, wird beim iPad doch sehr fragwürdig. Denn das iPad kann im Gegensatz zu den vorgenannten sehr wohl einen Personal Computer ersetzen. Weit über 50% der Normalo Anwender(innen) benutzen den Compi zum surfen, mailen, chatten und für andere Netzanwendungen wie FaceBook, Youtube etc.
Es ist zu erwarten, dass neben iWork eine Vielzahl von professioneller Software (bspw. zur einfachen Bearbeitung von Fotos) die bereits 140'000 Applikationen, welche vom iPhone/iPod Touch übernommen werden können, ergänzen oder ersetzen werden.
Die Programmvielfalt wird ungeahnte Ausmasse annehmen und in den meisten Fällen das Laptop und das Netbook ersetzen.

Zweifel?

In der Schweiz gibt es bereits weit über 500'000 iPhone User und es werden immer mehr. Es ist durchaus zu erwarten, dass sich all diese Nutzer und noch einige mehr, früher oder später dem iPad zuwenden und die komplizierten und komplexen Heim-PCs (resp. Macs) immer weniger nutzen werden. Herkömmliche Computer werden dannzumal nur noch von Profis, Nerds und im Businessumfeld genutzt werden.

Der iPad ist das erste digitale Gerät, das sowohl Frauen wie Männer, Jung und Alt intuitiv nutzen können, ohne die Tiefen eines Computersystems verstehen zu müssen. Ein Gerät, mit dem sie ihr digitales Leben organisieren können ohne etwas von Computern verstehen zu müssen. Ein Gerät, dass nach dem Einschalten sofort nutzbar ist und das keine Virenproblematik kennt, weil es der totalen Kontrolle des Anbieters untersteht.

Wo liegt das Problem?

Apple gewinnt die Macht und die Kontrolle über den digitalen Consumer.
Apple gewinnt die Macht über die Entwickler, die ihre Produkte nur mit dem Segen von Apple im AppStore veröffentlichen dürfen.

Mit dem iPad wird alles anders werden, auch wenn sich noch so viele Kritiker zu Wort melden. Den Normalo-User intressiert das nicht.
Das iPad wird ein voller Erfolg werden, ein Erfolg der mir Angst macht, weil im Hintergrund eine Weltfirma operiert und nicht eine Open Source Gemeinde.

Möglicherweise kann die Politik, beispielsweise die EU, mit restriktiven Regeln Apple zwingen ihre Source offenzulegen, so dass auch andere Anbieter diesen Markt bedienen können. Denn was Apple mit dem iPad schaffen wird, ist eine Monopolstellung, die in der Wirtschaft einzigartig da stehen wird.

Apple, die einst Big Brother IBM bekämpft hat (1984), dann mit ihr ins Bett ging (PPC) und jetzt mit PC-Intel .... wird selbst zur Macht mit der andere ins Bett hüpfen möchten.

Zu viel Macht ist nie gut, denn der Mensch ist nicht gut. Die Vernunft hat keine Chance gegen Gier und Habsucht (siehe aktuelle Krise), deshalb benötigen wir Leitplanken für den freien Wettbewerb. Das iPad ist nicht nur ein Segen, sondern auch eine Gefahr. Die Politik muss sich dieser Entwicklung stellen und zwar sofort.

Kommentare

bono01
bono0101.02.10 01:14
Ich muss zugeben das mir Apples immer stärker wachsender Einfluss auf die Medienwelt
auch Sorgen bereitet.
Es wird immer mehr darauf geachtet das Apple die volle Kontrolle behält. Der Konsument muss
sich dem beugen was Apple für richtig hält. Wie lange das noch so gut gehen kann ist die große
Frage. Man gut das es den Jailbreak gibt.
"Ich glaube nicht an den Teufel oder an sein Buch. Aber die Wahrheit ist nicht dieselbe ohne seine Lügen." (God Part II, Song von U2)
ma.01.02.10 07:46
nextmac
Tröste Dich, es gibt Viele die das iPad nicht verstanden haben.

Z.B. der hier
""MacBook Pro oder auf das tablet warten?""

oder
""wachsender Einfluss auf die Medienwelt""

Macht Apple jetzt Medien?

Oder gibts jetzt Bands die ihre Songs nur im iTunesstore veröffentlichen?
Oder kann man mit Mac-Gerätschaften Medien konsumieren die es nicht woanders auch gibt?

Ich glaube eher, Apple zieht immer mehr Menschen in seinen Bann die so wenig gebildet sind, dass die kaum eine Schiefertafel von einem Surfpad unterscheiden können.
elBohu
elBohu01.02.10 07:49
Ich halte es für fragwürdig, den Jailbreak für das Heilmittel zu halten!
Um die Monopolstellung zu verhindern (oder besser die Negativen Seiten eben dieser) reicht doch ein Hack nicht aus!

Aber wer hier jetzt Hilfe von der Politik erwartet, sollte sich auf eine Enttäuschung einstellen: Solange Geld im Spiel ist, ist der Verbraucher angeschmiert. Oder glaubt wirklich noch jemand, dass die Politik zum Wohle des (ganzen!) Volkes handelt?

Ich spreche hier für D, wie es in A und CH aussieht kann ich nicht beurteilen...

"Ich bin jetzt fast 50, aber das ist im Moment die unfähigste, verlogenste, korrupteste und für mich peinlichste Regierung, an die ich mich erinnern kann", sagte Jaenicke.

Wo er Recht hat...
wyrd bið ful aræd
nightx
nightx01.02.10 09:36
Ich kann dem Auto nur zustimmen. Das ist wohl auch das erklärte Ziel von Apple, MS und Konsorten. Nur noch Tablets ohne viel Hardware zu Hause zu haben und dann alles online machen zu können um entsprechend Geld einzufordern.
roadrunnerhagen01.02.10 10:21
Ach was waren das noch Zeiten als mal einen Taschenrechner mit den Grundrechenarten besass und alles andere noch selbst ausrechnen musste.
Wenn du als Chef beliebt bist, hast du irgendwas falsch gemacht. Kannst ja dann gleich n Zelt auf deiner Nase eröffnen, wodrauf alle rumtanzen.
Applesau
Applesau01.02.10 10:53
klar macht apple medien!
wasn sonst????
dedj01.02.10 11:06
Wer ist hier das Problem? Apple oder die Anderen?

MS bekommt kein OS auf die beine das wirklich was kann.
HP mit ihrem iSlate wo bitte ist es.

Die einzigen die ein wenig gegen halten ist Google nur die haben noch kein Plan was die da machen. Von der Suchmaschine zu einem OS.- und Hardwareanbieter.

Als Kunde habe ich doch wirklich kaum eine Wahl wenn ich ein Produkt möchte das mir das Leben einfacher macht.
Und genau das bietet Apple nun mal alleine.

Und das selbe Spiel hatten wir vor etwa 10Jahren schon einmal da hatte MS vieles richtig gemacht.

Mal schauen wann Billy zurück kommt um MS zu retten
maybeapreacher
maybeapreacher01.02.10 12:38
Tja, auch ich sehe bei Apple durchaus einiges kritisch.

An Deinem Journal habe ich aber 2 Kritikpunkte (nicht negativ sehen ) :
- Die Kontrolle eines Herstellers über das Gerät und die ausgeführte Software schützt nicht vor Viren. Dazu reicht im Zweifelsfalle ein fehlerhaftes IP-Paket, eine Website. Es schützt auch nicht vor "social engineering" oder "phishing" etc.
- Die Sourcen sind in weiten Teilen frei verfügbar, nur bringt es uns nichts, weil das Gerät dennoch "locked" bleibt. OpenSource bedeutet nicht, dass jeder alles am fertigen Produkt verändern darf, sondern an den Quellen. Ob und wie diese auf ein fertiges Gerät gespielt werden können, ist nicht Teil der OpenSource-Lizenz.

Positiv zu erwähnen ist, dass das Buch-Format, das Apple verwendet ePUB ist. Ein offenes freies Format, dem sich auch andere Hersteller verpflichtet sehen. Und dass sie generell den Musikstore frei gemacht haben. Bei den Videos durften sie nicht, würden sie aber wohl auch gern.
The day Microsoft makes something that doesn't suck is probably the day they start making vacuum cleaners. - Jan Ernst Plugge
dom_beta01.02.10 12:57

euch ist aber bewußt, daß die Kontrolle des Marktes durch Apple völlige Absicht ist und darin begründet ist, zu verhindern, daß der Markt ruiniert wird?

ähnlich wie der PC-Markt - der ist kaputt.

Und die anderen Plattformen sind auch geschlossen: Playstation, XBox, Nintendo....
...
svenhalen
svenhalen01.02.10 14:02
@dom_beta
sehe ich auch so. die Wii kann auch ins Netz, ich kann mir YouTube ansehen und es gibt Apps (bzw. WiiWare und Kanäle), die ich ausschließlich durch den WiiShop bekomme. Ich gehe mal davon aus, das auch Nintendo an jedem Spiel mitverdient. Wieso schreit denn da keiner?
Bin früher (als man Computer vorrangig zum Zocken benutzt hat) immer pro Konsole und Contra PC gewesen. Wenn ich nur spielen will, ist mir ein PC nämlich zu doof, den ich erst hochfahren, updaten und was weiß ich was muss, bevor ich zum zocken komme. NES: Spiel rein, anmachen, los gehts.
So sehe ich das beim iPad auch. Die einfachste Lösung ist immer die beste. Will ich Surfen, Fotos ansehen oder Apps benutzen, nehme ich das iPad. Wenn ich mich mit Problemen am PC beschäftigen will, die ich ohne ihn gar nicht hätte, setze ich mich an den Rechner...
HiPhish01.02.10 14:04
Sag mal, darf ich mir deine Kristallkugel ausleiehn, ich würde gerne das Wetter für das nächste halbe Jahr im Voraus wissen.


Einse der unsinnigen journale hier. Das iPad ist kein Ersatz für einen Computer, auch nicht für ein Netbook. Aus einem enfachen Grund: man braucht einen PC/Mac, um es mit Inhalt zu füllen. Es sei denn, man kauft alle Vdeos und Musik nur im iTupes Store.

Das iPad ist ein großer iPod Touch. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil, es ist gut. Es ist nicht die Revolution geworden, die sch Techniknerds gewünscht haben. Aber das macht nichts.
Denn das ipad will das iPod Gefühl auch für Bilder, Videos und das Surfen übertragen. So ein Gerät fehlt, und die Zielgruppe dürfte bestimmt vorhanden sein. Sie dürfte sehr klein sein, aber vorhanden. Genau das ist der Sinn des iPads, nicht mehr und auch nicht weniger.

Das ipad wird keinen Markt umkrempeln, es wird Apple einfach nochmehr Geld bescheren.
tjost
tjost01.02.10 16:04
Um Himmels Willen lest Ihr euch durch was Ihr schreibt?
Denkt Ihr auch darüber nach?
Das ist ja grauenhaft.
Wer meinen Humor nicht versteht darf ihn scheiße finden. Aber nicht kritisieren.
Skaroth01.02.10 16:47
nextmac
Schön, dass es auch Mac User gibt, die noch Entscheidungen/Produkte von Apple hinterfragen. Das Journal ist dir gut gelungen!
felix33001.02.10 20:41
sehe ich auch so. die Wii kann auch ins Netz, ich kann mir YouTube ansehen und es gibt Apps (bzw. WiiWare und Kanäle), die ich ausschließlich durch den WiiShop bekomme. Ich gehe mal davon aus, das auch Nintendo an jedem Spiel mitverdient. Wieso schreit denn da keiner?
Weil die Wii eine Spielkonsole ist, und niemand auf die Idee käme, sie als einen ersatz für den Computer zu sehen.

Skaroth
Da kann ich nur zustimmen. Viele hier finden das iPad scheinbar nur toll weil es von Apple ist.
/dev/null01.02.10 23:04
Ja, also... ich respektiere deine Meinung, wenn ich sie auch ein wenig paranoid finde. Doch das erzwungene offenlegen von irgendwelchen Sourcen geht da doch ein wenig weit, meinst du nicht?
Tommy1980
Tommy198001.02.10 23:08
Guten Journal. Dieses Konzept das Apple da ausgebrütet hat braucht Kontra. Leider scheinen die meisten User hier doch völlig unreflektiert alles zu schlucken was Cupertino ihnen vorwirft. Das macht mir ehrlich gesagt am meisten Angst.

MS muss aufgrund ihrer Marktmacht auch einiges in der Richtung ertragen. Wenn es so kommt wie ich/wir hier befürchten, dann taucht Apple da auch bald auf den Schirmen auf.
rudolf07
rudolf0702.02.10 05:47
felix330
Viele hier finden das iPad scheinbar nur toll weil es von Apple ist.
Solange es nur 'scheinbar' ist, ist doch alles in Ordnung.
Wenn der Weise auf den Mond zeigt, schaut der Dumme auf den Finger.
Querbeat02.02.10 08:22
Dein Journal kommt mir gedanklich nicht unbekannt vor. Vor einiger Zeit gab es auf Spiegel diesen Artikel:
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,673208,00.ht ml

Wurde in den Kommentaren - nicht zu unrecht - kritisiert, aber die auch von dir beschriebene Tendenz den User zu entmündigen ist nicht von der Hand zu weisen…
svenhalen
svenhalen02.02.10 09:27
@felix
genau. weil sie eine Spielekonsole ist. Und was ist das iPad? Ein Mac? Ich denke nicht...
rondinax02.02.10 10:57
Das Journal geht IMO nicht weit genug. Was aus meiner Sicht nie thematisiert wird ist, was für eine Menge an Daten in naher Zukunft bei Apple angesammelt wird.

Angefangen hats damit, dass Apple alle Musik- und Filmkäufe gespeichert hat. Dann wurde die Möglichkeit eröffnet, seine Daten bei Apple zu "sichern". Die benutzten Apps werden selbstverständlich ebenfalls in die Datenbank gepackt. In Zukunft wird dann auch gespeichert, für welche Bücher man sich interessiert und welche Zeitungen Interesse finden. Das alleine reicht schon, um die User sehr schön und vor allem recht umfassend zu profilieren. (Dass das Teil mittels WLAN oder Mobilfunk theoretisch auch Standortdaten weitergeben könnte, muss man dann auch nicht mehr völlig ausblenden ...)
Was hier wohl für ein Theater wäre, würde Microsoft in eine solche Richtung steuern ...
dooyou
dooyou02.02.10 14:03
Na heißt es nun der oder das iPad?
svc
svc02.02.10 17:16
Kurz gesagt: Alles Gute hat auch etwas Schlechtes!

Aber, nur weil man die Möglichkeit etwas zu tun was einem anderen schadet, heißt das nicht unbedingt, daß man es auch tun muß! Hier muß man vertrauen! Und/Oder eine Möglichkeit finden die Monopolstellung von Apple (ebenso wie die jeder anderen Firma, welche mit digitalen Informationen arbeitet!) zu überwachen!
Dies bedeutet aber, daß man den Firmen denen man "Big Brother Is Watching You" unterstellt ebenfalls überwachen möchte. Quasi ein Teufelskreis! Somit wären wir wieder am Anfang und auf das Vertrauen angwiesen, welches wir diesem Unternehmen entgegenbringen wollen, aber aufgrund der Erfahrungen die wir bisher mit Unternehmen, die mit digitalen Informationen arbeiten, gemacht haben aus genau diesem Grund nicht entgegenbringen können und vielleicht auch nicht sollten!
Verwirrend! Was ist also da die Lösung?
Einige werden sagen: Was ist schon so interessant an mir, daß man über mich Informationen sammelt! Andere wollen dies aus Prinzip nicht, da sie ihre Privatspähre schützen möchten! Und wieder andere haben sogar gute Gründe, weshalb sie nicht wollen, daß man sie überwacht!
Was nun?
Sicher ist, daß iPad löst den gemeinen Heim-PC ab, ist auch meine Meinung, da es die Grundfunktionen des Otto-Normal-Anwenders perfekt abdeckt!
@dooyou: Gute Frage! Ich sage mal: Das iPad! Weil ich auch nicht der Pad, sondern das Pad sagen würde!
analyst02.02.10 17:20
@ dooyou

dem Pad sein i
analyst02.02.10 17:42
zum Thema:

Ich habe lieber ein funktionierendes Gerät und bin ehrlich gesagt froh darüber, dass Apple die Programme vorher testet. Sind wir mal ehrlich, was wird denn da bisher ausgeschlossen? Nackte Brüste? Google Voice? Die meisten Apps werden zurückgewiesen wegen Benutzung von eigenen Codes, welche Apple nicht zulässt. Aber ist ja auch klar warum. Schaut euch doch das Geschiss auf dem Desktop an! Kaum kommt ein Windows oder ein Mac-Update heraus, schon funktionieren viele tools nicht mehr und verlangen nach einem Update. Ich bin froh, dass Apple klar Richtlinien geschaffen hat. Außerdem ist es natürlich ihr eigener Markt. Sie haben ihn ja durch die Plattform iPhone und iPod touch erst erschaffen. Vorher habs kein Telefon von Apple und viele Entwickler haben vorher kein Geld verdient oder überhaupt noch keine Ideen gehabt, was sie denn Entwicklen sollten. Das iPhone hat mit seiner Hardware und seiner SDK den Entwicklern wunderbare Werkzeuge gegeben, mit denen sie sich austoben können und sehr leicht Geld verdienen können, ohne dass sich jemand um den Vertrieb oder das Geld kümmern muss. Es kommt aufs Konto und basta.
Auch iTunes sehe ich nicht als Einschränkung, sondern als die derzeit beste Möglichkeit, sein Mobiles Gerät mit allem was wir darauf haben wollen, zu synchronisieren. Wo bitte gibt es das sonst? Muss Apple wie Palm sein iPhone als andere Hardware ausgeben, um sich als Parasit in fremden Programmen anzumelden um Daten zu synchronisieren? Nein, iTunes ist ihre eigene beste Lösung.

Ich kann verstehen, dass der ein oder andere mehr Freiheit möchte, nur zu welchem Preis?

Wollen wir lieber ein App installieren, das unsere persönlichen Daten klaut (okay, Facebook tut es mit seiner App trotzdem)?
Woher wollen wir wissen, dass in den Apps kein Virus/Trojaner dabei ist, wenn wir aus jeder Source irgendwelche Tools installieren dürfen?
Kaufen wir unsere Waren lieber bei Real (einmal hin, alles drin) oder gehen wir wegen jeder Banane und jedem Orangensaft und jeder Sorte Gummibärchen in einen anderen Laden? Wir haben die Wahl ja! Aber wir haben auch immer die Wahl, einfach ein anderes Mobiltelefon zu kaufen, wenn wir uns dabei besser fühlen.

Big Brother ist nicht immer so schlecht wie die 15. Staffel, die mittlerweile auf RTL II läuft!
Phoen
Phoen02.02.10 17:49
Also Hinweise auf etwaige Monopolstellungen und deren negativen Folgen kann man gar nicht oft genug betonen. Aber hiefür gibt es bei Apple, abgesehen von dem immer noch recht kleinen Markt der Musikdownloads und MP3-Player, überhaupt keinen Anhaltspunkt. Zumal bei einem Produkt, das noch gar nicht auf dem Markt ist. Das alleine ist schon reine Spekulation.

Außerdem ist das mit den Monopolen so: Wenn du eine Firma hast, die ein Monopol innehat, dann ist es politischerseits nur klug zu allererst die noch verbliebene Konkurrenz zu befördern. Noch besser aber ist es, einen Konkurrenten aufzubauen, der das Monopol zu brechen fähig und in der Lage ist. Denn was wäre denn die Alternative? Doch nicht etwa die Zerschlagung von Unternehmen per Gesetz!?

Nun haben wir diesen einen Monoolisten, nämlich Google, das den Internet-Werbemarkt dominiert. Aber Google ist noch mehr! Google steht v.a. für ein Bezahlmodell im Internet, das fast vollkommen intransparent ist. Es suggeriert zum einen den Konsumenten, dass Inhalte umsonst seien, was sie de facto aber nicht sind; sie kosten bloß nichts. Darin liegt schon eine gewichtige Intransparenz. Zum zweiten sind die Schlüssel mit denen Inhalteanbieter bisher für Werbung bezahlt werden weder bekannt noch die Höhe der Beträge, die sich heraus ergeben, besonders ergiebig. Letztlich stellt sich hierdurch für den Anwender und Produzenten ein ungenügender Zustand ein, v.a. weil hierdurch langfristig die Qualität der Inhalte leiden wird.

Die einzige denkbare Alternative könnte demgegenüber Apple etablieren, das bisher schon voll auf Bezahlinhalte setzt und dies noch ausweiten könnte, und damit einen transparenten und weitgehend offenen Markt für Inhalte allerart schafft. Denn nur so lassen sich nachvollziehbare marktgerechte Strukturen schaffen, ohne auf einen einzigen Player angewiesen zu sein, der wie ein Fass ohne Boden, den globalen Medienmarkt dominiert. Ob dieser Bezahlmarkt dann alleine bei Apple in den richtigen Händen liegt, darüber kann man sich gerne unterhalten, wenn es soweit ist. Bis dahin halte ich Kritik an einer fiktiven Marktmacht, für die es auch in absehbarer Zeit keine handfesten Hinweise geben wird, für mindestens sehr verfrüht.
Niemand regiert die Welt.
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Request02.02.10 18:48
Phoen
Google lebt nach den zwei Prinzipien dass sie erstens das Internet schneller und sicherer machen wollen und zweitens danach dass sie einfach mal produzieren und sich erst danach überlegen wie man nun daraus Geld machen kann.

Das Google Werbesystem ist sehr transparent, jeder kann die Logik wie man abbezahlt nachvollziehen wenn er sich informiert. Auf jeder Webseite auf der Google Inhalte auffindbar sind wird deine IP geloggt und mit den bereits besuchten Inhalten angeglichen um ein Profil über deine IP zu kreieren. Anhand dieser kann Google danach genau auf dich bezogene Werbung kreieren was zu mehr Klicks führen kann und für die AdSense Nutzer mehr Geld generiert.

Insgesamt ist Google aber Datenschutzrechtlich sehr weit (es gab noch NIE auch nur EINEN Bericht dass Google Daten verkauft, verloren oder Anderes hat).

Google hat nun einmal erkannt dass der Kunde gerne kostenlose Dienste nutzt und dabei auch keine Probleme mit seiner Anonymität hat...wobei man ja immer noch anonym bleibt denn alles was Google von dir kennt ist deine IP und das ist nicht viel...da werfe ich doch gerne mal Apple in den Weg.
Kaufst du dir einen neuen Mac musst du dich registrieren bzw. es wird erhofft dass du es machst...danach kennt Apple schon deinen Namen, Wohnort etc. mit iTunes kann Apple dann noch dein Musikprofil (iTunes Store, Genius), mit den Fehlermeldungen von OS X wissen sie was du für Programme nutzt und mit MobileMe kennen sie deine Mails (wie Google auch) deinen Kalender und deine Kontakte...und mit dem AppStore wissen sie sogar was deine Vorlieben auf einem Mobiltelefon sind...und da wo Google nun nur eine Zahl sieht da sieht Apple deinen Namen mit Adresse und anderen Infos...
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
Phoen
Phoen02.02.10 19:04
Request
Google lebt nach den zwei Prinzipien dass sie erstens das Internet schneller und sicherer machen wollen und zweitens danach dass sie einfach mal produzieren und sich erst danach überlegen wie man nun daraus Geld machen kann.

Das glaubst du doch selber nicht! Einzeln betrachtet mag das ja zutreffen. Die Gesamtstrategie hast du dabei aber vollkommen außer Acht gelassen. Vllt. um dir den Komplex etwas zu veranschaulichen: Mit was fängt man Mäuse?
Das Google Werbesystem ist sehr transparent, jeder kann die Logik wie man abbezahlt nachvollziehen wenn er sich informiert.

Das ist schlicht falsch. Google weist in seinen AGBn ausdrücklich darauf hin, dass man keine genauen Angaben darüber macht, wie sich die "lousy pennies" ergeben, die der Anbieter nachher erhält.
Insgesamt ist Google aber Datenschutzrechtlich sehr weit (es gab noch NIE auch nur EINEN Bericht dass Google Daten verkauft, verloren oder Anderes hat).

Mhh...also dazu habe ich ganz bewusst überhaupt keine Aussage getroffen. Es geht hier nur um das Geschäftsmodell Google.
Google hat nun einmal erkannt dass der Kunde gerne kostenlose Dienste nutzt und dabei auch keine Probleme mit seiner Anonymität hat

Google wird sich freuen noch auf so unkritische Kundschaft zählen zu können. Nochmal: Keines der Google-Produkte ist umsonst. Gezahlt wird nur später durch Werbeaufrufe.

Das Geschäftsmodell ist entfernt verwand mit dem von Kreditkartenfirmen, nur etwas etwas komplexer.
Niemand regiert die Welt.
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Request02.02.10 19:13
Keines der Google-Produkte ist umsonst. Gezahlt wird nur später durch Werbeaufrufe.
Und wo liegt hier das Problem gegenüber dem Kauf? Ich kann einen Werbeblocker nutzen und Google kann mir das nicht verbieten...
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
Phoen
Phoen02.02.10 19:16
[quoteRequest]Und wo liegt hier das Problem gegenüber dem Kauf? Ich kann einen Werbeblocker nutzen und Google kann mir das nicht verbieten... [/quote]
Das Problem liegt darin, dass Google das genau so lange macht, wie sie es sich leisten können. Und wenn sie es sich irgendwann nicht mehr leisten können, weil z.B. nicht mehr nur ein Bruchteil der User so vorgehen, dann werden sie es eben untersagen. Und du hast dagegen keine rechtliche Handhabe, aber schon den überwiegenden Teil deiner persönlichen Daten und Anwendungen bei Google. Dann stehst du da!
Niemand regiert die Welt.
Applesau
Applesau03.02.10 01:07
ja, dann stehst du da
und zwar nur mit einem ipad in der hand und keinem desktop und musst dich eben auf deine cloud (google/apple) verlassen und sie haben dich in der hand.
2014 will be like 1984 ... oder so
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